EDIT 05.08.2011: Die Links funktionieren nun wieder. Danke an Krautchan.
Das Schlimmste neben Zeugern Jehovas, Katholiken und anderen Sekten, die einem grundsätzlich ihr Gutmenschentum an die Backe texten wollen, sind Elterninitiativen. Jeder Lehrer kennt sie – so gut wie jeder Lehrer hasst sie…die Frauengruppe, die in den USA schlicht “Soccer Moms” genannt wird. Noch recht jung, durch gut verdienenden Ehemann Hausfrau und viel zu viel Zeit darüber nachzudenken, wie man die Welt retten könnte. Dann wird mal schnell im Internet auf diversen Ratgeberseiten die eigene Paranoia geschürt und dieses dann fein mit Schmierblättern wie “Focus Schule” usw. abgeschmeckt und schon ist die fixe Idee da, man müsse die Kinder auf jeden Fall vor der nächsten Alieninvasion, der totalen Verblödung durch Müsliriegel, dem qualvollen Verenden durch zuwenig rechts-links-wechseldrehende Milchsäurebakterien oder vor tödlichen Unfällen beim unüberlegten Kaugummikauen in Einbahnstraßen beschützen. Schlimmstenfalls avanciert dieser Typus Mutter dann zur Schulpflegschaftsvorsitzenden und führt so schöne Dinge wie den Origami-Nachmittag, Friedensmärsche gegen den Krieg bewaffneten Konflikt in Afghanistan oder ganzheitliches Gruppenkuscheln ein…oder auch die berüchtigten Sozialtrainings und andere Veranstaltungen, die alle Norwegerpulli-und-Birkenstock-Weltverbesserer magisch anziehen.
Und wenn das noch nicht reicht, gründet man eine Bürgerinitiative zur Rückfallprävention koksender Eichhörnchen auf Klassenfahrten oder so…
Wer angesichts dieser Exemplare auch nicht mehr weiss, ob er lachen oder weinen soll (ich habe beides aufgegeben, ich schiesse sofort scharf!), dem sei die folgende Seite empfohlen:
www.eltern-im-netz.net – Eltern gegen die mediale Verrohung der Jugend
Eigentlich ist die Seite als Satire geacht…aber irgendwie kann ich darüber nicht so recht lachen…die Artikel, wie beispielsweise das “Amok-Alphabet” oder “Überwachung im Kinderzimmer” sind einfach zu nah an der Realität…
cd
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]]>Da im Kontext von Stuttgart 21 ja überhaupt nicht mehr über den Kretschmer-Prozess gesprochen wird, heute eine kleine Erinnerung in Form eines Liedes. Mono für Alle – Amoklauf:
cd
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]]>Tim Kretschmer hat in Winnenden offensichtlich weder, wie bis jetzt oft behauptet, gezielt auf Mädchen und Frauen, noch gezielt auf die Köpfe geschossen. Das nun veröffentlichte Gutachten nach der Leichenschau sagt unter anderem aus, dass Kretschmer weder zwischen Jungen und Mädchen unterschieden habe, noch sonderlich gezielt vorging. Eins der Opfer im Autohaus sei beispielsweise mit elf Schüssen getötet worden. Nur ein einziges der Opfer starb durch einen Kopfschuss. Bestätigt ist die Annahme, dass Kretschmer selbst durch einen “aufgesetzten Nahschuss” starb…jaja…jetzt kommen die Verschwörungstheoretiker wieder und sagen “das heisst nur, dass EINE Waffe aufgesetzt war…das muss nicht er selbst gewesen sein…usw.”
Quelle: Focus
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]]>Leute, was ist das denn für ein Kindergarten? Auf eine massiv medienpräsente Demo zu gehen und danach rumzuheulen, weil man von der Polizei aufs Maul bekommen hat oder von einen Wasserwerfer getroffen wurde ist ungefähr so wie mit Badehose und Schnorchel in nen Club gehen und anschließend heulen, weil der Türsteher einen umgehauen hat…
cd
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]]>Meine Güte ist das ein Budenzauber, der wegen eines Bahnhofes veranstaltet werden kann. Ich mach mir da noch später meine Gedanken zu…aber im Moment fällt mir spontan nur ein Kommentar dazu ein:
Warum sagen so viele Zyniker, die Gewalt gegen die Demonstranten bei Stuttgart 21 zeige, dass die Demokratie am Ende sei? Wir sind immer noch ein freies Land, in dem jeder seine Wünsche erfüllt bekommt…ein Land, in dem ein jeder, der den Wunsch hat, sich wegen eines Bahnhofes von der Polizei die Fresse dick hauen zu lassen, diesen ungehindert verwirklichen kann und niemand wird ihn daran hindern…DAS ist wahre demokratische Freiheit…
cd
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]]>Nach dem Amoklauf in Lörrach wird es nun wieder Änderungen des Landes- und Bundesrechts geben. Im Fall Lörrach wird nun vom Bundesgerichtshof die Möglichkeit diskutiert, zur Prävention weiterer Taten Anwaltskanzleien generell verbieten zu lassen.
cd
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]]>Die Frauen ziehen nach…cool…das wird spannend. Vor kurzem hat eine Oma in Seattle drei Familienangehörige und sich selbst erschossen…das wird ja noch ein vielversprechendes Saisonjahr…
cd
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]]>Die ersten Obduktionsergebnisse sickern durch. Am Interessantesten ist, dass die Polizei im Fall Lörrach wie auch damals in Ansbach endlich reagiert und nicht lange gefackelt hat. Diesmal mit einem Overkill von 17 (in Worten: Siebzehn!) Treffern. Absoluter Rekord bis jetzt
cd
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]]>Ups…elitekiller.de – Dating für Amokläufer und Psychopathen mit Niveau!
cd
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]]>Der Süden lebt gefährlich. Nicht nur wegen der vielen Amokläufe…offenbar befinden sich dort auch die dümmsten Bombenbauer Deutschlands…in Merdingen hat kürzlich wieder der Darwinismus gesiegt…
cd
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]]>Aha…das Nez ist also zynisch? Die Ereignisse in Lörrach wurden mit “Häme” begrüßt? So schreibt es zumindest Felix Disselhoff vom STERN.
Zynisch? Nein…das Netz doch nicht…zynisch ist höchstens, dass ausgerechnet der STERN sich nun zum Moralwächter der Medienrealität aufspielt, indem er sagt:
“So funktioniert das Web nur allzu oft. Aus einer einzelnen Meldung wird eine Lawine, die den Wahrheitsgehalt und das menschliche Drama oft unter sich begräbt.”
Sicher…klar…so zynisch finde ich den Vorschlag eines Users, jetzt Baden-Württemberg zu verbieten und an die Franzosen zu verkaufen, übrigens nicht. Wir könnten es ja gegen Elsass-Lothringen tauschen,..das BildBlog hat seinen Artikel auch schon entsprechend kommentiert…
Mir als ethisch integerem Menschen wäre jede Form der Polemik und erst recht des Zynismus natürlich zuwider, darum verweise ich auf einige höchst moralisch erbauende Artikel, die ich bereits zum Thema verfasst habe und grüße meine solidarischen Twitteraner:
Ein Amoklauf in der Waldorfschule wäre viel umweltfreundlicher gewesen, Außerdem ändert Lörrach nichts an unserer schlechten Platzierung in der Weltmeisterschaft im 1000m Amoklauf der U25 Nur die Österreicher sind noch unfähiger. Vielleicht war auch wieder ein Antidepressivum an der Tat schuld. . nun gut…machen wir einfach noch eine Tagung zu dem Thema…
cd
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]]>Endlich wieder etwas, was in das Thema des Blogs passt…hatte mich schon gelangweilt…
Die Frau aus Lörrach hatte offensichtlich einen guten Drehbuchschreiber und einen guten Regisseur…oder es ist wieder etwas für die Verschwörungstheoretiker….jedenfalls wirkt der Amoklauf von Lörrach (der auch keiner ist…dazu mehr in einem anderen Eintrag..) wie ein best-of Album des Amoksports:
- Sportschütze wie Robert Steinhäuser und Amok mit Schusswaffe
- Durch die Gegend gerannt und auf Passanten geschossen wie Tim Kretschmer
- Feuer gelegt wie Georg R. – nur besser ausgefeilt und ausgeführt
- Blankwaffe wie Georg R., nur subtiler und effektiver eingesetzt…
Dazu die Spekulationen um die Umstände..das wird noch eine spannende Sache.
Am witzigsten finde ich, dass Jörg Kretschmer nun eine echte Chance hat, wenn er sich clever anstellt, bei dem ganzen Medienbuhei um den neuen Amoklauf schön Schröder-esque unter dem Radar mit einer Geldstrafe durchzutauchen…schauen wir mal..
cd
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]]>So, nun geht sie wieder weiter, die Hexenjagd aus Spekulationen, medialer Ausschlachtung, Schuldzuschreibungen und Verschwörungstheorien, genau wie damals. Der Vater von Tim Kretschmer steht seit Donnerstag vor Gericht, um den Hinterbliebenen der Opfer des Amoklaufes zu erklären, warum er seine Beretta offen im Schlafzimmer herumliegen liess. Die Medien sind alle bereits ganz Ohr, bekommen jedoch keine echten Informationen, da Jörg Kretschmer sich ausschweigt und keine offiziellen Statements gibt und fangen so wieder wild an, Sommerlochfüller zu bauen. Cem Özdemir kann sich profilieren, indem er den anderen Parteien Tatenlosigkeit im Bezug auf Änderungen des Waffengesetzes vorwirft. Die aktuellen Änderungen sind ihm wohl zuwenig. Das halte ich wie schon öfter geschrieben für Blödsinn. Es ist keine Frage der Rechtslage, die gibt schon alle Kontrollmechanismen her – sie müssen nur vernünftig durchgesetzt werden. Bei jeder Pommesbude kann das Gesundheitsamt unangekündigt vorbeischneien und sich die Küche zeigen lassen und macht bei groben Verstößen den Laden dicht. Das muss doch hinzukriegen sein, dass das Ordnungsamt zwischendurch mal ihre Liste von Schützen mit WBK durchgeht und unangekündigte Besuche abstattet, um sich die ordnungsgemäße Verwahrung der gemeldeten Waffen zeigen zu lassen…und sind nicht genausoviele Waffen im Schrank, wie auf der WBK eingetragen, gibts mächtig Ärger…und wer sich nicht an die Richtlinen hält, darf die Dinger für immer abgeben…fertig. Das sieht z.B. auch die Neue Osnabrücker Zeitung so…
Der Spiegel charakterisiert Jörg Kretschmer direkt mal als “Waffennarr von Jugend”, der einem Sohn “das Zielen und Abdrücken lehrte”, den “er nicht gut genug kannte” und stellt ihn schon vor dem Prozess als Schuldigen dar. Die “Kleine Zeitung” gibt sich gemäßigter und erwähnt nur, dass die Verteidigung auf Straffreiheit plädiere, da Kretschmer “angesichts des Verlustes seines Sohnes und wegen der sozialen Ächtung gestraft genug sei.” Eine These, die ich so unterstützen würde…”der Freitag” beschreibt Kretschmers Hobby gar als “privaten Rüstungswahn“.
Die BILD gibt gewohnt boulevardjournalistisch ein Zeitprotokoll des ersten Prozesstages und stellt auch “kein Bedauern” fest…kann es sein, dass er, bevor er etwas Falsches sagt, lieber erstmal gar nichts sagt und deswegen nicht gleich kalt und gefühllos ist? Naja…die Presse eben…
Einen guten Gegenpol liefert das Presseportal Südwest, das den Prozess als einen “in eine Reihe spektakulärer Verfahren von Brunner bis Kachelmann, in denen die juristische Prozedur zum medialen Spektakel zu verkommen droht” und bemerkt sehr richtig: “Öffentlichkeit im Gericht dient der Kontrolle der Justiz, nicht der Bloßstellung des Angeklagten. Und Strafprozesse sind Verfahren zur Bestimmung von Strafe, nicht Strafe. Beides scheint immer öfter in Vergessenheit zu geraten.” Den Eindruck habe ich angesichts der Hetzkampagnen seitens selbsternannter “Aktionsbündnisse” allerdings auch…die Hinterbliebenen nehme ich aus…wer angesichts eines toten Kindes Blut sehen will, dem kann ich es nicht verdenken…aber für die Anwälte, die sich wie der bekannte Eric T. Langer damit profilieren können, steckt auch eine Menge Geld und Publicity in einem derart öffentlich beobachteten Prozess…
Die BZ erwähnt ebenfalls etwas neutraler wnigstens die Begründung, die die Verteidigung für Jörg Kretschmers Schweigen liefert: Er sei psychisch und physisch nicht in der Lage zu sprechen, trauere aber mit den Angehörigen.
Die WELT beginnt ihren Artikel, der sich um Gisela Mayer, eine der hinterbliebenen Mütter von Winnenden, die ihre Gefühle in dem Buch “Die Kälte darf nicht siegen” verarbeitete, zentriert, subtil mit einer eher positiven Charakterisierung Tim Kretschmers, lässt sich dann aber zu Sätzen wie “Es geht nicht darum ob der Vater, seinem Sohn fahrlässig Zugang zu einer Waffe verschafft hat, sondern darum, ob er mit ihm eine menschliche Waffe erzogen hat.” Kann man also im Hinblick auf Neutralität auch abhaken…Tränendrüsenmethode unter Nutzung eines der Sekundäropfer…
Einen qualifizierteren Kommentar liefert Prof. Dr. Henning Ernst Müller im Beck-Blog und stellt dort fest, dass die Verurteilung in erster Linie auf Verstoß gegen das Waffengesetz lauten wird, da die subjektive Fahrlässigkeit nicht prüfbar sei. Das ist eine Aussage, der ich ganz klar zustimmen muss. Für einen Laien ist absolut nicht zu erkennen, ob das Risiko einer solchen Tat besteht, selbst wenn, wie Prof Müller es erwähnt, die psychischen Probleme bekannt sind…daran beissen sich selbst Experten desöfteren die Zähne aus…selbst Schulpsychologen vor Ort dürften das aus Gründen, die ich bereits breit beschriebe habe, nicht hinbekommen…
Mein Fazit: In der Mühle des Buhlens um Verkaufszahlen geht ein Aspekt mal wieder völlig unter: Tim Kretschmer hat nicht seine Eltern erschossen, sondern einen Schulamok begangen. Im Prozess wird aber nicht danach gefragt, welche (Teil-)Schuld das System Schule, bzw. konkret das Kollegium der Albertville-Realschule in Winnenden trägt. Im Alter Kretschmers ist es so, dass die Kinder mehr Zeit mit uns Lehrern verbringen, als mit der eigenen Familie. Wer hat die Demütigungen begangen, die Tim Kretschmer dazu veranlasst haben, primär auf SchülerINNEN zu schiessen…wer hat, wie auch im Fall Robert Steinhäuser, die Signale aus pädagogisch-psychologischer Inkompetenz nicht gesehen oder nicht sehen wollen? Wer ist mitverantwortlich dafür, dass das aktuelle System den Lehrer so überfordert, dass subtilere Signale eines einzelnen Schülers in einer Masse von 32 und mehr Schülern absolut untergehen, bis sie sich auf eine derart extreme Weise einen Weg bahnen? All dies halte ich für ebenso gerechtfertigte Fragen, aber die sind nunmal nicht populär…und werden einfach nicht gestellt…
cd
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]]>Es ist zwar richtig, dass es in Ansbach wieder gebrannt hat, aber die Männer mit den Äxten waren alles Feuerwehrleute, keine Trittbrettfahrer…
cd
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]]>Inspiriert durch die Suchanfrage “Gedichte über Amokläufe”:
Mittags ist die Schule aus,
die Vöglein draußen fliegen.
Einer steht mit Bauchschuss auf,
die andern bleiben liegen.
cd
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]]>Angesichts der aktuellen politischen Krisenlage ist es irgendwie still um die Killerspieldebatte geworden und auch Amokläufe scheinen aus der Mode gekommen zu sein. Die Spieleindustrie hat aber den Streit nicht vergessen und nun ein garantiert kinderfreundliches Killerspiel garantiert ohne Zombies und Aliens, sondern nur mit niedlichen Plüschtieren auf den Markt gebacht: Naughty Bear. Ein “Amoklauf im Teddyland”. Hier der Trailer:
So, hoffentlich sind nun alle zufireden.
cd
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]]>Der Amoklauf in der Waldorfschule ist hier immer noch einer der meistgelesensten Posts.
Der Zeichner Michael Holtschulte von Tot aber Lustig hat nun eine Limited Edition seines Buches “Amoklauf in der Waldorfschule” herausgebracht.
cd
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]]>Der Monat ist rum, Frau Doktor Buchstäblich nimmt sich offensichtlich eine Auszeit, also hier mehr Kurioses aus den Referrern:
“lena meyer porn”
Sodomie ist nur in Washington legal
“lena meyer landrut illuminaten”
Die auch? Ich dachte, nur Madonna und Christina Aguilera
“sind 246 Punkte viel?”
Sie haben offensichtlich gereicht…
“gab es schon amokläufe auf einer waldorfschule”
Ja, sicher gab es schon einen Amoklauf an einer Waldorfschule
“walter mixa: skandal ein fake?”
Ja, Mixa heißt in Wahrheit Moulinex
“i like to bang my head übersetzung”
Gerne: “Ich stoße mir gerne den Kopf”
“kann Lena kein Englisch”
Nein, Lena kann kein Englisch.
“phillip frenzel”
“spongebob zeichen und bustaben”
Kann er im Moment nicht. Er ist zu zugedröhnt.
“lena meyer-landshut woher ihr englisch”
Nicht von mir! Ich hatte es ja angeboten…
“Lena’s english is better”
…than Guido Westerwelle’s…and Oettinger’s but then again…that’s not really that much of an agrument, is it?
“wie Eyiafjallajökul seinen Namen bekam”
Im Suff, wie immer in Skandinavien
“lena meyer is she pure german”
Yes, we tried just about any test known to mankind, but still…she seems to be genuinely German
“amoklauf kleiner penis”
Auch mit einem kleinen Penis kann man Amok laufen, nur muss die Waffe dann etwas größer sein. Wir nennen das den “BMW-Effekt”.
“drogen in island”
Aber sicher…einen Berg Eiakraulajökel zu nennen, ist der Beweis
“lena meyer-landrut nimmt ritalin”
Sicher nicht..leider nicht…
“landrut kretschmer”
Hmm…hat Lena ihn sitzen lassen und er ist deswegen Amok Gelaufen? Lena ist Schuld an Winnenden! Neue Verschwörungstheorie!
“kachelmann verschwörung”
Nein, auch da keine Verschwörung. Denkt doch mal nach: Vergewaltigung? Drohung mit Messer? Er ist bei RTL, er und Menowin Fröhlich trainieren für das Prominenten-Big Brother-Haus
“borderline falle”
Borderliner fängt man am besten mit Seroquel oder Haloperidol…und dick Lorazepam drauf…
“mieten 1 monat winnenden”
…als normaler Bürger tarnen, den Angriff planen und durchziehen…echter Profi…
“weichbodenmatte bondage”
Klar…wenn es Dich anmacht…die wehrt sich auch weniger als die Nachbarstochter…
“lena meyer landrut pronounciation”
Es heißt immer noch “proNUNciation”, OHNE O – PRO-NONNE-ZIATION!
“englische pseudonyme finden”
Geh mit ner Deutschlandflagge in eine Kneipe in Manchester und rufe “Fuck England!”. Sie werden Dir dann eine Reihe von Namen anbieten, von denen Du Dir dann einen aussuchen kannst…als letzten Wunsch…
“pädophile Eltern und Schule?”
Solange die nicht bei mir im Unterricht poppen, können die gerne kommen.
“ich bin 24 und kann kein englisch”
Guido Westerwelle kann auch keins und verdient trotzdem dick Kohle…wenn alles nicht mehr hilft, Schlecker hat immer güstig Rasierklingen…
“ölpest webcam”
Ja, zeigt aber nur ein schwarzes Bild…
“aliens und medikamente”
Haldol…hohe Dosierung…dann kommen auch die Aliens nicht wieder…versprochen
“ungereimtheiten amoklauf ansbach”
Wenn Du während Du zwei Molotovcocktails in einen Klassenraum schmeißt und die flüchtenden Schüler mit der Axt bearbeitest, auch noch reimen kannst, bist Du krasser als 50 Cent!
“sango koralle” “haarausfall”
Das passiert wohl häufig. Ich habe bis jetzt keine einzige Sango Koralle mit Haaren gesehen. Aber vielleicht leiht Dir Sido seine Aggro Koralle?
“gegensatz usa brd”
Die Franzosen könnten, wären die Kanadier nicht gewesen, jetzt alle Deutsch…die USA nicht…
“Verschwörungstheorie Lech Kaczinsky”
Der Lech ist ein Fluss in Bayern, Kaczynski ein toter Pole. Daran ist nichts Verschwörerisches.
“härtefallantrag hartz 4 adhs”
…sobald Sie das Formular ausgefüllt haben…
…plus diverse Anfragen nach Nacktfotos, Nacktvideos, Pornos, Pornovides usw. von Lena Meyer-Kandrut nackt.ZU VIELE, um sie aufzuzählen…
cd
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]]>Für die Kiddies: Es gab eine Zeit vor der PS3, für die Erwachsenen, die noch wissen, was ein VT102-Terminal oder was “Pole Position” war: fröhliches Ablachen. Von Pong über Super Mario und Guybrush Threepwood zu Lara Croft in 5 (bizarren) Minuten (Super Mario ist natürlich auch in diesem Video wie immer akut gewalttätig):
Video Games from MUSCLEBEAVER on Vimeo.
Gefunden bei gamgea.com
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]]>Wieder was für das Kapitel “Verschwörungstheorie”:
Alles Schall und Rauch ist davon überzeugt, dass nun auch Christina Aguilera (für Laien: die andere Britney Spears, die ohne Kind und Entziehungskur) zum Kreis der Illuminaten gehört. Ziel der modernen Musik sei es “die Seele der Jugend zu vergiften.” Fast so schön wie die Sache mit der Gewaltmusik.
Für mich ist und bleibt aber Osram das Zentrum der Illuminaten.
cd
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]]>Das Wahrzeichen von Nintendo, der italienische Klemptner Super Mario ist in Wahrheit ein kaltblütiger Killer. Super Mario ist der wahre Grund für den Amoklauf in Ansbach. Das Spiel ist noch gefährlicher als Tetris. Hier der Beweis:
Mario ist jugendgefährdend!
EDIT 23.05.10: Ach so, Mario Kart ist übrigens genau so jugendgefährdend!
cd
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]]>Ein Bild aus der Kategorie “Spaß für die ganze Familie”:
Gefunden bei den Quoolers.
cd
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]]>Oha, jetzt wo Mixa zurückgetreten ist und sich im Strafverfolgungsverfahren befindet, geht den Zeitungen plötzlich der Stoff für Skandalmeldungen zu Kindesmissbrauch aus…also wird in den Archiven gebuddelt und geschaut, was man nun noch so alles an “Enthüllungen” präsentieren kann. Die beliebte Historikerin Eva Herman hat sich als neues Ziel den ewig-68er, Odenwaldschüler und Grüne-Politiker Daniel Cohn-Bendit ausgesucht. Sie schreibt im Kopp-Verlag: Fassungslosigkeit. Warum Walter Mixa gehen musste und Daniel Cohn-Bendit immer noch da ist. Infowars hat den Artikel nebst Video übernommen.
Stein des Anstoßes ist die Zeit der sogenannten “Kinderladenbewegung“, ein Begriff, der meiner Generation und den noch Jüngeren nur noch bedingt etwas sagen dürfte. Kern der Erziehung in den Kinderläden war, neben einer antiautoritären Ausrichtung, auch der Grundsatz, dass kindliche Sexualität nicht zu unterdrücken sei. Es sind in den Protokollen der damaligen Zeit etliche sexuelle Kontakte zwischen Erziehern und Kindern dokumentiert. Cohn-Bendit selbst beschrieb diese Ereignisse in seinem Buch “Der große Basar“, was bereits 2001 von der “Schweizer Zeit” im Artikel “Der Kinderschänder” aufgegriffen wurde. Cohn-Bendit hat in seiner Zeit mit den Grünen mehrfach Gesetzesentwürfe ausgearbeitet, die “gewaltfreie Sexualität” zwischen Minderjährigen und Erwachsenen straffrei stellen soll. (vgl. z.B. Artikelreihe “Sexuelle Gewalt an Kindern: Politisch akzeptierte Wirklichkeit?“, ebenfalls von Eva Herman).
Was für die heutige Generation unvorstellbar klingt, war damals ein revolutionär neuer Ansatz der Erziehung als Kontrast zum Konservativismus und der Autorität Erwachsener. Transparenter wird die Debatte, wenn man sich folgende Positionen zu Gemüte führt:
1. Lloyd deMause: “Hört Ihr die Kinder weinen. Eine psychogenetische Geschichte der Kindheit”, Frankfurt 1977 (Original New York 1974) und
2. Philippe Ariès: Geschichte der Kindheit, München/Wien 1975 (Original Paris 1960)
Zwei gegensätzliche Positionen zum Begriff der Kindheit. Während Ariès die Ansicht vertritt, die künstliche “Erfindung” von Kinheit hat das ursprünglich glückliche (wenn auch von viel Unfall, Krankheit und Tod begleitete), von Kontakten mit “Verschiedenen Klassen- und Altersstufen” geprägte Leben der Kinder zu einem unglücklichen, von Strafe (“Rute und Karzer”) und durch Erwachsene fremdbestimmten Leben gemacht, vertritt deMause die Ansicht, die Erfindung der Kinheit sei ein Segen, der zum beschützend-lenkenden Verhältnis der Erwachsenen zu Kindern führte, weg von der Kindstötung in Antike und Mittelalter.
Tiefer will ich da gar nicht hineingehen, sondern empfehle nur diese beiden Bücher als Grundlagenliteratur der Debatte. Der Bezug zum Thema aber ist, dass der Blick auf Entwicklung mit der unterliegenden Theorie steht und fällt. Da die 68er fast alle Formen der Autorität verneinten, war daraus eine der logisch notwendigen Konsequenzen, auch bei der sexuellen Entwicklung nicht autoritär einzugreifen. Als Einführung in die 68er: Rudolf Sievers (Hrsg.): 1968. Eine Enzyklopädie, Frankfurt a.M. 2004
Mein persönlicher Senf dazu ist: Das wird immer ein schwieriges Thema bleiben…zwar sollte heute klar sein, dass man den Kindern nicht die Masturbation mit “davon wirst du blind” oder “Gott wird dich strafen” und damit das Entdecken eigener Sexualität sauer machen sollte, aber im interpersonellen Verhältnis zwischen Erzieher und Edukand sind die Grenzen bisweilen fließend…meine Philosophie ist da, lächelnd aber nicht strafend oder tabuisierend abzulehnen, auch bei pubertären “Übergriffen” und Flirtversuchen von Schülerinnen (was aber mit steigendem Alter ohnehin nachlässt…ich glaube, ich verliere langsam mein Mojo…), die jedem Lehrer und jeder Lehrerin im Laufe der Karriere immer mal begegnen werden…versucht man aber, der Sache theoretisch fundiert habhaft zu werden, so wird man immer eine mehr oder weniger breite Ambiguität feststellen, die von mangelnder Neutralität gegenüber dem Thema begleitet ist…ungefähr so, wie das Frauenbild und das Familienkonzept unter Hitler…
Liebe Frau Herman: Wer sich so derbe mit dieser Form von Ambiguität (und um die müssen Sie gewusst haben…) in die Nesseln setzt und den Interviewern ins lange gesehene offene Messer läuft und sich auf eine “neue Interpretationsweise” beruft und sich als falsch verstandenes Opfer der Medien darstellt, sollte sich bei anderen, die es zu ähnlich kritisch behafteten Sachverhalten Ihnen gleich tun, nicht so weit aus dem Fenster lehnen…das wirkt schief und wie journalistischer Opportunismus, weil das Thema ja gerade Leser verspricht…eine eher schwache Nummer…
cd
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]]>Liebe Studierende,
da ich wie alle braven Promovenden um diese Uhrzeit noch mit Trinken Arbeiten beschäftigt bin, bitte ich Sie als Studierende einer Kunsthochschule zur nächsten Seminarsitzung folgende Kernfragen der 68er-Revolution, ohne die ein tieferes Verständnis der Psychopathologie des jugendlichen Amoktäters nicht möglich ist, selbständig bis zum nächsten Donnerstag zu erarbeiten:
1. Wer war Syd Barrett?
2. Welchen Bezug hat David Gilmour zu den Thesen von Timothy Leary?
3. Wer ist Floyd und warum ist er rosa?
Eine mündliche Ausarbeitung ist ausreichend…
cd
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]]>Da stoße ich doch bei Jackthepot auf ein sehr lustiges Video, das die Befreiung eines gekaperten Tankers aus Sicht der Helmkamara eine der Mitglieder der Spezialeinheit zeigt. Schön in Ego-Shooter Perspektive mit Blick über die Waffe…die neue Generation der Killerspiele ist also schon ordentlich nah an der Realität. Leider ist der Kommentar auf holländisch, aber der Coolness tut es keinen Abbruch!!
SEKs rocken..
cd
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]]>Viele standen vor dem Problem, anderen ist es noch erspart geblieben, aber ich bezweifele, dass Ansbach wirklich das letzte Ereignis in Bezug auf Schulamok war, somit werden sich auch künftig Kollegen der Herausforderung der Nachbereitung stellen müssen. In der Oberstufe kann ich soetwas sachlich machen, aber gerade in den Klassen 5 bis 7 löst ein solches Ereignis eine große Angst aus, es könnte demnächst auch an ihrer Schule geschossen werden. Da der schulpsychologische Dienst generell überlastet ist und außer einer kurzen Motivationsrede nicht viel tut, bleibt die Betreuung der Schüler also an uns Lehrern hängen. Eine Methode, die ich bereits erfolgreich angewendet habe, ist die Didaktisierung mittels theaterpädagogischer Methoden. Mit der amerikanischen Schauspielerin und Regisseurin Julie Stearns (Folkwang Universität der Künste, Universität Duisburg-Essen u.a.) habe ich schon die abstrusesten Projekte realisiert. Wenn sie mich nicht gerade im saukalten Duisburger Hauptbahnhof einen alternden 68er mimen lässt, oder einen Frauen verprügelnden Irren mit Hang zur Performancekunst, arbeitet sie gerne mit Schülern an theaterpädagogischen Projekten. Ein Projekt, das ich durch sie kennengelernt habe, ist das freie Theaterstück “Bang Bang You’re Dead” von William Mastrosimone. Im Rahmen der didaktischen Ausbildung in Literaturwissenschaft haben wir es damals als studentische Theatergruppe (“Only Connect”, die heute noch am Campus Essen existiert) aufgeführt. Es ist frei erhältlich und soll, so der Autor, “von Kindern für Kinder” gespielt werden. Heißt in der Praxis: Jeder darf es tantiemenfrei verwenden, wenn er es z.B. für den Zugang zur Thematik im Unterricht oder sogar in einer Theatergruppe an der Schule verwenden möchte. Aus diesem Grund können Interessierte es auch bei mir downloaden. Die einzige Einschränkung, die der Autor macht, ist die, dass das Stück nicht auf Film oder Video veröffentlicht werden darf, da er es wichtig findet, dass “Junge Leute dieses Stück von ihren Peers aufgeführt sehen”, also von ihnen bekannten Darstellern. Zentrale Person ist der Jugenliche Josh, der im Verlaufe des Stückes seine Eltern und fünf Mitschüler tötet. Die Geschichte ist eng an den Amoklauf von Kip Kinkel 1998 angelehnt. Das Stück aufzuarbeiten und mit Schülern aufzuführen ist eine angenehm andere Herangehensweise als beispielsweise das ebenfalls oft verwendete Buch “Ich knall euch ab!” von Morton Rhue (dem Autor von “Die Welle“), das als Lektüre konzipiert ist. Stearns hat das Stück im letzten Jahr nochmals erfolgreich mit einer Gruppe Hauptschüler aufgeführt. Als Einakter ohne zwingende Requisiten ist es relativ einfach auf von mit der Leitung von Theatergruppen unerfahrenen Kollegen relativ schnell realisierbar. Die Hauptrolle des Josh kann, wie es auch bei der Premiere des Stückes der Fall war, auch von zwei Schülern im Wechsel gespielt werden, da der zu lernende Text der Hauptrolle relativ umfangreich ist.
“Do it in the living room for your parents to see…”
cd
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]]>Der Überwachungsstaat fordert seine ersten Opfer…nachdem ein Kollege einen Wachmann, der von sich einen Ganzkörperscan in einem der berüchtigten “Nacktscanner” anfertigen ließ, wegen seines kleinen Penis gehänselt hatte, rastete dieser aus und verprügelte ihn mit einem Teleskopschlagstock auf dem Parkplatz…und ja, ich finde auch, der Typ sieht aus wie Billy Joel….
cd
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]]>Es ist glaube ich lange genug her, dass ich die Geschichte nun erzählen kann:
Im Rahmen unseres Projektes an Hauptschulen in Essen hatten wir im Seminar “Gewalt in der Schule” (das ich dieses Semester mit Freuden an der Folkwang Universität der Künste mache – deutlich schöner als die Betonklötze am Campus der Uni DuE) einige Acht- und Neuntklässler eingeladen, um sich von den Studierenden Fragen zum Leben an der Hauptschule stellen zu lassen. Es ging uns darum, gängige Klischees näher zu beleuchten und Vorurteile bei den angehenden Lehrern abzubauen. Die Seminarsitzung klappte auch recht gut, aber am späten Nachmittag stand einer der Studierenden aus dem Seminar plötzlich bei mir im Büro: Sein Fahrrad sei gestohlen worden und er sei sicher, einen der eingeladenen Schüler damit weglaufen gesehen zu haben.
Lange Rede, kurzer Sinn: Es stellte sich heraus, dass der verdächtigte Schüler tatsächlich das Fahrrad abgezogen hatte. Er wollte es verkaufen. Somit hatten wir erfolgreich unseren Studierenden klarmachen können, dass nicht alle Hauptschüler klauen und hehlen… nur manche von ihnen
cd
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]]>Der englische Lehrer, der vor einer Weile einen Schüler mit einem Gewicht aus einem Vorbereitungsraum fast totgeschlagen hat, ist bezüglich der Anklage auf versuchten Mord freigesprochen worden. Aufgrund seiner psychischen Erkrankung gelte er als unzurechnungsfähig. Das Gericht wolle eine Entscheidung finden, die ihm “bei seinen Problemen helfe”.
Lustig finde ich den letzten Satz: “Die Schule hat noch nicht entschieden, ob H. vom Dienst suspendiert wird.” Ahja…einen Schüler fast umzubringen ist also nicht notwendig ein Grund zur Suspendierung? Da gehts ja zu wie an der Odenwaldschule…
cd
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]]>Jahrgang 1978, Lehrer, Pädagoge, Zyniker.
Ich sammele Sporen, Grünspan und Schimmelpilze und spiele gerne gewaltverherrlichende Killerspiele, vorzugsweise im Clan mit meinen Schülern.
Ach ja, den deutschen Alicebot habe ich auch gebaut…
Mehr zur Person im Interview auf whohub.
Beruflich: www.englischtrainer.biz
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]]>Jetzt ergibt alles plötzlich einen Sinn…warum bin ich nicht selbst darauf gekommen? Jahrelang dachten wir, Robert Steinhäuser, Bastian Bosse, Tim Kretschmer, Georg R. und alle anderen Amokläufer hätten entweder eigenmächtig gehandelt, oder wären als Schläfer per Fernbedienung von Geheimdiensten und anderen dunklen Mächten aktiviert worden. Die Titanic aber hat das Muster hinter allen Amokläufen durchschaut. Auch passen der Absturz des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski und andere Attentate plötzlich nahtlos in das Puzzle. Was können wir auf den folgenden Bildern erkennen?
Keine Gemeinsamkeiten? Doch! Die Blumen! Alle Amokläufe und sonstige Taten wurden perfide von Fleurop geplant und durchgeführt! Eine Verwicklung der Grabkerzenindustrie ist ebenfalls nicht auszuschließen!
cd
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]]>Ich hatte ja vor einer Weile auf die Dokumentation “Amok in der Schule” über Robert Steinhäuser auf Youtube hingewiesen. Das Intro ist ein von Robert Steinhäuser in einer Deutscharbeit verfasster Text, der von Herbert Grönemeyer vorgelesen wird. Das ist an sich schon bizarr, aber als ich den Film heute Nachmittag im Seminar nochmal gezeigt habe, fiel mir auf, dass der andere Sprecher im Film Thomas Danneberg ist, die deutsche Synchronstimme von “Terminator” Arnold Schwarzenegger….das ist doch pure Absicht, oder?
cd
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]]>Jeder hat manchmal diese Phantasie…den Schüler X und einen großen, schweren Gegenstand nehmen und draufhauen, bis er aufhört zu zucken…die wenigsten aber tun dies auch im echten Leben. Löbliche Ausnahme: England! An der All Saints Roman Catholic School in Mansfield hat ein Lehrer einen Schüler mit einem Gewicht den Schädel eingeschlagen und fast totgeprügelt. Was lernen wir daraus?
1. Wenn ein Kollege aus der Psychiatrie zurückkehrt, gebt ihm ein halbes Jahr lang nur die Oberstufe
2. Die Katholiken sind doch fähig zur Veränderung. Kinder vergewaltigen ist out, Kinder klatschen ist in!
cd
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]]>Ausgerechnet der Governator Schwarzenegger macht sich für einen härteren Jugenschutz in Kalifornien stark. Im Gegensatz zu Deutschland werden vom amerikanischen Äquivalent der FSK zwar Filme, aber nicht Computerspiele erfasst. Diese sind ab 12 Jahren frei verkäuflich. Schwarzeneggers Regierung versuchte bereits 2005 ein Verkaufsverbot von Killerspielen an Minderjährige zu erwirken, da diese auf einem “abartigen und krangen” Interesse an Gewalt lägen, ein Gericht kippte diese Entscheidung aber wieder, da ein Zusammenhang zwischen Egoshootern und Jugendgewalt nicht ausreichend wissenschaftlich belegt war.
Nun soll der oberste Gerichtshof die Sache im Oktober eindeutig klären. Ich erinnere mich noch daran, wie ich das Spiel zu “Total Recall” auf dem NES gespielt habe…und die “Terminator“-Serie in der Spielhalle…Schwarzenegger ist echt ein guter Werbeträger für Gewaltfreiheit…so sind die Österreicher…erstmal an der Regierung, wird erstmal alles verboten, was ihnen nicht gefällt, auch wenn es ihnen zum Wahlsieg verholfen hat…
cd
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]]>Im Beck-Blog lese ich heute, dass der Prozess gegen Georg R., den Amokläufer von Ansbach, nun doch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird. Der Autor Prof. Dr. Henning Ernst Müller sieht dies Kritisch und beruft sich auf den Beitrag “Maulkorb für die Medien” auf Spiegel Online.
Ich verstehe die Aufregung nicht. Ich finde es eher angenehm, dass die Presse und das Fernsehen warten müssen, bis die Fakten auf dem Tisch liegen und nicht wieder wüste Enten geschmiedet werden, die im Prinzip aus aus dem Kontext gerissenen Satzteilen bestehen…was soll die Berichterstattung auch groß bringen? Er hat ja bereits gestanden und aufgrund der Persönlichkeitsstruktur, die man alleine durch den Modus Operandi mutmaßen kann, wette ich eine Flasche guten schottischen Singlemalt, dass er vermindert oder gar nicht schuldfähig gesprochen wird und anstatt im Gefängnis in der Psychiatrie landen wird, wo er ja ohnehin schon einsitzt…alles andere würde mich überraschen, da ich nicht glaube, dass irgendein Psychiater einem Jugendlichen, der seine Mitschüler mittels Brandflasche aus der Klasse treibt, um ihnen mit der Axt aufzulauern, volle geistige Gesundheit und somit Schuldfähigkeit attestieren wird…schauen wir mal…
cd
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]]>Der Jahrestag von Winnenden ist gelaufen und schon kehrt wieder Normalität im Lande ein. Naja…fast jedenfalls, eine Gruppe unerschütterlicher Idealisten hat immer noch das Patentrezept gegen Amokläufe. Schuld an allem sind ja vor allem die Waffen, die man im Prinzip an jedem Kiosk kaufen kann (zumindest im Norden von Essen, die Walther P99 Zollverein-Karnap Special Edition ist z.B. ein beliebtes Touristensouvenir aus der Kulturhauptstadt, genau wie Platten vom Vogelheim Hartreim Projekt). Die Grünen als Berufsaufgeregte Baumkuschler schreien natürlich am lautesten. Stein des Anstoßes: Die Waffenmesse in Sinsheim. Nach der “Schamfrist” wegen Tim Kretschmer hat nun zum ersten Mal wieder die Internationale Waffenbörse IWB stattgefunden. Der Veranstalter warb mit dem Slogan, die Messe sei “für die ganze Familie”. Daran störten sich die Grünen am meisten und verlangen das totale Verbot aller Waffenschauen. Ich denke, das Problem ist deutlich kleiner. Es liegt an dem Wort “für”…Waffen sind natürlich gegen die ganze Familie!
Eine ähnlich lahme Argumentationslinie verfolgt Mitch’s Weblog, das sich darüber aufregt, dass ehemalige Dienstwaffen der Polizei und anderer Behörden an Privatpersonen veräußert werden. Ich lasse die Argumentation für sich selbst sprechen:
“[...] Ein Rentner tötet drei Männer mit einer P3-Pistole. Der Bundesgrenzschutz hatte diese Waffe in den sechziger Jahren ausgemustert und verkauft. Noch Jahrzehnte später können solche Waffen töten, die Behörden in den freien Handel gaben…”
Ähm..ja…genau wie fabrikneue…habt Ihr Weltverbesserer echt nicht mehr drauf als “Wenn wir Waffen abschaffen, gibt es keine Gewalt mehr auf der Welt!” ?!…selbst der Pfeiffer hat doch mittlerweile verstanden, dass ich zur Not auch mit einem Quietscheentchen jemanden umbringen kann..
Aber wenigstens ist ja hinreichend bekannt, dass Killerspiele zu schweren Krankheiten führen…
cd
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]]>In einer schweizer Talkshow zog der Präsident des Islamischen Zentralrates der Schweiz (IZRS), also das schweizmuslimische Pendant zu Paolo Pinkel, Nicolas Blancho den Unmut der Geladenen auf sich. Stein des Anstoßes: Die Aussage, dass das Schlagen von Frauen zur Glaubensfreiheit gehöre.
Da die Schweiz sich als Vorbild der Multikulturalität erwiesen hat, finde ich als Ruhrpottler auch, dass die Weltkulturhauptstadt als Einwanderungsgesellschaft diese zwar randständige, aber durchaus nachvollziehbare These stützt, indem wir neben dem Weltfrauentag und dem Schnitzel-und-Blowjob-Tag auch einen Tag zur freien Verfügung über die eigene Ehefrau einführen. Gerne auch während des Frühstücks auf dem Ruhrschnellweg A40. Immer der gleiche Ärger…erst baut man ihnen Frauenhäuser und dann muss man sie noch dahin prügeln….
cd
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]]>Da unsere Freunde, die Exilbriten jenseits des Atlantiks bekanntermaßen friedfertige Menschen sind und mit ihrem liebsten Partnerland China zu den wenigen Ländern gehören, die in ihrem Rechtssystem noch den Tod als Rehabilitationsmaßnahme von Strafgefangenen aufführen, gibt es auch regelmäßig Neuigkeiten aus dieser Sparte. Vor allem tendenziell eher konservative Staaten wie Utah erfreuen sich noch an der Ultima Ratio der Justiz, so sie doch ansonsten von der Ratio zugunsten der Bibel eher weniger Gebrauch machen. Zwar wird nicht mehr wie im guten alten Westen auf dem nächsten Hügel ein Galgen gezimmert, aber in der Theorie können Puristen sich anstatt der modernen Giftspritze in den Arm, die übrigens nur von einem dem Eid des Hippokrates verpflichteten approbierten Mediziner verabreicht werden darf, auch lieber ein paar Kugeln in die Brust bekommen, wenn sie dies wünschen. Am 18 Juni ist es soweit. Streng nach der Kahn’schen Regel (“Wir brauchen Eier!”) lebend, wünschte sich der Mörder Ronnie Lee Gardner einen Tod im Henry Fonda-Stil. Kurz und schmerzlos wie die amerikanische Justiz, die es bereits nach 25 Jahren schaffte, den Termin der Hinrichtung festzusetzen. Somit zeigt sich wieder, dass die USA der Vorreiter und das leuchtende Beispiel aller westlichen Demokraturen sind!
cd
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]]>EDIT: Sorry, ich meinte natürlich Marek Hoffmann, nicht Marek Fuchs…das war ein Automatismus..
Meine Reaktion auf den Artikel über Constantin Film und die Ausschnitte aus “Der Untergang” auf BasicThinking scheint den Autor Marek Hoffmann verärgert zu haben. Da ich ja kürzlich noch über das Verstecken hinter Pseudonymen und Weglaufen vor Verantwortung für die eigenen Äußerungen vom Leder gezogen habe, stelle ich mich in einem eigenen Beitrag der Konfrontation:
Lieber Marek,
1. Ich habe den gesamten Artikel gelesen. Ob ich ihn verstanden habe, überlasse ich Deinem Urteil als Autor. Du könntest mir aber auch die ursprüngliche Intention nennen…
2. Gegenfrage: Hast Du meine Position zur Thematik im verlinkten Artikel “jedem das seine” gelesen und Verstanden? Falls ja, verwundert mich Deine Reaktion…war das Statement nicht transparent genug?
3. Zum eigentlichen Gegenstand: Wenn Du mich so fragst, sollte keiner mehr die Formulierung “dunkelstes Kapitel” verwenden, aus zweierlei Gründen:
A) Weil die Bezeichnung “dunkelstes Kapitel” eine relative Größe ist. Was erschreckend am Holocaust ist, ist nicht der Genozid an sich. Alle Nationen der Welt haben in dieser Hinsicht etwas auf dem Kerbholz. Was den Holocaust so erschreckend macht, ist auch nicht die reine Opferzahl. Es ist die kühle Technisierung der Massenvernichtung und die Ausbeutung ihrer Opfer…Topf&Söhne, Zyklon B, IG Farben usw., sowie die Tatsache, dass unter uns noch Zeitzeugen, sowohl auf Opfer- wie auf Täterseite leben. Es ist die Unbegreiflichkeit “wie Menschen soetwas tun” können. Auf die Psychologie des Holocaustes will ich hier nicht eingehen, das ist eine andere Diskussion (und ich schließe mich da Harald Welzer an, mit dem ich den gleichen Sachverhalt im KWI in Essen länger diskutiert habe). Was den Holocaust so urgewaltig erscheinen lässt, ist die Opferzahl..aber kann die Opferzahl alleine ausschlaggebend für das normative Kriterium “schlimm” sein? Als konsequentialistisches Argument würde ich das verneinen. Waren dann die russischen Gulags schlimmer als Auschwitz, weil Stalin mehr Menschen hat sterben lassen als Hitler? War der systematische Mord an “Wilden” in den Zeiten der Kolonialisierung dann weniger schlimm, weil man die Menschen im Kapf getötet hat und nicht in Gaskammern? War das Verdrängen der “Indianer” in den heutigen USA weniger schlimm als die Ghettos des dritten Reiches, weil man den Indianern das Land ja “abgekauft” hatte? Waren die öffentlichen Hexenvebrennungen im Mittelalter im Namen eines Gottes weniger schlimm, als das wahllose öffentliche Erschießen oder Aufhängen Andersdenkender und “Undeutscher”, mit einem Schild “Ich bin ein Vaterlandsverräter” und dergleichen, durch SA und SS, weil es weniger tote Hexen als tote Kommunisten gab? China und Tibet kommentiere ich nicht weiter. Ich denke, Masse und Modus dürfen aus ethischer Sicht kein Kriterium sein. Aus ethischer Sicht sind zehn Tote aus politischen Motiven einer Million Toten gleichwertig, also die Taten gleich “schlimm” oder “dunkel”. Eine hohe Opferzahl mag erschreckender sein, in der Natur der Sache aber bleiben die Taten gleich. Zahlen sind nur für Politiker, die zwischen “bewaffneter Konflikt” und “Krieg” unterscheiden müssen…die OSZE legt exakte Zahlen fest, wann welcher Begriff zu verwenden ist. Letztendlich habe ich zu der Sache das gleiche Verhältnis zu “jedem das seine”. Es muss irgendwann einfach mal gut sein. Den Katholiken halten nur noch Leute, denen die Argumente ausgehen, die Kreuzzüge vor, den Amis rechnet keiner mehr auf, dass das ganze Land auf dem Blut der Ureinwohner gebaut ist, die Portugiesen, Spanier und Engländer lassen wir auch mit den alten Geschichten in Ruhe…selbst den Iren erzählt keiner mehr, was er von Belfast und IRA hält…wenn mir jemand “unsere” Geschichte vorhalten will, der wende sich bitte an meinen Großvater und frag ihn, warum er die schwarze Uniform mit dem Totenkopf getragen hat…der lebt noch…ich bin Jahrgang 1978, das ist nicht “meine”, sondern “Eure” (die Kriegsgeneration ist gemeint) Geschichte. Die 68er haben lange genug untersucht, die letzten Kriegsverbrecher sind im Greisenalter und nicht mehr haftfähig, nun muss es doch langsam gut sein…zumindest mit normativ konnotierten Begriffen wie “Kollektivschuld” oder eben “dunkelstes Kapitel deutscher Geschichte”…das ist eine plakativ-wertende Bezeichnung, totgeritten durch die Knoppisierung der Geschichte und vorgetäuschtes “wir”-Gefühl, in einem Land, in dem es schon lange kein durch den Begriff suggeriertes generationenübergreifendes “wir” mehr gibt…ich würde mir für meine und kommende Generationen eher entweder die britische Art des Umganges damit wünschen, nämlich gesellschaftsübergreifend über den Schicklgruber zu lachen, oder es wie das behandeln was es ist, ein Gegenstand von vielen in einem Geschichtsbuch…
Um es noch weiter zu differenzieren (ich sehe vor meinem Geistigen Auge schon den ersten “Holocaustleugner”-Kommentar): Ich finde es dort angebracht, wo noch Zeitzeugen sind. Die härtesten Judenwitze habe ich von einem alten Rabbi in Schottland gehört, nachdem er erfahren hatte, dass ich der deutsche Fremdsprachenassistent bin…im Imperial War Museum in London gibt es eine Ausstellung zum Thema Holocaust. Ich war als Deutscher natürlich skeptisch, eine Ausstellung zu dem Thema in England zu besuchen, aber das war im Nachhinein eine der akribischsten und gleichzeitig wertneutralsten Ausstellungen, die ich dazu je gesehen habe. Kein Wort von “gut” oder “böse”, nur Fakten…Filmausschnitte, die Rede vom Totalen Krieg von Joseph Goebbels, ein Berg Schuhe und Haare, ein Eisenbahnwaggon etc. mit rein deskriptiven Beschreibungen….wenn eine derNationen, die in unserem Bombenhagel gelegen haben, das hinbekommen, wird es auch für uns langsam Zeit…Warum ich diese Ausstellung erwähne? Eine jüdische Familie hatte ihren alten Großvater in die Ausstellung begleitet…vor dem Schaukasten mit Kleidung, die den Judenstern zeigte, hielt er inne…ich stand so zwei Meter schräg neben ihm…da schaut er mich an und fragt -mit deutschem(!) Akzent “Can you imagine a greater stigma?”…ich habe genickt und ihm meinen deutschen Personalausweis gezeigt…er sah mich mit großen traurigen Augen an, lächelte dann aber und nickte ein paar Mal…
Für den alten Mann hätte ich die Kollektivschuld gerne als Projektionsobjekt auf mich genommen…hätte er mir aus dem Stand eine vors Maul gehauen, ich hätte mich nicht gewehrt…aber nur ER hätte das gedurft…nicht sein Sohn und nicht sein Enkel…genau wie ich tiefes Verständnis für den bösen Blick der alten Veteranen auf meiner Normandiereise hatte, wenn sie hörten, dass ich Deutsch sprach…hätten die mir mit ihrem rostigen Stahlhelm eins über den Schädel gezogen, das wäre okay gewesen…aber auch deren Söhne und Enkel hätten das nicht gedurft…das sind für mich zwei Paar Schuhe…
B) Weil ich noch die “alte Schule” der Journaille mag, in der es nicht um pointiert-stellungsbeziehende Artikel, sondern um Neutralität des Autors geht. Gut, das ist mittlerweile ein nicht mehr vorkommendes Idealbild, aber immer noch mein persönlicher Leitsatz in der Redigierung beruflich verfasster Texte. Hättest Du in einem Privatblog die Formulierung verwendet, hätte ich die vermutlich mit “jaja” überlesen…bei einem Berufsschreiber eines sehr breit gelesenen öffentlichen Mediums wie BasicThinking hätte ich, gerade weil es sich um ein Technik- bzw. Internet-/New Media-Blog handelt, eine neutrale Formulierung wie “ein Film, der sich mit dem Ende des Dritten Reiches” oder “mit den letzten Stunden Adolf Hitlers befasst” erwartet, anstatt einer Focus-mäßigen Platitüde…daher mein Kommentar. Aber, Dein Blog, Deine Schreibe, Deine Regeln…es war nicht als Affront gemeint, sondern nur als Ausdruck der Irritation…
BasicThinking bleibt im RSS-Abo…auch mit gekürzten Artikeln
cd
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]]>Was bekommt jemand in Deutschland, der komisch singt, der Leute bedroht, einen IQ knapp unter Wiener Schnitzel hat, seine Cousine mehrfach schwängert, Kokain nimmt und damit dealt und Freunde hat, die gerne Bars zerlegen? Außer einem Exklusivinterview bei RTL nur den Zorn der Politik und eine Audienz bei DeBulln™. Die Rede ist natürlich vom DSDS-Verlierer und bald Ex-Freund von Dieter Bohlen Menowin Fröhlich. Wo der Unterschied zu den USA besteht? Dort hätte er nur einen Plattenvertrag und Sex mit Mark Medlock bekommen…
cd
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]]>Der deutsche Starregisseur Wolfgang Petersen will den Tod von Lech Kaczinski verfilmen. Nachdem bereits das Remake des Katastrophenfilms “Poseidon Inferno” (deutsch: Die Höllenfahrt der Poseidon) erfolgreich war, will er nun einen neuen Teil der in den 70er und 80er Jahren so populären “Airport“-Reihe drehen. Nach “Aiport”, “Airport 75: Giganten am Himmel“, “Airport 77: Verschollen im Bermuda-Dreieck” und “Airport 79: Die Concorde” (In Deutschland “Airport 80: Die Concorde”) folgt nun “Airport 2010: Die Tupolew”. Die Handlung: Der ehemalige KZ-Aufseher John D. (Ernest Borgnine) lebt unter falschem Namen (“Georg Wilhelm Busch”) unerkannt in den USA. Er wird von seinem Nachbarn (Tom Cruise) durch übersinnliche Kräfte enttarnt (eine Anspielung auf den Kassenschlager “Kampf der Thetanen” mit Cruise und John Travolta in den Hauptrollen) und soll erst hingerichtet, und dann nach Deutschland ausgewiesen werden. In einem unbeobachteten Moment tötet er seine drogenabhängige Frau (Amy Winehouse) in der Familienzusammenführungszelle und flieht zusammen mit der Mitgefangenen “Papillona” (Natascha Kampusch) von der Gefängnisinsel Guantanacatraz. Sie besorgen sich Waffen von dem farbigen muslimischen Crackdealer Obama bin Barack (Eddie Murphy) und entführen zwei Flugzeuge vom New Yorker John F. Kennedy Airport. Papillona macht dabei einen schweren Fehler. Sie schiesst versehentlich auf den Piloten (Muhammed Scheuer-Millch). Ein Arzt (Hugh Laurie) ist zwar an Bord, dieser spritzt dem Captain aber versehentlich eine Überdosis Propofol, woraufhin die Maschine in das World Trace Center stürzt. John D. aber kapert erfolgreich die Maschine des polnischen Präsidenten (Jaroslaw Kaczynski) und zwingt die Piloten (Bud Spencer und Terence Hill), ihn nach Stalingrad zu fliegen, damit er beim Russischen Präsidenten (Bob Hoskins) Asyl beantragen kann. Die deutsche Bundeskanzlerin (Hella von Sinnen) schickt sofort, ein Geschwader an Eurofightern, um die Maschine abzufangen, muss aber feststellen, dass die Kampfflugzeuge noch gar nicht geliefert wurden. Ihre einzige Chance: der Staatsgefangene Matthias Rust (Ingolf Lück). Er soll auf dem Roten Platz landen und den russischen Präsidenten warnen. Währenddessen bricht eine Gruppe radikaler Palästinenser unter der Führung eines desertierten Generals (Uri Geller) in das Atommüllager Gorleben ein und stiehlt mehrere Tonnen waffenfähiges Plutonium. Zwei zu Scientology konvertierte Physikprofessoren (Joachim Bublath, Jean Pütz) bauen ihnen nach detaillierten Plänen eine Atombombe, mit der die griechische Regierung um mehrere Milliarden erpresst werden soll. Nachdem das Unterfangen wegen eines Umweltaktivisten in der Gruppe (Peter Lustig) scheitert, entsorgen sie die Bombe heimlich in einem Vulkan auf Island. Das stellt sich im Nachhinein als großer Fehler heraus: Der Vulkan bricht aus! Die Explosion ist so gewaltig, dass sie im kilometerweit entfernten Deutschland die Tür eines fahrenden ICE heraussprengt und bis nach Russland schleudert. Die Tür trifft die Maschine von Matthias Rust, die daraufhin mit der Maschine des polnischen Präsidenten kollidiert. Beide Maschinen stürzen in einen Wald bei Smolensk. Rust wird bei dem Absturz getötet, lediglich der Präsident und John D. überleben. Sie sprechen sich inmitten der Wrackteile aus und der polnische Präsident verspricht, John D. bei seinem Asylantrag zu helfen. Während sie Hand in Hand von der Absturzstelle fortschlendern werden sie aber von einem sehbehinderten Jäger (Sean Connery) für Elche gehalten und erschossen.
Der Film soll noch 2010 in die Kinos kommen.
cd
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]]>Hawthorne vom “erwachen”-Blog schrieb einen Kommentar zu “Ist die Aschewolke nun gefährlich oder nicht?“. Meine Antwort wird lang genug, um einen eigenen Blogeintrag zu schreiben…
Das Verhalten der Flugzeugmanager wird in meinen Augen immer verantwortungsloser. Gerade lese in Spiegel online den Artikel “Luftfahrtverband wütet gegen Europas Regierungen”. Ist es denn wirklich so weit, dass das Geld alles bestimmt. Was macht es denn aus, dann die Leute lieber einen Tag später heimfliegen. Die Flugzeugmanager verdienen doch genug Geld. Das wird immer bedenklicher.
1. Es war schon immer so, dass Geld alles bestimmt. Wer etwas anderes behauptet, ist für mich ein unverbesserlicher Idealist.
2. Was es ausmacht? Millionenbeträge. Die Fluggesellschaften müssen allen (!) Passagieren in Europa (wenn es eine große internationale Airline wie die Lufthansa ist) Übernachtung und/oder Alternativtransport zahlen, plus Verpflegung etc. denn als Passagier trete ich erstmal der Fluggesellschaft in den Hintern. Verpasse ich einen Kundentermin, mache ich die Gesellschaft auch für Verdiensausfall haftbar und verlange mein Ausfallhonorar von denen. Platzt der gesamte Vertrag, kann ich die Airline auf mindestens 50% des Vertragswertes verklagen. Und ich werde sicher nicht der einzige Geschäftsreisende sein. Für Cargo gilt das gleiche. Habe ich als Händler Ausfälle, weil meine Ware nicht ankommt, zerre ich die Gesellschaft vor den Kadi. Die Lufthansa und andere haben nur eine einzige Chance: Entweder zu erreichen, dass das Flugverbot sich als Fehlentscheidung herausstellt, damit sie den Schaden auf die Verursacher abwälzen können, oder aber, dass eine tatsächliche Gefahr für den Luftverkehr unmittelbar nachgewiesen und das Flugverbot für rechtens erklärt wird, denn dann fällt es unter “höhere Gewalt” und dafür steht im Kleingedruckten eines jeden Tickets eine Ausnahmeklausel – die Airline ist bei offizieller höherer Gewalt praktisch unangreifbar. Darum schreien die, nicht um ihre Passagiere zu schützen.
cd
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]]>Nachdem ja wohl bewiesen ist, dass Kaczinski einem Attentat zum Opfer gefallen ist, ist nun auch klar, wer den Vulkanausbruch auf Island verursacht hat: es waren die Homöopathen. Es ist in den Kreisen der Homöopathieanhänger hinlänglich bekannt, dass Globuli aus Vulkanasche diverse Beschwerden lindern. Nachdem die Sekte 1023 in einem heldenhaften Selbstversuch demonstriert hatte, dass selbst extreme Überdosen homöopathischer Mittel keinen Effekt haben, ist nun klar, dass Homöopathiebefürworter ein Exempel statuieren wollten, indem sie den Vulkan in Island mutwillig gesprengt haben. Damit sollte den Kritikern der Homöopathie gezeigt werden, dass hohe Dosen Vulkanasche sehr wohl einen Effekt haben. Es zeigt aber auch sehr deutlich die Nebenwirkungen, die bei homöopathischer Behandlung auftreten können, z.B.
-Schlaflosigkeit (vor allem in überfüllten Terminals)
-Rückenschmerzen (durch liegen auf nicht gepolsterten Plastiksitzen in Flughäfen)
-Tinnitus (Durch Babygeschrei in Wartehallen)
-Übelkeit (durch Busfahren)
-Aggression (weil die Lufthansa keinen Kaffee mehr hat)
Eine Untersuchung der Ergebnisse steht noch aus…
cd
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]]>Nun kommt die Verschwörungsgerüchteküche um den toten Lech Kaczinski ja so richtig in Wallung. Es kursiert ein Video, das angeblich die Absturzstelle der Präsidentenmaschine zweigt und auf dem Schüsse in unmittelbarer Umgebung zu hören sind. Infowars vermutet schon, die BILD sei in das ganze verstrickt, da sie die Schüsse nicht in ihrer Berichterstattung erwähne. Nworesist greift das ganze ebenfalls auf. Der Honigmann liefert einen etwas neutraleren Beitrag und bezieht sich auf den ursprünglichen Artikel auf Polskaweb. Auf Paukenschlag findet man ebenfalls das Video.
Der Kopp-Verlag stürtz sich ebenfalls in die Diskussion und veröffentlicht unter dem Titel “Katyn 2.0: Schüsse im Wald von Smolensk” direkt mal eine Gegenüberstellung mehrerer anderer Abstürze mit mehr Überlebenden und mutmaßt, dass eventuell auf Überlebende geschossen wurde, da die Presse erst von drei Überlebenden sprach.
Diesmal sind die Verschwörungstheoretiker doch recht langsam…ich hatte bereits vor Polskaweb, schon am 12. April, den Beweis geliefert, dass Vladimir Putin höchstpersönlich die Maschine vom Himmel geholt hat.
cd
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]]>Bei der ganzen Killerspieldebatte fällt unter den Tisch, dass es die Handhabe, gewaltverherrlichende Spiele aus dem Verkehr zu ziehen, doch schon längst gibt…ganz ohne Gesetzesnovelle oder einen speziellen “Killerspielparagraphen”: § 131 StGB heißt das Zauberwort…und es wurde insgesamt bis jetzt in sage und schreibe zwölf Fällen angewendet…Manhunt 2 ist das aktuelle Opfer der Zensur…ob es Sinn macht, ist eine andere Frage…der Media Markt in Roermond ist von hier eine knappe Autostunde entfernt…
cd
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]]>Vor kurzer Zeit ist ein Österreicher aus der Südsteiermark Amok gelaufen. Mit seinem kleinkalibrigen Gewehr erledigte er:
-einen Getränkeautomaten
-einen Linienbus
-eine Balkontür
Ansonsten wurde niemand verletzt. Der Täter gab an, dass die Balkontür ein Unfall gewesen sei, er habe stattdessen eine Laterne erschießen wollen.
cd
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]]>So, ich habe mal eine Unterseite für das ganze Zeug, das ich hier im Blog verlinke gemacht. In Zukunft also nun Materialien unter http://www.drossmann.de/wordpress/downloads/
Das Material zur Tagung über den Fall “Sonja”, Borderline usw. gibt es hier: http://www.drossmann.de/wordpress/downloads/tagung-arbeitsgemeinschaft-lerntherapeuten-georgsmarienhuette-25-09-09/
cd
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]]>Die Debatte um kinderschändende Katholiken treibt ja schon seltsame Blüten…heute als Kontrastprogramm zwei Artikel, die auf eine etwas andere Debatte hinweisen.
Der Artikel im Blog “Strafprozesse und andere Ungereimtheiten” des Juristen Werner Siebers weist auf ein Urteil hin, das vielen Juristen in Zukunft Kopfzerbrechen bereiten wird. Ein Mann ohrfeigte seine vierjährige Tochter, weil sie auf dem Markt davongelaufen war.
Daraufhin wurde er von einem Zeugen angezeigt und verlor den resultierenden Prozess. Urteil: 800 Euro Geldstrafe! Zwar ist die Regelung, auf der das Urteil basiert, erst seit 2000 in Kraft (erst da wurde das “Züchtigungsrecht des Vaters” abgeschafft), doch haben der Tagesspiegel im Artikel “Kinder ohrfeigen – auch ein Ausrutscher ist strafbar” und Siebers recht…als vernünftiger Erziehender sollte man die Impulskontrolle haben, derart archaische Erziehungsmittel nicht mehr einzusetzen…kurios ist nur die Begründung für die Entfernung des Züchtigungsrechtes des Vaters aus dem BGB im Jahre 1957: „Das wurde geändert, aber nicht, um die Kinder zu schützen, sondern, weil es in vielen Familien keinen Vater gab und Frauen gleichberechtigt sein sollten. Auch danach galt körperliche Züchtigung in Maßen als Gewohnheitsrecht der Eltern.“ Auf das gleiche Gewohnheitsrecht berief sich übrigens der Freistaat Bayern, als es um die Abschaffung der Körperstrafe an Schulen ging. Erst 1980 (!) wurde die Prügelstrafe auch offiziell in Bayern abgeschafft…
Im Kontrast dazu heißt es im Artikel “streicheln” des niemehrschule-Blogs:
Standarderklärung eines ertappten Dreizehnjährigen:
“Bitte der haut mich!”
Zeigefinger zum Nachbarn.
Dessen Verteidigung:
“Stimmt gar nicht …”
Kurze Pause. Mildernde Fortsetzung:
“… ich habe ihn nur g e s t r e i c h e l t.”Da zwingt mich die gegenwärtige homo-pädophile Mediendiskussion zu einer Portion politisch unkorrekten Zynismus:
“Hauen könnte ich durchgehen lassen, aber s t r e i c h e l n ….”
Der Autor kommt zu der Frage “Ist hauen harmloser als streicheln?”
Joa, auf die Frage kann man anhand der aktuellen Debatte durchaus kommen…
Die Anstalt hingegen sehnt sich die Zeiten zurück, in denen man noch mit einem Lehrer allein in den Wald gehen konnte und es schön war, sofern man nicht dort vergessen wurde…
cd
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]]>Da ich ja tendenziell in letzter Zeit eher unpädagogische Themen blogge, trenne ich das nun wenigstens etwas besser ab…unter “Geballter Wahnsinn” also in Zukunft in schneller Folge alles, was sonst in keine Kategorie passt.
Heute also abseits von Mixa, Kinderschändern und Gewalt ein anderes Lieblingsthema von mir: Die Obsession um Hitler
Ich mache keinen Hehl daraus, britophil zu sein -als Anglist mehr Religion als Meinung- und bewundere besonders die Fähigkeit der englischen Medien, bei fast jedem Bericht über Deutschland einen mehr oder weniger ausgeleierten Bezug zu Hitler oder den Nazis herzustellen. Als Abschiedsgruß an Manchester United mit dem Segen von Johannes Heesters zum Ende dieser Woche also das Motto: Mehr Hitler!
1. Das Hitlerblog der TAZ
Die TAZ unterhält seit langer Zeit ein Blog, das sämtliche wie auch immer geartete mediale Kuriositäten rund um Adolf Hitler sammelt. Sie haben ein großes Ziel: “Die endgültige Zerstörung des Mythos Hitler – das ist die Aufgabe des Hitler-Blogs.” http://blogs.taz.de/hitlerblog/
2. Godwins Gesetz
Nach Mike Godwin benannt, beschreibt es analog zu Murphys Gesetz das viel beobachtete Phänomen, dass in längeren erhitzten Diskussionen im Internet immer irgendjemand irgendwann die Hitler-Keule auspackt. Es lautet:
„Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit Hitler oder den Nazis dem Wert Eins an.“
3. Hitlers Geburtsurkunde
Es handelt sich um die Geburtsurkunde des kleinen Adolf Hitler, der zum Geburtstag keinen Kuchen bekam. Noch bizarrer wird die Geschichte, wenn man bemerkt, dass der Vorname des Vaters “Isidore” ist…
4. Hitler war Fußballtrainer
Wer sonst in England, als die für seriösen Qualitätsjournalismus bekannte “SUN” könnte wohl eine Umfrage zu Adolf Hitler durchführen? Ende 2009 ermittelte sie, dass eines von zwanzig britischen Schulkindern denke, Hitler sei ein deutscher Fußballtrainer gewesen…immerhin wissen die Schotten wenigstens, dass der Schrumpfgermane Berti Vogts hieß…
5. Donald, der Hitlerjunge
Schon vielerorts gezeigt, aber immer wieder gerne gesehen ist Walt Disney’s Propagandafilm “Der Führer’s Face” mit Donald Duck als Hitlerjunge…wer hätte gedacht, dass selbst Zeichentrickfiguren eine braune Vergangenheit haben? Johannes B. Kerner hat direkt nachgehakt…
6. Christenpropaganda – Vom Hakenkreuz zum amerikanischen Traum
Wem Donald Duck mit Hakenkreuzbinde zu Marschmusik noch nicht abgedreht genug ist, der findet vielleicht seine Geschmacksgrenzen beim Propagandacomic “Hansi, the girl who loved the swastika” von SPIRE CHRISTIAN COMICS erreicht. Die -natürlich völlig glaubwürdige- Geschichte eines blonden, blauäugigen Mädchen aus Deutschland, das das strenggläubige Elternhaus verlässt, um dem Führer zu folgen. Über Umwege wird es natürlich von guten amerikanischen Soldaten gerettet, um in den USA den amerikanischen Traum zu leben und zurück zu Gott und der Bibel zu finden…ganz harter Stoff…
7. Saufen bis der Führer kommt – Die Hitler-Bar in Korea
Sie wurde nach Protesten umbenannt, aber es gab sie wirklich die “Adolf Hitler Techno Bar & Cocktail Show”. Damit aber nicht genug. Das Blog “Who sucks?” sammelte weitere Beispiele im Eintrag “Dining with Hitler in Asia”…beispielsweise das “Hitler’s Cross” in der Nähe von Mumbai…
8. Der Daily Star mag unsere FuSSballtrikots
Alt, aber der Vollständigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass die schwarzen Ausweichtrikots der Nationalmannschaft natürlich als Anspielung auf die Schwarzhemden der SS gemeint waren…
So, Führerscheinprüfung bestanden…
EDIT: Einer geht noch:
9. Reden wie der Führer
Den Vogel schießt eindeutig der Hitlerizer 1.0. ab…
cd
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]]>Es ist schon traurig…nachdem wir selbst mit den Spitzensportlern Robert Steinhäuser und Tim Kretschmer nur den dritten und den fünften Platz im 5000m Amoklauf der Herren nach Hause bringen konnten, belegt Deutschland nun erneut nur einen mageren dritten Platz…
Sieger der Onlinepäderastenmeisterschaft sind die USA mit 916 Seiten auf der Sperrliste der dänischen Behörden, zweiter wurde Kanada mit 13 Seiten…der dritte Platz geht an Deutschland mit 11 Seiten in der staatlichen Blacklist.
Der ehemalige Sieger der Kellerkindolympiade 1995 aus Belgien, Marc Dutroux, liegt mit nur zwei Seiten weit hinten…
Als Grund für das magere Abschneiden Deutschlands wird die Disqualifikation der A-Jugend angenommen…einer der Sportler gestand gestern, ein Mädchen regelwidrig in einem Gully versenkt, statt es ordnungsgemäß vergraben zu haben…
EDIT 09.04.2010: Es ist übrigens genauso regelwidrig, ein Kind durch den Mixa zu drehen…
cd
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]]>Im Moment macht gerade die Meldung über eine Zwölfjährige in den USA die Runde, die nachdem sie mit -abwaschbarem(!)- Filzstift auf ihren Tisch gekritzelt hatte, von der Polizei in Handschellen abgeführt worden und dann “mehr als zwei Stunden” an einen Pfosten im Polizeipräsidium geketten gewesen sein.
Ihre Eltern haben nun Klage gegen die Polizei eingereicht und verlangen eine Million Dollar Schadenersatz…die Rechte des Mädchens seien verletzt worden…
1. Das war in Queens, da fällt das unter “pädagogischer Handlungsrahmen”
2. Immerhin ist sie nicht hingerichtet worden…
cd
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]]>Während es gestern noch als Gerücht galt, so ist heute Abend nach Bestätigung durch das Landgericht Stuttgart klar, dass auch der Amokläufer Tim Kretschmer Projectil nahm. Nun wird der Verdacht laut, dass dies der wahre Grund sei, warum man nach dem Amoklauf von Winnenden Tim Kretschmers Leiche ohne Gehirn beigesetzt hatte. Während im Fall Robert Steinhäuser laut dem offiziellen Untersuchungsbericht des Landes Thüringen die toxikologische Untersuchung keinerlei Drogen oder Medikamente im Blut Steinhäusers fand, wurden in Kretschmers Gehirn zweifelsfrei Spuren von Projectil gefunden. Es wird vermutet, dass einer der Gerichtsmediziner des Landes Baden-Württemberg selbst von der Gefährlichkeit des Antidepressivums wusste und das Gehirn zur Verschleierung heimlich entsorgte.
cd
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]]>Von unerwarteter Seite, nämlich von einem Unternehmen aus der Sicherheitsbranche, kommt Stärkung für die Jugend:
Auf dem Onlineportal der Zeitschriften “W&S” und “Protector” findet sich ein Editorial, das Fakten nennt, die gerne in der Debatte um die angeblich gestiegene Jugendgewalt nicht wahrgenommen werden. In NRW liegt beispielsweise lauf Kriminalstatistik der Anteil Jugendlicher an Gewaltverbrechen bei nur 0,85 Prozent…NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf wird zitiert: “Die große Mehrheit der Jugendlichen ist rechtstreu.”
sicherheit.info: Die Jugend von heute…
cd
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]]>…von Jugendlichen auf den Punkt gebracht:
<Krähenblick> Ist das eig ein Christlicher Verein?
<P4rtyBuff3t> ja^^
<P4rtyBuff3t> Das ist von unserer Evangelischen-Gemeinde aus
<Krähenblick> Aber ich muss keine Kinder vergewaltigen, oder?
<P4rtyBuff3t> alter
<Krähenblick> Ich frag lieber nach
<P4rtyBuff3t> Das waren die Katholiken <Krähenblick> Achja
<Krähenblick> Die Evangelischen fahren besoffen <Krähenblick> Das kriege ich noch hin xD
gefunden auf ibash.de
cd
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]]>Und wieder eine Studie, die es bestätigt:
Laut Stigma Videospiele kam eine Metastudie, die 130 Einzelstudien berücksichtigte, zu dem Ergebnis, dass die berüchtigten “Killerspiele” die Agression der Spieler kaum erhöhen. Es sei eine Verknüpfung von nur 2% festgestellt worden. Im Gegensatz dazu betrage die Verknüpfung von Familie und Umfeld und Mobbing in der Schule jeweils 30%.
Der Artikel bezieht sich auf einen Beitrag des Schweizer Radio DRS.
Gleichzeitig scheint ein Ansatz zum totalen Verbot von Killerspielen wie in der Schweiz in Österreich eher unwahrscheinlich. Killerspiele hätten laut Prof. Michael Wagner von der Uni Krems “keine oder maximal einer vernachlässigbare Wirkung”. Siehe dazu auch den Artikel “Killerspiele machen keine Amokläufer” (DerStandard.at)
cd
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]]>Ich bleibe zwar bei meinem Standpunkt, dass die Group UAW ein Haufen Verschwörungstheoretiker ist, nichtsdestotrotz ist eine neue Version ihres Berichtes erschienen, der die Unschuld Tim Kretschmers am Amoklauf von Winnenden beweisen soll. Interessierte können ihn hier downloaden.
cd
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]]>Angehörigen meiner Generation, die sich in ihrer Kindheit schon für Spiele am PC und an der Konsole interessierten, dürfe der Name Heinrich Lenhardt noch etwas sagen. Lenhardt war mit einigen anderen, z.B. “Doc Bobo” Boris Schneider (jetzt Boris Schneider-Johne, mittlerweile bei Microsoft für die XBOX360 zuständig), Anatol Locker, Michael Hengst und Winnie Forster Redakteur bei der Spielezeitschift “Power Play”, die schon lange eingestellt ist.
Dieser Heinrich Lenhardt schreibt u.a. auch bei Gamersglobal.de und nimmt in seiner aktuellen Kolumne die aktuellen Thesen von Prof. Christian Pfeiffer ins Visier. (siehe auch “Verbot von Killerspielen in der Schweiz zur Zeit sinnvoll?”, “Amokläufe sind kaum zu verhindern – Pfeiffer wird ruhiger” , “Zum Diskurs über Pfeiffers Thesen” und “Feuerzangenbowle”)
Im Beitrag “Die hohe Kunst des Pfeifferns” nennt er die teils sehr weit hergeholten Verknüpfungen zwischen “Killerspielen” und Gewalt Pfeiffers und bringt dem Leser anhand eines Beispiels bei, wie man auch selbst sehr gekonnt pfeiffern kann…es steht die Frage im Raum, ob Pfeiffer gar ein “geistreicher Satiriker” sei…lesenswert!
cd
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]]>Hätte ich doch im Newsreader fast überlesen…
Dem Holz Schülerfäller von Ansbach Georg R. wird laut Augsburger Allgemeine ab dem 22. April der Prozess gemacht. Angesetzt seien zunächst 4 Tage, die Anklage laute auf 47-fachen versuchten Mord.
cd
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]]>…sind auch nicht mehr das, was sie waren und können einem groß auf die Fresse geben. So geschehen in Paris, eine 15-jährige Schülerin prügelte einen Lehrer mit einer Eisenstange krankenhausreif.
“…Aux armes, citoyens…”
cd
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]]>Hmm..da hat wohl jemand seit einem Jahr plötzlich einen massiven Anstieg des Traffics seiner Homepage bemerkt…was sich aber als höchst lukrativ herausgestellt haben könnte…
Es gibt eine Elektronikfirma in Berlin, die sich offensichtlich auf Schulen spezialisiert hat. Sie bietet neben Klingelsignalanlagen und anderer schulspezifischer Elektrik auch einen “Amok-Alarm” an. Und wo könnte man wohl einen besseren Amokalarm nebst Alarmzentrale kaufen, als bei Informationselektronik Kretschmer.
Nach dem Einbau kann man ja dann die Tapeten und den Anstrich von Robert Steinhäuser erledigen lassen…
cd
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]]>Was hat Nanping in China mit katholischen Internaten gemein? Es ist nun Schluss mit den Doktorspielen..
N-TV berichtet, dass in China ein ehemaliger Arzt in einer Grundschule acht Kinder erstochen und fünf weitere verletzt hat. Dem Täter sei von seinem Arbeitgeber gekündigt worden und er leide an “psychischen Störungen”.
N-TV: Amoklauf in China: Arzt ersticht acht Kinder
cd
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]]>Die Debatte ist alt, die Argumente abgenutzt, trotzdem veranstalteten die Grünen letzte Woche eine Tagung zum Thema “Amoklauf und Computerspiele”.
Dort die -überraschende- Erkenntnis: “Nicht alle Ego-Shooter-Spieler werden zum Amokläufer.”
Der Inhalt des Artikels auf See-Online ist banal. Interessant ist der erste Kommentar:
“Wie kann man ein Theater wegen ‘Killerspielen’ machen, aber gleichzeitig im Fernsehen zeigen, wie 2 Erwachsene sich verprügeln und am Ende noch einer den anderen KO schlägt [...]“
Starkes Argument, wie ich finde…
cd
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]]>Nunja…es sind schon recht paranoide Strukturen, die hinter den Argumenten gegen die Killerspiele stehen…doch nun stoße ich auf Game7 auf den Artikel “Schweizer Ständerat im Sog einer Psycho-Sekte?”
Sich auf einen etwas älteren Artikel “Killerspiel-Verbot in der Schweiz” auf Telepolis berufend schreibt Game7, der vor einer Weile gegründete “Verein gegen mediale Gewalt” (VGMG) hätte starke Verbindung zur 2002 aufgelösten Sekte “Verein zur Förderung der Psychologischen Menschenkenntnis” (VPM), der “mindestens 10 der Gründungsmitglieder” des VGMG angehörten. Der Vorsitzende Roland Näf aber sagte dazu, dies sei “eine Kampagne, die gegen ihn gerichtet ist und von der Spieleindustrie in die Welt gesetzt” worden sei. Die Spieleindustrie sei “so bösartig wie die Tabakindustrie”
Besonders der oben genannte Telepolis-Artikel ist dazu höchst interessant.Ein anderes ehemaliges Mitglied bezeichnet im Kontext der “Street Parade” Techno-Fans als “abhängig gemacht von Drogen, sexueller Überhitzung und Konsumsucht”. Sie seien “ferngesteuerte Marionetten”.
Das sollte man auch mal eine Weile beobachten…wird sicher lustig..
cd
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]]>So, endlich wieder Zeit zu bloggen. Die erste Frage, die sich mir in der neuen Woche stellt ist : Warum wollen die Schweizer gerade jetzt die Killerspiele verbieten? Jetzt, wo doch bald Gaddafis Gotteskrieger vor der Tür stehen?
Immerhin trainieren laut Prof. Christian Pfeiffer doch sogar die Bandidos und Hell’s Angels mit Killerspielen.
Die US-Armee hat zwar nun einsehen müssen, dass für ihre Soldaten Killerspiele eher hinderlich sind…aber die akkuraten Schweizer könnten doch so sicherlich die Schlagkraft ihrer Armee noch weiter erhöhen.
Aber es ist eben wohl doch das Gefühl von zusätzlicher Sicherheit, wenn ein Land Killerspiele verbieten will, das gleichzeitig seinen Reservisten ihr Sturmgewehr mit nach Hause gibt…
cd
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]]>Oje, das wird ein lustiger Spaß. Im Presseportal gibt es die Ankündigung zur Sendung PHOENIX RUNDE: “Ein Jahr nach Winnenden – Wird unsere Jugend immer brutaler?”, Mittwoch 10.03.2010, 22.15. Uhr auf Phoenix.
Reißerisch heißt es dort “Psychologen sind überzeugt: Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter ‘Störungen des Sozialverhaltens’.
Mit von der Partie sind die Jugendrichterin Kirsten Heisig, der Streetworker und ehemaliges Gangmitglied (sehr werbewirksam) Fadi Saad, der Pädagoge Wolfgang Bergmann und der Kriminalpsychologe Uwe Füllgrabe.
Die Kostellation und die Fragestellung “Jugendliche und Gewalt – was können wir dagegen tun?” versprechen astreines Popcornkino…
cd
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]]>Vorab: Es handelt sich nicht um den Untersuchungsbericht der Tatumstände und des Tatherganges in Winnenden, sondern lediglich um die Empfehlungen zur Prävention weiterer Taten analog zum Bericht des Expertenkreis Amok.
Die Bereiche des Ausschusses deckten die folgenden Themen ab:
1. Gewaltprävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
2. Zugang zu Waffen
3. Gewaltdarstellung in Medien, u. a. in Computerspielen
4. Sicherheitsmaßnahmen an Schulen
5. Stärkung des Erziehungsauftrags der Eltern
Es seien “tief greifende Präventionsmaßnahmen” erforderlich, damit “Amokläufe weniger warscheinlich” werden.
Ausführlich in der Pressemitteilung des Landtages von Baden-Württemberg
cd
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]]>Der STERN berichtet heute, dass der Bundesgerichtshof zum ersten Mal die Sicherungsverwahrung für einen Jugendstraftäter genehmigt hat.
Es geht um den nun 31-jährigen Daniel I. der nach dem Mord an einer Joggerin nach Jugendstrafrecht zur Höchststrafe von zehn Jahren verurteilt worden war und somit eigentlich am 17. Juli 2008 hätte entlassen werden müssen. Aufgrund des von Gutachtern bescheinigten “hohen Rückfallrisikos” nach gescheiterten Therapieversuchen, ordnete das Landgericht Regensburg seinerzeit Sicherheitsverwahrung an. Seitdem streiten sich Juristen, ob dies überhaupt zulässig ist, da die entsprechende Gesetzesänderung erst nach der Verurteilung durchgeführt wurde. Dagen argumentierte der Europäische Gerichtshof am 17. Dezember 2009, das Urteil sei aber noch nicht rechtskräftig. Die Bundesregierung wolle die große Kammer des Menschengerichtshofes anrufen.
STERN: Sicherungsverwahrung bei Jugendstrafen zulässig
cd
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]]>Ok, weiter mit dem Kommentar.
Weitere Belege dafür, dass Tim Kretschmer nicht der Täter von Winnenden gewesen sein kann sind u.a. folgende:
2. Ein “schwarzer Kampfanzug /-uniform” sei “typisch für Spezialkräfte der Polizei, aber nicht für 17-jährige. (S.4)
Ja, genauso wie das wilde um-sich-Schießen, dennoch passiert es. Auf der einen Seite also ist für die Autoren sicher dass “niemand erzählen kann”, dass die Schüler nach dem ersten Schuss “ruhig sitzen geblieben” (S. 22), sondern “in Aufregung” bzw. “in Bewegung/Aufruhr” (S. 15) waren, gleichzeitig aber wird als sicher angenommen, dass die in dieser Aufregung wahrgenommene schwarze Kleidung eine “Kampfuniform” gewesen sein muss.
3. Igor Wolf – ist er nun glaubwürdig, oder nicht?
Auf der einen Seite wird “Fluchtwagenfahrer” Igor Wolf recht früh im Bericht als “Lügner” (S. 6) bezeichnet, seine Aussagen bezüglich der Fahrt seien “ausgesprochen unglaubwürdig” (S. 37), das Interview “wenig glaubwürdig” (s. 48) gleichzeitig wird aber seine Aussage, Kretschmer habe die Waffe in der rechten Hand gehalten zum zentralen Dreh- und Angelpunkt, wenn es um den “Beweis” geht, dass das letzte Video des Täters eine Fälschung sei. (z.B. S. 7)…
Leute, entweder eine Quelle ist unglaubwürdig und/oder steckt mit den Hintermännern unter einer Decke, dann heißt das aber auch, alle Aussagen sind nicht verwertbar, oder aber ich glaube dem Mann, dann sind aber auch alle Aussagen gleichwertig…nur das rauspicken, was die eigene Argumentation stützt, gilt nicht
3. Der Tatort wurde “nachbearbeitet”, die Position der Leiche im Video stimmt nicht mit den Markierungen überein
Ein Amokläufer, der kampfunfähig ist, ist keine Bedrohung mehr. Ist er verletzt, hat er das Recht auf medizinische Hilfe. Ein Laie darf den Tod eines Menschen nicht feststellen, der Täter ist erst dann tot, wenn ein Arzt dies offiziell bestätigt. Vorher müssen sämtliche indizierten Rettungsmaßnahmen durchexerziert werden. Dafür wird man Kretschmer auf den Rücken gelegt haben. Diese plausible Möglichkeit wird von den Autoren nicht in Betracht gezogen, würde aber erklären, warum die Umrisse um die Leiche nicht der Position des gefallenen Täters im Video entsprechen. Ob die Leiche “sehr weit” (S. 107) bewegt wurde, wird nicht mehr zu klären sein…
Ein Kopfschuss kann, muss aber nicht stark bluten, wenn die Kugel sofort tödlich wirkt und der Kreislauf schlagartig zum Erliegen kommt und wenn es gleichzeitig aufgrund von Kaliber und Laborierung nicht zu einer Zerlegung des Schädels kommt. In Fällen von 9mm Para kann es auch zu einer leichten Sickerblutung kommen, die wenig Spuren hinterläßt. (Bildbeispiel einer geringen Sickerblutung nach aufgesetztem(!) Schuss in die Schläfe – Vorsicht unschön!-)
Die neuen Markierungen müssen nicht notwendig Beweis einer “Nachbearbeitung” des Tatortes sein. Ein späterer Ortstermin der Untersuchungskommission ist wahrscheinlicher und wird vielleicht im noch zu erwartenden Bericht erwähnt werden.
Soviel erstmal als Teil 2
cd
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]]>Ich habe mich nun eine Weile mit dem in “Winnenden – Neue Verschwörungstheorie” erwähnten “Unschuldsbeweis” und dem Forum beschäftigt. Nun mein Kommentar dazu. Ich versuche, wissenschaftlich zu bleiben und Polemik zu unterdrücken.
Es ist eigentlich sehr schade, dass die Argumentationslinie im Text derart aufklärerisch und reißerisch formuliert ist, denn das verwendete Material ist durchaus interessant und manches in der Form (wie z.B. das eigens angefertigte Bildmaterial) so noch nicht dagewesen. Der Text verliert einerseits durch seine Form, andererseits aber leider auch durch grobe methodische Fehler, die mich an der Beteiligung wissenschaftlich ausgebildeter Autoren zweifeln lassen.
Ich bleibe bei meiner Bezeichnung “Verschwörungstheorie”. Bereits das Forum verweist auf eine “Einführung in den Staatsterrorismus”. Dort werden unter Verweis auf Seiten wie “Operation Falsche Flagge” die gängigen Verschwörungstheorien zum 11. September, dem Bombenanschlag auf Bali 2002 usw. erwähnt. Insofern ist also die Verortung der Urheber und ihre Argumentationslinie bereits im Vorfeld klar und der Text überrascht deshalb auch nicht weiter. In Analogie zur Theorie mehrerer Täter im Fall Robert Steinhäuser versucht auch der Bericht der Group UAW zu belegen, dass Tim Kretschmer nicht Täter sein kann und nur “als Sündenbock missbraucht” (S. 2) wurde. Diese These selbst wird wie üblich nicht kritisch hinterfragt, sondern als gegeben angenommen. Belege oder nur Hinweise auf konkrete “Drahtzieher”, die über “den Staat”, “die Polizei”, “die Medien” und ähnlich diffuse Aussagen hinausgehen, fehlen völlig. Somit ist hier bereits für mich der Charakter einer Verschwörungstheorie erfüllt.
Argumentatives Problem ist hier, dass derart aufgebaute Theorien mit ebendieser Prämisse stehen und fallen. Glaubt man an die dunklen Hintermänner im Staate, so macht die Argumentation Sinn und der Fall Kretschmer ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür. Negiert man allerdings die Prämisse, bricht die Argumentation vollständig ein und hinter jeder Aussage bleibt ein “Mit welchem Ziel sollte jemand soetwas inszenieren?” stehen.
Neben diesem Kernproblem fallen mir weitere Dinge auf, die in der angekündigten neuen Version des Textes nach Erscheinen des offiziellen Abschlussberichtes, der für Ende März 2010 angekündigt ist, eventuell zu klären wären:
1. Wie Robert Steinhäuser in Erfurt ging auch Tim Kretschmer zügig und (meist) sehr treffsicher vor. Dies allein bewegt die Autoren zu der Aussage, es kann sich nicht um Tim Kretschmer, sondern nur um einen “ausgebildeten Profischützen” (S. 147) gehandelt haben. Als Gründe werden die angebliche schwierige Handhabbarkeit der Beretta 92FS, die einen “Rechtsdrall” habe und die Tatsache, dass Kretschmer “einmal” mit der Waffe trainiert habe als hinreichend angeführt.
Kommentar dazu: Dass die gute alte Beretta schwierig zu handhaben sei, wäre mir neu. Wäre sie tatsächlich auf relativ kurze Kampfentfernung wie die laut Bericht zu Testzwecken geschossenen 20 Meter derart ungenau, hätte sie die US-Armee niemals als Standardwaffe in großer Stückzahl bestellt. Die Verwendete Waffe war entweder nicht in Ordnung, oder auf eine andere Zielentfernung eingeschossen.
Die Definition von “Rechtsdrall” ist außerdem kompletter Blödsinn. Rechtsdrall bedeutet, dass die Züge im Lauf, die das Projektil nach dem Abfeuern um die Längsachse rotieren lassen (ihm den “Drall” geben) rechtsherum laufen. Das führt zwar tatsächlich zu einem (marginalen!) aus-dem-Ziel-Wandern in die entsprechende Richtung, was aber durch das Einschiessen der Waffe auf Standardentfernung durch entsprechende Einstellungen an der Visierung ausgeglichen wird. Schießt die Waffe ab Werk nicht fleck, ist die Visierung nicht ok. Schwierigkeiten bekommt ein Schütze, je flacher die Visierlinie ist. Die Beretta hat aber recht große Kimme und Korn, was leichte Ungenauigkeiten verzeiht.
Interessant ist hier auch, dass die Autoren zwar fast durch die Bank Medien- und Polizeiberichte (auch wenn sie selbst zugeben, die Originalakten nicht zugänglich gehabt zu haben, was aufgrund des immer noch laufenden Verfahrens auch nicht ohne weiteres möglich ist, es sei denn, man hätte tatsächlich einen “Offiziellen” im Boot…) verreißen, aber an argumentationstaktisch wichtigen Stellen wie hier, diesen blind glauben (müssen). Die Aussage des Vaters (ich vermute, darauf bezieht sich der Bericht), er habe Tim nur einmal auf den Schießstand mitgenommen und ihn nur einmal mit der Tatwaffe schießen lassen, kann -z.B. aus Furcht vor entsprechenden Medienreaktionen oder rechtlicher Konsequenzen- genauso gelogen gewesen sein. (EDIT: Das Protokoll des Schützenvereins belegt lediglich, dass Tim nur einmal AUF DIESEM Schießstand trainiert hat) Tim Kretschmer kann somit auch mehrfach mit der Waffe trainiert und sich den Ausgleich ihrer ballistischen Eigenheiten angeeignet haben. Generell hängt die Treffergenauigkeit auch deutlich vom “Talent”, also einer guten Hand-Auge-Koordination ab. Ich habe bei der Bundeswehr Leute gesehen, die mit den ersten Schüssen ihres Lebens mehrere Zehner geschossen haben, während andere erst nach 10 leeren Magazinen die Scheibe kratzten. Auch kompensiert man recht schnell eine Waffe, die nicht fleck schießt. Dazu reichen ein bis zwei Magazine, dann ist das “drin”. Beim Feuern auf große Ziele wie Menschen ist so eine Abweichung ohnehin unerheblich, da man die Trefferwirkung auch mit ungenauen Treffern erzielt und nicht einen winzigen Zehnerkreis erwischen muss…
Deswegen erfordert es auch keine “jahrelange Übung” (S. 21), um einen Menschen auch einhändig schießend und mit der “falschen” Hand zu treffen…Stichwort: “Deutschießen”
So, was essen und dann weiter…
cd
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]]>Gestern bekomme ich einen Kommentar zum Artikel “Zum Jahrestag von Winnenden: Killerspiele, Panikmache, Verschwörungstheorien, Trittbrettfahrer” von einer Dame, die sich nur “Himbeere” nennt.
Sie lädt mich dort auf ihre Homepage “Winnenden – ein Amoklauf?” und in ihr Forum “Winnenden/Wendlingen – ein Amoklauf?” ein.
Sie verweist auf einen 168-seitigen Bericht, der die Unschuld Tim Kretschmers bzw. die Unmöglichtkeit, dass er der Täter gewesen sein kann, beweisen soll. Dieser sei laut Homepage “von einer Gruppe aus Personen u.a. auch Fachleuten aus dem Polizeiwesen und Juristen erarbeitet”, auf die leider im Bericht nur als kollektives “wir” bzw. als “Group UAW”, nicht aber namentlich eingegangen wird.
Auch findet sich dort ein Hinweis auf die Informationsveranstaltung am 30.03.2010 in Sulzbach.
Ich führe mir den Bericht nach den ersten Seiten nur mit großer Skepsis zu Gemüte, zieh es aber erstmal durch..
cd
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]]>…die Antwort weiß Götz Wiedenroth.
Alle Verschwörungstheoretiker bitte lesen!
cd
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]]>Laut der Augsburger Allgemeinen vom 3. März ist der Amokläufer von Ansbach Georg R. in die geschlossene psychiatrische Abteilung des Bezirkskrankenhauses Ansbach verlegt worden. Er sei laut Gutachten gravierend persönlichkeitsgestört und habe einen “Reiferückstand”. Er sei somit nur vermindert schuldfähig, aber nicht schuldunfähig.
Augsburger Allgemeine: Haftbefehl gegen Ansbacher Amokläufer aufgehoben
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]]>Bald ist es soweit, die Tat von Tim Kretschmer in Winnenden jährt sich am 11. März. Schon geistern im Netz die üblichen Beiträge herum und das Thema ist wieder aktuell. In loser Folge einige Sachen, über die ich gestern und heute gestolpert bin:
1. Trittbrettfahrer des Suchbegriffs
Die Firma Golden Section Graphics erstellte damals eine Grafik zum Tathergang des Amoklaufes. Am 4. März schreibt sie in ihrem Blog:
“Wir hatten seinerzeit eine Infografik über den Hergang der Geschehnisse erstellt und bieten diese Grafik jetzt natürlich wieder zum Nachdruck an.”
Geschäftstüchtig die Jungs…
2. Verschwörungstheorien und die üblichen Verdächtigen
Am 3. März erscheint bei Europnews ein Artikel unter dem Titel “Rätsel Winnenden: Fragen werden nicht beantwortet.”
In Bezugnahme auf ein Flugblatt einer Bürgerinitiative zur Aufklärung der Tat von Winnenden werden dort analog zum Fall Erfurt mehr oder weniger unsinnige, verschwörungstheoriehafte Fragen aufgeworfen. Eric T. Langer ist natürlich auch wieder mit von der Partie.
U.a. wird behauptet, es gebe keine Beweise dafür, dass die Waffe von Tim Kretschmers Vater tatsächlich die Tatwaffe gewesen sei. Auch habe niemand Kretschmer als Täter identifiziert. Sicher? Dazu z.B. das Interview mit Igor Wolf, der von Kretschmer für die Flucht mit seinem Auto entführt wurde.
Noch hanebüchener ist folgende Frage:
2. Warum wird darüber hinweg geschwiegen, dass die Polizei den/die Täter nicht verfolgte oder beschoss, weder in der ARS noch in Wendlingen, als Igor Wolf als “Kidnapping-Opfer” auf einen Streifenwagen zu rannte?
Sicher…klar…es ist absolut konform mit den Dienstanweisungen der Polizei, bei vermeitlichem Täterkontakt Cobra11-mäßig loszuballern…
Leute, wartet doch den offiziellen Bericht ab…dann wirds auch die geforderten Obduktionsberichte geben…
3. Killerspiele sind an allem Schuld
Auch dieses Argument wird wieder aufgewärmt…
Stigma Videospiele zitiert am 3. März Innenminister Heribert Rech von der CDU:
“Killerspiele halte ich für abartig und gefährlich. Da sollten wir mit einem Verbot Ernst machen.”
4. Panikmache von engagierten Experten
Als letztes Fundstück das Winnenden-Blog von Dipl. Psych. Dr. Horst Siewert. Dieser ist für mich zu einer Spezies zuzurechnen, die ich ganz gerne als “Berufsaufgeregte” bezeichne. In diesem Fall ist wohl auch etwas Schlüsselwortopportunismus im Spiel.
Das dramatische Bild im Header kündigt groß “Erfahrungen, Folgen und wissenschaftliche Aussagen zum Thema Amok” an…der erste Eintrag vom 23. März 2009 kündigt groß das neue Blog an, Winnenden sei ja nur “30 Minuten” weg und Bilder würden folgen…dann nichts mehr.
Erst am 4. März 2010 dann -pünktlich um am Jahrestag von Google indexiert und auffindbar zu sein- wieder ein Eintrag mit dem Titel “Amokprognosen”. Der Ton entspricht wenig der versprochenen Wissenschaftlichkeit und stellt eher die übliche Panikmache auf Spiegel- und STERN-Niveau dar.
Siewert behauptet -ohne jegliche Belege-: “die Anzahl der Fälle wächst kontinuierlich und gewaltbereite Jugendliche nehmen die in Deutschland weitgehend ungeschützten und offenen Schulen ins Visier.”
Es folgt Lamento, wie viele Schüler Amokphantasien haben und in Behandlung seien, sie brächten “Messer und Macheten in Tötungsabsichten mit” und “Nach den vorliegenden Hochrechnungen können wir davon ausgehen, dass es eine hohe Dunkelziffer von jungen Menschen gibt, die mit dem Gedanken an Amok spielen.” Und wo liegen diese Hochrechnungen bitte vor?
Auweh…nach diesen hochwissenschaftlichen Erkenntnissen gehe ich ab Montag nur noch mit Stahlhelm und Schutzweste unterrichten…
Grandios, freuen wir uns auf mehr lustige Nachrichten in Bälde…
cd
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]]>Das “Stigma Videospiele” Blog verweist auf ein Interview mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer mit der BILD, in dem er sich überraschend gemäßigt zeigt:
Stigma Videospiele: Pfeiffer auf neuen Wegen?
Pfeiffer sagt, es sei nun definitiv klar, dass Videospiele zwar ein Faktor, aber kein Auslöser für einen Amoklauf seien. Auch sei nach der Tat von Ludwigshafen offensichtlich, dass auch eine Verschärfung des Waffenrechtes keinen Erfolg bringt, da ein Messer “in jedem Küchenschrank” liege.
Nuja, sowas behaupte ich ja schon seit langem
cd
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]]>Ok, das ist ein unorthodoxer, aber offensichtlich nicht ganz ineffektiver Ansatz. netzpolitik.org berichtet, sich auf die New York Times beziehend, dass in einem Versuch in Arizona ein mobiler WLAN-Router in einem Schulbus montiert wurde und die Unruhe und Rangeleien im Bus daraufhin signifikant abgenommen haben…der Bus sei nun eine “rolling study hall”…
WLAN ist gut gegen Jugendgewalt : netzpolitik.org.
Der Originalartikel der New York Times : Wi-Fi Turns Rowdy Bus Into Rolling Study Hall
auch nicht schlecht…
cd
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]]>Klarer Fall von “dumm gelaufen”. Das Darwinjahr ist zwar vorbei, der Darwinismus scheint aber von Zeit zu Zeit doch noch zuzuschlagen.
An Sylvester, also schon vor einer ganzen Weile, zieht ein Sechzehnjähriger bei einem Streit ein Butterflymesser. Der Gegner ergreift daraufhin die Flucht, doch der Junge rutscht aus und rammt sich das eigene Messer ins Auge…ups…
Ibrahim O. drohte Teenager – und stürzte in die eigene Klinge.
cd
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]]>Ich habe es gerade erst bei den Newsbloggern gelesen: Das Carolinum in Ansbach bekommt einen Schulpsychologen.
Der Täter des Amoklaufes im letzten September liege übrigens immer noch auf der Krankenstation der JVA Würzburg.
cd
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]]>Ach, ist das herrlich…es geht wieder los. Heute berichten die Medien, u.a. natürlich die Bild von einem “Amoklauf” im St. Elisabeth Krankenhaus in Wittlich. Eigentlich völlig uninteressant, aber ich wollte schon immer mal auf eine Zeitung verweisen, die “Tierischer Volksfreund” heißt:
Warum uninteressant? Der übliche Hype…offensichtlich sind nun schon drei Verletzte (keine Toten!) Grund genug, eine Gewalttat als “Amoklauf” zu titulieren…vielleicht doch etwas inflationär, oder? Er hat seinem Zimmernachbarn eine Flasche über den Schädel gezogen und ist dann mit der abgebrochenen Flasche auf eine Patientin und einen Arzt los…wenn sowas hier im Pott passiert, ist das kein Amoklauf, sondern man fragt sich nur: “Oh, schon sieben Uhr?”
Ein Aspekt der Berichterstattung ist allerdings lustig. Beide Artikel sprechen davon, der 53-jährige Psychiatriepatient(!) sei “offenbar geistig verwirrt”…grandios, was Reporter so alles draufhaben…
cd
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]]>Wer die Dokumentation “Amok in der Schule” von Thomas Schadt und Knut Beulich noch nicht kennt, sie ist in neun Teilen auf Youtube verfügbar. Ich verlinke der Einfachheit halber nur den ersten Teil. Der Rest ergibt sich aus der Playlist.
Youtube – Der Amoklauf des Robert Steinhäuser (1/9)
Herbert Grönemeyer als Sprecher am Anfang ist allerdings bizarr…
cd
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]]>Nunja, eigentlich wundert es mich nicht. Der Spiegel hat heute eine weitere Sensationsmeldung. Hintergrund ist eine psychotische religiöse Familie aus Baden-Württemberg. Die Eltern weigerten sich eine lange Zeit, ihre Kinder an einer öffentlichen Schule unterrichten zu lassen, da ihrer Meinung nach die dort vermittelten Inhalte gegen Christliche Grundsätze verstießen. Sie unterrichteten sie im Heimunterricht, bis die Polizei die Kinder zwangsweise zur Schule brachte und den Eltern rechtliche Konsequenzen bis zur Haft drohten. (vgl. z.B. die Süddeutsche am 06.04.2009: Flucht vor der Schulpflicht)
Daraufhin wanderte die Familie nach Tennessee aus und bat wegen “politischer Verfolgung” aufgrund ihres Glaubens um Asyl. Diesem Antrag wurde nun am Dienstag stattgegeben:
Besonders interessant: Die Kinder hätten nach Aussage der Romeikes mit “Gewalt und Mobbing” zu kämpfen gehabt…ja, da kann man nur in die US-Südstaaten auswandern, dort wird es sicher um Längen besser sein.. ![]()
Zumindest ist in den USA Heimunterricht legal..
Kann man daraus nicht ein Abkommen machen? Wir nehmen ganz Guantanamo auf und schicken noch 5.000 Mann nach Afghanistan, den Westerwelle noch dazu und dafür müssen die USA unterschreiben, dass sie ohne Rückfrage jeden unserer religiösen Irren aufnehmen und behalten müssen…das wäre doch angewandte Friedenspolitik…
cd
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]]>Die Stuttgarter Nachrichten schreiben heute, dass der Prozess um Winnenden frühestens im Juni beginnen werde.
Auch sei noch nicht sicher, ob sich der Vater von Tim Kretschmer vor der dritten Jugendkammer oder der achtzehnten Strafkammer verantworten müsse. Dies entscheide sich frühestens mitte März.
Winnenden: Amoklauf-Prozess beginnt frühestens im Juni – Stuttgarter Nachrichten online.
Heisst für die Nachforschungen: Akten sind bis dahin garantiert dicht…ärgerlich…
cd
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]]>Der Schulspiegel hat am 9.10. ein Interview mit dem amerikanischen Psychologen Peter Langman veröffentlicht. In seiner aktuellen Publikation “Amok im Kopf” untersucht er zehn “school shootings in den USA, u.a. die Fälle Kip Kinkel und Eric Harris.
Seine Ergebnisse klingen spektakulär…dass die Jugendlichen, die diese Taten begehen, “psychotisch” oder “psychopathisch” sind, wäre mir jetzt so gar nicht in den Sinn gekommen…
Allerdings sagt er auch Wahres: Er stellt fest, dass sowohl Wachleute wie Überwachungskameras gegen Amokläufer absolut sinnlos sind und antwortet auf die Frage, ob Killerspiele zu verbieten seien nur, dass zukünftige Täter dann eben auf andere Medien ausweichen würden…das würde ich voll unterschreiben..
cd
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]]>Am 25. September hat der Expertenkreis Amok des Landes Baden Württemberg seine Ergebnisse veröffentlicht. Der Rat wurde nach der Tat von Winnenden einberufen.
Ich habe nur kurz reingeschaut, wirklich spektakulär sind die Erkenntnisse aber nicht…der Rat empfiehlt in diesem Dokument neben schärferer Regulierung der Medienberichterstattung über weitere Taten auch (natürlich) das vielzitierte Killerspielverbot, die 55. Empfehlung (Seite 55) lautet:
“Strafbarkeit von Gewaltspielen gemäß § 131 StGB ausdehnen”
aber nicht nur das, das Verbot soll auf Gotcha bzw. Paintball und ähnliche Spiele im echten Leben ausgedehnt werden. Empfehlung Nr. 56 lautet “Realistische, tötungsähnliche Spiele verbieten”.
Ich bin noch nicht ganz durch, aber größtenteils enttäuscht…war vorher alles schon klar, die übliche Hexenjad eben…und dafür hat man nun wieder ordentlich Steuergelder rausgehauen…
Der Bericht ist in voller Länge im Downloadbereich oder direkt von der Seite des Landes Baden Württemberg zu bekommen.
Die Presseerklärung des Landes zur Veröffentlichung ist hier zu finden.
cd
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]]>Auf German-Bash lese ich heute die unangenehme Wahrheit, warum es keine Amokläufe an Hauptschulen gibt. Eintrag 277643:
HDStyle: Ist dir schonmal aufgefallen, dass irgendwie nie Amokläufe an Hauptschulen stattfinden? o.o
Crytek: Ja ist klar. Da schießen ja auch alle zurück.
Hat sich offensichtlich herumgesprochen
cd
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]]>Ups…das passt sicher nicht in den Wahlka