Beiträge mit tag "Glück

Geballter Wahnsinn 6 – von traurigen Kritikern, gemäßigten Anglisten und von der leyenhaften Bundespräsidentin

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Wie immer in dieser Kategorie ein Sammelsurium:

1. Marcel Reich-Ranicki ist neunzig geworden, ist nicht glücklich und war es auch nie und die Redaktion der FAZ hat ihn nie gewollt…so sehr ich ihn auch schätze, ganz unschuldig ist er selbst daran nicht. Seinen neunzigsten Geburtstag findet er “scheußlich” und es gebe keine Zukunft mehr für ihn außer den Tod, er fühle sich “einsam”, schafft es aber nicht, das Interview mit der “Zeit” durchzuziehen, ohne zwischendrin mehrfach zu telefonieren…Marcel Reich-Ranicki eben…

2. Anatol Stefanowitsch von den Wissenslogs gibt Lena Meyer-Landrut linguistische Rückendeckung für ihr bizarres Englisch, vergisst aber dabei, dass obwohl Englisch natürlich vielerorts lingua franca ist, eine Kreole nur dann eine Kreole ist, wenn sie aus der Notwendigkeit heraus, aus dem Pidgin entsteht und nicht, wenn die Sprecher einer Fremdsprache diese phonetisch nicht gebacken bekommen…da hilft auch der Titel nix..

3. Zensursula ist im Gespräch für den Posten der Bundespräsidentin. Schön. Von der geringqualifizierten Familienministerin über die Notnagelposition an der Spitze des Reichsarbeitsdienstes der Bundesagentur gegen Arbeit hin zur deplazierten Möchtegern-Präsidentin…man darf gespannt sein..dass die Blogosphäre dem alten Präsidenten Guildo Horn das Genick gebrochen haben soll, halte ich aber für plakative Selbstbeweihräucherung…ich halte es eher wie die Süddeutsche – es war der letzte Schubs

4. 2011 soll eine Volkszählung stattfinden…das sollte doch kein großer Aufwand sein…Deutschland – Ein Volk, Holland – zwei Völker, Belgien – drei Völker, Frankreich – vier Völker…usw…oder gleich auf der Rückseite der Euromünze zählen…

Außerdem: Schönen Guß nach Göttingen:

Schönen Gruß nach Göttingen

Schönen Gruß nach Göttingen

cd

246 Punkte – Stefan Raab ist der Casting-Gott

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Ok, ich habe geunkt, ich habe gelästert…nun ist Lena mit 264 tatsächlich Gewinnerin des Song Contest…hätte ich im Leben nie geglaubt..für mich haben die Rumänen den Laden gerockt…aber Raab hat tatsächlich mal wieder das Goldhändchen gehabt…und bewiesent, dass er als Manager besser ist als als Musiker…er selbst hatte ja damals nicht so viel Glück ;-)

Die Lehren, die ich daraus ziehe, sind:

1. Raab war schon immer um Längen geiler als Bohlen
2. Der SFOR und KFOR-Einsatz im Balkankrieg hat sich im Nachhinein doch ausgezahlt
3. Den Griechen wird kein Cent überwiesen…
4. England hatte mehr Weiblichkeit als wir

cd

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Fanpost – Zu Sinn und Funktion der Verschwörungstheorie

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Zwischenzeitlich gerät man auch an gemäßigte Vertreter der Verschwörungstheorie. Ich hatte heute einen Mailwechsel mit einem etwas prominenteren Mann der Szene, der mir das Veröffentlichen genehmigte, solange anonym bleiben darf. Dem komme ich hier nach, weil ich in meiner Antwort recht knapp mein Verhältnis zu Verschwörungstheorien zusammenfasse…
Wer differenziert fragt, bekommt eine differenzierte Antwort: (mehr …)

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Daniel Cohn-Bendit soll der neue Mixa werden…

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Oha, jetzt wo Mixa zurückgetreten ist und sich im Strafverfolgungsverfahren befindet, geht den Zeitungen plötzlich der Stoff für Skandalmeldungen zu Kindesmissbrauch aus…also wird in den Archiven gebuddelt und geschaut, was man nun noch so alles an “Enthüllungen” präsentieren kann. Die beliebte Historikerin Eva Herman hat sich als neues Ziel den ewig-68er, Odenwaldschüler und Grüne-Politiker Daniel Cohn-Bendit ausgesucht. Sie schreibt im Kopp-Verlag: Fassungslosigkeit. Warum Walter Mixa gehen musste und Daniel Cohn-Bendit immer noch da ist. Infowars hat den Artikel nebst Video übernommen.

Stein des Anstoßes ist die Zeit der sogenannten “Kinderladenbewegung“, ein Begriff, der meiner Generation und den noch Jüngeren nur noch bedingt etwas sagen dürfte. Kern der Erziehung in den Kinderläden war, neben einer antiautoritären Ausrichtung, auch der Grundsatz, dass kindliche Sexualität nicht zu unterdrücken sei. Es sind in den Protokollen der damaligen Zeit etliche sexuelle Kontakte zwischen Erziehern und Kindern dokumentiert. Cohn-Bendit selbst beschrieb diese Ereignisse in seinem Buch “Der große Basar“, was bereits 2001 von der “Schweizer Zeit” im Artikel “Der Kinderschänder” aufgegriffen wurde. Cohn-Bendit hat in seiner Zeit mit den Grünen mehrfach Gesetzesentwürfe ausgearbeitet, die “gewaltfreie Sexualität” zwischen Minderjährigen und Erwachsenen straffrei stellen soll. (vgl. z.B. Artikelreihe “Sexuelle Gewalt an Kindern: Politisch akzeptierte Wirklichkeit?“, ebenfalls von Eva Herman).

Was für die heutige Generation unvorstellbar klingt, war damals ein revolutionär neuer Ansatz der Erziehung als Kontrast zum Konservativismus und der Autorität Erwachsener. Transparenter wird die Debatte, wenn man sich folgende Positionen zu Gemüte führt:

1. Lloyd deMause: “Hört Ihr die Kinder weinen. Eine psychogenetische Geschichte der Kindheit”, Frankfurt 1977 (Original New York 1974) und
2. Philippe Ariès: Geschichte der Kindheit, München/Wien 1975 (Original Paris 1960)

Zwei gegensätzliche Positionen zum Begriff der Kindheit. Während Ariès die Ansicht vertritt, die künstliche “Erfindung” von Kinheit hat das ursprünglich glückliche (wenn auch von viel Unfall, Krankheit und Tod begleitete), von Kontakten mit “Verschiedenen Klassen- und Altersstufen” geprägte  Leben der Kinder zu einem unglücklichen, von Strafe (“Rute und Karzer”) und durch Erwachsene fremdbestimmten Leben gemacht, vertritt deMause die Ansicht, die Erfindung der Kinheit sei ein Segen, der zum beschützend-lenkenden Verhältnis der Erwachsenen zu Kindern führte, weg von der Kindstötung in Antike und Mittelalter.

Tiefer will ich da gar nicht hineingehen, sondern empfehle nur diese beiden Bücher als Grundlagenliteratur der Debatte. Der Bezug zum Thema aber ist, dass der Blick auf Entwicklung mit der unterliegenden Theorie steht und fällt. Da die 68er fast alle Formen der Autorität verneinten, war daraus eine der logisch notwendigen Konsequenzen, auch bei der sexuellen Entwicklung nicht autoritär einzugreifen. Als Einführung in die 68er: Rudolf Sievers (Hrsg.): 1968. Eine Enzyklopädie, Frankfurt a.M. 2004

Mein persönlicher Senf dazu ist: Das wird immer ein schwieriges Thema bleiben…zwar sollte heute klar sein, dass man den Kindern nicht die Masturbation mit “davon wirst du blind” oder “Gott wird dich strafen” und damit das Entdecken eigener Sexualität sauer machen sollte, aber im interpersonellen Verhältnis zwischen Erzieher und Edukand sind die Grenzen bisweilen fließend…meine Philosophie ist da, lächelnd aber nicht strafend oder tabuisierend abzulehnen, auch bei pubertären “Übergriffen” und Flirtversuchen von Schülerinnen (was aber mit steigendem Alter ohnehin nachlässt…ich glaube, ich verliere langsam mein Mojo…), die jedem Lehrer und jeder Lehrerin im Laufe der Karriere immer mal begegnen werden…versucht man aber, der Sache theoretisch fundiert habhaft zu werden, so wird man immer eine mehr oder weniger breite Ambiguität feststellen, die von mangelnder Neutralität gegenüber dem Thema begleitet ist…ungefähr so, wie das Frauenbild und das Familienkonzept unter Hitler…
Liebe Frau Herman: Wer sich so derbe mit dieser Form von Ambiguität (und um die müssen Sie gewusst haben…) in die Nesseln setzt und den Interviewern ins lange gesehene offene Messer läuft und sich auf eine “neue Interpretationsweise” beruft und sich als falsch verstandenes Opfer der Medien darstellt, sollte sich bei anderen, die es zu ähnlich kritisch behafteten Sachverhalten Ihnen gleich tun, nicht so weit aus dem Fenster lehnen…das wirkt schief und wie journalistischer Opportunismus, weil das Thema ja gerade Leser verspricht…eine eher schwache Nummer…

cd

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Von Gesellen und Meistern

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Ist das schön! Man sieht sie nun endlich auch in freier Wildbahn! Die Bachelors! Und ich meine jetzt keinen MTV-Star mit “idiot haircut”, sondern die neue, aufstrebende Riege der Nachwuchswissenschaftler, die sich jetzt eines international anerkannten Abschlusses erfreuen dürfen. Gerade vor einigen Wochen hatte ich das Vergnügen, eine Vertreterin dieser seltenen neuen Spezies in ihrem natürlichen Habitat erleben zu dürfen. Eine B. Sc. der Psychologie. Die Farbe auf den Namensschild an ihrem Kittel war noch nicht ganz trocken…sie war auch ein wenig jünger als ich…so knapp zehn Jahre…aber es ist ja schön zu sehen, dass jungen Menschen im harten Alltag der Industrie für anerkannten Wahnsinn eine Chance gegeben wird…auch wenn es mich etwas ins Grübeln bringt…in der guten alten Zeit, als die Stadt Essen noch eine Universität Gesamthochschule hatte, kam auch die Forderung auf, wir müssten auch Bätschla und Maasta umstellen…haben wir dann auch gemacht….das Grundstudium des ehemaligen Diplomstudienganges wurde zum Bätschla…das Hauptstudium zum Maasta…hat ganze dreißig Minuten gedauert, mit Ctrl-F die Wörter in den Studienordnungen auszutauschen…und dann ging die frisch zwangsfusionierte geborene Universität Duisburg-Essen mit dem Segen des Diktators Gründungsrektors einer strahlenden Zukunft entgegen…zumindest die Teile, die nicht geschlossen werden…Opfer der neuen Lehramtsausbildung wurden unter anderem die Fachbereiche Erziehungswissenschaft(!) und das Zentrum für Hochschuldidaktik(!!)…

Meine Irritation rührt aus folgendem Umstand: Der Wisch, den ich für meine Unterlagen als Zusatzqualifikation erworben habe, bescheinigt mir die Fähigkeit zum Zwecke der akuten Krisenintervention solange therapeutisch tätig zu sein, bis ich den oder die Jugendliche(n) in die Hände eines approbierten Mediziners oder eines ausgebildeten klinischen Psychologen gebe…mehr darf ich nicht…und das auch nur unter Supervision…zum Beispiel von einem Bachelor der klinischen Psychologie, der für seinen Abschluss weniger Scheine braucht, als ich für Vordiplom und Zusatzquali…aber ich bin ja zum Glück nach der Übergabe von jeder Verantwortung entbunden…ich bin ja kein Arzt und kein Psychologe…;-)

cd

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Facebook macht fröhlich

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…zumindest suggeriert das die aktuelle Analyse der Statusmeldungen auf Facebook. Aus der semantischen Analyse dieser geht hervor, dass die Deutschen offensichtlich fröhlicher werden, was ihre Statusmeldungen angeht. Die Amis sind sowieso immer auf Prozac glücklich. Venezuela und Kolumbien allerdings sind tendenziell eher mies drauf…Krise, weil der aktuelle Nationaltrainer nicht kokst?

cd

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Apple-Angestellter lässt iPhone-Prototypen in der Kneipe liegen

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Ups…da muss sich wohl jetzt jemand einen neuen Job suchen…oder Steve Jobs jagt ihm höchstpersönlich eine Kugel in den Schädel…Gizmodo hat in einer Kneipe einen zu 99,9% echten Prototypen der nächsten Generation des iPhone gefunden. Leider hatte Apple, als der Verlust bekannt wurde, bereits die “Selbstzerstörung” per Funk ausgelöst, die Firmware war also gelöscht…aber die Jungs von Gizmodo haben es zerlegt und einige neue Features, wie eine zweite Kamera zum Videochat gefunden…entweder ist die Nummer echt (Beweisphotos und -videos auf der Seite), oder eines der besten Fakes der Geschichte..

EDIT: Für die, die des Englischen nicht ganz so mächtig sind: Die Plastikhülle ist nicht Teil des Designs. Sie dient dazu, den “Erlkönig” als normales iPhone 3GS zu tarnen.

cd

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Pubertätsprobleme

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Ein blindes Huhn fliegt auch mal vor ein Getreidesilo…

So ist es heute beim Schulspiegel…ein sehr gutes Interview mit dem Erziehungswissenschaftler und Kinderpsychologen Wolfgang Bergmann.

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Flugzeugabsturz live bei Twitter – Der Mann hat Nerven!

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OK, der Mann stand entweder unter massivem Schock oder hat Eier wie Wassermelonen. Mike Wilson war Teil einer mittleren Flugzeugkatastrophe in Denver, seine Maschine schlitterte von der Landebahn und ging in Flammen auf…der Durchschnittsmensch würde nun, sofern er das Unglück überlebt hat, seine Zeit mit Schreien, Weinen und Weglaufen verbringen..nicht so dieser Mann..er checkt, ob sein Handy noch funktioniert und fängt an zu twittern: (Seite auf Englisch)

Live Tweeting a Plane Crash [PIC].

Krasser Typ..

cd

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Neues Theme, neues Glück

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So, das Blog sieht nun komplett anders aus…ich habe es endlich hinbekommen, die Breite dynamisch zu machen…weniger bunt, vielleicht etwas düster…aber das vorherige war doch irgendwie nix…

cd

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