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Studium » Die ganze Welt des Wahnsinns

Beiträge mit tag "Studium

Liebe Abiturientia 2010

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Es ist wieder soweit. Deutschland sucht den Superlerner!

So motiviert man Schüler

So motiviert man Schüler

Für alle, die rausgewählt werden: Keine Sorge, wir sehen uns wieder…in einer Maßnahme der ARGE für Schulversager!
Für alle, die bestehen: Keine Sorge, wir sehen uns wieder…in einer Maßnahme der ARGE für arbeitslose Akademiker!

cd

An die Studierenden aus dem Gewaltseminar der Folkwang-Universität

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Liebe Studierende,

da ich wie alle braven Promovenden um diese Uhrzeit noch mit Trinken Arbeiten beschäftigt bin, bitte ich Sie als Studierende einer Kunsthochschule zur nächsten Seminarsitzung folgende Kernfragen der 68er-Revolution, ohne die ein tieferes Verständnis der Psychopathologie des jugendlichen Amoktäters nicht möglich ist, selbständig bis zum nächsten Donnerstag zu erarbeiten:

1. Wer war Syd Barrett?

2. Welchen Bezug hat David Gilmour zu den Thesen von Timothy Leary?

3. Wer ist Floyd und warum ist er rosa?

Eine mündliche Ausarbeitung ist ausreichend…

cd

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Von Gesellen und Meistern

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Ist das schön! Man sieht sie nun endlich auch in freier Wildbahn! Die Bachelors! Und ich meine jetzt keinen MTV-Star mit “idiot haircut”, sondern die neue, aufstrebende Riege der Nachwuchswissenschaftler, die sich jetzt eines international anerkannten Abschlusses erfreuen dürfen. Gerade vor einigen Wochen hatte ich das Vergnügen, eine Vertreterin dieser seltenen neuen Spezies in ihrem natürlichen Habitat erleben zu dürfen. Eine B. Sc. der Psychologie. Die Farbe auf den Namensschild an ihrem Kittel war noch nicht ganz trocken…sie war auch ein wenig jünger als ich…so knapp zehn Jahre…aber es ist ja schön zu sehen, dass jungen Menschen im harten Alltag der Industrie für anerkannten Wahnsinn eine Chance gegeben wird…auch wenn es mich etwas ins Grübeln bringt…in der guten alten Zeit, als die Stadt Essen noch eine Universität Gesamthochschule hatte, kam auch die Forderung auf, wir müssten auch Bätschla und Maasta umstellen…haben wir dann auch gemacht….das Grundstudium des ehemaligen Diplomstudienganges wurde zum Bätschla…das Hauptstudium zum Maasta…hat ganze dreißig Minuten gedauert, mit Ctrl-F die Wörter in den Studienordnungen auszutauschen…und dann ging die frisch zwangsfusionierte geborene Universität Duisburg-Essen mit dem Segen des Diktators Gründungsrektors einer strahlenden Zukunft entgegen…zumindest die Teile, die nicht geschlossen werden…Opfer der neuen Lehramtsausbildung wurden unter anderem die Fachbereiche Erziehungswissenschaft(!) und das Zentrum für Hochschuldidaktik(!!)…

Meine Irritation rührt aus folgendem Umstand: Der Wisch, den ich für meine Unterlagen als Zusatzqualifikation erworben habe, bescheinigt mir die Fähigkeit zum Zwecke der akuten Krisenintervention solange therapeutisch tätig zu sein, bis ich den oder die Jugendliche(n) in die Hände eines approbierten Mediziners oder eines ausgebildeten klinischen Psychologen gebe…mehr darf ich nicht…und das auch nur unter Supervision…zum Beispiel von einem Bachelor der klinischen Psychologie, der für seinen Abschluss weniger Scheine braucht, als ich für Vordiplom und Zusatzquali…aber ich bin ja zum Glück nach der Übergabe von jeder Verantwortung entbunden…ich bin ja kein Arzt und kein Psychologe…;-)

cd

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Wie man Stress mit den Eltern seiner Schüler bekommt

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Ich habe ja gestern in einem Nebensatz erwähnt, dass ich erst eine Abmahnung auf der Uhr hätte. Zeit für eine weitere Anekdote:

Es begab sich vor etlichen Jahren, da fuhr ich als Frischling des Lehramtsstudiums mit meiner ehemaligen Schulband als Begleitperson auf Bandfahrt in das schöne Morsbach an der Sieg. Es war Winter, wir hatten alle Altersgruppen von den ganz Kleinen bis zur 13 dabei. Und was macht man, wenn man mit einer Band unterwegs ist? Man macht natürlich Musik…vorzugsweise am offenen Kamin. Irgenwann zu späterer Stunde dachte ich mir, man müsste doch traditionsbehaftetes Liedgut an die Kleinen weitergeben, schnappte mir eine der Gitarren und brachte ihnen das Hamsterlied bei. Am nächsten Morgen wollte dann eine weitere Begleitung mit den Kleinen zu einem Discounter im Dorf, um dort Plastiktüten als improvisierte Schlitten zu holen, damit die Kinder rodeln konnten. Mir wurde dann später zugetragen, dass wohl ein Rudel Kinder vor besagtem Discounter mitten im ehrenwerten Morsbach stand und aus leibeskräften “Onaniiiie…Onanoooo” sang…als die Kinder das Liedgut von der Fahrt nach Hause brachten, waren einige Eltern eher weniger begeistert…Moral: Eltern haben keinen Sinn für Tradition

cd

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Geballter Wahnsinn 3 – Hühner, Stormtrooper, Eyjafjallajökull und der Trololo-Mann, Vulkan

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Die Woche ist rum, Zeit für eine Rekapitulation der Dinge, die die Welt wirklich bewegt haben.

1. Warum heißt der Eyjafjallajökull eigentlich Eyjafjallajökull und warum habe ich mir ein Makro für den Namen auf F12 gelegt? Und wer bezahlt nun die Hotels?

Das Pottwalblog hat alle Antworten zur Entstehung des Begriffs…leider ist der Dialekt der Kommentare noch schwerer zu verstehen als die diskutierte isländische Grammatik..
Wer die Hotels bezahlen soll – natürlich der Staat…wie immer…

2. Macht Hähnchenessen wirklich schwul?

Der Staatschef von Bolivien, Evo Morales, meint ja! Außerdem würde der Verzehr von Genkartoffeln zu Haarausfall führen

3. Das Imperium hat wieder Stellen ausgeschrieben

In Zusammenarbeit mit der Bundesagentur gegen Arbeit hat das Imperium wieder freie Stellen als Stormtrooper beworden. Einzige Voraussetzung: Ein abgeschlossenes Studium

4. Sie wollen Kenny’s Väter töten

Ups…die Southpark-Macher haben wieder jemandem auf die Füße getreten. Nachdem sie alle Sekten inklusive Scientology durch hatten, machten sie nun Witze über Moslems. Nun stehen sie auf der Todesliste einiger arabischer Fans

5. Mixa ist zurückgetreten – Barcelona feiert

Mixa ist endlich weg vom Fenster. Seine harte Strafe: Er muss nun mit dem vatikanischen Hartz IV auskommen – gerade mal 8.000 Euro Pension im Monat
Barcelona hat den Rücktritt zusammen mit dem Trololo-Mann in Form eines Flashmobs gefeiert.

cd

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Pädagogisch-/Psychologischer Grabenkampf 2

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Ich hatte die alte Diskussion schon völlig vergessen, da sehe ich plötzlich heute Morgen elf Kommentare, die kein Spam waren…sie kamen von Silvio Ströver, Betreiber einer irritierenden Anzahl pädagogischer Blogs. Er kommentierte nun in mehreren Salven meine damaligen Ausführungen:

Kinder, wie die Zeit vergeht…

um wenigstens mal anzufangen:
Zu 1)
Du schriebst: Der Humanismus und die Breitenbildung sind lange tot, das haben alle verstanden, ausser den Erziehungswissenschaftlern und den Lehrern…
Mit dieser zentralen Aussage in Deinen sehr langen Ausführungen habe ich persönlich überhaupt kein Problem. Mich konntest Du da also nicht gemeint haben. Aber egal.

Zu 2) “Deine Homepage und Deine Blogs zeigen sehr deutlich Deine Ausbildung…sie sind ein Rundumschlag in alle Richtungen”

Nun, nicht ganz: Du kannst nicht einfach einen Zusammenhang herstellen, den es so nicht gibt. Ich habe beispielsweise keine Naturpädagogik studiert, ebenso kein “Jobcoach-Studium” absolviert.

Mit G. Schulze habe ich zwischenzeitlich Kontakt aufgenommen. Der eigentliche Text (eine über 70-seitige Ausarbeitung zur Erlebnisgesellschaft) wird wahrscheinlich bald veröffentlicht. Den Text, den ich quasi als Handout entworfen hatte für mein Publikum, stellte ich schon ins Paedblog. Insofern sind tatsächlich keine tierfergehende Argumentationslinien und Quellen vorzufinden. War ja auch nicht geplant.

„„Harry Potter“ wäre
beispielsweise angeblich genauso gut oder sogar noch besser als ein Märchen.“

Vielleicht hätte ich Dich vorher fragen sollen, ob Du einmal Korrektur liest?
;-)

Ruhig Blut! – So leicht lasse ich mich nicht rausbomben! ;-)

“…für eine Breite Darstellung ist es zu wenig, für einen knappen Abriss ist für mich nicht nachvollziehbar,…”

O.k., vielleicht zu spezifisch… eben nur für Diplomer. ;-)

Das erste, was ein Besucher im Moment auf Deinen Seiten sieht, ist eine akribische Darstellung Deiner Besucherzahlen….”Nachdem Du Dich ja erst gegen das WordPress-Weblog geweigert hast, inzwischen Dir aber selbst genau solches zugelegt hast, kennst Du sicher die “Außenwirkung”: Aktuelle Beiträge stehen “oben” und rutschen mit der Zeit nach “unten” und dann ins Archiv… So viel zum Thema „Aussenwirkung“…

“Letzendlich ist immer davon auszugehen, dass der Leser keine Form der formalen Bildung für das eigene Fachgebiet hat…in der uns umgebenden Gesellschaft ist „Pädagoge“ wie „Lehrer“ ja eher ein Schimpfwort, vor allem in der ‘Malocherkultur’ des Rurhgebietes…man kann diese Klischees spielerisch so erfüllen, wie ich es mit meinem „Lehrer sind eh alles Arschlöcher“-Blog mache, da ich davon ausgehe, das Klischees und Vorurteile im Sinne von z.B. Girard als „Das Opfer konstituiert die Gruppe“ völlig notwenig sind und man besser das Klischee annimmt und damit spielt, als sich darüber aufzuregen, oder das Klischee in einer Weise in objektiv seriöser Weise leben, wie ich es in Deinen Blogs meine wahrzunehmen…”

Weißt Du eigentlich noch, wo da der Hauptsatz ist? Wahrscheinlich handelt es sich um mehrere. Aber dafür, dass Du so viel Wert auf den Konjunktiv legst, hast Du offenbar keinen Sinn für die richtige Interpunktion. Und Rechtschreibung ist offenbar auch nicht Deine Stärke. Ich sage Dir, ich würde Dich wahrscheinlich nach nur einer Seminarstunde “rausbomben”…

“also nicht zu verlinken, sondern, soll der ‘echte’ pädagogische Anspruch eines Blogs -den ich nicht hege- gewahrt bleiben, der Masse ‘vorzukauen’ und auszuwählen…der allemeinen Meinung mit harten Fakten entgegenzuwirken…”

Auch wieder so ein verschachtelter Bandwurmsatz…

Naja, als Diplom-Pädagoge mache ich doch das Beste raus! ;-)

Gerade weil ich keinen Idealismus vertrete, lege ich Wert darauf, dass sich mein mündiger Blogleser sich selbst ein Bild macht. Natürlich dürfen Paedblogleserinnen/leser sich weiterhin darauf verlassen, dass ich Links anbringe, die selbstverständlich nicht das jeweilige Thema eines päd. Blogbeitrags verfehlen. Doch ich verwehre mich, “vorzukauen”, da ich keine Wiederkäufer bediene. Das können andere sicher besser.
Soweit erst mal, in Bälde?! ;-)

Gut, soweit erstmal das Zitat.. ;-)

cd

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Weg mit dem Bildungsföderalismus

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Ich habe gerade einen Artikel im Satiremagazin DER SPIEGEL gelesen, der  sich mit den Ergebnissen einer Umfrage zur Bildungspolitik in Deutschland befasst.

Die Ergebnisse freuen mich einerseits, andererseits sind die Forderungen der Eltern mal wieder jenseits des Machbaren, wobei das keinem Kollegen neu sein dürfte…da mein Job die ganze Bandbreite von Regelschule über Universität bis zur Erwachsenenbildung umspannt, will ich doch auch mal meinen Senf dazugeben.

61 Prozent der Befragten wollen, dass Bildungspolitik Sache des Bundes wird. Endlich! Die Länder würden zwar vom segensreichen Wettbewerb um das “beste Schulsystem” schwärmen, realiter ist das aber ganz großer Mist, denn der wird auf den Schultern der Schüler und der Lehrkräfte ausgetragen…
Was nützt mir hier ein Zentralabitur in NRW, wenn das nicht deckungsgleich mit  dem in Bayern ist und Abiturienten, die zum Studium das Bundesland wechseln wollen, vor hohen Barrieren stehen. In der Realität sieht das dann so aus, dass ich an der Uni sowieso wieder bei Adam und Eva anfange, um die unterschiedlich ausgebildeten Erstsemester aus diversen Bundesländern auf einen gemeinsamen Stand zu bringen…und dafür der ganze Aufwand mit Vergleichsarbeiten usw.? Ich denke nein…Umziehen wird auch zur Tortur…bekommt ein Elternteil einen Job in einem anderen Bundesland, können die Kinder fast sicher sein, ein Schuljahr wiederholen zu müssen…in der Oberstufe siehts noch düsterer aus, wenn die in Land A gewählten Leistungskurse in Land B so nicht stattfinden oder gar nicht Teil des Fächerkanons sind (z.B. Unterrichtsfach Psychologie oder Pädagogik). Das ist teilweise innerhalb eines Bundeslandes schon ein Problem oder manchmal sogar innerhalb der gleichen Stadt…zwischen den Ländern jedoch eine Katastrophe…

G8? Kein Kommentar…völlig unsinnig, wenn nicht auch gleich der Lehrplan zusammengestutzt wird..überfordert in der aktuellen Form Schüler, Lehrer und Eltern…taugt die Schule nix, taugt die Schule nix…egal ob auf 13 Jahre gestreckt oder auf 12 komprimiert..

Zusammenlegung von Real- und Hauptschule? Sicher…wenn man glaubt, das Problem zu lösen, indem man den Namen der Institution tilgt…Problem ist die Klientel, nicht die Schulform…und die wird weiter bestehen bleiben…ich verweise an dieser Stelle nochmal auf unsere Ergebnisse

Kleinere Klassen? Mehr Lehrer? Sicherlich…würde Sinn machen…es ist ja nicht so, als wäre Deutschland hoffnungslos überschuldet….

Lehrerberuf als “zweite oder dritte Wahl”? Um Gottes Willen…der Lehrerberuf ist für die meisten Studierenden natürlich die erste Wahl, um ein gescheitertes Diplom in ein Staatsexamen zu überführen…Nur ein Zyniker würde behaupten, die Studiengebühren hätten dazu geführt, dass jeder Idiot für Lehramt immatrikulieren kann und auch zur Erhaltung der Quote jeder Idiot ein Staatsexamen bekommt…Eignungstests? Fehlanzeige…das sind die Schweizer besser…

aber was rege ich mich auf.. .;-)=

cd

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Theorie gegen Praxis im PaedBlog

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Silvio Ströver verweist in einem Posting in seinem Paedblog auf die Problematik der Kollision zwischen Theorie und Praixis im Studium der Erziehungswissenschaft ein. Die Debatte stammt zwar von 1999, könnte aber wesentlich schärfer noch auf die aktuelle Form des Studiums bezogen werden.

Ich hatte in einem kurzen Diskurs mit ihm die Thematik ebenfalls aufgegriffen..schade, dass die angekündigte Reaktion ebenfalls bis heute ausgeblieben ist…

cd

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Pädagogisch-/Psychologischer Grabenkampf

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Oha, nun habe ich mich in die Nesseln gesetzt.
Ich habe vor langer Zeit in diesem Eintrag über das PädBlog von Silvio Ströver gelästert. Heute finde ich nun zwei Kommentare von ebendiesem:

1. „Na, was soll das denn heißen???“
2. „Zumindest würde es hilfreich sein, ein paar (konkrete) Anhaltspunkte zu haben… danke.“

Nach kurzem Mailverkehr sagte Silvio, er sei gespannt auf meine Ausführungen, egal wie sie ausfielen….nun denn…

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mit diesem Blog keinesfalls den Anspruch von Professionalität hege…es ist für mich mehr Ventil für einen Gedankenstrom bezüglich Bildungsthemen in sehr allgemeinem Rahmen, den ich so ungefiltert an anderer „professioneller“ Stelle nicht darstellen kann…ich trenne also auf meiner Homepage strikt Professionalität und Privates, daher findet man den Link zu diesem Blog auch im Alice-Bereich und nicht in meiner hauptberuflichen Homepage, um diese Differenzierung eben klarzumachen..
Die professionelle Spielwiese habe ich an anderer Stelle…im Hörsaal, in Forschungsprojekten und im Unterricht ganz allgemein…

Ich habe Silvio in meiner zweiten Mail direkt geschrieben, dass es vermutlich auf einen ideologischen Grabenkampf hinauslaufen wird, da er in Dortmund den Diplomstudiengang studiert hat, während ich in Essen zunächst den Lehramtsstudiengang als „Nebenfachpädagoge“ ertragen durchlaufen habe und erst spät im FB EW untergekommen und dort meinen wissenschaftlichen Frieden gefunden habe…ein Schulenstreit also…aber schauen wir, ob es fruchtbar wird..

1. Ich habe ein „besonderes“ Verhältnis zu Diplom-EWlern…
Dieses rührt aus meiner Zeit in der AG Jugendforschung her, in der ich unter anderem auch Diplomer unterrichtet habe…der Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft (zumindest der in Essener Tradition, in Dortmund wird dies aber ähnlich sein) dem Ruf der nach-68er nach einer Interdisziplinarität der Erziehungswissenschaft. Er entstand hier an der alten PH an der Henri-Dunant-Straße in der Tradition von Fritz Bohnsack, Wolfgang Klafki u.a., teilweise auch als Politikum…mit der entsprechend linkslastigen Grundideologie, der stalinistisch-kommunistischen Psychoanalysefeindlichkeit (obwohl es auch psychoanalytisch fundierte Erziehungswissenschaftler gab, die aber in den Grabenkämpfen untergingen…aber das ist eine andere Geschichte…), aber zumindest den Grundlagen eines Rundumblickes über den Tellerrand hinaus mit quantitativer und qualitativer Methotik etc…das Resultat in der Moderne ist für mich aber ein -entschuldige- „Gas-Wasser-Scheisse“ Studiengang, wie man im Ruhrpott sagt und meine Beobachtungenin der Zeit der Lehre ist, dass die Diplomer alles mal gesehen haben, aber effektiv nichts wirklich können…das zeigt auch die Realität der momentanen Jobchancen für Diplompädagogen, welche nicht zuletzt, auch im Rahmen der Einführung des neuen Hochschulrahmengesetzes in NRW zur vollständigen Abschaffung des Studienganges an den Standorten Duisburg und Essen geführt hat, zugunsten der Sozialpädagogik bzw. des Studenganges „Soziale Arbeit, Beratung und Management“.

Sozialpädagogen haben zwar weniger methodische Kenntnisse, aber dafür Kenntnisse in Recht, rudimentärer Betriebswirtschaft etc., die für die „pädagogische Frontarbeit“ mehr von Nutzen sind. Ich hätte fast gesagt, dass man die wissenschaftlich gesehen in die Tonne hauen kann, aber für die Wissenschaft ist dieser Studiengang auch gar nicht gedacht, sondern für eben genannte pädagogische Front. Darum werden fast nur noch SozPäds gesucht und eingestellt, da die Dipl-Päd aufgrund ihrer akademisch gesehen höheren Qualifikation einfach zu teuer sind…was bleibt aber nun für Diplomer?

In der Personalabteilung kann ich sie nicht gebrauchen, da sie von quantitativer Methodik zu wenig Ahnung haben und keine Korellationskoeffizienten berechnen können usw. da dies nicht Teil der Ausbildung ist, also nehm ich da doch lieber dipl. psych…
Als Sozialarbeiter kann ich die auch nicht gebrauchen, da sie zu theoretisch fundiert sind und ich sie nachbilden müsste…außerdem wollen sie zu viel Kohle…
In der Schulforschung kann ich sie nicht gebrauchen, da sie über keinerlei Kenntnis der inneren Strukturen von Schule oder von didaktischen Grundlagen verfügen und somit ihnen als teilnehmender Beobachter im Felde vieles verschlossen bleibt…
Im therapeutischen Bereich kann ich sie nicht einsetzen, ohne sie nachzuqualifizieren, da der Psycho-Bereich so um die 8 SWS nach letzter Studienordnung liegt und Diagnostik u.ä. nicht dazugehören…
Über die Korellation zwischen Persönlichkeitsstruktur und Studiengangswahl will ich micht jetzt nicht auslassen…

Letztendlich ist das aber nicht die Schuld der Diplomer, da diese ja genau das studiert haben, was ihre Studienordnung verlangte…können alles und nichts und können bei der aktuellen Arbeitsmarktlage nur noch suizidieren, promovieren (bei schwindender Stellenzahl an den Universitäten auch nicht wirklich eine Lösung) oder bei irgendeinem Bildungsträger für einen Hungerlohn Hartz-IVler in einer Maßnahme bespassen…einfach weil diese armen Schweine an gesellschaftlicher Marktrealität vorbeistudiert haben…

Letztendlich trifft das aber den Kern meiner generellen Kritik am Bildungssystem in Deutschland, da gerade das obere Ende immer noch einem humanistisch orientierten Bildungsideal nachhängt, in dem es nur um Wissen um des Wissens willen geht, bar jeder lebens- und berufspraktischen Handlungskompetenz, was letztendlich eine Ausrichtung ist, die in der gesellschaftlichen Realität des BWL-Basierten Arbeitsmarktes einfach weit an den Bedürfnissen des Marktes vorbei ist…oder etwas polemischer formuliert: Der Humanismus und die Breitenbildung sind lange tot, das haben alle verstanden, ausser den Erziehungswissenschaftlern und den Lehrern…und das ist ein Verbrechen an Schülern und Studenten, die für eine projektive Realität ausgebildet werden, die faktisch nicht mehr existiert…

Aber genug des Jammerns:

2. Deine Homepage und Deine Blogs zeigen sehr deutlich Deine Ausbildung…sie sind ein Rundumschlag in alle Richtungen (das allgemeine PaedBlog, das Naturpädagogikblog, Deine Homepage etc…), aber keinerlei Spezialisierung oder konkrete Ausrichtung…auf privater Ebene ist mir das gleich, ich haue hier in mein Blog auch alles rein, was mir gerade durch den Kopf geht, aber auf professioneller Eben verfolge ich doch eine klare Linie…diese ist bei Dir nicht zu erkennen…

3. Dies setzt sich in Deinen Artikeln fort…sie bleiben oberflächlich und wenig stringent theoretisch fundiert…In Deinem Essay über Schulzes Erlebnisgesellschaft beispielsweise wirfst Du Schulze vor, seine Grundannahme, die Knappheitsgesellschaft habe sich in eine Überflussgesellschaft gewandelt, nicht zu fundieren, belegst aber Deine Argumentationslinie an keiner Stelle, wie z.B. Deine Vermutung, die Schwächen in Schulzes Modell lägen in der Methodik der Erhebnung…Quellenangabe erhält genau 2 Print- und 2 Webquellen, dazu kein Kommentar ;-)
Ähnliches Zeigt sich -auch exemplarisch genannt- in Deinem Essay zur Fragestellung „Brauchen Kinder Märchen?“…scharf Formuliert: Mit Deinen Konjunktiven würdest Du bei mir exakt eine Seminarsitzung überleben, nach der ich Dich rausbombe und Dir ein Theologiestudium oder ähnlichen Unfug empfehlen würde… (z.B. „„Harry Potter“ wäre
beispielsweise angeblich genauso gut oder sogar noch besser als ein Märchen.“…das muss „Harry Potter SEI beispielsweise…“ heißen, verflucht! ;-) )…das darf in einem Text, der als wissenschaftlich deklariert ist, schlichtweg nicht passieren…
In der zitierten Literatur ist keinerlei theoretische Stringenz erkennbar…für eine Breite Darstellung ist es zu wenig, für einen knappen Abriss ist für mich nicht nachvollziehbar, was die Waldorfpädagogik neben dem Brockhaus als Quelle, einem dreißig Jahre alten Werk, dessen Status als „Standardwerk“ fragwürdig ist und Jean Piaget zu suchen hat -welcher auch hochgradig diskutabel ist-, wenn die Restliteratur neben einem Abriss der Rezeption des Märchenbegriffes im Wandel der Zeit sich auf sehr wenige Werke bezieht, die nicht als exemplarisch dargestellt, oder sonstwie in einen Kontext gesetzt werden…

4. Das erste, was ein Besucher im Moment auf Deinen Seiten sieht, ist eine akribische Darstellung Deiner Besucherzahlen….hmm…sicher, dass DAS die Form von Darstellung ist, die Du anstreben möchtest? Verkaufszahlen eines Werkes sagen nichts über seine Relevanz und Richtigkeit aus ;-) So viel zum Thema „Aussenwirkung“…

5. Letzendlich ist immer davon auszugehen, dass der Leser keine Form der formalen Bildung für das eigene Fachgebiet hat…in der uns umgebenden Gesellschaft ist „Pädagoge“ wie „Lehrer“ ja eher ein Schimpfwort, vor allem in der „Malocherkultur“ des Rurhgebietes…man kann diese Klischees spielerisch so erfüllen, wie ich es mit meinem „Lehrer sind eh alles Arschlöcher“-Blog mache, da ich davon ausgehe, das Klischees und Vorurteile im Sinne von z.B. Girard als „Das Opfer konstituiert die Gruppe“ völlig notwenig sind und man besser das Klischee annimmt und damit spielt, als sich darüber aufzuregen, oder das Klischee in einer Weise in objektiv seriöser Weise leben, wie ich es in Deinen Blogs meine wahrzunehmen…was letzlich die Vorurteile, die es gerade Diplomern so schwer machen, arbeitsmarkttechnisch wie gesellschaftlich, nur verhärtet….ein Satz, der mir einfiele, wenn ich nur als Essener Bergmannskind denke und nicht als EWler: „Etwas sehr viel Müsli drin, oder?“…das differenziere ich aber gerne weiter aus, sollte es wie ein Angriff klingen…oder knapper und weniger bissig: Weniger Idealismus, mehr Substanz…ich sehe uns in der Pflicht, nicht nur wahllos zusammenzutragen, sondern zu didaktisieren und kritisch zu hinterfragen…also nicht zu verlinken, sondern, soll der „echte“ pädagogische Anspruch eines Blogs -den ich nicht hege- gewahrt bleiben, der Masse „vorzukauen“ und auszuwählen…der allemeinen Meinung mit harten Fakten entgegenzuwirken…

Hier mach ich für heute Nacht erstmal Schluss..es ist weit nach 1 Uhr…
Ich bin auf die Gegendarstellung gespannt…

EDIT: Und natürlich sehe ich nach der Barrage der Polemik nach der Veröffentlichung des Eintrages einen Tippfehler direkt in der Überschrift….si tacuisses… ;)

cd

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Wir sind Meister!

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Hach ja, wenn einem gar nichts mehr einfällt…
Offensichtlich ist die Gewaltdebatte nicht mehr interessant und das bekannte deutsche Satiremagazin „Der Spiegel“ und andere greifen wieder nach Strohhalmen, um das Sommerloch zu stopfen.
Der neue Bildungsbericht ist noch gar nicht wirklich gedruckt, da kommt uns die grandiose Erkenntnis, dass man sich mit einem mehr oder minder erfolgreichen Hauptschulabschluss in diesem Land eigentlich entweder nur direkt suizidieren oder weiterbilden kann und selbst mit Weiterbildung ist man mit diesem Abschluss ziemlich am das Rektum umgebenden Gewebe, wie der SchulSpiegel berichtet. Ach..mein Gott..das hätte ich ja gar nicht gedacht…das kommt ja alles so überraschend…

Das ist doch nun wirklich nichts neues, dass Deutschland den ersten Platz der Herkunftsoffensive belegt…Akademiker bekommen zwar auch Kinder, die zu dumm zum Kacken sind, aber die bekommen dann ihr Abitur erklagt oder ersponsort oder Mami schläft direkt mit dem Schulleiter…anders kann ich mir meine Erstsemester, die ja den ach so gepriesenen höchsten Bildungsabschluss Deutschlands erworben haben nicht erklären (siehe auch „Stilblüten“).
Zu diesem Problem siehe auch einen etwas älteren Artikel mit dem Titel „Das Studium ist dem Genitiv sein Tod“.

Natürlich ist das hier so…wie soll es auch anders sein, wenn von den höheren Schulformen statt Pädagogik und Bildung eine Entsorgungspolitik zugunsten der Quoten stattfindet…

Leute, findet Euch damit ab! Wenn die Medien jahrelang alles daran setzen, eine bestimmte Schulform derart flächendeckend zu diskreditieren, dass auch wirklich kein einziges gutes Haar mehr an ihr gelassen wird, dann wundert Euch nicht, wenn deren Schüler dann irgendwann nicht mal mehr bei McDonald’s bedienen oder Theologie studieren dürfen…die Geister, die man gerufen hat halt..da bringt es nun auch nichts mehr, nun einen auf betroffen zu machen, weil man das ja alles so gar nicht gewusst hat…

cd

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