Beiträge mit tag "Videospiele
Noch mehr Videospielgeschichte
1Es scheint Retro-Saison zu sein. Das Kraftfuttermischwerk verlinkt auf ein Stop-Motion Video, das aus rund 7000 Einzelbildern besteht und die größten NES-Klassiker (Mega Man, Legend of Zelda, Super Mario Bros. etc.) vereint:
cd
20 Jahre Videospielgeschichte
1Für die Kiddies: Es gab eine Zeit vor der PS3, für die Erwachsenen, die noch wissen, was ein VT102-Terminal oder was “Pole Position” war: fröhliches Ablachen. Von Pong über Super Mario und Guybrush Threepwood zu Lara Croft in 5 (bizarren) Minuten (Super Mario ist natürlich auch in diesem Video wie immer akut gewalttätig):
Video Games from MUSCLEBEAVER on Vimeo.
Gefunden bei gamgea.com
Anstieg der Aggression durch Killerspiele kaum signifikant
2Und wieder eine Studie, die es bestätigt:
Laut Stigma Videospiele kam eine Metastudie, die 130 Einzelstudien berücksichtigte, zu dem Ergebnis, dass die berüchtigten “Killerspiele” die Agression der Spieler kaum erhöhen. Es sei eine Verknüpfung von nur 2% festgestellt worden. Im Gegensatz dazu betrage die Verknüpfung von Familie und Umfeld und Mobbing in der Schule jeweils 30%.
Der Artikel bezieht sich auf einen Beitrag des Schweizer Radio DRS.
Gleichzeitig scheint ein Ansatz zum totalen Verbot von Killerspielen wie in der Schweiz in Österreich eher unwahrscheinlich. Killerspiele hätten laut Prof. Michael Wagner von der Uni Krems “keine oder maximal einer vernachlässigbare Wirkung”. Siehe dazu auch den Artikel “Killerspiele machen keine Amokläufer” (DerStandard.at)
cd
Zum Jahrestag von Winnenden: Killerspiele, Panikmache, Verschwörungstheorien, Trittbrettfahrer
7Bald ist es soweit, die Tat von Tim Kretschmer in Winnenden jährt sich am 11. März. Schon geistern im Netz die üblichen Beiträge herum und das Thema ist wieder aktuell. In loser Folge einige Sachen, über die ich gestern und heute gestolpert bin:
1. Trittbrettfahrer des Suchbegriffs
Die Firma Golden Section Graphics erstellte damals eine Grafik zum Tathergang des Amoklaufes. Am 4. März schreibt sie in ihrem Blog:
“Wir hatten seinerzeit eine Infografik über den Hergang der Geschehnisse erstellt und bieten diese Grafik jetzt natürlich wieder zum Nachdruck an.”
Geschäftstüchtig die Jungs…
2. Verschwörungstheorien und die üblichen Verdächtigen
Am 3. März erscheint bei Europnews ein Artikel unter dem Titel “Rätsel Winnenden: Fragen werden nicht beantwortet.”
In Bezugnahme auf ein Flugblatt einer Bürgerinitiative zur Aufklärung der Tat von Winnenden werden dort analog zum Fall Erfurt mehr oder weniger unsinnige, verschwörungstheoriehafte Fragen aufgeworfen. Eric T. Langer ist natürlich auch wieder mit von der Partie.
U.a. wird behauptet, es gebe keine Beweise dafür, dass die Waffe von Tim Kretschmers Vater tatsächlich die Tatwaffe gewesen sei. Auch habe niemand Kretschmer als Täter identifiziert. Sicher? Dazu z.B. das Interview mit Igor Wolf, der von Kretschmer für die Flucht mit seinem Auto entführt wurde.
Noch hanebüchener ist folgende Frage:
2. Warum wird darüber hinweg geschwiegen, dass die Polizei den/die Täter nicht verfolgte oder beschoss, weder in der ARS noch in Wendlingen, als Igor Wolf als “Kidnapping-Opfer” auf einen Streifenwagen zu rannte?
Sicher…klar…es ist absolut konform mit den Dienstanweisungen der Polizei, bei vermeitlichem Täterkontakt Cobra11-mäßig loszuballern…
Leute, wartet doch den offiziellen Bericht ab…dann wirds auch die geforderten Obduktionsberichte geben…
3. Killerspiele sind an allem Schuld
Auch dieses Argument wird wieder aufgewärmt…
Stigma Videospiele zitiert am 3. März Innenminister Heribert Rech von der CDU:
“Killerspiele halte ich für abartig und gefährlich. Da sollten wir mit einem Verbot Ernst machen.”
4. Panikmache von engagierten Experten
Als letztes Fundstück das Winnenden-Blog von Dipl. Psych. Dr. Horst Siewert. Dieser ist für mich zu einer Spezies zuzurechnen, die ich ganz gerne als “Berufsaufgeregte” bezeichne. In diesem Fall ist wohl auch etwas Schlüsselwortopportunismus im Spiel.
Das dramatische Bild im Header kündigt groß “Erfahrungen, Folgen und wissenschaftliche Aussagen zum Thema Amok” an…der erste Eintrag vom 23. März 2009 kündigt groß das neue Blog an, Winnenden sei ja nur “30 Minuten” weg und Bilder würden folgen…dann nichts mehr.
Erst am 4. März 2010 dann -pünktlich um am Jahrestag von Google indexiert und auffindbar zu sein- wieder ein Eintrag mit dem Titel “Amokprognosen”. Der Ton entspricht wenig der versprochenen Wissenschaftlichkeit und stellt eher die übliche Panikmache auf Spiegel- und STERN-Niveau dar.
Siewert behauptet -ohne jegliche Belege-: “die Anzahl der Fälle wächst kontinuierlich und gewaltbereite Jugendliche nehmen die in Deutschland weitgehend ungeschützten und offenen Schulen ins Visier.”
Es folgt Lamento, wie viele Schüler Amokphantasien haben und in Behandlung seien, sie brächten “Messer und Macheten in Tötungsabsichten mit” und “Nach den vorliegenden Hochrechnungen können wir davon ausgehen, dass es eine hohe Dunkelziffer von jungen Menschen gibt, die mit dem Gedanken an Amok spielen.” Und wo liegen diese Hochrechnungen bitte vor?
Auweh…nach diesen hochwissenschaftlichen Erkenntnissen gehe ich ab Montag nur noch mit Stahlhelm und Schutzweste unterrichten…
Grandios, freuen wir uns auf mehr lustige Nachrichten in Bälde…
cd
Amokläufe sind kaum zu verhindern – Pfeiffer wird ruhiger
4Das “Stigma Videospiele” Blog verweist auf ein Interview mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer mit der BILD, in dem er sich überraschend gemäßigt zeigt:
Stigma Videospiele: Pfeiffer auf neuen Wegen?
Pfeiffer sagt, es sei nun definitiv klar, dass Videospiele zwar ein Faktor, aber kein Auslöser für einen Amoklauf seien. Auch sei nach der Tat von Ludwigshafen offensichtlich, dass auch eine Verschärfung des Waffenrechtes keinen Erfolg bringt, da ein Messer “in jedem Küchenschrank” liege.
Nuja, sowas behaupte ich ja schon seit langem
cd
Killerspiele machen doch nicht kriminell?
3Ups…das passt sicher nicht in den Wahlkampf….
gamgea.com veröffentlichte am 16 September einen Artikel mit dem Titel “Verbrechensrate sank trotz steigender Videospielverkaufszahlen 2008″
In Bezugnahme auf den Originalartikel auf kotaku.com präsentieren sie Zahlen aus den USA, die zeigen, dass die Kriminalitätsrate im Jahre trotz gestiegener Verkaufszahlen von Videospielen deutlich zurückgegangen ist…
Nun würden mich noch die Zahlen für Deutschland interessieren…
cd
Killerspieldebatte – Gegenreaktionen
0Heute finde ich im Blog „Der fiese Admin“ eine interessante Gegenreaktion zur Killerspieldebatte:
Der fiese Admin – „Killerspiele“ – Der Sündenbock der Nation
Auf seiner Seite verweist er auch auf die Aktion „Ich spiel Killerspiele“ – neben den Infos auf „Stigma Videospiele“ eine weitere Seite, die sich um die Spielerseite der Killerspieldebatte bemüht…Teil der Aktion ist ein „Ich spiel Killerspiele“-Button, der Solidarität zeigen soll…der Button nebst Link zu dieser grammatikalisch beinahe korrekten Aktion ist nun auch hier zu finden…
cd














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