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Kredit » Die ganze Welt des Wahnsinns

Beiträge mit tag "Kredit

Gruß an alle Griechen

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Der letzte Sirtaki ist nah. Nehmt Euch Rex Gildos Karriere als Beispiel…und schlag in der Wikipedia noch mal unter “Bilanzsuizid” nach…der bekommt durch Euch eine ganz neue Bedeutung…

Mein Tip: Griechenland der Türkei geben. Zypernkonflikt ist beendet und die Griechen sind aus der EU…

cd

Sozialität im Web 2.0 – Beziehungen und Nicht-Beziehungen

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Auf Carta wurde vor kurzem ein Artikel veröffentlich, den ich ziemlich gut finde, da er ein Phänomen des Web 2.0 sehr pointiert auf den Punkt bringt: Beziehungen, die so heißen, aber keine sind. Umair Haque sagt in seinem Artikel “Die Social-Media-Blase: Nennen wir es Beziehungsinflation” folgendes:

“Zahlenmäßig haben wir dank sozialer Netzwerke deutlich mehr Kontakte als früher. Doch wertvoll sind in Wahrheit – wenn überhaupt – nur sehr wenige von ihnen.”

Er vergleicht die beobachtbare zunahme flüchtiger Kontakte und “Freundschaften” zu Menschen, die man im Leben nie getroffen hat mit den faulen Krediten der Immobilienkrise. Ein sehr lesenswerter Artikel.

Pädagogisch-psychologisch lässt sich ein weiteres Phänomen damit in Verbindung bringen. Symptomatisch für einige Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter ist die gefühlte oder reale Ablehnung durch Peers und andere Menschen, die früher durch imaginäre Freundschaften kompensiert wurde. Die Betroffenen bildeten sich also entweder selbst -störungsbedingt- ein, dass z.B. der Bundeskanzler, der zufällig bei einer Wahlveranstaltung ihre Hand als eine von hunderten persönlich geschüttelt hat, ein Freund von ihnen sei. Entsprechende Geschichten wurden ausgeschmückt oder vollständig zusammenkonfabuliert. In der Web 2.0-Gesellschaft bekommt dieses Störungsbild eine ganz andere Form der Nahrung: Durch Twitter, Facebook etc. ist es nun realiter und nicht nur imaginär möglich, mit im Prinzip jeglicher Prominenten Persönlichkeit in einer Form direkter Verbindung zu stehen, die für Außenstehende durch Kontaktlisten beweisbar ist. Es ist somit deutlich intensiver möglich, als es früher durch Fanclubs der Fall war, derartige imaginäre Beziehungen zugunsten der Vermeidung echter sozialer Kontakte zu unterhalten. Ein  Phänomen, das gerade bei sozialen Phobien gehäuft auftritt. Ich denke, diese Entwicklung ist mit der Schlüssel für die viel propagierte “Internetsucht” bei Jugendlichen. Es ist weniger die Pornographie, die eine Gefährdung darstellt, als mehr die tatsächliche Möglichkeit, Sozialität in der Nichtsozialität (also ein virtueller, aber durch inflationäre Benutzung des Freundschaftsbegriffes bei Facebook, StudiVZ, SchülerVZ und Co. sozialer Rahmen) zu erleben und so gar nicht den nötigen Leidensdruck aufzubauen, um eine Krankheitseinsicht bei den Betroffenen zu erzeugen. Ich denke, das wird irgendwann ein eigener Bereich der Soziologie und Psychologie werden….

cd

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Wir sind Meister!

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Hach ja, wenn einem gar nichts mehr einfällt…
Offensichtlich ist die Gewaltdebatte nicht mehr interessant und das bekannte deutsche Satiremagazin „Der Spiegel“ und andere greifen wieder nach Strohhalmen, um das Sommerloch zu stopfen.
Der neue Bildungsbericht ist noch gar nicht wirklich gedruckt, da kommt uns die grandiose Erkenntnis, dass man sich mit einem mehr oder minder erfolgreichen Hauptschulabschluss in diesem Land eigentlich entweder nur direkt suizidieren oder weiterbilden kann und selbst mit Weiterbildung ist man mit diesem Abschluss ziemlich am das Rektum umgebenden Gewebe, wie der SchulSpiegel berichtet. Ach..mein Gott..das hätte ich ja gar nicht gedacht…das kommt ja alles so überraschend…

Das ist doch nun wirklich nichts neues, dass Deutschland den ersten Platz der Herkunftsoffensive belegt…Akademiker bekommen zwar auch Kinder, die zu dumm zum Kacken sind, aber die bekommen dann ihr Abitur erklagt oder ersponsort oder Mami schläft direkt mit dem Schulleiter…anders kann ich mir meine Erstsemester, die ja den ach so gepriesenen höchsten Bildungsabschluss Deutschlands erworben haben nicht erklären (siehe auch „Stilblüten“).
Zu diesem Problem siehe auch einen etwas älteren Artikel mit dem Titel „Das Studium ist dem Genitiv sein Tod“.

Natürlich ist das hier so…wie soll es auch anders sein, wenn von den höheren Schulformen statt Pädagogik und Bildung eine Entsorgungspolitik zugunsten der Quoten stattfindet…

Leute, findet Euch damit ab! Wenn die Medien jahrelang alles daran setzen, eine bestimmte Schulform derart flächendeckend zu diskreditieren, dass auch wirklich kein einziges gutes Haar mehr an ihr gelassen wird, dann wundert Euch nicht, wenn deren Schüler dann irgendwann nicht mal mehr bei McDonald’s bedienen oder Theologie studieren dürfen…die Geister, die man gerufen hat halt..da bringt es nun auch nichts mehr, nun einen auf betroffen zu machen, weil man das ja alles so gar nicht gewusst hat…

cd

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Zeugnisse sind unmoralisch

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Es gibt Tage, da möchte man manchen Leuten mit dem Parteibuch den Schädel spalten:

Klage gegen Spickmich: Lehrerin droht Niederlage vor Gericht – SchulSPIEGEL – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten

Mir kommt da dermassen der Kaffee der letzten Jahre wieder hoch, dass ich doch mal wieder ungefragt meine Meinung äußere und zusehe, was Google damit macht.

Ob ich Frau Pieper-von Heiden als “NRW-Schulexpertin” bezeichnen würde, lasse ich mal dahingestellt, aber dass diese Dame tatsächlich (und die ist FDP!!!) die Vergabe von Noten auf Spickmich als “unmoralisch” bezeichnet ist Paradebeispiel für die Denkweise, die zur PISA-Katastrophe führt.

Soso…Schüler bewerten ist also völlig in Ordnung…aber wenn man seinen Unterricht plötzlich selbst bewertet sieht, rennt man ganz schnell zum Kadi…interessant…

Ein paar Gedanken dazu, nicht notwendigerweise zusammenhängend:

1. Zum Thema Beleidigung und Diffamierung durch Schüler habe ich schon lang und breit meine Meinung geäußert, das lasse ich mal aussen vor. Das ist nicht schön, gehört aber für mich zum Beruf dazu. “If you can’t stand the heat…”

2. Schüler sind das Expertenteam, keine Hochschulprofessoren oder Minister. Schüler machen den ganzen Tag nichts anderes als zu lernen. Das ist ihr Hauptberuf. Sie sind professionelle Lerner. Sie können am besten entscheiden, welcher Kollege seine Arbeit gut macht und wer nicht. Sie aufgrund ihres Alters zu diskreditieren, in der Richtung “die können das noch gar nicht einschätzen” ist ein Greifen nach Strohhalmen.
Diejenigen, die aufgrund mangelnder Dizzerenzierungsfähigkeit zwischen Person und Funktion als Fachlehrer (…was übrigens bis zu einer gewissen Altersstufe entwicklungspsychologisch völlig normal ist) mich nicht mögen, weil ich eben Englisch-/Mathe-/Deutsch-/BELIEBIGESANDERESFACHlehrer bin, muss ich als professioneller Pädagoge herausfiltern. Der Rest ist als ernsthafte Kritik an meiner Arbeit von meiner Zielklientel zu sehen. Punkt!

3. Ich könnte ausrasten, wenn ich sehe, wie schlecht die Qualitätskontrolle im öffentlichen Bildungssystem ist.
Dass uns der Beamtenstatus von Lehrern das “Scheisse fällt nach oben”-Problem einbrockt, ist hinreichend bekannt und soll hier nicht mehr breitgetreten werden. Didaktische Rohrkrepierer, die ich unmöglich in den Unterricht schicken kann, kann ich, einmal verbeamtet (aus verschiedenen Gründen abseits von Kompetenzen…) nur noch wegloben und wegbefördern und somit einem anderen Kollegium aufs Auge drücken.

In meiner Praktikantenzeit in Schottland habe ich erlebt, dass unangekündigte Unterrichtsevaluation völlig normal ist. Da kommt halt jemand vom Council, nimmt sich einen “classroom monitoring” Bogen vom Stapel im Sekretariat, klopft an eine der Türen, geht rein und macht eine unangekündigte Lehrprobe. Das stört niemanden, denn das ist dort gängige Praxis. Wer nichts kann, bekommt Ärger. Wer bei der zweiten Lehrprobe nichts kann, braucht am nächsten Tag nicht mehr zu erscheinen.

An meiner Universität ist Evaluation ebenfalls normal. Am Ende des Semesters teile ich Evaluationsbögen aus, die der anonymisierten Erfassung der Seminarqualität dienen. Ich bekomme dann eine Woche später die Ergebnisse per Email.
Unter anderem wird evaluiert, ob man sich vorbereitet hat oder eher ein Freund der Türschwellendidaktik ist.
Ist das Ergebnis schlecht, hat sich das mit dem Lehrauftrag erledigt.

Ich bin unter anderem für einen großen deutschen Bildungsträger tätig. Auch dort kann jederzeit jemand in meinen Unterricht kommen. Da nennt man in der freien Wirtschaft “interne Revision”. Ist mein Unterricht schlecht, kann ich mir meine Papiere holen.

Ich habe vor zwei Tagen einen Oberstufenkurs an einem Gymnasium übernommen, in dem eine Reihe von Schülern freiwillig nach dem normalen Unterricht drei weitere Stunden Englischunterricht nimmt, da eine Referendarin im BDU ein ganzes Halbjahr in der 10. Klasse (der Leser vergebe mir die Formulierung, eine andere fällt mir nicht ein) von vorne bis hinten nur Scheisse gebaut hat und diese Schüler in der 11 nun massive Defizite gegenüber ihren Mitschülern haben. Die Kollegin, die diese Schüler nun übernommen hat und ich werden uns nun sämtliche Körperöffnungen aufreissen, um das wieder geradezubiegen.

…möchte mich noch jemand nach dem Grund für die PISA-Ergebnisse Fragen?

Dass in Mangelfächern absolute Vollhonks eingestellt werden, nur um den Betrieb aufrechtzuerhalten, ausgebildet an Universitäten, die für ein Anglistikstudium zwar ein Latinum, aber keine englischen Sprachkenntnisse verlangen und dann die gleiche Kohle erhalten, wie jemand, der hart und schwer und mit hohem finanziellen Aufwand daran gearbeitet hat, um sein Englisch auf Muttersprachlerniveau zu bekommen, erwähne ich nur nebenbei.

Fazit: Keine Qualitätskontrolle – keine Qualität.

So, nun gehts mir besser…

cd

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