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Die Lösung des PISA-Problems
2Ich habe den Stein der Weisen gefunden!
Nachdem Peer Steinbrück ja nun sein Konzept der Bad Bank offensichtlich realisieren dürfen wird, ist dies doch eigentlich ein Konzept, das man auch auf andere Bereiche ausdehnen kann…zum Beispiel auf das deutsche Bildungssystem.
Ich habe da folgende Idee:
Wir gründen in jedem Bundesland eine Bad Schule. Nach einer flächendeckenden Evaluation aller Kollegien werden dann alle Bad Lehrer dorthin abgeordnet. Derjenige mit dem schlechtesten Evaluationsergebnis wird automatisch Bad Schulleiter.
Die Frage des Curriculums entfällt, da das Land NRW bereits erfolgreich einen Bad Lehrplan erarbeitet hat. Auch die Raumfrage stellt sich nicht, da das Angebot an Bad Schulgebäuden recht reichhaltig ist.
Unterstützt wird der Bad Lehrplan dann durch Bad Lehrmaterial. Nach einer umfangreichen Bad Vergleichsarbeit werden diese Schulen dann mit Toxic Waste Schülern aufgefüllt. Als Versuchsort empfehle ich das Schulversucherfahrene Bad Sachsa – Schon haben wir die PISA-Krise überwunden, oder?
cd
Pizza-Connection
0Es hat sich sicher bereits herumgesprochen:
Ein Paar aus Olpe hat seine drei Kinder in Italien in einem Restaurant „vergessen“ und sich danach in einem Wald versteckt…nachzulesen z.B. bei der „Welt“
Das zeigt mir wieder, wie weit es mit der Bildung in Deutschland gekommen ist…
Liebe Eltern, denkt daran: ERST kommen die KINDER in den Wald, DANACH geht IHR beim Italiener feiern…das ist doch nicht so schwer..eine genaue Anleitung gibt es z.B. bei den Gebrüdern Grimm.
cd
Dude, you bent my tower – Part III
1Alright, sorry guys, I promised I’d write more in English and haven’t for about a year..but I couldn’t help but notice that more and more anglophone people seem to be interested in my rants about education in Germany…at least the logfiles say so…so finally, here is another part of the „Dude, you bent my tower!“ series:
Alright, I did mention the PISA-shock in the first and second installment.
I also mentioned that they chose politicians to do the job…and as it is the case just about anywhere in the wold, politicians are usually one’s worst choice when it comes to actually solving a problem..and Germany was no different…
After Germany had recovered from the initial blow of „hero to zero in ten easy lessons“, they came up with a whole lot of bright ideas to save the day…they wanted to dominate…and history tells us that whenever Germany tries to dominate, things get ugly very quickly…
To understand why Germany is completely lost when it comes to things other than designing cars, brewing a decent beer and designing nuclear weapons, you must know the key feature of the German people: They’re whiny and impatient…
Whatever happens, it’s -thanks to the marvellous BILD newspaper- always a complete catastrophe and sure to be the knell for all mankind…you thought Woody Allen was depressed? You haven’t seen a German shortly after the reception of bad news then….and the usual reaction is: We demand our truste(e)d politicians (hey Gerhard, how are you getting on with your Russian lessons?) to change the world…within a second or two…
So here’s what German politicians sold as a „solution“
1. They started discussing whether it still made sense that rules and regulations regarding education were state law, not federal law
The idea of having each individual state take care of its schools all by itself might seem a good idea in a country the size of the USA…you can cross Germany north to south or east to west within a couple of hours….so it might not be such a great idea here…still, the bottom line was that education shall remain a matter of state law…
Some of the states, such as Bavaria and my current homestate North Rhine Westfalia have centralized examinations for the finals and interim evaluations (google „Lernstandserhebung“ if you happen to understand German), while other states do not….in those states every single school has a different final examination leading to the „Abitur“…
But not only that…Bavaria and NRW might have introduced centralized examinations….but do they have the very same ones? NOOO….of course not…that would have made too much sense…so even with centralized examinations, Bavaria still has standards different from NRW or other states….completely ridiculing the reason for having a centralized exam in the first place: standardization! Mind you, to get from my home to Bavaria I’d have to hit the Autobahn and drive for a measly four hours….
So, get this: Germany has standards for just about anything. There’s a shitload of DIN-norms….hell..I mean, there probably is a DIN telling you how to pee the proper German way…if I bought an M4 nut in Hamburg and an M4 bolt in Munich, I would trust my life on the fact they’d fit each other perfectly….but if a child from Bremen is -for whatever reason- forced to move to Duesseldorf, it will most likely have to redo a grade because the syllabus is different…how sick is that?
2. They cut the 13th year
They looked at those countries who had surpassed us in the PISA-evaluation and finally considered the thirteenth year in school unneccessary…
I agree..from a practical point of view the knowledge gained in the final year is less than useless…it belongs to the „nice to know“ category, but not knowing these things would hurt no one…especially when we consider the fact that universities retrain all necessary skills to homogenize the students, since they -as mentioned before- all have different levels of knowledge…
So, guess what they did? They cut the 13th year and let the children be? NOOOO….of course not….they DID cut the 13th year, but kept the syllabus!
Result: Even the eleven-year-olds now have to stay in school from daybreak until late afternoon….they kept the syllabus and crammed it into the remaining 12 years…
Well…that’s how it is in other countries you might say…but wait…there’s more ingenuity involved!
Yes, other countries such as Belgium always had their kids stay for much longer than the usual six periods formerly common in Germany…but…they were PREPARED for this…because there is one more thing children need besides love, liberty and Ritalin…children need FOOD every once in a while!
So, guess what just about any school in Germany DOESN’T have? …a canteen!
Okay…cliffhanger,…stay tuned!
cd
Quod erat demonstrandum…
2Gerade im InfoBlog des Deutschen Bildungsservers gefunden, ohne weiteren Kommentar…:
„hallo ich hab in2002 meinennormalen hauptschulabschulabschluss und hab dann 1 berufgrundschuljahr gemacht (BGs). und danach habe ich schulicheausbildung als auswirtschaft und ambulante betreuung angefangen und in 2005 jul.
prüfung nicht bestanden.
jetzt bin ich seit 3und halb jahre zu hause und hab eine familie, und 2 kinder die bald ins kindergarten gehn.So jetzt möchte ichenweer einen ausbildung machen also in 2010 oder mit der schule weiter machn geht das wenn ja könnte jemand mir dabei helfen
ich werde mich sehr freuen
Ig“
Noch Fragen?
cd
Englisch in der Grundschule sinnlos
2Gestern erschien im Schulspiegel ein Artikel über die Erfolge des Englischunterrichtes an Grundschulen mit dem Titel „Effekt gleich null“.
Heiner Böttger von der katholischen Universität Eichstätt hat im letzten Jahr an bayrischen Realschulen und Gymnasium geforscht und herausgefunden, dass 95 Prozent der Lehrer am Ende der fünften Klasse keinen Unterschied mehr zwischen den Schülern mit anglistischer Früherziehung und denen ohne diese bemerkten.
Grundproblem ist hier meiner Meinung nach die Art und Weise des Unterrichts, die mangelnde Standardisierung und die übliche länderweise Eigenbrödlerei im Bildungsbereich…der Effekt ist der, den eine Duisburger Lehrerin im genannten Artikel auch beschreibt: Man muss am Anfang der 5. Klasse wieder von vorne anfangen, um die Gruppe zu homogenisieren.
Der Artikel endet mit den Worten „Möglichst viel Anwendung in einem realen Kontext wäre zum Beispiel gegeben, wenn auch Fächer wie Kunst oder Erdkunde auf Englisch unterrichtet würden. Doch dafür brauchte es zunächst eine bessere Fremdsprachenausbildung – für Lehrer.“
Da finden wir dann auch des Pudels Kern…ich kann hier nur für das Land NRW sprechen, aber ich beobachte in meiner Arbeit folgendes:
Englisch für die Primarstufe wird erst unlängst ausgebildet…entsprechend experimentell waren die Studienordnungen und hanebüchen die Voraussetzungen (z.B. mussten zu meiner Zeit der erste ordenliche Jahrgang Primaten in der Anglistik die für uns Sekundarstufler verpflichtenden Grundlagenseminare nicht belegen (Einführung in die Linguistik, die Literaturwissenschaft etc.)…stellten in den Seminaren dann entsprechend dämliche Fragen und waren letztlich in allem Hinterher…im zweiten Anlauf wurden dann verbindliche Sprachkurse eingeführt
Nun bedeutet dies aber, dass diese Studenten nicht bis zum ersten Schuljahr mit Bedarf an Englischunterricht fertig sein werden. Was tut man hierzulande also? Man qualifiziert bereits examinierte GrundschullehrerInnen nach. Und auch hier gibt es keinerlei Standards…einzig und allein Voraussetzung ist der berühmte C1-Schein, also der Nachweis an Englischkenntnissen auf dem Niveau C1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachkompetenz. Wie bekommt man diesen? Über die freundliche Universität nebenan oder über einen der diversen hierzulande operierenden Bildungsträger bzw. eine Sprachschule. Und dort liegt der Hase im Pfeffer, denn deren Kriterien sind ebenfalls nicht standardisiert, sondern liegen einzig und allein im Ermessen des Trägers…die Praxis zeigt, dass das berühmte Logo der CERTQUA einem nur sagt, ob man bei einem Träger seinen Bildungsgutschein loswird, aber beileibe nicht, ob der Laden was taugt
Die traurige Realität sieht so aus, dass es sich bei Schulen um öffenliche Auftraggeber handelt…und was bedeutet es, wenn ein Unternehmen eine öffentliche Ausschreibung gewinnt? Es war der billigste Anbieter…
Eine vollständige und echte Qualifikation an einer Hochschule dauert sehr lange…2-3 Semester…das will niemand auf sich nehmen und niemand bezahlen…also wird der Weg des geringsten Widerstandes genommen – die Heilsversprechungen privater Anbieter.
Ich bin für unterschiedliche Unternehmen tätig und habe auch länger an einer Universität gelehrt…zu meinen Aufgaben gehört sporadisch auch mal ebendiese C1-Qualifikation für GrundschullehrerInnen…und die Qualitätsunterschiede sind katastrophal…einige Anbieter haben echte Standards – die eben auch etwas kosten und deren Kurse entsprechend lange dauern – andere prügeln das C1-Wissen in Mittvierziger, die seit ihrem Abitur kein Wort Englisch mehr sprechen musste in einem Tempo rein, das zwanzigjährige Studenten an den Rand des Zusammenbruchs bringen würde mit dem Fazit : Die Teilnehmer waren vorher scheisse, die Teilnehmer sind hinterher scheisse, aber nun zertifiziert und besser bezahlt…und sowohl phonetisch wie grammatisch derart grottenschlecht, dass die Kinder einen Mist mitbekommen, den ich in der Sek. I fast nicht mehr korrigieren kann…aber den Staat interessiert ja nur der C1- Schein
Auch hier gilt also wieder mein Credo: Wer die PISA-Schmach ausmerzen will, muss die Lehrerausbildung umkrempeln, nicht die Schule…also muss ganz oben angesetzt werden, nicht ganz unten, denn: Schlechte Unis produzieren schlechte Lehrer, die schlechte Schüler produzieren…
cd
Nomenklaturoffensive
0Ah, was in Baden-Württemberg praktiziert werden soll ist natürlich auch eine Lösung für das „Hauptschulproblem“…
Man will dort einfach diese Schulform umbenennen, um damit die Attribuierung der Schüler aufgrund des Namens zu umgehen…
Man spricht von einem „Relaunch“…na, wenn die mal nicht in die Gründungsinsolvenz läuft..
SCHULSPIEGEL: Baden-Württemberg pappt neues Etikett an Hauptschulen
cd
Vom Bestatter geprüft
1Welch Freude!
Ich habe soeben von Undertaker Tom, dem Autor des Bestatterweblogs die Erlaubnis bekommen, das offizielle und amtliche PISA-Opfer-Logo in meinem Blog führen zu dürfen

Ich sehe mich geadelt.
cd
Mehr Eliten in Berlin..
0Heute im Schulspiegel gefunden:
„Nur die Besten sollen aufs Gymnasium“
In Berlin soll das Schulsystem neu strukturiert werden und in diesem Zuge der Einfluss des Elternwillens heruntergefahren werden, weil dieser „nicht sozial gerecht“ sei….
Auch wenn ich die Begründung der Argumentation nicht teilen kann, halte ich es doch für sinnvoll, objektive Kriterien über die Sekundarschule entscheiden zu lassen…zu schade nur, dass Noten alles andere als objektiv sind
cd
Endlösung der PISA-Frage?
0Ahja…nun liegen langsam die Nerven blank…
Der Schleswig-Holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki verglich nun die Reaktionen auf die PISA-Studie mit den Durchhalteparolen des dritten Reiches gegen Ende des Krieges…
Der ganze Artikel im Schulspiegel.
Ich sage es ja immer wieder…Deutschland ist das Land der Dichter und Denker – und im Moment denke ich, einige sind dichter als andere…
cd
Der Bildungsmonitor
1So, nachdem ich aus dem Sommerloch gekrochen bin, steige ich doch gleich wieder mit einem Beleg für die Qualität der hierzulande vermarkteten Bildung ein.
Mit „hierzulande“ meine ich mein Heimatland NRW, das im aktuellen Bildungsmonitor doch tatsächlich Mecklenburg-Vorpommern geschlagen hat und somit nur auf dem vorletzten Platz gelandet ist.
Wir NRW’ler können also wieder hoffen…
Den ersten Platz belegt übrigens Sachsen…
cd














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