Beiträge mit tag "Unfall
Warum ich Filterkaffee immer noch am besten finde – Lehrer und Technik
2Ich habe gerade einen Meilenstein der Erkenntnis in meiner Küche gewonnen:
1. Eine Senseo-Kaffeemaschine lässt sich auch dann aktivieren, wenn der Benutzer vergessen hat, das Fach für das Kaffeepad wieder zu schließen.
2. Das kochendheiße Wasser spritzt einem Mann meiner Körpergröße dann genau auf die Brust.
3. Manchmal ist es indiziert, mit Klamotten unter die Dusche zu springen.
4. Ja, als Mann kann man tatsächlich Brandblasen auf den Brustwarzen bekommen.
Dumm geboren, nix dazugelernt und die Hälfte vergessen…
cd
Daniel Cohn-Bendit soll der neue Mixa werden…
6Oha, jetzt wo Mixa zurückgetreten ist und sich im Strafverfolgungsverfahren befindet, geht den Zeitungen plötzlich der Stoff für Skandalmeldungen zu Kindesmissbrauch aus…also wird in den Archiven gebuddelt und geschaut, was man nun noch so alles an “Enthüllungen” präsentieren kann. Die beliebte Historikerin Eva Herman hat sich als neues Ziel den ewig-68er, Odenwaldschüler und Grüne-Politiker Daniel Cohn-Bendit ausgesucht. Sie schreibt im Kopp-Verlag: Fassungslosigkeit. Warum Walter Mixa gehen musste und Daniel Cohn-Bendit immer noch da ist. Infowars hat den Artikel nebst Video übernommen.
Stein des Anstoßes ist die Zeit der sogenannten “Kinderladenbewegung“, ein Begriff, der meiner Generation und den noch Jüngeren nur noch bedingt etwas sagen dürfte. Kern der Erziehung in den Kinderläden war, neben einer antiautoritären Ausrichtung, auch der Grundsatz, dass kindliche Sexualität nicht zu unterdrücken sei. Es sind in den Protokollen der damaligen Zeit etliche sexuelle Kontakte zwischen Erziehern und Kindern dokumentiert. Cohn-Bendit selbst beschrieb diese Ereignisse in seinem Buch “Der große Basar“, was bereits 2001 von der “Schweizer Zeit” im Artikel “Der Kinderschänder” aufgegriffen wurde. Cohn-Bendit hat in seiner Zeit mit den Grünen mehrfach Gesetzesentwürfe ausgearbeitet, die “gewaltfreie Sexualität” zwischen Minderjährigen und Erwachsenen straffrei stellen soll. (vgl. z.B. Artikelreihe “Sexuelle Gewalt an Kindern: Politisch akzeptierte Wirklichkeit?“, ebenfalls von Eva Herman).
Was für die heutige Generation unvorstellbar klingt, war damals ein revolutionär neuer Ansatz der Erziehung als Kontrast zum Konservativismus und der Autorität Erwachsener. Transparenter wird die Debatte, wenn man sich folgende Positionen zu Gemüte führt:
1. Lloyd deMause: “Hört Ihr die Kinder weinen. Eine psychogenetische Geschichte der Kindheit”, Frankfurt 1977 (Original New York 1974) und
2. Philippe Ariès: Geschichte der Kindheit, München/Wien 1975 (Original Paris 1960)
Zwei gegensätzliche Positionen zum Begriff der Kindheit. Während Ariès die Ansicht vertritt, die künstliche “Erfindung” von Kinheit hat das ursprünglich glückliche (wenn auch von viel Unfall, Krankheit und Tod begleitete), von Kontakten mit “Verschiedenen Klassen- und Altersstufen” geprägte Leben der Kinder zu einem unglücklichen, von Strafe (“Rute und Karzer”) und durch Erwachsene fremdbestimmten Leben gemacht, vertritt deMause die Ansicht, die Erfindung der Kinheit sei ein Segen, der zum beschützend-lenkenden Verhältnis der Erwachsenen zu Kindern führte, weg von der Kindstötung in Antike und Mittelalter.
Tiefer will ich da gar nicht hineingehen, sondern empfehle nur diese beiden Bücher als Grundlagenliteratur der Debatte. Der Bezug zum Thema aber ist, dass der Blick auf Entwicklung mit der unterliegenden Theorie steht und fällt. Da die 68er fast alle Formen der Autorität verneinten, war daraus eine der logisch notwendigen Konsequenzen, auch bei der sexuellen Entwicklung nicht autoritär einzugreifen. Als Einführung in die 68er: Rudolf Sievers (Hrsg.): 1968. Eine Enzyklopädie, Frankfurt a.M. 2004
Mein persönlicher Senf dazu ist: Das wird immer ein schwieriges Thema bleiben…zwar sollte heute klar sein, dass man den Kindern nicht die Masturbation mit “davon wirst du blind” oder “Gott wird dich strafen” und damit das Entdecken eigener Sexualität sauer machen sollte, aber im interpersonellen Verhältnis zwischen Erzieher und Edukand sind die Grenzen bisweilen fließend…meine Philosophie ist da, lächelnd aber nicht strafend oder tabuisierend abzulehnen, auch bei pubertären “Übergriffen” und Flirtversuchen von Schülerinnen (was aber mit steigendem Alter ohnehin nachlässt…ich glaube, ich verliere langsam mein Mojo…), die jedem Lehrer und jeder Lehrerin im Laufe der Karriere immer mal begegnen werden…versucht man aber, der Sache theoretisch fundiert habhaft zu werden, so wird man immer eine mehr oder weniger breite Ambiguität feststellen, die von mangelnder Neutralität gegenüber dem Thema begleitet ist…ungefähr so, wie das Frauenbild und das Familienkonzept unter Hitler…
Liebe Frau Herman: Wer sich so derbe mit dieser Form von Ambiguität (und um die müssen Sie gewusst haben…) in die Nesseln setzt und den Interviewern ins lange gesehene offene Messer läuft und sich auf eine “neue Interpretationsweise” beruft und sich als falsch verstandenes Opfer der Medien darstellt, sollte sich bei anderen, die es zu ähnlich kritisch behafteten Sachverhalten Ihnen gleich tun, nicht so weit aus dem Fenster lehnen…das wirkt schief und wie journalistischer Opportunismus, weil das Thema ja gerade Leser verspricht…eine eher schwache Nummer…
cd
Wieviel Pech kann man haben? Baum zerlegt fahrendes Auto
2So, völlig aus der Reihe eine Frage zu einer Sensationsmeldung:
Wie groß ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit, dass einem während der Fahrt eine Pappel genau aufs Auto fällt?
cd
Österreicher läuft Amok aus Liebeskummer
2Vor kurzer Zeit ist ein Österreicher aus der Südsteiermark Amok gelaufen. Mit seinem kleinkalibrigen Gewehr erledigte er:
-einen Getränkeautomaten
-einen Linienbus
-eine Balkontür
Ansonsten wurde niemand verletzt. Der Täter gab an, dass die Balkontür ein Unfall gewesen sei, er habe stattdessen eine Laterne erschießen wollen.
cd
Formaldehyd im Bodensee
0Im Sommerloch gibt Spiegel Online ja so einiges an sinnloser, aber spassiger Information her.
Kürzlich berichtete er, dass die Stadt Konstanz ihr Image vom „Klein-Harvard am Bodensee“ durch eine Plakatkampagne mit dem Titel „Konstanz – Die Stadt am H2O“ aufpolieren wolle.
Dummerweise haben wohl die Wassermoleküle, die auf dem Plakat den Bodensee schmücken, durch „Simplifizierung“ eher die Form von Formaldehyd, was die Gemüter einiger Chemiker doch erhitzte…
Ich weiß nicht, was ich komischer Finde…die falschen Moleküle, oder die Randale, die nun um sie gemacht wird..der durchschnittlich gebildete Deutsche wird nicht mal das Wort „Molekül“ unfallfrei aussprechen können und das Problem übersehen…
SPIEGEL online: Wir können alles. Außer Chemie.
cd














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