Beiträge mit tag "Mobbing
Anstieg der Aggression durch Killerspiele kaum signifikant
2Und wieder eine Studie, die es bestätigt:
Laut Stigma Videospiele kam eine Metastudie, die 130 Einzelstudien berücksichtigte, zu dem Ergebnis, dass die berüchtigten “Killerspiele” die Agression der Spieler kaum erhöhen. Es sei eine Verknüpfung von nur 2% festgestellt worden. Im Gegensatz dazu betrage die Verknüpfung von Familie und Umfeld und Mobbing in der Schule jeweils 30%.
Der Artikel bezieht sich auf einen Beitrag des Schweizer Radio DRS.
Gleichzeitig scheint ein Ansatz zum totalen Verbot von Killerspielen wie in der Schweiz in Österreich eher unwahrscheinlich. Killerspiele hätten laut Prof. Michael Wagner von der Uni Krems “keine oder maximal einer vernachlässigbare Wirkung”. Siehe dazu auch den Artikel “Killerspiele machen keine Amokläufer” (DerStandard.at)
cd
Familike Romeike bekommt Asyl in den USA – wegen “Verfolgung”
3Nunja, eigentlich wundert es mich nicht. Der Spiegel hat heute eine weitere Sensationsmeldung. Hintergrund ist eine psychotische religiöse Familie aus Baden-Württemberg. Die Eltern weigerten sich eine lange Zeit, ihre Kinder an einer öffentlichen Schule unterrichten zu lassen, da ihrer Meinung nach die dort vermittelten Inhalte gegen Christliche Grundsätze verstießen. Sie unterrichteten sie im Heimunterricht, bis die Polizei die Kinder zwangsweise zur Schule brachte und den Eltern rechtliche Konsequenzen bis zur Haft drohten. (vgl. z.B. die Süddeutsche am 06.04.2009: Flucht vor der Schulpflicht)
Daraufhin wanderte die Familie nach Tennessee aus und bat wegen “politischer Verfolgung” aufgrund ihres Glaubens um Asyl. Diesem Antrag wurde nun am Dienstag stattgegeben:
Besonders interessant: Die Kinder hätten nach Aussage der Romeikes mit “Gewalt und Mobbing” zu kämpfen gehabt…ja, da kann man nur in die US-Südstaaten auswandern, dort wird es sicher um Längen besser sein.. ![]()
Zumindest ist in den USA Heimunterricht legal..
Kann man daraus nicht ein Abkommen machen? Wir nehmen ganz Guantanamo auf und schicken noch 5.000 Mann nach Afghanistan, den Westerwelle noch dazu und dafür müssen die USA unterschreiben, dass sie ohne Rückfrage jeden unserer religiösen Irren aufnehmen und behalten müssen…das wäre doch angewandte Friedenspolitik…
cd
Kaputtgemobbt…
1So, nun ist die Begriffstrennung eindeutig im Eimer…
In der aktuellen Ausgabe des Bayrischen Ärzteblattes steigt ein ansonsten sehr interessanter Artikel zum Thema „Neues aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie“ mit folgender Formulierung ein:
„Mobbing, im angelsächsischen Sprachraum auch als ‚bullying‘ bezeichnet…“
Ähm..ok…wenn das Ärzteblatt das schreibt, ist es wohl endgültig vorbei mit der Trennschärfe…
cd
Hart, aber nicht unrichtig
0In der Blogsphäre geistert der Fall Winnenden ja nun schon eine ganz Weile umher….manche Beiträge mehr, manche weniger gehaltvoll (die Qualität der meinigen beurteile der geneigte Leser bitte selber…)
Manche bleiben unkommentiert, einige ziehen eine recht lange Kontroverse nach sich. Zum Beispiel der Beitrag „Unfassbar?“ von Björn Grau in seinem Graubrotblog.
Neben seiner Geschichte als Schüler, in der er Mobbing etc. als normale Erscheinung unter Jugendlichen beschreibt -das unterschreibe ich voll!- sagt er unter anderem folgendes:
„solche momente gibt es jede menge inder pubertät. jugendliche werden ständig überfordert, gereizt, in ihren bedürfnissen ignoriert usw. weil keine zeit für sie ist, weil sie in ihrer adoleszenten explosivität nicht in normen passen, weil sie sich selbst und sich gegenseitig in die quere kommen, … und in der überforderung neigt man dann zur pauschalisierung. ich gegen die gesellschaft. und weil ich mich nicht traue, feier ich den vermeindlich mutigen, in den sich dank seiner selbsttötung auch alles hineinprojizieren kann. der wehrt sich ja nicht gegen die vereinnahmung durch andere gefühlte außenseiter.
ich habe allerdings ausreichend erziehung, vernunftbegabung, verantwortung gegenüber frau und kind, also irgendwie reife, dass ich meine phantasien und den sie begründenden ärger aushalte und nicht in handlung umwandle. ich bin aber auch keine 17 mehr. und mit 17 kam ich nicht an schusswaffen. wobei ich für mich glaube, dass ich auch damals schon zusätzlich zu harmoniesüchtig war, als das ich je hätte so durchticken könnn. unterm strich war und bin ich wohl “gefestigt” genug, um nicht amokzulaufen.“
Ich schließe mich da den positiven Kommentaren an…eine harte, aber ehrliche Sichtweise auf das Phänomen „Schüleramok“.
cd
Wischmob
2Ok, ich habe heute meinen Rechthabertrip…Lehrer sind so…
Ich schlage regelmäßig meinen Schädel auf die Tischkante, wenn ich Leute über “Mobbing” reden höre…da macht die BILD genauso wenig Ausnahmen wie meine Erstsemester oder Professoren…wo das doch ein so schönes deutsches Wort ist…
Preisfrage:
Was braucht man für anständiges Mobbing?
1. Ein Opfer
2. Einen MOB…man braucht EINEN MOB…EINEN VERDAMMTEN MOB, SONST IST DAS KEIN MOBBING!
Im Klartext: Eine Einzelperson kann nicht mobben….das heißt “Bullying”…ein Mob ist eine Gruppe von Leuten…”the mob” ist in Amerika die Cosa Nostra und wer zu Zwecken der Schutzgeldeintreibung von ein paar Jungs in teuren Anzügen die Beine gebrochen bekommt, der ist danach amtlich “gemobbt” wurden…der eine Schüler, der anderen immer das Taschengeld wegnimmt, ist ein Bully, kein Mob…
Die deutsche Wikipedia meint zu dem Begriff des Bullyings lapidar:
“Bullying wird insbesondere in Großbritannien und Irland als Synonym für „Mobbing“ verwendet.”
Was daran liegen mag, dass man dort Englisch kann und hier nicht….
So, wieder sinnloses Wissen unter die Leute gebracht…
cd
Handreichung über Internet-Mobbing
0Auweh…das Ministerium fährt große Geschütze auf
Seite des Bildungsministeriums NRW zum Thema Internet-Mobbing
Nie hat für mich der Begriff “Situationskomik” so sehr gepasst…schade, dass ich die internen Dokumente zur Verhaltensweise bei Schüleramokläufen nicht öffentlich machen darf…dann hätte der Leser dieses Blogs noch mehr zu lachen…
Liebe Kollegen!
Wer sich ernsthaft nicht spätestens nach dem Eintritt in das Referendariat darüber im Klaren war, dass er für Teile der Gesellschaft und auch Teile seines Klientels zum absoluten Todfeind wird, hätte lieber einen anderen Beruf wählen sollen…
Wer bei solchen Albernheiten ernsthaft die Polizei einschaltet, gibt für mich damit eine pädagogische Bankrotterklärung ab.
Wir haben es hier meiner Meinung nach mit einer sehr modernen, aber entwicklungspsychologisch den Lehrerwitzen und unter der Bank herumgereichten mehr oder weniger lustigen Zeichnungen und den Sprüchen an der Toilettenwand gleichgestellten Form des Widerstandes gegen das System Schule und ihre ausübenden Organe zu tun…dies war immer so und wird immer so bleiben…wir sind als Lehrer nun mal Personifizierung des Systems und für Schüler, die durchweg oder aufgrund ihrer Entwicklungsphase schuloppositionell eingestellt sind, eben die Personifizierung des Bösen. Dies muss ich als professioneller Pädagoge aushalten können.
Tut mir leid, wenn ich damit Gefühle verletze, aber dies ist nunmal mein Berufsverständnis…
cd














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