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Nachrichten » Die ganze Welt des Wahnsinns

Beiträge mit tag "Nachrichten

Knut ist tot!

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Da das Kraftwerk Hiroshima Fukushima ja nun wohl doch nicht explodiert und Gaddafi noch keinen Ferienflieger abgeschossen hat, zum Trost einen Cartoon, den ich im Bestatterweblog gefunden habe:

 

Knut ist tot!

cd

Was Mediziner wirklich bewegt

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…das sieht man in der aktuellen Ausgabe der Ärztezeitung. Der Krake, der uns die WM gekostet hat, ist nun endlich verendet, wird aber leider nicht zu einem leckeren Imbiss verarbeitet, sondern soll ein Denkmal bekommen

Na wenn de Weisskittel sonst keine Sorgen haben…

cd

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Wolf Schneider: “Die meisten Blogs sind Geschwätz”

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Der Rhetorikgott Wolf Schneider wird 85 und kommt noch immer ohne Computer aus. Seine Frau lese aber diverse Blogs und drucke ihm viel davon aus. Er hält aber drei Viertel von dem, was in Blogs veröffentlicht wird, für “trauriges Geschwätz“. Er habe “Mitleid mit denen, die sich mitteilen wollen und so gar keine Ahnung haben, wie man das macht.”

Dem muss ich energisch widersprechen…man muss das gehaltlose Gelaber der Blogsphäre vom hochwertigen und größenwahnsinnigen Qualitätsunsinn, wie ich ihn produziere, abgrenzen!

cd

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Akropolis Adieu

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Nachdem RTL ja völlig abgebrannt ist, lädt die Bild nun zum gepflegten Grillen in Griechenland ein…

cd

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Warum man nie live ins Internet schalten sollte

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Das weiß jetzt N-TV. Fast allen ist es bekannt, dass chatroulette.com nur in geringem Maße der Kommunikation und in hohem Maße dem öffentlichen Zurschaustellen von mehr oder weniger signifikanten männlichen Geschlechtsteilen dient. Darum sollte man in einer Livesendung tunlichst niemals einfach mal reinzappen. Sonst steht man am nächsten Tag auf der Titelseite der Bild. Daronn.de bringt es auf den Punkt: “Chatroulette-Pimmel-Panne bei  n-tv;-) Da ist wohl jetzt ne Stelle frei…

cd

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Zum Jahrestag von Winnenden: Killerspiele, Panikmache, Verschwörungstheorien, Trittbrettfahrer

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Bald ist es soweit, die Tat von Tim Kretschmer in Winnenden jährt sich am 11. März. Schon geistern im Netz die üblichen Beiträge herum und das Thema ist wieder aktuell. In loser Folge einige Sachen, über die ich gestern und heute gestolpert bin:

1. Trittbrettfahrer des Suchbegriffs

Die Firma Golden Section Graphics erstellte damals eine Grafik zum Tathergang des Amoklaufes. Am 4. März schreibt sie in ihrem Blog:

“Wir hatten seinerzeit eine Infografik über den Hergang der Geschehnisse erstellt und bieten diese Grafik jetzt natürlich wieder zum Nachdruck an.”

Geschäftstüchtig die Jungs…

2. Verschwörungstheorien und die üblichen Verdächtigen

Am 3. März erscheint bei Europnews ein Artikel unter dem Titel “Rätsel Winnenden: Fragen werden nicht beantwortet.”

In Bezugnahme auf ein Flugblatt einer Bürgerinitiative zur Aufklärung der Tat von Winnenden werden dort analog zum Fall Erfurt mehr oder weniger unsinnige, verschwörungstheoriehafte Fragen aufgeworfen. Eric T. Langer ist natürlich auch wieder mit von der Partie.

U.a. wird behauptet, es gebe keine Beweise dafür, dass die Waffe von Tim Kretschmers Vater tatsächlich die Tatwaffe gewesen sei. Auch habe niemand Kretschmer als Täter identifiziert. Sicher? Dazu z.B. das Interview mit Igor Wolf, der von Kretschmer für die Flucht mit seinem Auto entführt wurde.

Noch hanebüchener ist folgende Frage:
2. Warum wird darüber hinweg geschwiegen, dass die Polizei den/die Täter nicht verfolgte oder beschoss, weder in der ARS noch in Wendlingen, als Igor Wolf als “Kidnapping-Opfer” auf einen Streifenwagen zu rannte?

Sicher…klar…es ist absolut konform mit den Dienstanweisungen der Polizei, bei vermeitlichem Täterkontakt Cobra11-mäßig loszuballern…

Leute, wartet doch den offiziellen Bericht ab…dann wirds auch die geforderten Obduktionsberichte geben…

3. Killerspiele sind an allem Schuld

Auch dieses Argument wird wieder aufgewärmt…
Stigma Videospiele zitiert am 3. März Innenminister Heribert Rech von der CDU:
“Killerspiele halte ich für abartig und gefährlich. Da sollten wir mit einem Verbot Ernst machen.”

4. Panikmache von engagierten Experten

Als letztes Fundstück das Winnenden-Blog von Dipl. Psych. Dr. Horst Siewert. Dieser ist für mich zu einer Spezies zuzurechnen, die ich ganz gerne als “Berufsaufgeregte” bezeichne. In diesem Fall ist wohl auch etwas Schlüsselwortopportunismus im Spiel.

Das dramatische Bild im Header kündigt groß “Erfahrungen, Folgen und wissenschaftliche Aussagen zum Thema Amok” an…der erste Eintrag vom 23. März 2009 kündigt groß das neue Blog an, Winnenden sei ja nur “30 Minuten” weg und Bilder würden folgen…dann nichts mehr.
Erst am 4. März 2010 dann -pünktlich um am Jahrestag von Google indexiert und auffindbar zu sein- wieder ein Eintrag mit dem Titel “Amokprognosen”. Der Ton entspricht wenig der versprochenen Wissenschaftlichkeit und stellt eher die übliche Panikmache auf Spiegel- und STERN-Niveau dar.

Siewert behauptet -ohne jegliche Belege-: “die Anzahl der Fälle wächst kontinuierlich und gewaltbereite Jugendliche nehmen die in Deutschland weitgehend ungeschützten und offenen Schulen ins Visier.”

Es folgt Lamento, wie viele Schüler Amokphantasien haben und in Behandlung seien, sie brächten “Messer und Macheten in Tötungsabsichten mit” und “Nach den vorliegenden Hochrechnungen können wir davon ausgehen, dass es eine hohe Dunkelziffer von jungen Menschen gibt, die mit dem Gedanken an Amok spielen.” Und wo liegen diese Hochrechnungen bitte vor?

Auweh…nach diesen hochwissenschaftlichen Erkenntnissen gehe ich ab Montag nur noch mit Stahlhelm und Schutzweste unterrichten…

Grandios, freuen wir uns auf mehr lustige Nachrichten in Bälde…

cd

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Pornos im Unterricht

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…als hätten wir an den Schulen im Moment keine anderen Probleme…

Gestern surfe ich kurz den Schulspiegel an, weil ich doch sauber recherchierten Qualitätsjournalismus so mag, da springt mich folgende Überschrift an:

Pornografie in der Schule. “Herr Müller, wie nennst du deine Frau beim Se-he-x?”

Offensichtlich ist wieder Flaute an der Bildungsnachrichtenfront, denn Kern des Artikels ist -wie desöfteren- der verzweifelte Pädagogenschrei nach Hilfestellung beim Umgang mit den Kindern und Jugendlichen, die ja nun dank Youporn und Co ach so viele Pornos konsumieren würden…man müsse da doch eine Handhabe schaffen…

Eine Dame namens Karla Etschenberg, ihreszeichens Professorin für Pädagogik und ehemalige Biologielehrerin,  schlägt vor, Pornos einfach in den Unterricht einzubauen und dort zu besprechen…und fordert im gleichen Atemzug, dass Lehramtsanwärter schon an der Uni “eine Selbsterfahrungsgruppe zum Umgang mit der eigenen Sexualität mitmachen.”

Is klar…ich melde mich sofort freiwillig für die Leitung eines solchen Seminars…ich erinnere mich noch sehr gut an die doch noch recht kindlichen Strukturen der Erstsemester, als ich noch Tutor war…vor meinem geistigen Auge habe ich nun ungefähr dreißig wild kichernde bis vor Scham im Boden versinkende Erstis sitzen, nachdem ich den Oberstreber in der ersten Reihe gefragt habe: “Und? Woran denken Sie so wenn Sie sich abends alleine einen keulen? Als Theologiestudent haben Sie doch sicher keine Freundin…”

Ganz großes Kino…

Und überhaupt der Begriff “Selbsterfahrungsgruppe”…mir graut noch bei der Erinnerung an die Gutmenschenzwangsveranstaltung bei einer nicht unerheblich gestörten, wabergewandtragenden Professorin mit langen grauen Haaren, die unwiderruflich in den 68er hängengeblieben war…auf einem Trip vermutlich…sie zeigte fröhlich Baby- und Kinderfotos von sich selbst auf dem Beamer im Hörsaal und war sich dann für die Erklärung des Familienmodells nach Timothy Leary für keine Grenzverletzung zu schade…(“Schreiben Sie bitte nun die Namen ihrer Familienmitglieder und Verwandten auf ein Blatt Papier…dann nehmen Sie sich bitte einige Geldstücke aus Ihrer Börse, um damit einen kleinen Kreis um die Menschen zu ziehen, zu denen Sie ein schlechtes Verhältnis haben und einen großen Kreis um die, zu denen Sie ein gutes Verhältnis haben…”). Wären ihre Masturbationsphantasien noch Gegenstand der Selbsterfahrung gewesen…welch schrecklicher Gedanke…

Ganz ehrlich? Was für ein hanebüchener Blödsinn…der Umgang mit der eigenen Sexualität ist primär in der Erziehung begründet…wer damit locker umgeht, der meistert auch jeden Spruch, jede eindringliche Frage seiner Schüler und jede pubertäre Poserei…und wer mit 20 durch ein eher konservativ-vermeidendes Elternhaus Sexualität noch völlig verklemmt gegenübersteht, den rettet auch kein Seminar und keine Selbsterfahrung..höchstens die, die man auf Wohnheimfeten macht…

Und die pornosüchtigen Jugendlichen?

Sie werden es überleben…das ist das übliche Zeter-und-Mordio-Geschreie, das schon seit Einführung der Groschenromane im letzten Jahrhundert betrieben wird…die Groschenromane haben die Gesellschaft nicht zugrundegerichtet, das Kino nicht, die Comichefte nicht, das Fernsehen nicht, der Videorecorder nicht, der DVD-Player nicht, die Mobiltelefonflatrates nicht und die aktuelle Generation wird auch nicht an Youporn zugrundegehen…da bin ich mir völlig sicher…

Jede Generation hat ihre Medien und wer mit ihnen aufwächst, entwickelt seine eigene Form von Medienkompetenz im Zuge der Benutzung…
Ganz ehrlich…ich vermute in vielen Fällen bloßen Neid…die Jugendlichen haben es so viel leichter, an gute Pornographie zu kommen…
Wir hatten damals zuerst nur den Unterwäscheteil des Otto- oder Neckermann-Kataloges, den man sich abends heimlich ins Bett genommen hat, später dann kamen RTL und Sat.1 mit Hugo-Egon Balder, Tutti Frutti und den Liebesgrüßen aus der Lederhose…Schimanski wurde fast abgesetzt, weil er im öffentlich-rechtlichen Fernsehen “Scheiße!” schrie usw.
Und? Hat es uns zugrundegerichtet, wie z.B. Neil Postman es damals postulierte? Sind wir alle sexualgestörte Psychopathen geworden?

Schlimmer…die meisten meines Freundeskreises von damals sind genau wie ich nun Lehrer…

cd

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Kolumne: Lehrer sein ist lustig.

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Gerade sehe ich auf XING in den neuesten Nachrichten eine kleine Eigenwerbung…es geht um einen Herrn namens André Kesper, seineszeichens eigentlich CEO einer schweizer Textschmiede für Marketing, der sich parallel dazu als Lehrer für “Stellvertretungen, Teilpensen, Deutschunterricht und für Unterricht an Sonderschulen” buchen lässt…

Er hat ein neues Blog eröffnet: Lehrer sein ist lustig..

Dort berichtet er über seine Erfahrungen an der Schule…der erste Blogeintrag ist mir direkt sympathisch: “Ich bin Primarlehrer und habe aufgehört, mich dafür zu entschuldigen. Schliesslich habe ich noch einen zweiten Job, und zwar einen richtigen. Lehrer bin ich eigentlich nur nebenbei…”

Ob er den selbstsicheren Untertitel “Die neue Kult-Kolumne aus dem Lehrermilieu” halten wird, wird man sehen…auf jeden Fall Gruß an den Kollegen…

EDIT 31.03.2010: Das Blog existiert nicht mehr.

cd

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Familike Romeike bekommt Asyl in den USA – wegen “Verfolgung”

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Nunja, eigentlich wundert es mich nicht. Der Spiegel hat heute eine weitere Sensationsmeldung. Hintergrund ist eine psychotische religiöse Familie aus Baden-Württemberg. Die Eltern weigerten sich eine lange Zeit, ihre Kinder an einer öffentlichen Schule unterrichten zu lassen, da ihrer Meinung nach die dort vermittelten Inhalte gegen Christliche Grundsätze verstießen. Sie unterrichteten sie im Heimunterricht, bis die Polizei die Kinder zwangsweise zur Schule brachte und den Eltern rechtliche Konsequenzen bis zur Haft drohten. (vgl. z.B. die Süddeutsche am 06.04.2009: Flucht vor der Schulpflicht)

Daraufhin wanderte die Familie nach Tennessee aus und bat wegen “politischer Verfolgung” aufgrund ihres Glaubens um Asyl. Diesem Antrag wurde nun am Dienstag stattgegeben:

Angebliche Verfolgung: USA gewähren deutscher Familie politisches Asyl – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Panorama.

Besonders interessant: Die Kinder hätten nach Aussage der Romeikes mit “Gewalt und Mobbing” zu kämpfen gehabt…ja, da kann man nur in die US-Südstaaten auswandern, dort wird es sicher um Längen besser sein.. ;-)
Zumindest ist in den USA Heimunterricht legal..

Kann man daraus nicht ein Abkommen machen? Wir nehmen ganz Guantanamo auf und schicken noch 5.000 Mann nach Afghanistan, den Westerwelle noch dazu und dafür müssen die USA unterschreiben, dass sie ohne Rückfrage jeden unserer religiösen Irren aufnehmen und behalten müssen…das wäre doch angewandte Friedenspolitik…

cd

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Prozess um Winnenden “frühestens im Juni”

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Die Stuttgarter Nachrichten schreiben heute, dass der Prozess um Winnenden frühestens im Juni beginnen werde.

Auch sei noch nicht sicher, ob sich der Vater von Tim Kretschmer vor der dritten Jugendkammer oder der achtzehnten Strafkammer verantworten müsse. Dies entscheide sich frühestens mitte März.

Winnenden: Amoklauf-Prozess beginnt frühestens im Juni – Stuttgarter Nachrichten online.

Heisst für die Nachforschungen: Akten sind bis dahin garantiert dicht…ärgerlich…

cd

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