An meine apolitischen Genossen!
Die Debatte war bisher sehr einseitig. Es gab nur die Front der Befürworter von #s21 und die der Gegner von #s21. Das Gleichgewicht musste wiederhergestellt werden und so sah ich mich gezwungen, eine neue Gruppe auf Facebook zu eröffnen:
Stuttgart 21 ist uns scheissegal
Nun sind WIRKLICH alle Parteien vertreten…das ist Demokratie!
cd
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]]>Leute, was ist das denn für ein Kindergarten? Auf eine massiv medienpräsente Demo zu gehen und danach rumzuheulen, weil man von der Polizei aufs Maul bekommen hat oder von einen Wasserwerfer getroffen wurde ist ungefähr so wie mit Badehose und Schnorchel in nen Club gehen und anschließend heulen, weil der Türsteher einen umgehauen hat…
cd
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]]>Ups…elitekiller.de – Dating für Amokläufer und Psychopathen mit Niveau!
cd
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]]>So, nun geht sie wieder weiter, die Hexenjagd aus Spekulationen, medialer Ausschlachtung, Schuldzuschreibungen und Verschwörungstheorien, genau wie damals. Der Vater von Tim Kretschmer steht seit Donnerstag vor Gericht, um den Hinterbliebenen der Opfer des Amoklaufes zu erklären, warum er seine Beretta offen im Schlafzimmer herumliegen liess. Die Medien sind alle bereits ganz Ohr, bekommen jedoch keine echten Informationen, da Jörg Kretschmer sich ausschweigt und keine offiziellen Statements gibt und fangen so wieder wild an, Sommerlochfüller zu bauen. Cem Özdemir kann sich profilieren, indem er den anderen Parteien Tatenlosigkeit im Bezug auf Änderungen des Waffengesetzes vorwirft. Die aktuellen Änderungen sind ihm wohl zuwenig. Das halte ich wie schon öfter geschrieben für Blödsinn. Es ist keine Frage der Rechtslage, die gibt schon alle Kontrollmechanismen her – sie müssen nur vernünftig durchgesetzt werden. Bei jeder Pommesbude kann das Gesundheitsamt unangekündigt vorbeischneien und sich die Küche zeigen lassen und macht bei groben Verstößen den Laden dicht. Das muss doch hinzukriegen sein, dass das Ordnungsamt zwischendurch mal ihre Liste von Schützen mit WBK durchgeht und unangekündigte Besuche abstattet, um sich die ordnungsgemäße Verwahrung der gemeldeten Waffen zeigen zu lassen…und sind nicht genausoviele Waffen im Schrank, wie auf der WBK eingetragen, gibts mächtig Ärger…und wer sich nicht an die Richtlinen hält, darf die Dinger für immer abgeben…fertig. Das sieht z.B. auch die Neue Osnabrücker Zeitung so…
Der Spiegel charakterisiert Jörg Kretschmer direkt mal als “Waffennarr von Jugend”, der einem Sohn “das Zielen und Abdrücken lehrte”, den “er nicht gut genug kannte” und stellt ihn schon vor dem Prozess als Schuldigen dar. Die “Kleine Zeitung” gibt sich gemäßigter und erwähnt nur, dass die Verteidigung auf Straffreiheit plädiere, da Kretschmer “angesichts des Verlustes seines Sohnes und wegen der sozialen Ächtung gestraft genug sei.” Eine These, die ich so unterstützen würde…”der Freitag” beschreibt Kretschmers Hobby gar als “privaten Rüstungswahn“.
Die BILD gibt gewohnt boulevardjournalistisch ein Zeitprotokoll des ersten Prozesstages und stellt auch “kein Bedauern” fest…kann es sein, dass er, bevor er etwas Falsches sagt, lieber erstmal gar nichts sagt und deswegen nicht gleich kalt und gefühllos ist? Naja…die Presse eben…
Einen guten Gegenpol liefert das Presseportal Südwest, das den Prozess als einen “in eine Reihe spektakulärer Verfahren von Brunner bis Kachelmann, in denen die juristische Prozedur zum medialen Spektakel zu verkommen droht” und bemerkt sehr richtig: “Öffentlichkeit im Gericht dient der Kontrolle der Justiz, nicht der Bloßstellung des Angeklagten. Und Strafprozesse sind Verfahren zur Bestimmung von Strafe, nicht Strafe. Beides scheint immer öfter in Vergessenheit zu geraten.” Den Eindruck habe ich angesichts der Hetzkampagnen seitens selbsternannter “Aktionsbündnisse” allerdings auch…die Hinterbliebenen nehme ich aus…wer angesichts eines toten Kindes Blut sehen will, dem kann ich es nicht verdenken…aber für die Anwälte, die sich wie der bekannte Eric T. Langer damit profilieren können, steckt auch eine Menge Geld und Publicity in einem derart öffentlich beobachteten Prozess…
Die BZ erwähnt ebenfalls etwas neutraler wnigstens die Begründung, die die Verteidigung für Jörg Kretschmers Schweigen liefert: Er sei psychisch und physisch nicht in der Lage zu sprechen, trauere aber mit den Angehörigen.
Die WELT beginnt ihren Artikel, der sich um Gisela Mayer, eine der hinterbliebenen Mütter von Winnenden, die ihre Gefühle in dem Buch “Die Kälte darf nicht siegen” verarbeitete, zentriert, subtil mit einer eher positiven Charakterisierung Tim Kretschmers, lässt sich dann aber zu Sätzen wie “Es geht nicht darum ob der Vater, seinem Sohn fahrlässig Zugang zu einer Waffe verschafft hat, sondern darum, ob er mit ihm eine menschliche Waffe erzogen hat.” Kann man also im Hinblick auf Neutralität auch abhaken…Tränendrüsenmethode unter Nutzung eines der Sekundäropfer…
Einen qualifizierteren Kommentar liefert Prof. Dr. Henning Ernst Müller im Beck-Blog und stellt dort fest, dass die Verurteilung in erster Linie auf Verstoß gegen das Waffengesetz lauten wird, da die subjektive Fahrlässigkeit nicht prüfbar sei. Das ist eine Aussage, der ich ganz klar zustimmen muss. Für einen Laien ist absolut nicht zu erkennen, ob das Risiko einer solchen Tat besteht, selbst wenn, wie Prof Müller es erwähnt, die psychischen Probleme bekannt sind…daran beissen sich selbst Experten desöfteren die Zähne aus…selbst Schulpsychologen vor Ort dürften das aus Gründen, die ich bereits breit beschriebe habe, nicht hinbekommen…
Mein Fazit: In der Mühle des Buhlens um Verkaufszahlen geht ein Aspekt mal wieder völlig unter: Tim Kretschmer hat nicht seine Eltern erschossen, sondern einen Schulamok begangen. Im Prozess wird aber nicht danach gefragt, welche (Teil-)Schuld das System Schule, bzw. konkret das Kollegium der Albertville-Realschule in Winnenden trägt. Im Alter Kretschmers ist es so, dass die Kinder mehr Zeit mit uns Lehrern verbringen, als mit der eigenen Familie. Wer hat die Demütigungen begangen, die Tim Kretschmer dazu veranlasst haben, primär auf SchülerINNEN zu schiessen…wer hat, wie auch im Fall Robert Steinhäuser, die Signale aus pädagogisch-psychologischer Inkompetenz nicht gesehen oder nicht sehen wollen? Wer ist mitverantwortlich dafür, dass das aktuelle System den Lehrer so überfordert, dass subtilere Signale eines einzelnen Schülers in einer Masse von 32 und mehr Schülern absolut untergehen, bis sie sich auf eine derart extreme Weise einen Weg bahnen? All dies halte ich für ebenso gerechtfertigte Fragen, aber die sind nunmal nicht populär…und werden einfach nicht gestellt…
cd
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]]>Offensichtlich ist die große Koranverbrennung zum Jahrestag des 11. Septembers nun gecancelt. Schade eigentlich, ich hätte gerne die Straßenschlachten live auf CNN gesehen…
cd
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]]>Ok, da kommt man aus der Entspannung zurück und muss sehen, dass die Welt keinen Deut besser geworden ist…in loser Abfolge also wieder eine Dosis Wahnsinn:
1. Belgien wird abgeschafft
Zumindest spekuliert das Alles Schall und Rauch. Ich habe flämische Wurzeln in der schönen Stadt Gent und ich solidarisiere mich natürlich mit den echten Belgiern. Wer Französisch spricht, muss einfach ein schlechter Mensch sein. Insofern: Wallonen eingemeinden, ihre Schokoladenrezepte konfiszieren und bei vernünftiger Sprache ein vernünftiges Bier trinken…
2. Bolliger Nazifilm bekommt schlechte Kritiken
Bei den Filmfreunden geht es heiß her wegen des aktuellen Machwerkes von Uwe Boll. Sein neuester Film soll “Auschwitz” heissen und der Regisseur posiert im Trailer selbst in SS-Uniform vor einer Gaskammer…Filme, die die Welt nicht braucht?
3. USA übernimmt deutsche Tradition der Bücherverbrennung
Radikale Evangelikale in den USA wollen am 11. September demonstrativ einen Koran verbrennen…und schlagen offensichtlich alle Warnungen vor Racheakten in den Wind…nuja..ist halt God’s own fuckin’ country…Selbst die Ex von Monica Lewinsky’s Ex-Freund schaltet sich in die Debatte ein…
4. 3-D ist ein Rohrkrepierer
Der Postillon bereichtet, dass niemand wirklich eine 3-D Brille haben möchte…die Gründe liegen aber auch auf der Hand…
5. Bloggen ist jugendgefährdend…zumindest für den Nachwuchs! – Traumata durch bloggende Eltern
Davon berichtet “Frau..äh…Mutti” in ihrem Blog. Wir brauchen eine Selbsthilfegruppe für Bloggerkinder
So, das als erste Dosis für heute
cd
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]]>Wem die Aktion von Oliver Pocher zum Auftakt des Kachelmann-Prozesses noch nicht absurd genug war, der führe sich zu Gemüte, dass die offizielle Korrespondention der BILD für den Prozess kein geringerer als Alice Schwarzer ist…gehts noch?
cd
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]]>Ok…das Sommerloch hat auch mich erwischt…ausser ein paar toten Ravern gab es in der letzten Zeit einfach nichts zum Lachen…
Darum hier ein Lückenbüßer: Netzpolitik.org berichtet, dass der Moderator, der vor Al-Quaida-Handbüchern im Internet warnte, doch so viel Ahnung von der Materie hatte, dass er als Beispiel das Deckblatt eines C++-Programmierhandbuches in die Kamera zeigte…
Ich wusste schon lange, dass alle, die nicht in Assembler coden, irgendwie suspekt sind…
cd
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]]>Herrlich, eine bessere Umschreibung kann man nicht liefern. Im Zuge der Diskussion um Kloses inneren Reichsparteitag formulierte in Stefan Niggemeiers Blog ein Gast es so:
War ja klar, dass halb Deutschland gleich wieder hitlerventiliert. Zum Glück sind wir bald ausgestorben.
Godwin’s Law ist Realität!
Als vertiefende Lektüre empfehle ich “Mehr Hitler!”
cd
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]]>Und wieder ein medial geschustertes Fettnäpfchen. Eine Moderatorin hat das Tor von Miroslav Klose als “inneren Reichsparteitag” für ihn bezeichnet…und schon schrillen die Alarmglocken des Nazometers und die Eva-Herman-Vergleiche werden ausgepackt. Politplatschquatsch hat es schon entsprechend kommentiert, genauso wie Stefan Niggemeier.
Ich fordere aus Gründen der politischen Korrektheit, dass Herr Niggemeier seinen Namen vorsichtshalber in “Afroamerikanermeier” ändert…der Name könnte sonst für die Medien zu nah am rassistischen Rand sein..
Über die Endlösung der Moderatorenfrage wird diskutiert, sobald unsere Jungs heim ins Reich gekehrt sind…
cd
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]]>Wie diverse Medien bereits berichten, hat Till Schweiger die Schnauze davon voll, immer der schlechteste Schauspieler in der Besetzung zu sein und möchte nun Lena Meyer-Landrut casten. Der Titel des neuen Films: “Keinarschenten”.
cd
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]]>…ich glaubs nicht. Der keyword-Scherz von gestern hat bis jetzt für fast neunhundert (!) Besucher hier im Blog gesorgt…selbst die übelsten Lästereien über ihr Englisch und ihren Tanzstil hatten an “heißen” Tagen so um die 300-400…Sachen gibts…
EDIT: 19:50 Uhr: 1.342 Besucher bis jetzt…wtf?
cd
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]]>Zwischenzeitlich gerät man auch an gemäßigte Vertreter der Verschwörungstheorie. Ich hatte heute einen Mailwechsel mit einem etwas prominenteren Mann der Szene, der mir das Veröffentlichen genehmigte, solange anonym bleiben darf. Dem komme ich hier nach, weil ich in meiner Antwort recht knapp mein Verhältnis zu Verschwörungstheorien zusammenfasse…
Wer differenziert fragt, bekommt eine differenzierte Antwort:
Hallo Herr Droßmann,Ihr obiger Artikel [Anm.: Christina Aguilera ist erleuchtet] klingt für mich, als nähmen Sie das Thema nicht ernst. Steigen Sie doch mal etwas tiefer ein:
http://www.youtube.com/watch#!v=00C3feH5z0A&feature=related
15 Teile, tut mir leid
ist aber sehr spannend.
Halten Sie all diese, sich immer exakt wiederholenden Dinge, für Zufall?
Schauen Sie sich zusätzlich noch das Video der Fanta4 an:http://www.youtube.com/watch?v=7LZzRi9dXfg
Warum Ziegenböcke und genau dieselbe Symbolik wie in der Reihe oben? Man
muss schon aus sehr ignorantem Holz geschnitzt sein, um diese eindeutigen
Zusammenhänge abzustreiten – ich unterstelle Ihnen das nicht, bitte nicht
falsch verstehen. Es liegt einfach daran, dass kaum jemand die Dinge
systematisch untersucht. Und wenn doch, dann ist das Ergebnis zu
ernüchternd, als dass man sich damit nüchtern befassen möchte.Aber gerade Sie als Lehrer haben vielleicht doch noch eine Möglichkeit, den
Nachwuchs vor dem völligen Verderben durch Konzerne und Medien zu
beeinflussen. Positiv hoffe ich.
–
Viele Grüße
XXX
Meine Antwort dazu:
Lieber Herr XXX,
ich nehme das Thema nur aus psychoanalytischer Perspektive “ernst”. Für mich hat die Verschwörungstheorie in der säkularen Gesellschaft schlichtweg die Religion ersetzt. Ob das nun die Mehrtätertheorie bei Steinhäuser, die Schläfertheorie bei Kretschmer oder die immer wieder gerne ausgegrabenen Illuminati sind.
Sie sind wie die Religion für mich (im Sinne Jacques Lacans) ein Phantasma mit prothetischer Funktion, die die lebensweltliche Realität und die damit verbundene Realangst erträglich macht, da wir Menschen nur dann glücklich sind, wenn das Kausalprinzip aufrecht erhalten werden kann. Haben wir keinen logisch ableitbaren Grund, konfabulieren wir uns einen und sind fröhlich…für die einen Allah, für den nächsten Jesus oder Jahwe und für säkularere Menschen eben die Illuminaten oder wenn die Phantasie nicht reicht eben “der Staat”. Infofern halte ich Religion wie Verschwörungstheorien für Paranoia im klassisch-Psychiatrischen Sinne…erzählt mir heute jemand, er habe gesehen, wie ein Toter sich aus einer mit einem Felsblock verschlossenen Höhle selbst befreit hat und wieder am Leben war, schicke ich ihn entweder in die Geschlossene, oder -wenn dieser Mann “Jesus” heißt, in die Kirche..
Ich halte die Dinge nicht für “Zufall” im wissenschaftlichen Sinne (also das parallele oder gleichzeitige Zusammentreffen zweier sich nicht kausal bedingender Sachverhalte), sondern für Marketing. Ein Grundsatz des Marketing lautet “Es gibt keine *schlechte* Presse”. Und auch Sie unterstützen die Popularität der Medienfiguren durch ihre bloße Erwähnung. Gleichzeitig tragen Sie zu ihrer Mythifizierung bei, das hat Madonna ja schon exzessiv praktiziert…
Nein, ich glaube nicht an eine Verschwörung, sondern nur an den guten alten Kapitalismus, der dem Pöbel gibt, wonach er schreit…
Und ich glaube aus diesem Grund auch nicht an die Notwendigkeit des “Beschützens”…ich bringe den Schülern bei, den Regeln nicht blind zu trotzen, sondern sie zu ihrem Vorteil zu nutzen…ich denke, damit lernen sie etwas fürs Leben…
Mit freundlichem Gruß,
Christian Droßmann
Das fasst so in etwa zusammen, wo ich Verschwörungstheorien verorte…
cd
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]]>Gestern lästere ich noch über Amnesie International, da zeigt Nerdcore heute die Werbung eines sizilianischen Modelabels:
Innen ist jeder rosa…
cd
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]]>Für die, die es noch nicht wissen: Vor der Küste von God’s own fuckin’ country hat sich auf einer Ölbohrplattform der BP eine “major malfunction” ereignet. Das coole an einem Ölteppich von der größe eines mittelgroßen Staates ist, man kann ja ganz viele neue Sachen im Feldversuch testen. Am besten ist es natürlich, wenn man nicht nur der Eigentümer der abgesoffenen Bohrplattform Deepwater Horizon, sondern auch noch der Hersteller des Bindemittels ist, das nun in Großpackungen angeschafft wird…so einen Dauerbrenner hatte die BP seit Kuwait nicht mehr. Da legt man sich natürlich mächtig ins aktionistische Zeug. Am schönsten ist aber der neue Twitter-Account BPGlobalPR, der die Freuden der kostenlosen Öllieferung an das Mississippidelta anpreist:
“The ocean looks just a bit slimmer today. Dressing it in black really did the trick!”
Bis jetzt hat BP noch nichts gegen den (vermutlich..) falschen Account unternommen….sollten sie auch nicht..ist besser für die PR..
cd
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]]>Wer noch nicht genug von der Hitlerliste hat – es geht noch deutlich bizarrer (und Udo Kier spielt mit):
Kein Scherz: Iron Sky – Nazis im Weltall – Darth Hitler gefällig?
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]]>So, da mir ja gesagt wurde, ich hätte dreckige Ohren, lasse ich mal einen Muttersprachler zu Wort kommen (Mark Espiner: Dialekt-Desaster Lena Meyer-Landrut. Unsere Westerwelle für Oslo.)
Ganz im Gegensatz zu ihren eingefleischten Fans, die behaupten, ihr Akzent sei brillant, muss ich allerdings sagen: Lenas Englisch klingt wirklich, wirklich seltsam. Ihre Versuche, die von ihren Helden Adele und Amy Winehouse geliebte Straßensprache Londons zu übernehmen (die selbst wiederum ein Hybrid aus US-Slang, jamaikanischer Gangstersprache und dem Dialekt des East End ist), enden damit, dass sie sich anhört wie ein schwedischer Sprachtherapeut, der Ali G. imitiert.
Da lag ich mit “Vorstadtschlampe aus Brixton mit ner Facialisparese” ja gar nicht so falsch…
Die Nordworte haben aber ein Patentrezept…einfach mal eine Bildstörung während ihres Auftrittes erzeugen…sie tanzt halt wie eine Ente im status epilepticus…
Nochmal: Wir hätten auch bessere Kandidaten…
EDIT: Entschuldigung, ich wollte niemanden beleidigen…ich meinte natürlich “Wie eine Ente im status epilepticus auf Ecstasy”
cd
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]]>Dass Apple immer eine eigene Schiene fährt, ungeachtet dessen, was der Rest der Industrie tut, sollte hinlänglich bekannt sein. Nun liest man bei gawker.com einen erhitzten Mailwechsel zwischen dem gawker-Blogger Ryan Tate und Steve Jobs. Stein des Anstoßes: Steve Jobs weigert sich beharrlich, den Weltweiten Internationalen Computer und Hardware Standard Europäischer Nationen (W.I.C.H.S.E.N.) zu unterstützen. Job argumentiert, dies sei “Freiheit”. Mehr dazu in meinem englischen Eintrag.
cd
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]]>Oha, jetzt wo Mixa zurückgetreten ist und sich im Strafverfolgungsverfahren befindet, geht den Zeitungen plötzlich der Stoff für Skandalmeldungen zu Kindesmissbrauch aus…also wird in den Archiven gebuddelt und geschaut, was man nun noch so alles an “Enthüllungen” präsentieren kann. Die beliebte Historikerin Eva Herman hat sich als neues Ziel den ewig-68er, Odenwaldschüler und Grüne-Politiker Daniel Cohn-Bendit ausgesucht. Sie schreibt im Kopp-Verlag: Fassungslosigkeit. Warum Walter Mixa gehen musste und Daniel Cohn-Bendit immer noch da ist. Infowars hat den Artikel nebst Video übernommen.
Stein des Anstoßes ist die Zeit der sogenannten “Kinderladenbewegung“, ein Begriff, der meiner Generation und den noch Jüngeren nur noch bedingt etwas sagen dürfte. Kern der Erziehung in den Kinderläden war, neben einer antiautoritären Ausrichtung, auch der Grundsatz, dass kindliche Sexualität nicht zu unterdrücken sei. Es sind in den Protokollen der damaligen Zeit etliche sexuelle Kontakte zwischen Erziehern und Kindern dokumentiert. Cohn-Bendit selbst beschrieb diese Ereignisse in seinem Buch “Der große Basar“, was bereits 2001 von der “Schweizer Zeit” im Artikel “Der Kinderschänder” aufgegriffen wurde. Cohn-Bendit hat in seiner Zeit mit den Grünen mehrfach Gesetzesentwürfe ausgearbeitet, die “gewaltfreie Sexualität” zwischen Minderjährigen und Erwachsenen straffrei stellen soll. (vgl. z.B. Artikelreihe “Sexuelle Gewalt an Kindern: Politisch akzeptierte Wirklichkeit?“, ebenfalls von Eva Herman).
Was für die heutige Generation unvorstellbar klingt, war damals ein revolutionär neuer Ansatz der Erziehung als Kontrast zum Konservativismus und der Autorität Erwachsener. Transparenter wird die Debatte, wenn man sich folgende Positionen zu Gemüte führt:
1. Lloyd deMause: “Hört Ihr die Kinder weinen. Eine psychogenetische Geschichte der Kindheit”, Frankfurt 1977 (Original New York 1974) und
2. Philippe Ariès: Geschichte der Kindheit, München/Wien 1975 (Original Paris 1960)
Zwei gegensätzliche Positionen zum Begriff der Kindheit. Während Ariès die Ansicht vertritt, die künstliche “Erfindung” von Kinheit hat das ursprünglich glückliche (wenn auch von viel Unfall, Krankheit und Tod begleitete), von Kontakten mit “Verschiedenen Klassen- und Altersstufen” geprägte Leben der Kinder zu einem unglücklichen, von Strafe (“Rute und Karzer”) und durch Erwachsene fremdbestimmten Leben gemacht, vertritt deMause die Ansicht, die Erfindung der Kinheit sei ein Segen, der zum beschützend-lenkenden Verhältnis der Erwachsenen zu Kindern führte, weg von der Kindstötung in Antike und Mittelalter.
Tiefer will ich da gar nicht hineingehen, sondern empfehle nur diese beiden Bücher als Grundlagenliteratur der Debatte. Der Bezug zum Thema aber ist, dass der Blick auf Entwicklung mit der unterliegenden Theorie steht und fällt. Da die 68er fast alle Formen der Autorität verneinten, war daraus eine der logisch notwendigen Konsequenzen, auch bei der sexuellen Entwicklung nicht autoritär einzugreifen. Als Einführung in die 68er: Rudolf Sievers (Hrsg.): 1968. Eine Enzyklopädie, Frankfurt a.M. 2004
Mein persönlicher Senf dazu ist: Das wird immer ein schwieriges Thema bleiben…zwar sollte heute klar sein, dass man den Kindern nicht die Masturbation mit “davon wirst du blind” oder “Gott wird dich strafen” und damit das Entdecken eigener Sexualität sauer machen sollte, aber im interpersonellen Verhältnis zwischen Erzieher und Edukand sind die Grenzen bisweilen fließend…meine Philosophie ist da, lächelnd aber nicht strafend oder tabuisierend abzulehnen, auch bei pubertären “Übergriffen” und Flirtversuchen von Schülerinnen (was aber mit steigendem Alter ohnehin nachlässt…ich glaube, ich verliere langsam mein Mojo…), die jedem Lehrer und jeder Lehrerin im Laufe der Karriere immer mal begegnen werden…versucht man aber, der Sache theoretisch fundiert habhaft zu werden, so wird man immer eine mehr oder weniger breite Ambiguität feststellen, die von mangelnder Neutralität gegenüber dem Thema begleitet ist…ungefähr so, wie das Frauenbild und das Familienkonzept unter Hitler…
Liebe Frau Herman: Wer sich so derbe mit dieser Form von Ambiguität (und um die müssen Sie gewusst haben…) in die Nesseln setzt und den Interviewern ins lange gesehene offene Messer läuft und sich auf eine “neue Interpretationsweise” beruft und sich als falsch verstandenes Opfer der Medien darstellt, sollte sich bei anderen, die es zu ähnlich kritisch behafteten Sachverhalten Ihnen gleich tun, nicht so weit aus dem Fenster lehnen…das wirkt schief und wie journalistischer Opportunismus, weil das Thema ja gerade Leser verspricht…eine eher schwache Nummer…
cd
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]]>…als Trainer…aber ganz dringend! Ich habe heute Nacht beim Arbeiten nebenbei TV Total laufen lassen und stelle fest, dass Stimme wie Optik ziemlich ok sind…aber das Englisch von ihr phonetisch sowas von grausam…damit würde ich die im Leben nicht nach Oslo lassen..
EDIT: JETZT weiß ich, woher ich die Stimme kenne…als, sagen wir, popularmedienmäßig eher uninformierter Mensch hab ich bei diesem unsäglichen “Satellite” immer gegrübelt, woher die Sängerin wohl stammen mag…das ist eine gräßliche Mischung aus US-britischem (gut, daran ist was das gemischte Vokabular angeht wohl eher Raab schuld) Englisch, das teilweise durch die ständigen Überbetonungen in nen spanischen Akzent rutscht…ich hab die Frau vom Hören für ne Puertoricanerin gehalten, die verzweifelt versucht, auf Hochenglisch zu singen…au Mann, ist das übel
EDIT2: Jetzt weiß ich auch, welcher Sängerin ich das Lied zugeschoben hatte…Alesha Dixon..die klingt so ähnlich für mich…
cd
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]]>Der Rhetorikgott Wolf Schneider wird 85 und kommt noch immer ohne Computer aus. Seine Frau lese aber diverse Blogs und drucke ihm viel davon aus. Er hält aber drei Viertel von dem, was in Blogs veröffentlicht wird, für “trauriges Geschwätz“. Er habe “Mitleid mit denen, die sich mitteilen wollen und so gar keine Ahnung haben, wie man das macht.”
Dem muss ich energisch widersprechen…man muss das gehaltlose Gelaber der Blogsphäre vom hochwertigen und größenwahnsinnigen Qualitätsunsinn, wie ich ihn produziere, abgrenzen!
cd
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]]>Nachdem RTL ja völlig abgebrannt ist, lädt die Bild nun zum gepflegten Grillen in Griechenland ein…
cd
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]]>An alle Oldschool-Nerds: OH MEIN GOTT!
cd
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]]>Als Randnotiz ein sehr schönes Video auf Vimeo, das die Flugbewegungen über Europa während des Ausbruchs des Eierkraulajökel im Zeitraffer dokumentiert:
Unpädagogisch, sieht aber cool aus…
cd
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]]>Es ist nicht zu glauben, mit welchen perfiden Methoden die Medien versuchen, Einfluss auf die Politik zu nehmen. Als ich gestern durch Überruhr fuhr, wurde es mir schlagartig klar: Ich hatte den CDU-Kandidaten Manfred Kuhmichel schon einmal irgendwo gesehen…nur wo, das blieb mir im Dunkeln…heute Nacht wurde es mir schlagartig klar: RTL versucht, die Politik in Essen zu manipulieren! Manfred Kuhmichel ist in Wahrheit Peter Zwegat von “Raus aus den Schulden“! Hier der Beweis:
Verbreitet diesen Skandal, bevor Jörg Kachelmann Justizminister wird!
cd
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]]>Ich hatte ja vor einer Weile auf die Dokumentation “Amok in der Schule” über Robert Steinhäuser auf Youtube hingewiesen. Das Intro ist ein von Robert Steinhäuser in einer Deutscharbeit verfasster Text, der von Herbert Grönemeyer vorgelesen wird. Das ist an sich schon bizarr, aber als ich den Film heute Nachmittag im Seminar nochmal gezeigt habe, fiel mir auf, dass der andere Sprecher im Film Thomas Danneberg ist, die deutsche Synchronstimme von “Terminator” Arnold Schwarzenegger….das ist doch pure Absicht, oder?
cd
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]]>..woran ich das erkenne? Ich lese gerade einen Tweet von BasicThinking, der sagt, dass die Computer des Bloggers Jason Chen, der bei Gizmodo den verlorenen iPhone-Prototypen vorgestellt hatte, per Durchsuchungsbefehl von der kalifornischen Polizei beschlagnahmt wurden. Und was fällt mir an den gescannten Dokumenten als erstes auf? Dass es in der letzten Zeile des ersten Absatzes “seizable” und nicht “sizeable” heißen muss…
cd
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]]>Im Beck-Blog lese ich heute, dass der Prozess gegen Georg R., den Amokläufer von Ansbach, nun doch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird. Der Autor Prof. Dr. Henning Ernst Müller sieht dies Kritisch und beruft sich auf den Beitrag “Maulkorb für die Medien” auf Spiegel Online.
Ich verstehe die Aufregung nicht. Ich finde es eher angenehm, dass die Presse und das Fernsehen warten müssen, bis die Fakten auf dem Tisch liegen und nicht wieder wüste Enten geschmiedet werden, die im Prinzip aus aus dem Kontext gerissenen Satzteilen bestehen…was soll die Berichterstattung auch groß bringen? Er hat ja bereits gestanden und aufgrund der Persönlichkeitsstruktur, die man alleine durch den Modus Operandi mutmaßen kann, wette ich eine Flasche guten schottischen Singlemalt, dass er vermindert oder gar nicht schuldfähig gesprochen wird und anstatt im Gefängnis in der Psychiatrie landen wird, wo er ja ohnehin schon einsitzt…alles andere würde mich überraschen, da ich nicht glaube, dass irgendein Psychiater einem Jugendlichen, der seine Mitschüler mittels Brandflasche aus der Klasse treibt, um ihnen mit der Axt aufzulauern, volle geistige Gesundheit und somit Schuldfähigkeit attestieren wird…schauen wir mal…
cd
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]]>Fefe nennt es den “facepalm des Tages“. MSNBC hatte berichtet, dass auf Island ein zweiter Vulkan ausgebrochen sei…letzentlich war es aber die Webcam für den Vulkan Hekla, die zeitweise verstellt war und den Hendl…Hanif..Eiapopeia…Eyakraula…..Eyjafjalla zeigte.
Saubere Medienarbeit, immer wieder gerne, Jungs!
cd
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]]>Wer schon immer mal wissen wollte, was der amerikanische Präsident mit ins Bett nimmt: Natürlich die 2000 Fotos, die Nacktscanner gemacht haben, obwohl Nacktscanner “baurtbedingt keine Fotos machen können”.
Gefunden in Fefes Blog…
cd
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]]>Was bekommt jemand in Deutschland, der komisch singt, der Leute bedroht, einen IQ knapp unter Wiener Schnitzel hat, seine Cousine mehrfach schwängert, Kokain nimmt und damit dealt und Freunde hat, die gerne Bars zerlegen? Außer einem Exklusivinterview bei RTL nur den Zorn der Politik und eine Audienz bei DeBulln™. Die Rede ist natürlich vom DSDS-Verlierer und bald Ex-Freund von Dieter Bohlen Menowin Fröhlich. Wo der Unterschied zu den USA besteht? Dort hätte er nur einen Plattenvertrag und Sex mit Mark Medlock bekommen…
cd
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]]>Ups…da muss sich wohl jetzt jemand einen neuen Job suchen…oder Steve Jobs jagt ihm höchstpersönlich eine Kugel in den Schädel…Gizmodo hat in einer Kneipe einen zu 99,9% echten Prototypen der nächsten Generation des iPhone gefunden. Leider hatte Apple, als der Verlust bekannt wurde, bereits die “Selbstzerstörung” per Funk ausgelöst, die Firmware war also gelöscht…aber die Jungs von Gizmodo haben es zerlegt und einige neue Features, wie eine zweite Kamera zum Videochat gefunden…entweder ist die Nummer echt (Beweisphotos und -videos auf der Seite), oder eines der besten Fakes der Geschichte..
EDIT: Für die, die des Englischen nicht ganz so mächtig sind: Die Plastikhülle ist nicht Teil des Designs. Sie dient dazu, den “Erlkönig” als normales iPhone 3GS zu tarnen.
cd
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]]>So, völlig aus der Reihe eine Frage zu einer Sensationsmeldung:
Wie groß ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit, dass einem während der Fahrt eine Pappel genau aufs Auto fällt?
cd
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]]>Der deutsche Starregisseur Wolfgang Petersen will den Tod von Lech Kaczinski verfilmen. Nachdem bereits das Remake des Katastrophenfilms “Poseidon Inferno” (deutsch: Die Höllenfahrt der Poseidon) erfolgreich war, will er nun einen neuen Teil der in den 70er und 80er Jahren so populären “Airport“-Reihe drehen. Nach “Aiport”, “Airport 75: Giganten am Himmel“, “Airport 77: Verschollen im Bermuda-Dreieck” und “Airport 79: Die Concorde” (In Deutschland “Airport 80: Die Concorde”) folgt nun “Airport 2010: Die Tupolew”. Die Handlung: Der ehemalige KZ-Aufseher John D. (Ernest Borgnine) lebt unter falschem Namen (“Georg Wilhelm Busch”) unerkannt in den USA. Er wird von seinem Nachbarn (Tom Cruise) durch übersinnliche Kräfte enttarnt (eine Anspielung auf den Kassenschlager “Kampf der Thetanen” mit Cruise und John Travolta in den Hauptrollen) und soll erst hingerichtet, und dann nach Deutschland ausgewiesen werden. In einem unbeobachteten Moment tötet er seine drogenabhängige Frau (Amy Winehouse) in der Familienzusammenführungszelle und flieht zusammen mit der Mitgefangenen “Papillona” (Natascha Kampusch) von der Gefängnisinsel Guantanacatraz. Sie besorgen sich Waffen von dem farbigen muslimischen Crackdealer Obama bin Barack (Eddie Murphy) und entführen zwei Flugzeuge vom New Yorker John F. Kennedy Airport. Papillona macht dabei einen schweren Fehler. Sie schiesst versehentlich auf den Piloten (Muhammed Scheuer-Millch). Ein Arzt (Hugh Laurie) ist zwar an Bord, dieser spritzt dem Captain aber versehentlich eine Überdosis Propofol, woraufhin die Maschine in das World Trace Center stürzt. John D. aber kapert erfolgreich die Maschine des polnischen Präsidenten (Jaroslaw Kaczynski) und zwingt die Piloten (Bud Spencer und Terence Hill), ihn nach Stalingrad zu fliegen, damit er beim Russischen Präsidenten (Bob Hoskins) Asyl beantragen kann. Die deutsche Bundeskanzlerin (Hella von Sinnen) schickt sofort, ein Geschwader an Eurofightern, um die Maschine abzufangen, muss aber feststellen, dass die Kampfflugzeuge noch gar nicht geliefert wurden. Ihre einzige Chance: der Staatsgefangene Matthias Rust (Ingolf Lück). Er soll auf dem Roten Platz landen und den russischen Präsidenten warnen. Währenddessen bricht eine Gruppe radikaler Palästinenser unter der Führung eines desertierten Generals (Uri Geller) in das Atommüllager Gorleben ein und stiehlt mehrere Tonnen waffenfähiges Plutonium. Zwei zu Scientology konvertierte Physikprofessoren (Joachim Bublath, Jean Pütz) bauen ihnen nach detaillierten Plänen eine Atombombe, mit der die griechische Regierung um mehrere Milliarden erpresst werden soll. Nachdem das Unterfangen wegen eines Umweltaktivisten in der Gruppe (Peter Lustig) scheitert, entsorgen sie die Bombe heimlich in einem Vulkan auf Island. Das stellt sich im Nachhinein als großer Fehler heraus: Der Vulkan bricht aus! Die Explosion ist so gewaltig, dass sie im kilometerweit entfernten Deutschland die Tür eines fahrenden ICE heraussprengt und bis nach Russland schleudert. Die Tür trifft die Maschine von Matthias Rust, die daraufhin mit der Maschine des polnischen Präsidenten kollidiert. Beide Maschinen stürzen in einen Wald bei Smolensk. Rust wird bei dem Absturz getötet, lediglich der Präsident und John D. überleben. Sie sprechen sich inmitten der Wrackteile aus und der polnische Präsident verspricht, John D. bei seinem Asylantrag zu helfen. Während sie Hand in Hand von der Absturzstelle fortschlendern werden sie aber von einem sehbehinderten Jäger (Sean Connery) für Elche gehalten und erschossen.
Der Film soll noch 2010 in die Kinos kommen.
cd
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]]>Dass die Lufthansa die Aschewolke nicht so gefährlich findet, wie die britischen Forscher, ist spätestens nach den Testflügen klar. Aber auch bei der Gesundheitsgefahr ist man sich offensichtlich nicht wirklich einig:
Beruft sich der Focus noch auf die WHO, die vor der Gefährlichkeit der Asche gewarnt hat, sieht der SWR das locker und spricht von “keiner Gefahr für Menschen“. Die SÜDDEUTSCHE sagt, die Asche sei “weniger gefährlich als Autoabgase” während der MERKUR ONLINE wieder die WHO zitiert. der Kölner Stadtanzeiger titelt “Aschewolke kann Gesundheitsprobleme bringen.”
bgland24.de gibt sich neutral: Experten uneins über Gesundheitsrisiko durch Vulkanasche
Die wichtigste Frage bleibt: Werden die homöopathischen Aschekapseln nun verboten?
cd
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]]>Diesmal hat die Märkische Allgemeine gepatzt. Sie titelt heute: “Gestürzter Präsident Bakijew angeblich in Moskau“.
Richtig muss es heißen:
“Abgestürzter Präsident Kaczinski definitiv in Warschau”
cd
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]]>Ein blindes Huhn fliegt auch mal vor ein Getreidesilo…
So ist es heute beim Schulspiegel…ein sehr gutes Interview mit dem Erziehungswissenschaftler und Kinderpsychologen Wolfgang Bergmann.
Er bringt das Problem aktuell Pubertierender auf einen ziemlich guten Punkt:
“Die Jugendlichen entwickeln ein sehr unrealistisches Ich-Ideal, weil es ihnen an Erfahrungen fehlt. Es speist sich vor allem aus Tagträumen und fiktionalen Glücksvorstellungen. Überall schweben ihnen Medienbilder vor Augen, die zum Nachahmen auffordern. In meiner Beratungspraxis erlebe ich oft, wie verzweifelt sie versuchen, diesen Idealen gerecht zu werden.”
und weiter:
“Ihr Ich-Ideal löst sich von der Realität, es spaltet sich ab. Sie imaginieren sich als großartig, gehen aber jeder Probe aus dem Weg. Diese Kinder sind völlig verzweifelt, wenn sie eine Fünf in Mathe haben, aber nichts auf der Welt kann sie dazu bringen, sich auf die nächste Arbeit vorzubereiten. Sie wollen sich dem Realen nicht stellen, das Ich-Ideal wäre dann gefährdet. Und das ist neu.”
Zu den Begriffen “Imaginäres”, “Reales”, “Phantasma” und “Ich-Ideal” bitte bei Jacques Lacan nachschauen. Besonders empfehle ich seinen Grundlagentext “Das Spiegelstadium als Bildner der Ich-Funktion”. Wer es schafft, bitte im Original. Das Deutsche ist wie immer ungeeignet, weil es weder zwischen “I” und “Me” (Mead) differenziert, noch zwischen “je” und “moi” (Lacan)…das ist immer beides “ich” und führt zu Verwirrung..
cd
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]]>Nachdem die erste Welle des Entsetzens über die Datenschutzpolitik von Facebook langsam wieder abebbt, macht nun ein neuer Aufreger die Runde, der sowohl kommerzielle Plattformen wie auch private Blogs betrifft. Einige Medien gehen dazu über, Kommentare nur noch mit Klarnamen versehen zuzulassen (New York Times: News Sites Rethink Anonymous Online Comments).
Zur Facebook-Geschichte habe ich nicht viel zu sagen. Ich fahre weiter meine Philosophie, dass ich etwas, von dem ich nicht will, dass es bekannt wird, gar nicht erst ins Netz stelle…alle User, die ihre privaten Daten nun im ganzen Internet verteilt finden, haben sie schließlich selber dort eingegeben…nun kann man entweder seinen Account löschen und beten, dass die Daten in 10 Jahren nur noch schwer in den Archiven zu finden sind, oder die Sache einfach ignorieren. Selber schuld, hört auf zu jammern…Google ist nicht die Heilsarmee…
Mit den Pseudonymen sehe ich das etwas anders. Ich kann nachvollziehen, dass viele Seitenbetreiber die Schnauze voll von Trollen haben, die sich hinter ihren Pseudonymen verstecken. Zwar kann man als Admin die Kommentare immer wieder löschen bzw. gar nicht erst freigeben, aber ab einer gewissen Anzahl ist das nicht mehr ohne unverhältnismäßigen Aufwand machbar. Das gleiche denke ich auch vielfach über Blogger, die dick auftragen und Gott und der Welt ans Bein pinkeln, aber mangels Impressum und Realnamen unantastbar für Kritik bleiben. Was soll der Blödsinn? Ich haue hier auch recht ordentlich auf die Kacke, habe aber einen Impressum mit meinem vollen Namen und auch keine kaschierte Domain. Die Emailadresse ist auch klar einsehbar und ich moderiere auch keine negativen Kommentare weg. Ich stehe zu meiner Meinung mit meinem Namen und bin für alle greifbar, die das kritisieren wollen. Wenn ich hier über geschändete Kinder oder abgestürzte Polen Witze mache, darf ich hinterher nicht heulen, wenn ich Gegenwind bekomme, genauso wie ich keinem Schüler böse sein kann, dem es missfällt, wenn ich morgens im Kurs wortlos “Leaving on a Jetplane” auf dem Schul-Ghettoblaster anmache…die meisten haben es sofort als Schweigeminute für Kaczinski erkannt…und lehne ich mich hier so weit aus dem Fenster, dass ich rausfalle und auf die Schnauze fliege, muss ich das anerkennen und darf dann nicht beleidigt Kommentare löschen…
Die Kultur des Sich-hinter-Pseudonymen-Versteckens muss endlich aufhören…zwar verstehe ich, dass Pseudonyme zur Erschaffung einer fiktiven Person, die realiter aus mehreren Personen besteht, zweckmäßig sein können oder einem künstlerischen Zweck dienen. Letztlich bleibt nach meinem Verständnis aber der Blogger für sich V.i.S.d.P. und auch seine Kommentare, die er anderswo loslässt sollten meiner Meinung nach einer Person eindeutig zuordbar sein…andere unter falschem Namen und am besten noch mit Anonymizer-Proxy beleidigen und sich dann verziehen…Kindergarten…brauchen wir nicht. Leute, steht zu Eurer Meinung oder spart Euch, sie anderen kundzutun…
Christian Droßmann
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]]>Die Debatte um kinderschändende Katholiken treibt ja schon seltsame Blüten…heute als Kontrastprogramm zwei Artikel, die auf eine etwas andere Debatte hinweisen.
Der Artikel im Blog “Strafprozesse und andere Ungereimtheiten” des Juristen Werner Siebers weist auf ein Urteil hin, das vielen Juristen in Zukunft Kopfzerbrechen bereiten wird. Ein Mann ohrfeigte seine vierjährige Tochter, weil sie auf dem Markt davongelaufen war.
Daraufhin wurde er von einem Zeugen angezeigt und verlor den resultierenden Prozess. Urteil: 800 Euro Geldstrafe! Zwar ist die Regelung, auf der das Urteil basiert, erst seit 2000 in Kraft (erst da wurde das “Züchtigungsrecht des Vaters” abgeschafft), doch haben der Tagesspiegel im Artikel “Kinder ohrfeigen – auch ein Ausrutscher ist strafbar” und Siebers recht…als vernünftiger Erziehender sollte man die Impulskontrolle haben, derart archaische Erziehungsmittel nicht mehr einzusetzen…kurios ist nur die Begründung für die Entfernung des Züchtigungsrechtes des Vaters aus dem BGB im Jahre 1957: „Das wurde geändert, aber nicht, um die Kinder zu schützen, sondern, weil es in vielen Familien keinen Vater gab und Frauen gleichberechtigt sein sollten. Auch danach galt körperliche Züchtigung in Maßen als Gewohnheitsrecht der Eltern.“ Auf das gleiche Gewohnheitsrecht berief sich übrigens der Freistaat Bayern, als es um die Abschaffung der Körperstrafe an Schulen ging. Erst 1980 (!) wurde die Prügelstrafe auch offiziell in Bayern abgeschafft…
Im Kontrast dazu heißt es im Artikel “streicheln” des niemehrschule-Blogs:
Standarderklärung eines ertappten Dreizehnjährigen:
“Bitte der haut mich!”
Zeigefinger zum Nachbarn.
Dessen Verteidigung:
“Stimmt gar nicht …”
Kurze Pause. Mildernde Fortsetzung:
“… ich habe ihn nur g e s t r e i c h e l t.”Da zwingt mich die gegenwärtige homo-pädophile Mediendiskussion zu einer Portion politisch unkorrekten Zynismus:
“Hauen könnte ich durchgehen lassen, aber s t r e i c h e l n ….”
Der Autor kommt zu der Frage “Ist hauen harmloser als streicheln?”
Joa, auf die Frage kann man anhand der aktuellen Debatte durchaus kommen…
Die Anstalt hingegen sehnt sich die Zeiten zurück, in denen man noch mit einem Lehrer allein in den Wald gehen konnte und es schön war, sofern man nicht dort vergessen wurde…
cd
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]]>Da ich ja tendenziell in letzter Zeit eher unpädagogische Themen blogge, trenne ich das nun wenigstens etwas besser ab…unter “Geballter Wahnsinn” also in Zukunft in schneller Folge alles, was sonst in keine Kategorie passt.
Heute also abseits von Mixa, Kinderschändern und Gewalt ein anderes Lieblingsthema von mir: Die Obsession um Hitler
Ich mache keinen Hehl daraus, britophil zu sein -als Anglist mehr Religion als Meinung- und bewundere besonders die Fähigkeit der englischen Medien, bei fast jedem Bericht über Deutschland einen mehr oder weniger ausgeleierten Bezug zu Hitler oder den Nazis herzustellen. Als Abschiedsgruß an Manchester United mit dem Segen von Johannes Heesters zum Ende dieser Woche also das Motto: Mehr Hitler!
1. Das Hitlerblog der TAZ
Die TAZ unterhält seit langer Zeit ein Blog, das sämtliche wie auch immer geartete mediale Kuriositäten rund um Adolf Hitler sammelt. Sie haben ein großes Ziel: “Die endgültige Zerstörung des Mythos Hitler – das ist die Aufgabe des Hitler-Blogs.” http://blogs.taz.de/hitlerblog/
2. Godwins Gesetz
Nach Mike Godwin benannt, beschreibt es analog zu Murphys Gesetz das viel beobachtete Phänomen, dass in längeren erhitzten Diskussionen im Internet immer irgendjemand irgendwann die Hitler-Keule auspackt. Es lautet:
„Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit Hitler oder den Nazis dem Wert Eins an.“
3. Hitlers Geburtsurkunde
Es handelt sich um die Geburtsurkunde des kleinen Adolf Hitler, der zum Geburtstag keinen Kuchen bekam. Noch bizarrer wird die Geschichte, wenn man bemerkt, dass der Vorname des Vaters “Isidore” ist…
4. Hitler war Fußballtrainer
Wer sonst in England, als die für seriösen Qualitätsjournalismus bekannte “SUN” könnte wohl eine Umfrage zu Adolf Hitler durchführen? Ende 2009 ermittelte sie, dass eines von zwanzig britischen Schulkindern denke, Hitler sei ein deutscher Fußballtrainer gewesen…immerhin wissen die Schotten wenigstens, dass der Schrumpfgermane Berti Vogts hieß…
5. Donald, der Hitlerjunge
Schon vielerorts gezeigt, aber immer wieder gerne gesehen ist Walt Disney’s Propagandafilm “Der Führer’s Face” mit Donald Duck als Hitlerjunge…wer hätte gedacht, dass selbst Zeichentrickfiguren eine braune Vergangenheit haben? Johannes B. Kerner hat direkt nachgehakt…
6. Christenpropaganda – Vom Hakenkreuz zum amerikanischen Traum
Wem Donald Duck mit Hakenkreuzbinde zu Marschmusik noch nicht abgedreht genug ist, der findet vielleicht seine Geschmacksgrenzen beim Propagandacomic “Hansi, the girl who loved the swastika” von SPIRE CHRISTIAN COMICS erreicht. Die -natürlich völlig glaubwürdige- Geschichte eines blonden, blauäugigen Mädchen aus Deutschland, das das strenggläubige Elternhaus verlässt, um dem Führer zu folgen. Über Umwege wird es natürlich von guten amerikanischen Soldaten gerettet, um in den USA den amerikanischen Traum zu leben und zurück zu Gott und der Bibel zu finden…ganz harter Stoff…
7. Saufen bis der Führer kommt – Die Hitler-Bar in Korea
Sie wurde nach Protesten umbenannt, aber es gab sie wirklich die “Adolf Hitler Techno Bar & Cocktail Show”. Damit aber nicht genug. Das Blog “Who sucks?” sammelte weitere Beispiele im Eintrag “Dining with Hitler in Asia”…beispielsweise das “Hitler’s Cross” in der Nähe von Mumbai…
8. Der Daily Star mag unsere FuSSballtrikots
Alt, aber der Vollständigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass die schwarzen Ausweichtrikots der Nationalmannschaft natürlich als Anspielung auf die Schwarzhemden der SS gemeint waren…
So, Führerscheinprüfung bestanden…
EDIT: Einer geht noch:
9. Reden wie der Führer
Den Vogel schießt eindeutig der Hitlerizer 1.0. ab…
cd
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]]>Nachdem vor zwei Tagen bekannt wurde, dass eine Reihe bekannter Medikamente, darunter auch Naturheilmittel aus der Ayurveda – Medizin, einen hohen Grad der Verseuchung durch Blei und andere Schwermetalle aufwiesen, hat die WHO heute Morgen die ersten Messergebnisse veröffentlicht.
Es handelt sich dabei um Proben des transcranialen Antidepressivums “Projectil”. Einer der Hersteller hatte bereits einen Warnhinweis veröffentlicht, in dem er betont, dass nur die Verschlusskappen der Zäpfchen mit Blei kontaminiert seien. Die Ergebnisse der WHO sprechen allerdings eine andere, sehr deutliche Sprache:
Im Bild zu sehen sind die Projectil-Zäpfchen mehrerer Hersteller, deren Namen aus rechtlichen Gründen noch nicht veröffentlicht wurden. Die obere Zahl gibt jeweils die tatsächlich ermittelte Menge an Blei (f/s = found in sample = in der Probe gefunden) im Medikament an, während die untere den maximal zulässigen Grenzwert (m/s = milligrams/sample = Milligramm / Probe) darstellt. In allen Fällen sind die Grenzwerte deutlich überschritten. Die unterste Zeile zeigt die Messungen der unversehrten Schutzkappe, während nach oben hin die Proben im Rahmen der Messungen immer weiter zermahlen wurden, um den Grad der Freisetzung von Blei zu ermitteln. Die Ergebnisse bestätigen die erwähnte Aussage eines der Hersteller, die Schutzkappe enthält tatsächlich große Mengen an giftigem Blei.
Der volle Bericht zur Untersuchung wird heute Abend erwartet.
cd
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]]>Im Rahmen des Skandals um große Mengen Blei im Antidepressivum Projectil, die bis jetzt immer noch nur von einem der Hersteller offiziell bestätigt wurden, sind nun andere prominente Todesopfer bekannt geworden, deren Tod zweifelsfrei durch die Anwendung von Projectil verursacht wurde. Laut aktueller Untersuchungsergebnisse der Amerikanischen WHO, dem US-Amerikanischen Gegenstück zu den deutschen Gesundheitsbehörden, war eine große Menge Projectil beispielsweise am Tod von Nirvana-Frontmann Kurt Cobain beteiligt. Im Falle des Todes von Cobain aber war die Dosis nicht von einem Arzt oder Therapeuten angeordnet, sondern ein “eigenmächtiger Streuschuss” so die Gerichtsmediziner. Auch der Tschechische Komponist Karel Svoboda (bekannt durch die “Biene Maja” und andere Melodien zu Fernsehserien) soll 2008 nach nur einer gezielten, selbst verabreichten Gabe von Projectil schlagartig verstorben sein. Im Rahmen der Enthüllungen wird nun diskutiert, ob das Medikament überhaupt jemals zur ambulanten Behandlung hätte freigegeben werden dürfen. Das US-Militär hingegen betonte, dass Projectil schon zur Zeit des ersten Golfkrieges erfolgreich und mit “chirurgischer Präzision” angewendet wurde. Es sei zwar zu Todesfällen unter der irakischen Zivilbevölkerung gekommen, die aber durch “unsachgemäße Handhabung” des Projectil verursacht worden seien.
Eine Aufklärung wird weiterhin erst morgen erwartet.
cd
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]]>Nach dem Bekanntwerden, dass das weit verbreitete Antidepressivum Projectil giftiges Blei weit oberhalb der zulässigen Grenzwerte enthält, kochen im Zusammenhang mit der Tatsache, dass Bleivergiftungen im Zusammenhang mit Medikamenten zumindest dem Deutschen Ärzteblatt bereits seit 2008 bekannt waren, die Gerüchte immer höher. Es sei nicht auszuschließen, dass auch bei so Prominenten Todesfällen wie Robert Enke und Brittany Murphy Projectil als Behandlung der Depression zumindest zeitweise in Frage gekommen war. Während der SPIEGEL noch vorsichtig blieb (Mysteriöser Tod: Antidepressiva in Brittany Murphys Schlafzimmer gefunden) titelte die BILD “Diese Pillen nahm Brittany Murphy vor ihrem Tod”.
Im Falle des Suizides von Robert Enke traut sich “infowars” bislang als erster, die Verknüpfung zu Antidepressiva herzustellen:
Die ersten Zahlen und konkrete Hinweise auf den Hintergrund des Projectil-Skandals werden im Laufe des morgigen Tages erwartet.
cd
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]]>Der Skandal um die Bleiverseuchung des Antidepressivums “Projectil” weitet sich aus: Das Deutsche Ärzteblatt berichtete bereits 2008, dass in als reines Naturheilmittel bekannten Ayurveda-Medikamenten ebenfalls Blei, sowie Arsen und Quecksilber gefunden wurden:
Deutsches Ärzteblatt: Blei, Quecksilber und Arsen in Ayurveda-Produkten
Medknowledge.de veröffentlichte damals kurz darauf ebenfalls einen Warnhinweis: “Ayurveda-Medikamente: Hohe Schwermetallbelastung”
Prominentester Todesfall ist wohl der Komponist und Musiker Ludwig van Beethoven, der nach Angaben der Wiener Gerichtsmedizin ebenfalls durch die Einnahme von bleiverseuchten Medikamenten verstarb.
Science ORF: Blei-Medikamente führten zum Tod Beethovens
Man erwartet für morgen die genauen Ergebnisse der Untersuchung mit konkreten Zahlen über die erst von einem Hersteller offen zugegebenen Bleiverseuchung von Projectil.
cd
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]]>Nachdem gestern bekannt wurde, dass eine Große Menge des weit verbreiteten transcranialen Antidepressivums “Projectil” mit Blei verseucht sind, veröffentlichte eine der Herstellerfirmen eine schematische Darstellung von Projectil in Zäpfchenform zusammen mit einem Warnhinweis:
Es sei in der Fabrik zu “Verunreinigungen durch Schwermetalle, unter anderem Blei” in der Maschine, welche die Zäpfchen verschließt, gekommen.
Eine Entsorgung der Bestände sei nicht vonnöten, da die Bleiverseuchung sich nur auf das Verschlussmaterial (im Bild 1) beschränke. Bei der Verabreichung sei nur darauf zu achten, dass der Wirkstoff (im Bild 2) nach dem öffnen nicht aus der Hülse riesele. Der Händler räumte allerdings ein, dass, verabreiche man Projectil ohne Verschlusskappe “in bestimmten Fällen die Wirkung von Projectil nicht mehr gewährleistet” sei.
cd
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]]>Ich bin ja eigentlich jemand, der mehr Vertrauen in die Chemie als in alle anderen Formen der Heilung hat, aber bei der Meldung bekomme ich nen Hals…
Das in den USA wie in Deutschland weit verbreitete Antidepressivum “Projectil” steht laut etlicher amerikanischer Medien nun im Verdacht, für eine große Zahl an Todesfällen verantwortlich zu sein. Projectil galt in der Behandlung chronisch rezidivierender oder lavierender Depression seit seiner Einführung als die ultima ratio, eine einmalige transcraniale Gabe von Projectil führt in den allermeisten Fällen zum sofortigen Verschwinden aller Symptome der Depression. Projectil ist durch seine Zäpfchenform leicht dosierbar und zeigt volle Wirkung Sekunden nach der Verabreichung, ob nun transcranial, transthoracal oder transabdominal…am häufigsten aber wird die transcraniale Verabreichung gewählt, da sie die für den Patienten nebenwirkungsfreieste Therapie darstellt. Transcranial, meist entweder im Mund oder durch das Os Temporale/Os Sphenoidale injiziert wirkt Projectil direkt auf das Gehirn ein, indem es gezielt die für Depression verantwortlichen Störungen in Frontal- und Temporallappen ausschaltet. Bei der Anwendung durch den Mund wirkt es auch eliminierend auf Stammhirn und Kleinhirn. Auch in der Intensivmedizin findet es bis heute Anwendung, da es schnell und effektiv einen erhöhten Schädelinnendruck senkt. In den allerwenigsten Fällen ist eine zweite Dosis notwendig, um die gewünschte antivitale Wirkung zu Erzeugen. Deshalb ist es auch in der Palliativmedizin bei unterschiedlichen Krebsarten als terminale Sedierung erfolgreich.
Nun aber wurde im Laufe einer Studie der Universität Winchester festgestellt, dass überdurchschnittlich viele Patienten, bei denen die erste Gabe von Projectil nicht die erwünschte Wirkung zeigte, nach der ersten Anwendung über mehr oder weniger starke Schmerzen an der Verabreichungsstelle klagten und ein ebenfalls überdurchschnittlich hoher Anteil von Patienten, denen Projectil ambulant verabreicht wurde, kurz nach der Anwendung verstarben. Auch traten Blutungen überdurchschnittlich häufig auf. In der darauf folgenden genaueren Untersuchung wurde von den Ärzten in mehreren Proben des Medikaments Blei in Mengen weit jenseits der zulässigen Grenzwerte gefunden. Dazu gehören leider auch Proben, die aus Deutschland kamen, beispielsweise von der Firma RWS deren Proben einen besonders hohen Bleianteil aufwiesen. Gleichzeitig wurden Spuren von Messing und der Messinglegierung Tombak gefunden.
Die Forscher der Universität Winchester mutmassen, dass die Beschwerden wie Schmerzen und Blutungen auf eine Bleivergiftung zurückzuführen ist, die durch das verseuchte Medikament verursacht wurde.
Prof. Dr. Christoph Broelsch vom Universitätsklinikum Essen bestätigte bei Bekanntwerden der Verseuchung, dass Projectil unter diesen Umständen besonders bei transabdominaler Anwendung schon nach der ersten Gabe eine für den Patienten sehr kostspielige Lebertransplantation nach sich ziehen könne.
Auch die Bundeswehr bestätigte, dass interne Vermerke der Bundeswehrkrankenhäuser dokumentiert sind, in denen schwere bis schwerste Blutungen und Todesfälle im Zusammenhang mit Projectil und der Behandlung von durch Afghanistan traumatisierte Soldaten erwähnt, aber auf eine mit Tombak und Blei verseuchte Einzellieferung zurückgeführt wurden, nicht aber auf eine generelle Bleihaltigkeit des Medikamentes an sich. Man habe die Lieferung beim Hersteller “im Routineverfahren” reklamiert und die Angehörigen der Verstorbenen hätten eine Entschädigung erhalten. Von einer weit verbreiteten Verseuchung habe man “nichts geahnt”.
Gleichzeitig mutmaßen die Verschwörungstheoretiker bereits einen Zusammenang zwischen Projectil und den Amokläufen von Erfurt und Winnenden. Besonders im Fall Tim Kretschmer wurde bereits oft gemutmaßt, dass die Tat durch die Gabe von Antidepressiva ausgelöst wurde, aber auch über Robert Steinhäuser wurde kurzzeitig behauptet, das Medikament Tilidin habe ihn zu seiner Amoktat gebracht. Sowohl bei Kretschmer wie auch bei Robert Steinhäuser wurden große Mengen Projectil sichergestellt. Im Fall Ansbach aber wurden weder Psychopharmaka noch Drogen beim Täter sichergestellt…
Der genaue Untersuchungsbericht mit detaillierten Ergebnissen soll spätestens in zwei Tagen vorliegen.
cd
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]]>Eigentlich unfassbar, dass soetwas in einer aufgeklärten Gesellschaft möglich ist…obwohl…die Teilnehmer der Netzumfrage wurden ja vom deutschen Schulsystem und der BILD aufgeklärt…insofern ist die Sache schon deutlich weniger verwunderlich…
Zum Erfolg des Experiments im LHC startete die Tagesschau online eine Umfrage zum Thema “Haben Sie Angst vor einem Schwarzen Loch?”
Von der Aufmachung her wäre es eher RTL oder SAT1 zuzuschreiben, aber auch bei der ARD haben zum aktuellen Zeitpunkt (15:56 Uhr) fast zwanzig Prozent der Teilnehmer für “ja” gestimmt…die Panikmache in den Medien hat funktioniert…vermutlich die gleichen zwanzig Prozent, die den LHC für was zum Rauchen halten…
Die große Angst vor dem Schwarzen Loch…gut, dass ich Freudianer bin…
cd
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]]>Auch die Hommage an meinen ganz persönlichen Gott bleibt nicht ohne die Gewohnte Lästerei…
Gitarrenlegende Eric Clapton wird laut dem Kölner Stadtanzeiger 64 oder 65…
Gibt es eigentlich nirgendwo mehr jemanden, der korrekturliest?
cd
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]]>Ich habe es nur durch Zufall gesehen und musste sofort einen Screenshot machen…gerade eben auf der Startseite von RTL:
Da hat die Schlüsselwortsuche doch mal richtig gepasst…
cd
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]]>…und wieder etwas für die Rubrik “Wahnsinn”.
Die Stadt Middlesbrough in Nordengland hatte plötzlich einen drastischen Anstieg der Zahl an Syphilis erkrankter Bürger festgestellt und eine entsprechende Warnung veröffentlicht. Unter anderem warnte man davor, dass soziale Netzwerke im Internet es erleichterten, sich mit anderen zum “zwanglosen Sex” zu treffen.
Analog zur vor langer Zeit hier erwähnten Ente bezüglich Robert Steinhäusers Konsum an Tilidin entwickelte sich dank der SUN lauffeuerartig die Nachricht, dass Facebook an einer Syphilisepidemie schuld sei.
Was Adolf Hitler damit zu tun hat? Das und den genauen Hergang der Geschichte berichtet das BildBlog.
cd
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]]>Kurios: inetinfo titelt heute: “Nintendo verteilt Game-Konsolen an Schulen”
In einem Pilotprojekt in Wien wird seit letztem September die Medienkompetenz der Schüler mittels von Nintento gesponsorter Nintendo DS (für alle Ü30er: bei uns hieß das Gameboy) Handheld-Konsole verbessert.
“Die Schüler und Schülerinnen lernen eigenständig und spielerisch, logische Aufgaben zu lösen und sind durch das sofortige Feedback des Handhelds hoch motiviert”, berichtet Marschik. Fehler könnten selbst erkannt und korrigiert werden, was das Erreichen selbstgesteckter Ziele erleichtere.
Grandios, der gute alte LÜK-Kasten konnte das zu meiner Grundschulzeit auch…und das ganz ohne Batterien ![]()
Wohl mehr PR als didaktischer Durchbruch…
cd
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]]>Die Debatte ist alt, die Argumente abgenutzt, trotzdem veranstalteten die Grünen letzte Woche eine Tagung zum Thema “Amoklauf und Computerspiele”.
Dort die -überraschende- Erkenntnis: “Nicht alle Ego-Shooter-Spieler werden zum Amokläufer.”
Der Inhalt des Artikels auf See-Online ist banal. Interessant ist der erste Kommentar:
“Wie kann man ein Theater wegen ‘Killerspielen’ machen, aber gleichzeitig im Fernsehen zeigen, wie 2 Erwachsene sich verprügeln und am Ende noch einer den anderen KO schlägt [...]“
Starkes Argument, wie ich finde…
cd
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]]>Nunja…es sind schon recht paranoide Strukturen, die hinter den Argumenten gegen die Killerspiele stehen…doch nun stoße ich auf Game7 auf den Artikel “Schweizer Ständerat im Sog einer Psycho-Sekte?”
Sich auf einen etwas älteren Artikel “Killerspiel-Verbot in der Schweiz” auf Telepolis berufend schreibt Game7, der vor einer Weile gegründete “Verein gegen mediale Gewalt” (VGMG) hätte starke Verbindung zur 2002 aufgelösten Sekte “Verein zur Förderung der Psychologischen Menschenkenntnis” (VPM), der “mindestens 10 der Gründungsmitglieder” des VGMG angehörten. Der Vorsitzende Roland Näf aber sagte dazu, dies sei “eine Kampagne, die gegen ihn gerichtet ist und von der Spieleindustrie in die Welt gesetzt” worden sei. Die Spieleindustrie sei “so bösartig wie die Tabakindustrie”
Besonders der oben genannte Telepolis-Artikel ist dazu höchst interessant.Ein anderes ehemaliges Mitglied bezeichnet im Kontext der “Street Parade” Techno-Fans als “abhängig gemacht von Drogen, sexueller Überhitzung und Konsumsucht”. Sie seien “ferngesteuerte Marionetten”.
Das sollte man auch mal eine Weile beobachten…wird sicher lustig..
cd
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]]>Oje, das wird ein lustiger Spaß. Im Presseportal gibt es die Ankündigung zur Sendung PHOENIX RUNDE: “Ein Jahr nach Winnenden – Wird unsere Jugend immer brutaler?”, Mittwoch 10.03.2010, 22.15. Uhr auf Phoenix.
Reißerisch heißt es dort “Psychologen sind überzeugt: Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter ‘Störungen des Sozialverhaltens’.
Mit von der Partie sind die Jugendrichterin Kirsten Heisig, der Streetworker und ehemaliges Gangmitglied (sehr werbewirksam) Fadi Saad, der Pädagoge Wolfgang Bergmann und der Kriminalpsychologe Uwe Füllgrabe.
Die Kostellation und die Fragestellung “Jugendliche und Gewalt – was können wir dagegen tun?” versprechen astreines Popcornkino…
cd
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]]>Vorab: Es handelt sich nicht um den Untersuchungsbericht der Tatumstände und des Tatherganges in Winnenden, sondern lediglich um die Empfehlungen zur Prävention weiterer Taten analog zum Bericht des Expertenkreis Amok.
Die Bereiche des Ausschusses deckten die folgenden Themen ab:
1. Gewaltprävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
2. Zugang zu Waffen
3. Gewaltdarstellung in Medien, u. a. in Computerspielen
4. Sicherheitsmaßnahmen an Schulen
5. Stärkung des Erziehungsauftrags der Eltern
Es seien “tief greifende Präventionsmaßnahmen” erforderlich, damit “Amokläufe weniger warscheinlich” werden.
Ausführlich in der Pressemitteilung des Landtages von Baden-Württemberg
cd
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]]>Ok, weiter mit dem Kommentar.
Weitere Belege dafür, dass Tim Kretschmer nicht der Täter von Winnenden gewesen sein kann sind u.a. folgende:
2. Ein “schwarzer Kampfanzug /-uniform” sei “typisch für Spezialkräfte der Polizei, aber nicht für 17-jährige. (S.4)
Ja, genauso wie das wilde um-sich-Schießen, dennoch passiert es. Auf der einen Seite also ist für die Autoren sicher dass “niemand erzählen kann”, dass die Schüler nach dem ersten Schuss “ruhig sitzen geblieben” (S. 22), sondern “in Aufregung” bzw. “in Bewegung/Aufruhr” (S. 15) waren, gleichzeitig aber wird als sicher angenommen, dass die in dieser Aufregung wahrgenommene schwarze Kleidung eine “Kampfuniform” gewesen sein muss.
3. Igor Wolf – ist er nun glaubwürdig, oder nicht?
Auf der einen Seite wird “Fluchtwagenfahrer” Igor Wolf recht früh im Bericht als “Lügner” (S. 6) bezeichnet, seine Aussagen bezüglich der Fahrt seien “ausgesprochen unglaubwürdig” (S. 37), das Interview “wenig glaubwürdig” (s. 48) gleichzeitig wird aber seine Aussage, Kretschmer habe die Waffe in der rechten Hand gehalten zum zentralen Dreh- und Angelpunkt, wenn es um den “Beweis” geht, dass das letzte Video des Täters eine Fälschung sei. (z.B. S. 7)…
Leute, entweder eine Quelle ist unglaubwürdig und/oder steckt mit den Hintermännern unter einer Decke, dann heißt das aber auch, alle Aussagen sind nicht verwertbar, oder aber ich glaube dem Mann, dann sind aber auch alle Aussagen gleichwertig…nur das rauspicken, was die eigene Argumentation stützt, gilt nicht
3. Der Tatort wurde “nachbearbeitet”, die Position der Leiche im Video stimmt nicht mit den Markierungen überein
Ein Amokläufer, der kampfunfähig ist, ist keine Bedrohung mehr. Ist er verletzt, hat er das Recht auf medizinische Hilfe. Ein Laie darf den Tod eines Menschen nicht feststellen, der Täter ist erst dann tot, wenn ein Arzt dies offiziell bestätigt. Vorher müssen sämtliche indizierten Rettungsmaßnahmen durchexerziert werden. Dafür wird man Kretschmer auf den Rücken gelegt haben. Diese plausible Möglichkeit wird von den Autoren nicht in Betracht gezogen, würde aber erklären, warum die Umrisse um die Leiche nicht der Position des gefallenen Täters im Video entsprechen. Ob die Leiche “sehr weit” (S. 107) bewegt wurde, wird nicht mehr zu klären sein…
Ein Kopfschuss kann, muss aber nicht stark bluten, wenn die Kugel sofort tödlich wirkt und der Kreislauf schlagartig zum Erliegen kommt und wenn es gleichzeitig aufgrund von Kaliber und Laborierung nicht zu einer Zerlegung des Schädels kommt. In Fällen von 9mm Para kann es auch zu einer leichten Sickerblutung kommen, die wenig Spuren hinterläßt. (Bildbeispiel einer geringen Sickerblutung nach aufgesetztem(!) Schuss in die Schläfe – Vorsicht unschön!-)
Die neuen Markierungen müssen nicht notwendig Beweis einer “Nachbearbeitung” des Tatortes sein. Ein späterer Ortstermin der Untersuchungskommission ist wahrscheinlicher und wird vielleicht im noch zu erwartenden Bericht erwähnt werden.
Soviel erstmal als Teil 2
cd
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]]>Ich habe mich nun eine Weile mit dem in “Winnenden – Neue Verschwörungstheorie” erwähnten “Unschuldsbeweis” und dem Forum beschäftigt. Nun mein Kommentar dazu. Ich versuche, wissenschaftlich zu bleiben und Polemik zu unterdrücken.
Es ist eigentlich sehr schade, dass die Argumentationslinie im Text derart aufklärerisch und reißerisch formuliert ist, denn das verwendete Material ist durchaus interessant und manches in der Form (wie z.B. das eigens angefertigte Bildmaterial) so noch nicht dagewesen. Der Text verliert einerseits durch seine Form, andererseits aber leider auch durch grobe methodische Fehler, die mich an der Beteiligung wissenschaftlich ausgebildeter Autoren zweifeln lassen.
Ich bleibe bei meiner Bezeichnung “Verschwörungstheorie”. Bereits das Forum verweist auf eine “Einführung in den Staatsterrorismus”. Dort werden unter Verweis auf Seiten wie “Operation Falsche Flagge” die gängigen Verschwörungstheorien zum 11. September, dem Bombenanschlag auf Bali 2002 usw. erwähnt. Insofern ist also die Verortung der Urheber und ihre Argumentationslinie bereits im Vorfeld klar und der Text überrascht deshalb auch nicht weiter. In Analogie zur Theorie mehrerer Täter im Fall Robert Steinhäuser versucht auch der Bericht der Group UAW zu belegen, dass Tim Kretschmer nicht Täter sein kann und nur “als Sündenbock missbraucht” (S. 2) wurde. Diese These selbst wird wie üblich nicht kritisch hinterfragt, sondern als gegeben angenommen. Belege oder nur Hinweise auf konkrete “Drahtzieher”, die über “den Staat”, “die Polizei”, “die Medien” und ähnlich diffuse Aussagen hinausgehen, fehlen völlig. Somit ist hier bereits für mich der Charakter einer Verschwörungstheorie erfüllt.
Argumentatives Problem ist hier, dass derart aufgebaute Theorien mit ebendieser Prämisse stehen und fallen. Glaubt man an die dunklen Hintermänner im Staate, so macht die Argumentation Sinn und der Fall Kretschmer ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür. Negiert man allerdings die Prämisse, bricht die Argumentation vollständig ein und hinter jeder Aussage bleibt ein “Mit welchem Ziel sollte jemand soetwas inszenieren?” stehen.
Neben diesem Kernproblem fallen mir weitere Dinge auf, die in der angekündigten neuen Version des Textes nach Erscheinen des offiziellen Abschlussberichtes, der für Ende März 2010 angekündigt ist, eventuell zu klären wären:
1. Wie Robert Steinhäuser in Erfurt ging auch Tim Kretschmer zügig und (meist) sehr treffsicher vor. Dies allein bewegt die Autoren zu der Aussage, es kann sich nicht um Tim Kretschmer, sondern nur um einen “ausgebildeten Profischützen” (S. 147) gehandelt haben. Als Gründe werden die angebliche schwierige Handhabbarkeit der Beretta 92FS, die einen “Rechtsdrall” habe und die Tatsache, dass Kretschmer “einmal” mit der Waffe trainiert habe als hinreichend angeführt.
Kommentar dazu: Dass die gute alte Beretta schwierig zu handhaben sei, wäre mir neu. Wäre sie tatsächlich auf relativ kurze Kampfentfernung wie die laut Bericht zu Testzwecken geschossenen 20 Meter derart ungenau, hätte sie die US-Armee niemals als Standardwaffe in großer Stückzahl bestellt. Die Verwendete Waffe war entweder nicht in Ordnung, oder auf eine andere Zielentfernung eingeschossen.
Die Definition von “Rechtsdrall” ist außerdem kompletter Blödsinn. Rechtsdrall bedeutet, dass die Züge im Lauf, die das Projektil nach dem Abfeuern um die Längsachse rotieren lassen (ihm den “Drall” geben) rechtsherum laufen. Das führt zwar tatsächlich zu einem (marginalen!) aus-dem-Ziel-Wandern in die entsprechende Richtung, was aber durch das Einschiessen der Waffe auf Standardentfernung durch entsprechende Einstellungen an der Visierung ausgeglichen wird. Schießt die Waffe ab Werk nicht fleck, ist die Visierung nicht ok. Schwierigkeiten bekommt ein Schütze, je flacher die Visierlinie ist. Die Beretta hat aber recht große Kimme und Korn, was leichte Ungenauigkeiten verzeiht.
Interessant ist hier auch, dass die Autoren zwar fast durch die Bank Medien- und Polizeiberichte (auch wenn sie selbst zugeben, die Originalakten nicht zugänglich gehabt zu haben, was aufgrund des immer noch laufenden Verfahrens auch nicht ohne weiteres möglich ist, es sei denn, man hätte tatsächlich einen “Offiziellen” im Boot…) verreißen, aber an argumentationstaktisch wichtigen Stellen wie hier, diesen blind glauben (müssen). Die Aussage des Vaters (ich vermute, darauf bezieht sich der Bericht), er habe Tim nur einmal auf den Schießstand mitgenommen und ihn nur einmal mit der Tatwaffe schießen lassen, kann -z.B. aus Furcht vor entsprechenden Medienreaktionen oder rechtlicher Konsequenzen- genauso gelogen gewesen sein. (EDIT: Das Protokoll des Schützenvereins belegt lediglich, dass Tim nur einmal AUF DIESEM Schießstand trainiert hat) Tim Kretschmer kann somit auch mehrfach mit der Waffe trainiert und sich den Ausgleich ihrer ballistischen Eigenheiten angeeignet haben. Generell hängt die Treffergenauigkeit auch deutlich vom “Talent”, also einer guten Hand-Auge-Koordination ab. Ich habe bei der Bundeswehr Leute gesehen, die mit den ersten Schüssen ihres Lebens mehrere Zehner geschossen haben, während andere erst nach 10 leeren Magazinen die Scheibe kratzten. Auch kompensiert man recht schnell eine Waffe, die nicht fleck schießt. Dazu reichen ein bis zwei Magazine, dann ist das “drin”. Beim Feuern auf große Ziele wie Menschen ist so eine Abweichung ohnehin unerheblich, da man die Trefferwirkung auch mit ungenauen Treffern erzielt und nicht einen winzigen Zehnerkreis erwischen muss…
Deswegen erfordert es auch keine “jahrelange Übung” (S. 21), um einen Menschen auch einhändig schießend und mit der “falschen” Hand zu treffen…Stichwort: “Deutschießen”
So, was essen und dann weiter…
cd
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]]>…als hätten wir an den Schulen im Moment keine anderen Probleme…
Gestern surfe ich kurz den Schulspiegel an, weil ich doch sauber recherchierten Qualitätsjournalismus so mag, da springt mich folgende Überschrift an:
Pornografie in der Schule. “Herr Müller, wie nennst du deine Frau beim Se-he-x?”
Offensichtlich ist wieder Flaute an der Bildungsnachrichtenfront, denn Kern des Artikels ist -wie desöfteren- der verzweifelte Pädagogenschrei nach Hilfestellung beim Umgang mit den Kindern und Jugendlichen, die ja nun dank Youporn und Co ach so viele Pornos konsumieren würden…man müsse da doch eine Handhabe schaffen…
Eine Dame namens Karla Etschenberg, ihreszeichens Professorin für Pädagogik und ehemalige Biologielehrerin, schlägt vor, Pornos einfach in den Unterricht einzubauen und dort zu besprechen…und fordert im gleichen Atemzug, dass Lehramtsanwärter schon an der Uni “eine Selbsterfahrungsgruppe zum Umgang mit der eigenen Sexualität mitmachen.”
Is klar…ich melde mich sofort freiwillig für die Leitung eines solchen Seminars…ich erinnere mich noch sehr gut an die doch noch recht kindlichen Strukturen der Erstsemester, als ich noch Tutor war…vor meinem geistigen Auge habe ich nun ungefähr dreißig wild kichernde bis vor Scham im Boden versinkende Erstis sitzen, nachdem ich den Oberstreber in der ersten Reihe gefragt habe: “Und? Woran denken Sie so wenn Sie sich abends alleine einen keulen? Als Theologiestudent haben Sie doch sicher keine Freundin…”
Ganz großes Kino…
Und überhaupt der Begriff “Selbsterfahrungsgruppe”…mir graut noch bei der Erinnerung an die Gutmenschenzwangsveranstaltung bei einer nicht unerheblich gestörten, wabergewandtragenden Professorin mit langen grauen Haaren, die unwiderruflich in den 68er hängengeblieben war…auf einem Trip vermutlich…sie zeigte fröhlich Baby- und Kinderfotos von sich selbst auf dem Beamer im Hörsaal und war sich dann für die Erklärung des Familienmodells nach Timothy Leary für keine Grenzverletzung zu schade…(“Schreiben Sie bitte nun die Namen ihrer Familienmitglieder und Verwandten auf ein Blatt Papier…dann nehmen Sie sich bitte einige Geldstücke aus Ihrer Börse, um damit einen kleinen Kreis um die Menschen zu ziehen, zu denen Sie ein schlechtes Verhältnis haben und einen großen Kreis um die, zu denen Sie ein gutes Verhältnis haben…”). Wären ihre Masturbationsphantasien noch Gegenstand der Selbsterfahrung gewesen…welch schrecklicher Gedanke…
Ganz ehrlich? Was für ein hanebüchener Blödsinn…der Umgang mit der eigenen Sexualität ist primär in der Erziehung begründet…wer damit locker umgeht, der meistert auch jeden Spruch, jede eindringliche Frage seiner Schüler und jede pubertäre Poserei…und wer mit 20 durch ein eher konservativ-vermeidendes Elternhaus Sexualität noch völlig verklemmt gegenübersteht, den rettet auch kein Seminar und keine Selbsterfahrung..höchstens die, die man auf Wohnheimfeten macht…
Und die pornosüchtigen Jugendlichen?
Sie werden es überleben…das ist das übliche Zeter-und-Mordio-Geschreie, das schon seit Einführung der Groschenromane im letzten Jahrhundert betrieben wird…die Groschenromane haben die Gesellschaft nicht zugrundegerichtet, das Kino nicht, die Comichefte nicht, das Fernsehen nicht, der Videorecorder nicht, der DVD-Player nicht, die Mobiltelefonflatrates nicht und die aktuelle Generation wird auch nicht an Youporn zugrundegehen…da bin ich mir völlig sicher…
Jede Generation hat ihre Medien und wer mit ihnen aufwächst, entwickelt seine eigene Form von Medienkompetenz im Zuge der Benutzung…
Ganz ehrlich…ich vermute in vielen Fällen bloßen Neid…die Jugendlichen haben es so viel leichter, an gute Pornographie zu kommen…
Wir hatten damals zuerst nur den Unterwäscheteil des Otto- oder Neckermann-Kataloges, den man sich abends heimlich ins Bett genommen hat, später dann kamen RTL und Sat.1 mit Hugo-Egon Balder, Tutti Frutti und den Liebesgrüßen aus der Lederhose…Schimanski wurde fast abgesetzt, weil er im öffentlich-rechtlichen Fernsehen “Scheiße!” schrie usw.
Und? Hat es uns zugrundegerichtet, wie z.B. Neil Postman es damals postulierte? Sind wir alle sexualgestörte Psychopathen geworden?
Schlimmer…die meisten meines Freundeskreises von damals sind genau wie ich nun Lehrer…
cd
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]]>Ups…diesmal hab ich auch ne Ente verbreitet…ich hatte ja vor kurzem geschrieben, dass Jürgen Habermas twittert…ich sollte mehr auf mein Bauchgefühl hören und nicht auf große Blogs
Die Zeit schreibt es heute:
Jürgen Habermas twittert (nicht) « Kulturkampf.
Ok, dafür zwei Wochen lang keine bissigen Kommentare über schlecht recherchierte Artikel…
cd
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]]>Ach, ist das herrlich…es geht wieder los. Heute berichten die Medien, u.a. natürlich die Bild von einem “Amoklauf” im St. Elisabeth Krankenhaus in Wittlich. Eigentlich völlig uninteressant, aber ich wollte schon immer mal auf eine Zeitung verweisen, die “Tierischer Volksfreund” heißt:
Warum uninteressant? Der übliche Hype…offensichtlich sind nun schon drei Verletzte (keine Toten!) Grund genug, eine Gewalttat als “Amoklauf” zu titulieren…vielleicht doch etwas inflationär, oder? Er hat seinem Zimmernachbarn eine Flasche über den Schädel gezogen und ist dann mit der abgebrochenen Flasche auf eine Patientin und einen Arzt los…wenn sowas hier im Pott passiert, ist das kein Amoklauf, sondern man fragt sich nur: “Oh, schon sieben Uhr?”
Ein Aspekt der Berichterstattung ist allerdings lustig. Beide Artikel sprechen davon, der 53-jährige Psychiatriepatient(!) sei “offenbar geistig verwirrt”…grandios, was Reporter so alles draufhaben…
cd
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]]>Angaben gemäß Telemediengesetz:
Anschrift:
Christian Droßmann
45277 Essen
Telefon: 0201-59223953
email: mail (at) drossmann.de
DISCLAIMER:
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]]>Der Schulspiegel hat am 9.10. ein Interview mit dem amerikanischen Psychologen Peter Langman veröffentlicht. In seiner aktuellen Publikation “Amok im Kopf” untersucht er zehn “school shootings in den USA, u.a. die Fälle Kip Kinkel und Eric Harris.
Seine Ergebnisse klingen spektakulär…dass die Jugendlichen, die diese Taten begehen, “psychotisch” oder “psychopathisch” sind, wäre mir jetzt so gar nicht in den Sinn gekommen…
Allerdings sagt er auch Wahres: Er stellt fest, dass sowohl Wachleute wie Überwachungskameras gegen Amokläufer absolut sinnlos sind und antwortet auf die Frage, ob Killerspiele zu verbieten seien nur, dass zukünftige Täter dann eben auf andere Medien ausweichen würden…das würde ich voll unterschreiben..
cd
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]]>Am 25. September hat der Expertenkreis Amok des Landes Baden Württemberg seine Ergebnisse veröffentlicht. Der Rat wurde nach der Tat von Winnenden einberufen.
Ich habe nur kurz reingeschaut, wirklich spektakulär sind die Erkenntnisse aber nicht…der Rat empfiehlt in diesem Dokument neben schärferer Regulierung der Medienberichterstattung über weitere Taten auch (natürlich) das vielzitierte Killerspielverbot, die 55. Empfehlung (Seite 55) lautet:
“Strafbarkeit von Gewaltspielen gemäß § 131 StGB ausdehnen”
aber nicht nur das, das Verbot soll auf Gotcha bzw. Paintball und ähnliche Spiele im echten Leben ausgedehnt werden. Empfehlung Nr. 56 lautet “Realistische, tötungsähnliche Spiele verbieten”.
Ich bin noch nicht ganz durch, aber größtenteils enttäuscht…war vorher alles schon klar, die übliche Hexenjad eben…und dafür hat man nun wieder ordentlich Steuergelder rausgehauen…
Der Bericht ist in voller Länge im Downloadbereich oder direkt von der Seite des Landes Baden Württemberg zu bekommen.
Die Presseerklärung des Landes zur Veröffentlichung ist hier zu finden.
cd
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]]>Es ist schon öfter darauf verwiesen worden, darum nur kurz:
Die Jungen Medien Hamburg haben heute folgenden Artikel veröffentlicht: Immer mehr Selbstmorde und Amokläufe in Deutschland
Der recht knappe Artikel sammelt im Grunde nur ein paar Links über Amok und Suizide zusammen. Lustig ist, dass zwar erst reißerisch betitelt wird, ein paar Zeilen später aber sagen sie, es gäbe keine konkreten statistischen Daten aus Deutschland und bieten stattdessen welche aus Frankreich und einen Link zu einer Pro7-Doku an..;-)
Nuja, hauptsache Leser mit der Titelzeile ködern…
Der Verweis auf die Suizidrate in der Depression nach 1918 ist zwar löblich, aber sicher nicht völlig auf heute übertragbar…dass im Zuge der Wirtschaftskrise die Suizidrate hochgehen wird ist keine Erkenntnis, für die man viel Psychologie studiert haben muss.
Komplettiert wird das ganze mit einem Verweis auf einen älteren Artikel der JMH zum Thema “Medien und Amok”, bezogen auf Emsdetten.
Lichtblick ist der Verweis auf den einzigen halbwegs wissenschaftlichen Text, den ich hier auch nochmal verlinken möchte:
Zwar würde ich analog zur Kriminalitätsstatistik nicht unbedingt behaupten, dass sich die Fälle häufen…es kann ja auch sein, dass die Kranken nun mehr auffallen
cd
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]]>Ups, noch einen drauf für BILD:
turi2.de berichtet, BILD habe heute während der Berichterstattung über Ansbach zeitweise ungefiltert alle Tweets zum Thema auf ihre Seite übernommen…die Community erkannte das relativ schnell, nur BILD war etwas langsamer…der Chefredakteur stoppte die Sache erst nach sechzehn Uhr, nachdem schon lange Sprüche wie “BILD stinkt” über die offizielle Homepage gegangen waren.
turi2.de: BILD öffnet nach Amoklauf Twitterern seine Seite – und sperrt sie wieder aus
cd
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]]>Ok, wir haben einen neuen Fall.
Diesmal hat es das Gymnasium Carolinum in Ansbach in Bayern erwischt. Im Westen nichts Neues möchte man fast schon sagen…doch die Tat ist ein wenig anders als die vorhergegangenen. Der 18-jährige Georg R. nahm keine Pumpgun oder Faustfeuerwaffe, sondern klassisch Männlich eine Axt und Brandflaschen, umgangssprachlich auch als Molotowcocktail bezeichnet. Nach aktueller Berichterstattung hat der Täter also sechs bis acht Schüler mit Axt und Brandflasche verletzt, trug noch zwei Messer mit sich, von den Brandsätzen zündeten oder explodierten ein bis zwei und die Polizei stoppte ihn nach elf bis fünfzehn Minuten mit ein bis fünf Schüssen…die Medien sind sich also wieder völlig einig
Es exisiteren “Dokumente” oder ein “Abschiedsbrief” in dem von der baldigen Apokalypse die Rede sei und er sei eventuell auch in psychotherapeutischer Behandlung gewesen oder eben auch nicht…
Das gleiche stille Post Spielchen wie bei Kretschmer also.
Die BILD ist natürlich wieder ganz vorne und hat sich Bilder aus dem AmokVZ organisiert. Um 16.25 ist noch von einem Schuss in den Oberkörper die Rede und von erst vier, dann zehn Verletzten, um 21.52 Uhr sind es dann schon fünf Kugeln, die aus einer Polizeipistole abgefeuert wurden und Georg R. habe auch nach dem Werfen der Brandsätze mit der Axt regelrecht auf die flüchtenden Schüler als Ziel gewartet. Der zweite Brandsatz habe nicht gezündet.
Bei news.de sind es acht Verletzte, die Schüsse auf den Täter kamen aus einer Maschinenpistole und beide Brandsätze haben gezündet.
Bei N24 sind es acht verletzte Schüler, eine verletzte Lehrerin, der zweite Brandsatz hat nicht gezündet und die Kugeln kamen aus einer Maschinenpistole. Hier sind es elf Minuten zwischen Alarmierung der Polizei und Festnahme oder eher neutralisierung des Täters. Auch wird sich auf eine Sendung des Bayrischen Rundfunks berufen, die von Dokumenten berichtet, in denen es um die baldige Apokalypse gehe. Auch soll der BR erfahren haben, Georg R. habe sich in Psychotherapie befunden.
Beim Handelsblatt sind zwei Brandsätze “hochgegangen”, fünf Körpertreffer hat der Täter eingesteckt, allerdings von einer Polizistin und einem Kollegen gleichzeitig, es wurden acht Schüler und ein Lehrer verletzt.
Beim Spiegel beispielsweise erfolgte die Festnahme bereits nach zehn Minuten. Es gab zehn Verletzte, nur Schüler und der Täter.
In einem späteren Artikel des Spiegels zündet der zweite, aber nicht der erste Brandsatz, es sind elf Minuten und auch hier wird sich auf den Bayrischen Rundfunk bezüglich Therapie und “Apokalypse” berufen.
Der Bericht, der offensichtlich zuerst die Psychotherapie und die Schriftstücke erwähnt, findet sich nebst Videos bei BR-Online.
Also wie immer: nichts Genaues weiss man nicht. Je später es wird, umso mehr Berichte beziehen sich aber auf den Polizeisprecher und gleichen ihre Berichterstattung an.
Auf YouTube gibt es bereits die ersten Trittbrettfahrer. Beispielsweise ein (nun ist es 23.30 Uhr) vor zehn Stunden, also um 13.30 Uhr eingestelltes Video mit dem Titel “Amoklauf Ansbach”, in dem ein Musikvideo zum Thema Schulamok zu sehen ist, das offensichtlich mit der zu erwartenden Trefferrate durch den Titel (der nicht der eigentliche Songtitel ist) etwas mehr Bekanntheit erreichen soll…es sind die Rapper Aediss und Tekin mit dem Titel “X-Istenz”. Es ist das einzige Video, das der Nutzer “UntergrundMusik” online gestellt hat..etwas fragwürdige Publicity, wie man auch in den Kommentaren sehen kann…
Auch freue ich mich jetzt wieder auf die kommende Killerspieldebatte, da ich mindestens eine Flasche guten schottischen Whisky wette, dass man auf dem beschlagnahmten Laptop auch ein solches Spiel finden wird.
Im Schatten des Todes von Dominik Brunner hat sich nun wohl auch die Frage erledigt, was in Bayern an Rechtsverschärfungen geplant wird…
..ob man in Bayern nun Äxte und Bezin verbieten wird? Ach ja…und Feuerzeuge natürlich…als Raucher bin ich ja jetzt mit so einem Ding in der Tasche schon potenzieller Amokläufer…
Schauen wir mal, was so kommt…
cd
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]]>Die Irrungen und Wirrungen um Tim Kretschmer und Winnenden reissen nicht ab.
Heute veröffentlicht Spiegel Online einen Artikel mit dem Titel “Tim K. kaufte mit Vater gemeinsam Munition.”
Dem Bericht zufolge hat Kretschmer erst selbst versucht, 9mm Munition in einem Waffengeschäft zu kaufen, wurde aber abgewiesen. Er soll dann gemeinsam mit dem Vater 1000 Schuss erworben und bezahlt haben, da die Munition ein Geburtstagsgeschenk für seinen Vater sei. Kretschmer habe “seit Jahren” niemandem in der Familie mehr ein Geschenk gemacht…
Schade, dass die Akten immer noch nicht öffentlich zugängig sind.
Weiter zitiert Spiegel Online einen Artikel seines Printmagazins, in dem der Gutachter Reinmar du Bois Parallelen zwischen dem Tathergang in Winnenden und dem Spiel Far Cry 2 sieht. Der erste Teil des Amoklaufes sei Counter Strike, die Verfolgungsjagd und Schiesserei mit der Polizei Far Cry 2. Für die Selbsttötung vermutet er, Kretschmer sei “wieder in der Realität angekommen”. Das Gutachten würde ich gerne mal en detail lesen…Natürlich wird wieder deutlich erwähnt, dass er das Spiel als Minderjähriger nicht hätte spielen dürfen, er habe es zu Weihnachten von seiner Mutter erhalten.
Auch sagt der Artikel, die Ärzte der behandelnden Jugendpsychiatrie hätten die Eltern gemahnt, dafür zu Sorgen, dass Kretschmer den Konsum von Filmen und Spielen, die “für seine emotionale Reife nicht geeignet” seien, reduziere.
Bis dahin also die übliche und voraussehbare Argumentation.
Wo der Spiegel wieder recherchiert hat, weiss ich nicht..aber einige Sachen sind auffallend:
1. Die Far Cry 2 Sache ist alt, auf Negative Gamer gab es bereits am 15. März einen Kommentar zu einem Artikel der Times, in dem genau dieser Bezug bereits hergestellt wurde. (Englisch) Der Artikel, auf den Bezug genommen wird, ist vermutlich dieser hier: Times Online: Mass killer ‘rejected’ by girl at party Von den Qullen steht im Artikel nichts.
2. Sowohl die Times in diesem Artikel, wie auch die BILD am 23. Juli berichten, auf seinem Computer seinen etliche BDSM-Bilder (sadomasochistische Darstellungen) gefunden worden. “davon mehr als 120 Bondage-Fotos, die nackte, gefesselte Frauen zeigen” (BILD); “including 120 photographs of female bondage.” (THE TIMES)
Der Spiegel schreibt aber: “Es handelte sich dabei wohl um sadomasochistische Fotos, auf denen nackte Männer von Frauen gefesselt und dominiert wurden. Tim K. habe stark unter diesen Phantasien gelitten.” und bezieht sich an der Stelle auf einen früheren Artikel: Psychiater bescheinigt Tim K. masochistische Störung
Kretschmer habe “stark unter diesen Phantasien gelitten”.
Hmm…also analytisch gesehen wäre es schon interessant zu wissen, wer denn nun wen auf den Bildern gefesselt hat
Also…die üblichen medialen Hexenjagden, ohne offiziellen Untersuchungsbericht wirds auch so bleiben, denke ich…
cd
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]]>Einfach herrlich…heute ist es mal kein Tilidin-Skandal, es ist noch viel schlimmer. Ich konnte mich vor Lachen minutenlang nicht beruhigen… Im Jackpot-Blog gab es gestern den Screenshot eines Artikels mit dem Thema “TV Sender fällt auf Monkey Island herein”.
Die kurze Variante (Fans werden es sich ohnehin schon denken können…): Einige Jugendliche haben -Vermutlich im Kontext der Neuauflage des Lucasarts Klassikers “The Secret of Monkey Island”- das Rezept für das Piratengetränk “Grog”, das im Spiel u.a. Batteriesäure, Aceton und Schmierfett enthält, an einen argentinischen Fernsehsender geschickt und diesen vor dem angeblich hochgefährlichen “Modegetränk” gewarnt…offensichtlich sind die dortig beschäftigten Reporter geistig auf dem gleichen Niveau wie die von RTL, ProSieben etc. und sprangen prompt darauf an…
Laut dem Artikel wurde in der Sendung sogar ein Arzt hinzugeschaltet, der die Gefährlichkeit des Getränkes betont…
Auf Winfuture gibt es ein Video, in dem im Wechsel die originale Ausstrahlung und die entsprechende Szene im Spiel gezeigt werden…schade, dass ich kein Argentinesisch kann…
Apfeltalk verlinkt auf das gleiche Video mit englischen Untertiteln
Eine deutsche Version habe ich leider auf die Schnelle nicht gefunden.
Kann ich alles nicht nachvollziehen…Batteriesäure hilft wunderbar gegen Beziehungsprobleme…
Dr. scumm. Guybush Threepwood
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]]>Im Seitenhiebe-Blog habe ich gestern einen Verweis auf ein recht interessantes Interview bei Telepolis gesehen:
Ein Interview mit Holger Zapf, der zusammen mit Tobias Bevc das Buch „Wie wir spielen, was wir werden. Computerspiele in unserer Gesellschaft“ veröffentlicht hat.
„Interessensschwerpunkt des Bandes sind die Auswirkungen, die Games auf unser aller Zusammenleben haben können. Insgesamt 19 Autoren nähern sich dem Thema aus ludologischer, narratologischer, medientheoretischer, pädagogischer und empirischer Richtung.“
Das Thema Egoshooter mal etwas differenzierter betrachtet…
cd
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]]>Okay, lassen wir den armen Kerl ein paar Tage erkalten, bevor nachgetreten wird.
Nur soviel:
Der Tod von Michael Jackson, bzw. die Nachricht, Jackson sei gestorben, hat offensichtlich derart viel Traffic von ungläubigen Fans und Wikipedianern, die der erste sein wollten, der das Todesdatum in seinen Artikel einträgt, erzeugt, dass es unter anderem Twitter, Wikipedia, AOL Instant Messenger und andere social Networking Dienste so in die Knie zwang, dass Teile der Dienste abgeschaltet werden mussten…
CNN spricht davon, es könnte der „biggest mobile event in history sein“…gleichzeitig stellten Trittbrettfahrer u.a. die Falschmeldungen ein, Harrison Ford sei von seiner Yacht und Jeff Goldblum von einer Klippe gefallen…
So ist das mit den Medien..
cnn.com: Jackson dies, almost takes internet with him
cd
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]]>Ganz nebenbei bin ich auf ein weiteres Blog von Verschwörungstheoretikern gestossen. Im Blog „Alles Schall und Rauch“ geht es u.a. um die Üblichen Dinge wie 9/11, politische Machtstrukturen, die Gefahren biometrischer Pässe und die ominöse „Bilderberg-Konferenz“. Die selbsternannten Aufklärer schreiben über ihr Blog: „ie Welt ist eine Illusion die uns vorgegaukelt wird um uns zu manipulieren und wie Schafe zu treiben. Alles Schall und Rauch eben. Die Aufgabe dieses Blog ist es, was wirklich passiert zu beschreiben und im Zusammenhang zu erklären“
Verschwörungsanhänger werden eine Menge zu lesen, Zyniker eine Menge zu lachen haben…
cd
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]]>Eigentlich war es ja schon klar, dass dies irgendwann kommen würde…aber jetzt erwägt die große Koagulation ernsthaft, real-life Killerspiele zu verbieten.
Dorn im Auge der Berufsaufgeregten sind diesmal Paintball bzw. Gotcha und Laserdome. Bei ersteren beschießen sich die Spieler mit Farbkugeln aus Gasdruckwaffen, eine moderne -und deutlich schmerzhaftere!- Variante von Räuber-und-Gendarm, bei letzterem ziehen sich die Spieler eine Sensorweste an und schießen mit Laserwaffen aufeinander..die Westen registrieren Treffer…
Beides macht einen Höllenspaß, wenn man am nächsten Tag nicht arbeiten muss
Nun sind diese Spiele im Kontext von Winnenden plötzlich „menschenverachtend“…komisch…letztens war das Problem noch die Ähnlichkeit zu Wehrsportgruppen…
Schnell reagiert, Leute…die Spiele sind ja auch gerade erst bekannt geworden
Berichte z.B::
Tagessschau: Koalition will Paintball verbieten
Der Entwurf stößt aber nicht überall auf Gegenliebe:
Was mich vor allem an der Diskussion nervt, sind a) die Unkenntnis der betroffenen Politiker, die das ganze nur oberflächlich-populistisch angehen und b) deren Inkonsistenz…den Spielzeugwaffen, die Kriegswaffen nachempfunden sind, bleiben erlaubt, genau wie Schreckschusspistolen, etc….
Auch hier gilt: Verbote bringen gar nichts im Bezug auf „Amokprävention“…aber das läßt sich nicht für den Wahlkampf vermarkten…
cd
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]]>Der Volksentscheid bezüglich eines Wahlfaches Religion mit obligatorischem Ethikunterricht versus absoluter Wahlfreiheit zwischen Ethikunterricht und konfessionellem Religionsunterricht in Berlin ist sehr klar entschieden.
Pro-Reli hat verloren, es bleibt bei einem verbindlichen Ethikunterricht für alle Schüler in Berlin, Religion bleibt weiter freiwilliges Wahlfach…
Interessant ist die Berichterstattung…die RBB Nachrichten sprechen beispielsweise von 14,2 Prozent JA-Stimmen für Pro-Reli, während der SchulSpiegel von 13,7 Prozent JA-Stimmen spricht. N-TV spricht ebenfalls von 14,2 Prozent.
Alles in allem auf jeden Fall deutlich unter der benötigten 25-Prozent-Hürde…
Christoph Lehmann, Initiator der Bewegung „Pro Reli“ laut Spiegel Online: „Die geringe Beteiligung erklärte Lehman gegenüber SPIEGEL ONLINE damit, dass “der Abstimmungsgegenstand komplex” sei: Es sei “um eine schwierige Frage von Toleranz und Zusammenleben” gegangen.“
Ich glaube ja eher, dass es die meisten nicht interessiert hat…
Ein klarer Sieg für die Atheisten…aber ich will ja nicht parteiisch sein
cd
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]]>Manchmal schäme ich mich meiner Geschlechtsgenossen:
Mein Lieblingssatiremagazin „Der Spiegel“ berichtet heute, es seien sowohl beim Werberat wie auch bei der Zuschauerredaktion der ARD eine Reihe von Beschwerden über eine neue Serie mit dem Titel „Eine für alle – Frauen können’s besser“ eingegangen.
Einige Männer sehen ihr Diskriminierungsmonopol verletzt und betrachten die „Verunglimpfung eines Geschlechts“ als „Sexismus“.
Die schönste Beschwerde für mich ist, dass der Beruf der Hauptfigur der Serie, eine Schweisserin, ein „typisch Männlicher Beruf“ und die Serie somit „völlig unrealistisch“ sei…
Hmm..ich fürchte, die jüngste Berichterstattung, dass die aktuelle Männergeneration verweichlichte Heulsusen seien, ist doch gar nicht so falsch…
cd
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]]>Hat nichts mit Pädagogik zu tun, aber als Essener schmeisse ich mich weg vor lachen:
Wie das Bildblog berichtet, haben alle Medien mitbekommen, dass der Film „Krupp – eine deutsche Familie“ eben nicht hier in Essen in und an der Villa Hügel gedreht werden konnte…außer dem Hamburger Abendblatt, das jüngst ein Foto des tatsächlichen Drehortes Schloss Nordkirchen als Villa Hügel verkauft hat…
Na, denn man tau…
cd
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]]>Die Scientology-nahe Organisation „Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V.“ (KVPM) hat gegen die behandelnden Psychiater des Täters von Winnenden Strafanzeige wegen „Verdachts der Fahrlässigen Tötung in 16 Fällen und des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung“ gestellt.
Klar, dass die Aktion Trittbrettfahrer magnetisch anzieht…
cd
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]]>Der Artikel ist zwar schon etwas älter, ich stolpere aber jetzt erst darüber.
Im Rahmen des Hypes um Winnenden hat offensichtlich ein junger Mann aus Bremen den Bogen etwas überspannt. Er trägt den gleichen Namen wie der Täter von Winnenden und hat ein eigenes Profil auf XING, das wohl im Rahmen von „Recherche“ kurz nach der Tat geflutet wurde.
Seine Reaktion: Er änderte in einer Laune seine Daten zu „Suche: Handfeuerwaffen, Biete: Amoklauf, Amokberatung“.
Daraufhin wurde er von seinem Ausbildungsbetrieb freigestellt….
Spiegel Online: Tim Kretschmer aus Bremen hat Ärger
cd
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]]>Es ist nun amtlich, Deutschland belegt den dritten und den fünften Platz der Amokolympiade in der Kategorie „Schulmassaker“.
Die amerikanische Wikipedia enthält eine Liste der schlimmsten Massenmörder und Amokläufer. Dort gibt es auch eine Kategorie „School Massacres“:
1. Seung-Hui Cho (USA): 32 Tote, 17 Verwundete
2. Thomas Watt Hamilton (Großbritannien): 17 Tote, 13-15 Verwundete
3. ROBERT STEINHÄUSER (Deutschland): 16 Tote, 1-7 Verwundete (saubere Recherche, Jungs!)
4. Charles Joseph Whitman (USA): 15 Tote, 32 Verwundete
5. TIM KRETSCHMER (Deutschland): 15 Tote, 9 Verwundete
Wieder nur Bronze für Deutschland…strengt Euch mal an!
cd
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]]>Tjaa…sind wir Deutschen nun von Darwins Evolutionstheorie überzeugt oder doch eher nicht? Die ScienceBlogs zeigen sehr schön, dass Statistik weniger eine Frage der Mathematik als mehr eine Frage der richtigen Aufbereitung der Ergebnisse ist.
Ein Befragungsergebnis von 63% zugunsten der Evolutionstheorie kann man eben entweder als „Über die Hälfte überzeugt“ oder „Jeder Dritte zweifelt an Darwin“ publizieren
ScienceBlogs: Darwinfans und Darwinleugner, eine Meldung und verschiedene Botschaften
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]]>Die Amoksaison 2009 läuft schon etwas länger und hat beim geneigten Leser bereits zu akuter Abstumpfung geführt…
Auf CNN.com findet man überhaupt keine Berichterstattung zur Schießerei im Altenheim in North Carolina, lediglich die Top-10 der Schlagzeilen enthält einen Verweis…auf der Seite der Tagesschau muss man einige Seiten nach unten scrollen, bevor man den Einzeiler unter „weitere Meldungen -> Ausland“ findet…der SPIEGEL erwähnt es erst gar nicht auf seiner Seite…
Amok ist Mainstreambewegung geworden, darüber täuscht auch die innovative Location Altersheim nicht hinweg…wer wirklich cool sein will, muss sich nun eine neue Form der suizidalen Selbstverwirklichung suchen…
Ich denke, die BILD wird in einer der nächsten Ausgaben Amoklauf in ihrer In/Out-Liste unter „Out“ aufführen…
cd
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]]>Winnenden ist noch in aller Munde, da gibt es schon den nächsten Fall:
Diverse Medien, u.a. die Süddeutsche berichten über einen „Amoklauf“ im Altenheim in North Carolina:
Süddeutsche: Amoklauf im Altersheim
SPIEGEL: Mehrere Tote bei Amoklauf im Altenheim
CNN: Eight killed in North Carolina nursing home rampage
Viel ist noch nicht bekannt…mal sehen, welche Medikamente der Täter genommen und welche Egoshooter er gespielt hat…
cd
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]]>Ich gebe zu, der Titel dieses Eintrages ist ein wenig Effekthascherei, aber so oder so ähnlich würde vermutlich eine Schlagzeile zum Thema lauten…
Warum schreibe ich das? Nun, es geht im Moment in den Medien ja lang und Breit über Jugendschutz, Killerspiele, Gewalt und dergleichen…man diskutiert, wie man auch im Internet den Kindern und Jugendlichen den Zugang zu jugendgefährdendem Material erschweren, wenn nicht gar unmöglich machen kann…die Diskussion um die Machbarkeit einer vollständigen providerseitigen Filterung von Seiten, die Kinderpornographie enthalten, liegt auf der gleichen Schiene…
An sich doch ein guter Ansatz..ich bereite aber gerade Material zur Unterscheidung von selbst- und fremdverursachten Verletzungen vor und stieß dabei auf einen Sachverhalt, der mich sehr nachdenklich macht…
Auf allen Seiten der Polizei und der Kriminalpolizei gibt es eine Rubrik „Fahndung“. Dort gibt es immer auch zwischendurch unbekannte Tote, die identifiziert werden sollen.
In einigen Fällen sind die Bilder retuschiert und die gröbsten Entstellungen und Verletzungen nicht mehr deutlich erkennbar…in anderen Fällen aber handelt es sich um Fotos direkt vom Tisch des Gerichtsmediziners…ungeschönt und beim Anklicken hochauflösend und bildschirmfüllend…
Ich habe aufgrund meines Interesses für das Thema Gewalt schon einiges sowohl in Bildern als auch realiter gesehen und doch bin ich nach einem Foto der Wasserleiche einer jungen Frau, die mich von meinem 30-Zöller überlebensgroß angrinste (und zwar aufgrund der fehlenden Lippen) erstmal eine rauchen gegangen…was diese Erfahrung wohl mit einem Kind gemacht hätte, das sich einfach nur für die Kripo interessiert und auf die Seite schaut, weil „Fahndung“ so aufregend klingt…
Ich muss mich teilweise rechtfertigen, wenn ich erwachsenen Leuten, die sich bewusst für den Themenkomplex angemeldet haben, Ausschnittvergrößerungen von Wunden in Schwarzweiß zeige…
Diese Bilder sind nicht nur von der Hauptseite mittels weniger Klicks für jeden (also auch für Zehnjährige!) auffindbar, sondern auch noch -aufgrund eines fehlenden nofollow-Tags- Google-Indiziert und somit geballt anzutreffen…
Wer sehen möchte, was ich meine, der gebe einmal in der Google-Bildersuche das Stichwort „unbekannte Tote“ ein…die Bilder von „Kripo Live“ des Mitteldeutschen Rundfunks sind besonders angenehm für den Betrachter…
Davor warnt kein Disclaimer, kein „Über-18“-Login usw…das ist ja alles im Dienste der Polizeiarbeit…
Ein Film, der das gleiche zeigt, bekommt keine Jugendfreigabe…
Sollte die Polizei beim Jugendschutz vielleicht mit gutem Beispiel voran gehen?
cd
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]]>Vor kurzem kommentierte der „Hunsrückwilderer“ meine Ausführungen zum Fall Winnenden.
Ich möchte hier nur kurz auf seinen Blogeintrag „Winnenden, das Waffengesetz, der Spiegel und ein Innensenator“ verweisen.
Lesenswert ist auch der dort verlinkte Artikel „Der Spiegel und seine Waffen: An den Fakten vorbei“ auf ef-online, der die Argumentation des „Spiegel“ gründlichst zerlegt.
cd
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]]>Heute finde ich im Blog „Der fiese Admin“ eine interessante Gegenreaktion zur Killerspieldebatte:
Der fiese Admin – „Killerspiele“ – Der Sündenbock der Nation
Auf seiner Seite verweist er auch auf die Aktion „Ich spiel Killerspiele“ – neben den Infos auf „Stigma Videospiele“ eine weitere Seite, die sich um die Spielerseite der Killerspieldebatte bemüht…Teil der Aktion ist ein „Ich spiel Killerspiele“-Button, der Solidarität zeigen soll…der Button nebst Link zu dieser grammatikalisch beinahe korrekten Aktion ist nun auch hier zu finden…
cd
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