Beiträge mit tag "Sport
Fußball ist Krieg
1Für alle, die sich wie ich lieber einen Krieg als ein Fußballspiel im Fernsehen ansehen, gibt es bei Kixkalogic einen Masterplan “Überlebenstipps für vier Wochen Ausnahmezustand WM“. Außerdem hat Wortfeld einen WM-Planer 2010 für Leute, die sich nicht für Fußball interessieren, im Programm:
cd
Follow Friday für Blogs 1
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Nachdem das Prinzip des Follow-Friday in Form einer kommentierten Blogroll von Twitter in die Blogosphäre geschwappt ist, will ich dieser Tradition doch auch mal huldigen, auch wenn von der Uhrzeit her schon Samstag ist
Heute also nun die erste Reihe meiner Favoriten:
Quoos sein Portfolio – Fotografie des Augenblicks
Das Bilder-Weblog von Marcel Quoos, Geschäftsführer des Systemhauses von Bergisch Media, das unter Anderem hinter dem Vistablog und dem Heiligenhaus-Blog steht. Wenn er nicht gerade IT-Anlagen konzipiert oder Server baut, fotografiert er gerne. Am liebsten in HDR, aber es gibt auch konventionelle Fotos auf seiner Seite. Ein Beispiel:
ADD / XOR / ROL
Das Blog von Halvar Flake, Chef von Zynamics. Wann immer er die Zeit findet, kommentiert er das aktuelle Geschehen in der Welt und in der IT-Sicherheit. Außerdem ist er Mathematiker. Und er ist Oldschool. Nicht nur für Leute, die wissen, was “ADD / XOR / ROL” bedeutet…
EDIT 13.06.10: Ich sehe gerade, dass der aktuelle Webmaster Friday diese Woche um die Vorstellung zweier schöner Blogs bittet. Somit reiche ich einfach mal diesen Eintrag nach, ich hoffe, das ist ok…
cd
Für Hawthorne: Geld regiert die Welt!
2Hawthorne vom “erwachen”-Blog schrieb einen Kommentar zu “Ist die Aschewolke nun gefährlich oder nicht?“. Meine Antwort wird lang genug, um einen eigenen Blogeintrag zu schreiben…
Das Verhalten der Flugzeugmanager wird in meinen Augen immer verantwortungsloser. Gerade lese in Spiegel online den Artikel “Luftfahrtverband wütet gegen Europas Regierungen”. Ist es denn wirklich so weit, dass das Geld alles bestimmt. Was macht es denn aus, dann die Leute lieber einen Tag später heimfliegen. Die Flugzeugmanager verdienen doch genug Geld. Das wird immer bedenklicher.
1. Es war schon immer so, dass Geld alles bestimmt. Wer etwas anderes behauptet, ist für mich ein unverbesserlicher Idealist.
2. Was es ausmacht? Millionenbeträge. Die Fluggesellschaften müssen allen (!) Passagieren in Europa (wenn es eine große internationale Airline wie die Lufthansa ist) Übernachtung und/oder Alternativtransport zahlen, plus Verpflegung etc. denn als Passagier trete ich erstmal der Fluggesellschaft in den Hintern. Verpasse ich einen Kundentermin, mache ich die Gesellschaft auch für Verdiensausfall haftbar und verlange mein Ausfallhonorar von denen. Platzt der gesamte Vertrag, kann ich die Airline auf mindestens 50% des Vertragswertes verklagen. Und ich werde sicher nicht der einzige Geschäftsreisende sein. Für Cargo gilt das gleiche. Habe ich als Händler Ausfälle, weil meine Ware nicht ankommt, zerre ich die Gesellschaft vor den Kadi. Die Lufthansa und andere haben nur eine einzige Chance: Entweder zu erreichen, dass das Flugverbot sich als Fehlentscheidung herausstellt, damit sie den Schaden auf die Verursacher abwälzen können, oder aber, dass eine tatsächliche Gefahr für den Luftverkehr unmittelbar nachgewiesen und das Flugverbot für rechtens erklärt wird, denn dann fällt es unter “höhere Gewalt” und dafür steht im Kleingedruckten eines jeden Tickets eine Ausnahmeklausel – die Airline ist bei offizieller höherer Gewalt praktisch unangreifbar. Darum schreien die, nicht um ihre Passagiere zu schützen.
cd
Wieder keine Meisterschaft – Dritter Platz für Deutschland
2Es ist schon traurig…nachdem wir selbst mit den Spitzensportlern Robert Steinhäuser und Tim Kretschmer nur den dritten und den fünften Platz im 5000m Amoklauf der Herren nach Hause bringen konnten, belegt Deutschland nun erneut nur einen mageren dritten Platz…
Sieger der Onlinepäderastenmeisterschaft sind die USA mit 916 Seiten auf der Sperrliste der dänischen Behörden, zweiter wurde Kanada mit 13 Seiten…der dritte Platz geht an Deutschland mit 11 Seiten in der staatlichen Blacklist.
Der ehemalige Sieger der Kellerkindolympiade 1995 aus Belgien, Marc Dutroux, liegt mit nur zwei Seiten weit hinten…
Als Grund für das magere Abschneiden Deutschlands wird die Disqualifikation der A-Jugend angenommen…einer der Sportler gestand gestern, ein Mädchen regelwidrig in einem Gully versenkt, statt es ordnungsgemäß vergraben zu haben…
EDIT 09.04.2010: Es ist übrigens genauso regelwidrig, ein Kind durch den Mixa zu drehen…
cd
Killerspiele gegen Klitschko
1Die Debatte ist alt, die Argumente abgenutzt, trotzdem veranstalteten die Grünen letzte Woche eine Tagung zum Thema “Amoklauf und Computerspiele”.
Dort die -überraschende- Erkenntnis: “Nicht alle Ego-Shooter-Spieler werden zum Amokläufer.”
Der Inhalt des Artikels auf See-Online ist banal. Interessant ist der erste Kommentar:
“Wie kann man ein Theater wegen ‘Killerspielen’ machen, aber gleichzeitig im Fernsehen zeigen, wie 2 Erwachsene sich verprügeln und am Ende noch einer den anderen KO schlägt [...]“
Starkes Argument, wie ich finde…
cd
Von pubertärer Paarungsbereitschaft und Raubkopien
1Ich klappere im Moment die Blogroll ab, da ich lange nicht online war…nun finde ich einen Eintrag im Blog “niemehrschule”. Dieser ist betitelt mit “kätzchen21″, dem Nickname einer Schülerin auf Netlog.
Zunächst finde ich es weniger irritierend, dass eine Schülerin eine Lehrerin/einen Lehrer um “Lieder” gewissermaßen “anschnorrt”. Das ist unter den Jugendlichen ja schon Volkssport. Aus den Worten “…die beiden Apples verstehen einander nicht – es kommt keine Verbindung zustande” schließe ich aber, dass der Kollege/die Kollegin das eventuell sogar erhört hätte…wenn auch aus Neugierde…hmm….;-)
Schön ist aber auch die Argumentation der 10 Jahre alten Schülerin, die, sich für 21 ausgebend, mit einem 23-jährigen online flirtet: “Auf dem Foto sieht man ja nicht, dass ich noch keinen Busen hab.”
Hoffen wir in ihrem Interesse, dass der Typ kein katholischer Priester ist…
cd
German School Shootings: 1 – Robert Steinhaeuser (Erfurt 2002) in a nutshell
2Alright, since killing sprees have become all the rage (literally…) here in Germany and since this is a major research field for me and also because most of the available material is in German, I decided to drop the “Dude, you bent my tower” series for a while and start a “Brief history of the killing spree” instead.
While the cases of Tim Kretschmer and Georg R. are far more recent, the Steinhaeuser case is still widely considered “the original school shooting” here. That’s why I start with him.
The following information is taken from the final report of the official investigation conducted by the state of Thuringia. The unabridged report in German language is available for download here.
On the 26th of April 2002 the former pupil Robert Steinhaeuser (original spelling: Robert Steinhäuser) armed himself with a Glock 17 9mm semiautomatic pistol and a Mossberg 590 pump-action shotgun and entered the Johannes Gutenberg Gymnasium in Erfurt, Eastern Germany to take revenge for having been expelled.
He had faked a doctor’s certificate to circumvent an examination but was caught and kicked from the shool by the headmistress (US English: principal).
He shot twelve teachers, a secretary, two pupils and a policeman before killing himself in room 111 with a contact-shot to the temple using the Glock after one of the teachers had locked the door behind him. He did not fire a single shot with the shotgun.
As a sports marksman he was licensed to buy and own both weapons and ammunition of the above type.
On his killing spree he carried a total of roughly 110 rounds of 9mm Luger in five clips and 19 twelve-gauge shotgun shells made by Baschieri&Bellagri (9 in the gun, 10 more in his pocket) with him. Furthermore he had a Cordura-holster for the Glock strapped to his thigh, was dressed all in black and wore a black ski mask and hearing protection.
In one of the restrooms on the first floor the police found a stash of 142 12-gauge shells, 338 rounds of 9mm Luger, a large clip filled with 31 rounds, a small clip filled with 17 rounds of 9mm Luger, a machete and a diver’s knife.
72 bullet casings were found in the building, they had all been fired from Steinhaeuser’s Glock 17 except for one which had been fired by one of the policemen after Steinhaeuser had opened fire on them in the schoolyard.
While a lot of information circulating the internet is correct, I’d like to clarify some things here:
1. NOT A SINGLE SHOT was fired from the Mossberg.
2. The dead policeman was not shot inside the building when he “stuck his head through the door”!
He and his parter arrived second on the scene and observed their colleague firing a shot towards the schoolyard. The victim Go. and his partner waited a short while (“…a while…how long I cannot tell at all…”, p. 112) before proceeding towards the building. On the way Go. was still busy putting on his body armor when he was struck in the neck by a bullet fired from a “window almost directly above him” (p. 112). When he fell, he lost the body armor (it was the type one closes at the side, at least the back part “flipped to the side again”, p. 112) and was hit by three more shots. The fatal one went straight through his chest, from the fact that the fatal bullet was found in his clothing, the investigators assumed the bullet “hit him lying down”.
3. Due to a book which was published by Ines Geipel after the killing spree (“Fuer heute reicht’s”, = “That’s enough for today”, Steinhaeusers last words to the teacher who then locked him into room 111. When Steinhaeuser walked up to him and pointed the gun in his face, the teacher, Mr. Heise said: “You can shoot me now…” ) a lot of rumours spread in the German media that Steinhauser had taken the infamous “Tilidin”, an opioid-based painkiller (a prescription drug in Germany and Switzerland, but illegal in the USA) which is said to be used by various gangs before acts of gang violence. The drug causes rage when overdosed while at the same time it makes the aggressors “almost immune to pain”. Well…it’s a PAINkiller after all…;)
Whether the attributed effects are true in general is a different story, but regarding Steinhaeuser the post-mortem toxscreen was clean. No alcohol, no drugs in his blood (p. 60). They found some weed in his jacket, though…
So the Tilidin-story is clearly a hoax. In the quoted interviews, friends of Steinhaeuser’s admitted, they had “experimented” with various drugs, including Tilidin, LSD etc. The rumour hence is obviously “creative interpretation” which was then picked up by almost every German tabloid paper.
4. The reason for Steinhaeusers killing spree may not be as simple as it may appear to people unfamiliar with the German school system.
I. He was UNLAWFULLY expelled from the school! While faking a doctor’s certificate to circumvent an examination is forgery, this alone would not have been enough to kick him out for good. The headmistress had commited an ultra vires action by expelling a first-time offender rather than just suspending him for a certain time.
II. After expulsion he was left with absolutely nothing in his hands. In 2002 the law in Thuringia required pupils who wanted an intermediate graduation certificate before moving on to higher education (see also: Fun Facts about Education in Germany) to take the necessary examinations at a school of the respective type.
While here in North-Rhine-Westfalia for example one only needs to have a certain average at the end of the tenth grade to be awarded the “Hauptschulabschluss” or “Realschulabschluss” regardless of whether they want to stay in school and go for the “Abitur” or leave, in Thuringia this was not the case at that time.
Steinhauser had attempted the “Realschulabschluss”-exam, but had failed. His only hope now was going on and passing the “Abitur”. Not being a particularly good pupil, Steinhaeuser had had his doubts about whether he would make it.
The expulsion meant, he would not have had either of the possible certificates. Neither the “Realschulabschluss” nor the “Abitur”. Basically a future employer would have treated him as if he had never been to school at all…
I think with this background in mind, the desperation in Steinhauser and the anger towards the school and the teachers who he blamed for his failure becomes a lot more understandable and imaginable.
That’s enough for today….
cd
Schießstand im Schulkeller
2So kanns gehen…
Mit ist das vorher noch nie aufgefallen, aber heute berichtet mein wie schon oft erwähnt liebstes Satiremagazin SchulSpiegel über folgenden Sachverhalt:
Offensichtlich gibt es in NRW eine Reihe von Schulen und Kindertagesstätten, die in ihren Kellern Vereinsheime von Schützenvereinen nebst Schießbahnen und Waffenschränken beherbergen. Völlig legal, mit amtlicher Genehmigung und ohne Zwischenfälle…
Nur jetzt nach Winnenden wird die Geschichte auf einmal sauer…die Sportschützen sind nicht mehr wirklich beliebt…eine eingerichtete Schießsport-AG fand nur zweimal statt…ein anderer Verein versuchte, per Unterschriftenaktion den Schießsport als Schulsport zu etablieren, zog den Antrag aber nach Winnenden aus eigenem Antrieb wieder zurück…schade eigentlich…ich hätte als Kind auch lieber auf dem Schießstand gestanden, als in einem stark renovierungsbedürftigen Becken nach schimmligen Ringen tauchen zu müssen…
SchulSpiegel: Scharfe Schüsse an Schulen
Interessant ist, dass an den Schulen, in denen sich Waffenschränke und Munition im Keller befindet, sich noch nie ein Vorfall ereignet hat…
cd
Keine Farblaserspiele mehr
4Eigentlich war es ja schon klar, dass dies irgendwann kommen würde…aber jetzt erwägt die große Koagulation ernsthaft, real-life Killerspiele zu verbieten.
Dorn im Auge der Berufsaufgeregten sind diesmal Paintball bzw. Gotcha und Laserdome. Bei ersteren beschießen sich die Spieler mit Farbkugeln aus Gasdruckwaffen, eine moderne -und deutlich schmerzhaftere!- Variante von Räuber-und-Gendarm, bei letzterem ziehen sich die Spieler eine Sensorweste an und schießen mit Laserwaffen aufeinander..die Westen registrieren Treffer…
Beides macht einen Höllenspaß, wenn man am nächsten Tag nicht arbeiten muss
Nun sind diese Spiele im Kontext von Winnenden plötzlich „menschenverachtend“…komisch…letztens war das Problem noch die Ähnlichkeit zu Wehrsportgruppen…
Schnell reagiert, Leute…die Spiele sind ja auch gerade erst bekannt geworden
Berichte z.B::
Tagessschau: Koalition will Paintball verbieten
Der Entwurf stößt aber nicht überall auf Gegenliebe:
Was mich vor allem an der Diskussion nervt, sind a) die Unkenntnis der betroffenen Politiker, die das ganze nur oberflächlich-populistisch angehen und b) deren Inkonsistenz…den Spielzeugwaffen, die Kriegswaffen nachempfunden sind, bleiben erlaubt, genau wie Schreckschusspistolen, etc….
Auch hier gilt: Verbote bringen gar nichts im Bezug auf „Amokprävention“…aber das läßt sich nicht für den Wahlkampf vermarkten…
cd
















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