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Kontakt » Die ganze Welt des Wahnsinns

Beiträge mit tag "Kontakt

Autisten und Berührung

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Ich habe ja bereits in meinem Artikel zu Asperger bzw. Autismus geschrieben, dass Menschen mit dieser Störung eventuell nicht angefasst werden wollen.
Ich selber hasse das auch, wenn Menschen das Verletzen des “personal space” als das “Aufbauen einer positiven Beziehung” missverstehen…ich meine vor allem die alt68er-Sozialarbeiter-lass-ma-drüber-reden-Du-Birkenstockträger-Müslipädagogen, die nicht kommunizieren können, ohne einem mindestens an den Arm zu fassen oder die Hand auf die Schulter zu legen…könnte ich jedesmal akut fremdschädigend werden…für mich ist das kein Beziehungsaufbau sondern Respektlosigkeit…schlechte Erziehung…einfach auf der “macht man nicht” Liste.

Dass man einen Autisten oder Asperger-Betroffenen damit im Extremfall in eine Dissoziation schießt, beschreibt eine Asperger-Betroffene sehr eindrucksvoll in ihrem Blog “Ich bin Autistin – Asperger-Syndrom bei Frauen“. Das Ärgerlichste: Es passierte auf einer Fachtagung zum Thema Asperger!

cd

Daniel Cohn-Bendit soll der neue Mixa werden…

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Oha, jetzt wo Mixa zurückgetreten ist und sich im Strafverfolgungsverfahren befindet, geht den Zeitungen plötzlich der Stoff für Skandalmeldungen zu Kindesmissbrauch aus…also wird in den Archiven gebuddelt und geschaut, was man nun noch so alles an “Enthüllungen” präsentieren kann. Die beliebte Historikerin Eva Herman hat sich als neues Ziel den ewig-68er, Odenwaldschüler und Grüne-Politiker Daniel Cohn-Bendit ausgesucht. Sie schreibt im Kopp-Verlag: Fassungslosigkeit. Warum Walter Mixa gehen musste und Daniel Cohn-Bendit immer noch da ist. Infowars hat den Artikel nebst Video übernommen.

Stein des Anstoßes ist die Zeit der sogenannten “Kinderladenbewegung“, ein Begriff, der meiner Generation und den noch Jüngeren nur noch bedingt etwas sagen dürfte. Kern der Erziehung in den Kinderläden war, neben einer antiautoritären Ausrichtung, auch der Grundsatz, dass kindliche Sexualität nicht zu unterdrücken sei. Es sind in den Protokollen der damaligen Zeit etliche sexuelle Kontakte zwischen Erziehern und Kindern dokumentiert. Cohn-Bendit selbst beschrieb diese Ereignisse in seinem Buch “Der große Basar“, was bereits 2001 von der “Schweizer Zeit” im Artikel “Der Kinderschänder” aufgegriffen wurde. Cohn-Bendit hat in seiner Zeit mit den Grünen mehrfach Gesetzesentwürfe ausgearbeitet, die “gewaltfreie Sexualität” zwischen Minderjährigen und Erwachsenen straffrei stellen soll. (vgl. z.B. Artikelreihe “Sexuelle Gewalt an Kindern: Politisch akzeptierte Wirklichkeit?“, ebenfalls von Eva Herman).

Was für die heutige Generation unvorstellbar klingt, war damals ein revolutionär neuer Ansatz der Erziehung als Kontrast zum Konservativismus und der Autorität Erwachsener. Transparenter wird die Debatte, wenn man sich folgende Positionen zu Gemüte führt:

1. Lloyd deMause: “Hört Ihr die Kinder weinen. Eine psychogenetische Geschichte der Kindheit”, Frankfurt 1977 (Original New York 1974) und
2. Philippe Ariès: Geschichte der Kindheit, München/Wien 1975 (Original Paris 1960)

Zwei gegensätzliche Positionen zum Begriff der Kindheit. Während Ariès die Ansicht vertritt, die künstliche “Erfindung” von Kinheit hat das ursprünglich glückliche (wenn auch von viel Unfall, Krankheit und Tod begleitete), von Kontakten mit “Verschiedenen Klassen- und Altersstufen” geprägte  Leben der Kinder zu einem unglücklichen, von Strafe (“Rute und Karzer”) und durch Erwachsene fremdbestimmten Leben gemacht, vertritt deMause die Ansicht, die Erfindung der Kinheit sei ein Segen, der zum beschützend-lenkenden Verhältnis der Erwachsenen zu Kindern führte, weg von der Kindstötung in Antike und Mittelalter.

Tiefer will ich da gar nicht hineingehen, sondern empfehle nur diese beiden Bücher als Grundlagenliteratur der Debatte. Der Bezug zum Thema aber ist, dass der Blick auf Entwicklung mit der unterliegenden Theorie steht und fällt. Da die 68er fast alle Formen der Autorität verneinten, war daraus eine der logisch notwendigen Konsequenzen, auch bei der sexuellen Entwicklung nicht autoritär einzugreifen. Als Einführung in die 68er: Rudolf Sievers (Hrsg.): 1968. Eine Enzyklopädie, Frankfurt a.M. 2004

Mein persönlicher Senf dazu ist: Das wird immer ein schwieriges Thema bleiben…zwar sollte heute klar sein, dass man den Kindern nicht die Masturbation mit “davon wirst du blind” oder “Gott wird dich strafen” und damit das Entdecken eigener Sexualität sauer machen sollte, aber im interpersonellen Verhältnis zwischen Erzieher und Edukand sind die Grenzen bisweilen fließend…meine Philosophie ist da, lächelnd aber nicht strafend oder tabuisierend abzulehnen, auch bei pubertären “Übergriffen” und Flirtversuchen von Schülerinnen (was aber mit steigendem Alter ohnehin nachlässt…ich glaube, ich verliere langsam mein Mojo…), die jedem Lehrer und jeder Lehrerin im Laufe der Karriere immer mal begegnen werden…versucht man aber, der Sache theoretisch fundiert habhaft zu werden, so wird man immer eine mehr oder weniger breite Ambiguität feststellen, die von mangelnder Neutralität gegenüber dem Thema begleitet ist…ungefähr so, wie das Frauenbild und das Familienkonzept unter Hitler…
Liebe Frau Herman: Wer sich so derbe mit dieser Form von Ambiguität (und um die müssen Sie gewusst haben…) in die Nesseln setzt und den Interviewern ins lange gesehene offene Messer läuft und sich auf eine “neue Interpretationsweise” beruft und sich als falsch verstandenes Opfer der Medien darstellt, sollte sich bei anderen, die es zu ähnlich kritisch behafteten Sachverhalten Ihnen gleich tun, nicht so weit aus dem Fenster lehnen…das wirkt schief und wie journalistischer Opportunismus, weil das Thema ja gerade Leser verspricht…eine eher schwache Nummer…

cd

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Sozialität im Web 2.0 – Beziehungen und Nicht-Beziehungen

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Auf Carta wurde vor kurzem ein Artikel veröffentlich, den ich ziemlich gut finde, da er ein Phänomen des Web 2.0 sehr pointiert auf den Punkt bringt: Beziehungen, die so heißen, aber keine sind. Umair Haque sagt in seinem Artikel “Die Social-Media-Blase: Nennen wir es Beziehungsinflation” folgendes:

“Zahlenmäßig haben wir dank sozialer Netzwerke deutlich mehr Kontakte als früher. Doch wertvoll sind in Wahrheit – wenn überhaupt – nur sehr wenige von ihnen.”

Er vergleicht die beobachtbare zunahme flüchtiger Kontakte und “Freundschaften” zu Menschen, die man im Leben nie getroffen hat mit den faulen Krediten der Immobilienkrise. Ein sehr lesenswerter Artikel.

Pädagogisch-psychologisch lässt sich ein weiteres Phänomen damit in Verbindung bringen. Symptomatisch für einige Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter ist die gefühlte oder reale Ablehnung durch Peers und andere Menschen, die früher durch imaginäre Freundschaften kompensiert wurde. Die Betroffenen bildeten sich also entweder selbst -störungsbedingt- ein, dass z.B. der Bundeskanzler, der zufällig bei einer Wahlveranstaltung ihre Hand als eine von hunderten persönlich geschüttelt hat, ein Freund von ihnen sei. Entsprechende Geschichten wurden ausgeschmückt oder vollständig zusammenkonfabuliert. In der Web 2.0-Gesellschaft bekommt dieses Störungsbild eine ganz andere Form der Nahrung: Durch Twitter, Facebook etc. ist es nun realiter und nicht nur imaginär möglich, mit im Prinzip jeglicher Prominenten Persönlichkeit in einer Form direkter Verbindung zu stehen, die für Außenstehende durch Kontaktlisten beweisbar ist. Es ist somit deutlich intensiver möglich, als es früher durch Fanclubs der Fall war, derartige imaginäre Beziehungen zugunsten der Vermeidung echter sozialer Kontakte zu unterhalten. Ein  Phänomen, das gerade bei sozialen Phobien gehäuft auftritt. Ich denke, diese Entwicklung ist mit der Schlüssel für die viel propagierte “Internetsucht” bei Jugendlichen. Es ist weniger die Pornographie, die eine Gefährdung darstellt, als mehr die tatsächliche Möglichkeit, Sozialität in der Nichtsozialität (also ein virtueller, aber durch inflationäre Benutzung des Freundschaftsbegriffes bei Facebook, StudiVZ, SchülerVZ und Co. sozialer Rahmen) zu erleben und so gar nicht den nötigen Leidensdruck aufzubauen, um eine Krankheitseinsicht bei den Betroffenen zu erzeugen. Ich denke, das wird irgendwann ein eigener Bereich der Soziologie und Psychologie werden….

cd

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ADHS und Ritalin

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Pünklich zum Erscheinen des aktuellen Heftes von Focus Schule kommen auf einen die üblichen Fragen zu ADS und ADHS auf einen zu. Und damit natürlich auch die Frage, ob Ritalin dagegen hilft oder nicht. Zum Thema ADHS verweise ich auf das Blog “Verhaltensoriginell oder vielleicht doch ADHS?“, das sich dem Thema gewidmet hat und möchte hier nur mit dem Standardklischee aufräumen, das einem immer wieder in Seminaren bzw. im Elternkontakt begegnet.

1. Nicht jedes Kind, das mal mit dem Stuhlt kippelt oder nicht sofort auf eine Anweisung reagiert, ist verhaltensgestört oder “hyperaktiv”!

2. “Echtes” AD(H)S (das H in Klammern, weil es auch als Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ohne Hyperaktivität auftreten kann) ist eine Neurotransmitterstörung des Gehirns, die grob für Laien erklärt zu einer paradoxen Reaktion auf bestimmte Botenstoffe im Gehirn führt. Alle Ärzte und Neurologen bitte weghören: Ein Kind mit echtem AD(H)S braucht Kaffee zum Schlafen und Valium zum Wachwerden…so ungefähr muss man sich diese Störung vorstellen. Bestimmte Antriebsregulierende Bereiche funktionieren nicht so wie sie sollen.

3. Der Wirkstoff von Ritalin, Methylphenidat, wirkt nur bei echtem AD(H)S beruhigend. Der Stoff ist mit Amphetamin verwandt (für 68er: Das Zeug, mit dem Ihr damals in einem Rutsch an die Adria gefahren seid) und führt bei Kindern, die diese Anomalie nicht aufweisen zu folgender Problematik: Erst habe ich ein hyperaktives Kind, dann gebe ich ihm Ritalin und dann habe ich ein hyperaktives Kind auf Speed!

4. “Mein Kind ist krank” ist eine Aussage, die deutlich einfacher für die Eltern zu verarbeiten ist als “Unser Erziehungsstil ist scheiße.” Letztere ist aber meist der Grund für rein psychogene Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen und da helfen keine Pillen, sondern Erziehungsberatung…gegen die alle Eltern eine recht hohe Resistenz aufweisen…

5. Liebe Eltern “hyperaktiver” Kinder: Lasst das Kind von einem Neurologen oder Kinderpsychiater untersuchen, nicht von einem Allgemeinmediziner…ist sicherer…es gibt zwar einige Allgemeinmediziner, die in Bezug auf ADHS fortgebildet wurden, aber sehr oft hört man nur “Wirkt nicht? Dann erhöhen wir mal die Dosis…” Und das letzte was Lehrer und Eltern brauchen, ist ein hyperaktives Kind auf noch mehr Speed…

cd

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Es weihnachtet sehr…

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Ich habe ein sehr gestörtes Verhältnis zu Weihnachten.

Diese Weihnachtsgeschichte wurde mir gerade zugespielt:
(ohne Quelle, sollte jemand den Autor kennen, setze ich gerne den entsprechenden Verweis)

Säugling in Stall gefunden – Polizei und Jugendamt ermitteln

Schreiner aus Nazareth und unmündige Mutter vorläufig festgenommen

BETHLEHEM, JUDÄA -
In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger
alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust.
Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte
unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter,
einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine
Futterkrippe gelegt worden war.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als
Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter
abzuhalten. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei
unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden,
wurde aber von der Polizei daran gehindert.

Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als “weise Männer”
eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als auch
der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei
Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der
Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber
in Besitz von Gold, sowie von einigen möglicherweise verbotenen Substanzen
waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihnen
angetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen
Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren
Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekannt
gegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr zweifelhaft.
Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: “Der Vater ist
mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir
prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden
zueinander stehen.”

Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zur medizinischen und
psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage rechnen. Weil sie
behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott, wird ihr
geistiger Zustand näher unter die Lupe genommen.

In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht:
“Mir steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn
dieser Glaube dazu führt, dass – wie in diesem Fall – ein Neugeborenes
gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache,
dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden,
vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir
jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar
Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können.”

Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Info: Die anwesenden Hirten
behaupteten übereinstimmend, dass ihnen ein großer Mann in einem weißen
Nachthemd mit Flügeln (!) auf dem Rücken befohlen hätte, den Stall
aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen.
Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: “Das ist so ziemlich die
dümmste Ausrede vollgekiffter Junkies, die ich je gehört habe.”

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