Artikel-Schlagworte: „Gewalt“

Fernsehtip: Phoenix-Runde zu Winnenden

Dienstag, 9. März 2010

Oje, das wird ein lustiger Spaß. Im Presseportal gibt es die Ankündigung zur Sendung PHOENIX RUNDE: “Ein Jahr nach Winnenden – Wird unsere Jugend immer brutaler?”, Mittwoch 10.03.2010, 22.15. Uhr auf Phoenix.

Reißerisch heißt es dort “Psychologen sind überzeugt: Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter ‘Störungen des Sozialverhaltens’.

Mit von der Partie sind die Jugendrichterin Kirsten Heisig, der Streetworker und ehemaliges Gangmitglied (sehr werbewirksam) Fadi Saad, der Pädagoge Wolfgang Bergmann und der Kriminalpsychologe Uwe Füllgrabe.

Die Kostellation und die Fragestellung “Jugendliche und Gewalt – was können wir dagegen tun?” versprechen astreines Popcornkino…

cd

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Sonderausschuss “Konsequenzen aus dem Amoklauf von Winnenden” legt Abschlussbericht vor

Dienstag, 9. März 2010

Vorab: Es handelt sich nicht um den Untersuchungsbericht der Tatumstände und des Tatherganges in Winnenden, sondern lediglich um die Empfehlungen zur Prävention weiterer Taten analog zum Bericht des Expertenkreis Amok.

Die Bereiche des Ausschusses deckten die folgenden Themen ab:

1. Gewaltprävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
2. Zugang zu Waffen
3. Gewaltdarstellung in Medien, u. a. in Computerspielen
4. Sicherheitsmaßnahmen an Schulen
5. Stärkung des Erziehungsauftrags der Eltern

Es seien “tief greifende Präventionsmaßnahmen” erforderlich, damit “Amokläufe weniger warscheinlich” werden.

Ausführlich in der Pressemitteilung des Landtages von Baden-Württemberg

cd

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BHG: Sicherungsverwahrung nach Jugendstrafe ist zulässig

Dienstag, 9. März 2010

Der STERN berichtet heute, dass der Bundesgerichtshof zum ersten Mal die Sicherungsverwahrung für einen Jugendstraftäter genehmigt hat.

Es geht um den nun 31-jährigen Daniel I. der nach dem Mord an einer Joggerin nach Jugendstrafrecht zur Höchststrafe von zehn Jahren verurteilt worden war und somit eigentlich am 17. Juli 2008 hätte entlassen werden müssen. Aufgrund des von Gutachtern bescheinigten “hohen Rückfallrisikos” nach gescheiterten Therapieversuchen, ordnete das Landgericht Regensburg seinerzeit Sicherheitsverwahrung an. Seitdem streiten sich Juristen, ob dies überhaupt zulässig ist, da die entsprechende Gesetzesänderung erst nach der Verurteilung durchgeführt wurde. Dagen argumentierte der Europäische Gerichtshof  am 17. Dezember 2009, das Urteil sei aber noch nicht rechtskräftig. Die Bundesregierung wolle die große Kammer des Menschengerichtshofes anrufen.

STERN: Sicherungsverwahrung bei Jugendstrafen zulässig

cd

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Tim Kretschmer unschuldig? Kommentar zur Analyse der “Group UAW” Teil 2

Montag, 8. März 2010

Ok, weiter mit dem Kommentar.

Weitere Belege dafür, dass Tim Kretschmer nicht der Täter von Winnenden gewesen sein kann sind u.a. folgende:

2. Ein “schwarzer Kampfanzug /-uniform” sei “typisch für Spezialkräfte der Polizei, aber nicht für 17-jährige. (S.4)

Ja, genauso wie das wilde um-sich-Schießen, dennoch passiert es. Auf der einen Seite also ist für die Autoren sicher dass “niemand erzählen kann”, dass die Schüler nach dem ersten Schuss “ruhig sitzen geblieben” (S. 22), sondern “in Aufregung” bzw. “in Bewegung/Aufruhr” (S. 15) waren, gleichzeitig aber wird als sicher angenommen, dass die in dieser Aufregung wahrgenommene schwarze Kleidung eine “Kampfuniform” gewesen sein muss.

3. Igor Wolf – ist er nun glaubwürdig, oder nicht?

Auf der einen Seite wird “Fluchtwagenfahrer” Igor Wolf recht früh im Bericht als “Lügner” (S. 6) bezeichnet, seine Aussagen bezüglich der Fahrt seien “ausgesprochen unglaubwürdig” (S. 37), das Interview “wenig glaubwürdig” (s. 48) gleichzeitig wird aber seine Aussage, Kretschmer habe die Waffe in der rechten Hand gehalten zum zentralen Dreh- und Angelpunkt, wenn es um den “Beweis” geht, dass das letzte Video des Täters eine Fälschung sei. (z.B. S. 7)…

Leute, entweder eine Quelle ist unglaubwürdig und/oder steckt mit den Hintermännern unter einer Decke, dann heißt das aber auch, alle Aussagen sind nicht verwertbar, oder aber ich glaube dem Mann, dann sind aber auch alle Aussagen gleichwertig…nur das rauspicken, was die eigene Argumentation stützt, gilt nicht ;-)

3. Der Tatort wurde “nachbearbeitet”, die Position der Leiche im Video stimmt nicht mit den Markierungen überein

Ein Amokläufer, der kampfunfähig ist, ist keine Bedrohung mehr. Ist er verletzt, hat er das Recht auf medizinische Hilfe. Ein Laie darf den Tod eines Menschen nicht feststellen, der Täter ist erst dann tot, wenn ein Arzt dies offiziell bestätigt. Vorher müssen sämtliche indizierten Rettungsmaßnahmen durchexerziert werden. Dafür wird man Kretschmer auf den Rücken gelegt haben. Diese plausible Möglichkeit wird von den Autoren nicht in Betracht gezogen, würde aber erklären, warum die Umrisse um die Leiche nicht der Position des gefallenen Täters im Video entsprechen. Ob die Leiche “sehr weit” (S. 107) bewegt wurde, wird nicht mehr zu klären sein…
Ein Kopfschuss kann, muss aber nicht stark bluten, wenn die Kugel sofort tödlich wirkt und der Kreislauf schlagartig zum Erliegen kommt und wenn es gleichzeitig aufgrund von Kaliber und Laborierung nicht zu einer Zerlegung des Schädels kommt. In Fällen von 9mm Para kann es auch zu einer leichten Sickerblutung kommen, die wenig Spuren hinterläßt. (Bildbeispiel einer geringen Sickerblutung nach aufgesetztem(!) Schuss in die Schläfe – Vorsicht unschön!-)

Die neuen Markierungen müssen nicht notwendig Beweis einer “Nachbearbeitung” des Tatortes sein. Ein späterer Ortstermin der Untersuchungskommission ist wahrscheinlicher und wird vielleicht im noch zu erwartenden Bericht erwähnt werden.

Soviel erstmal als Teil 2

cd

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Winnenden – neue Verschwörungstheorie

Montag, 8. März 2010

Gestern bekomme ich einen Kommentar zum Artikel “Zum Jahrestag von Winnenden: Killerspiele, Panikmache, Verschwörungstheorien, Trittbrettfahrer” von einer Dame, die sich nur “Himbeere” nennt.

Sie lädt mich dort auf ihre Homepage “Winnenden – ein Amoklauf?” und in ihr Forum “Winnenden/Wendlingen – ein Amoklauf?” ein.

Sie verweist auf einen 168-seitigen Bericht, der die Unschuld Tim Kretschmers bzw. die Unmöglichtkeit, dass er der Täter gewesen sein kann, beweisen soll. Dieser sei laut Homepage  “von einer Gruppe aus Personen u.a. auch Fachleuten aus dem Polizeiwesen und Juristen erarbeitet”, auf die leider im Bericht nur als kollektives “wir” bzw. als “Group UAW”, nicht aber namentlich eingegangen wird.

Auch findet sich dort ein Hinweis auf die Informationsveranstaltung am 30.03.2010 in Sulzbach.

Ich führe mir den Bericht nach den ersten Seiten nur mit großer Skepsis zu Gemüte, zieh es aber erstmal durch..

cd

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Was haben Robert Steinhäuser, Tim Kretschmer und Jörg Haider gemeinsam?

Sonntag, 7. März 2010

…die Antwort weiß Götz Wiedenroth.

Alle Verschwörungstheoretiker bitte lesen!

cd

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Täter von Ansbach in der Psychiatrie – vermindert schuldfähig

Samstag, 6. März 2010

Laut der Augsburger Allgemeinen vom 3. März ist der Amokläufer von Ansbach Georg R. in die geschlossene psychiatrische Abteilung des Bezirkskrankenhauses Ansbach verlegt worden. Er sei laut Gutachten gravierend persönlichkeitsgestört und habe einen “Reiferückstand”. Er sei somit nur vermindert schuldfähig, aber nicht schuldunfähig.

Augsburger Allgemeine: Haftbefehl gegen Ansbacher Amokläufer aufgehoben

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Amokläufe sind kaum zu verhindern – Pfeiffer wird ruhiger

Dienstag, 23. Februar 2010

Das “Stigma Videospiele” Blog verweist auf ein Interview mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer mit der BILD, in dem er sich überraschend gemäßigt zeigt:

Stigma Videospiele: Pfeiffer auf neuen Wegen?

Pfeiffer sagt, es sei nun definitiv klar, dass Videospiele zwar ein Faktor, aber kein Auslöser für einen Amoklauf seien. Auch sei nach der Tat von Ludwigshafen offensichtlich, dass auch eine Verschärfung des Waffenrechtes keinen Erfolg bringt, da ein Messer “in jedem Küchenschrank” liege.

Nuja, sowas behaupte ich ja schon seit langem ;)

cd

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WLAN gegen Jugendgewalt

Sonntag, 14. Februar 2010

Ok, das ist ein unorthodoxer, aber offensichtlich nicht ganz ineffektiver Ansatz. netzpolitik.org berichtet, sich auf die New York Times beziehend, dass in einem Versuch in Arizona ein mobiler WLAN-Router in einem Schulbus montiert wurde und die Unruhe und Rangeleien im Bus daraufhin signifikant abgenommen haben…der Bus sei nun eine “rolling study hall”…

WLAN ist gut gegen Jugendgewalt : netzpolitik.org.

Der Originalartikel der New York Times : Wi-Fi Turns Rowdy Bus Into Rolling Study Hall

auch nicht schlecht…

cd

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Der Darwinismus ist noch präsent…

Mittwoch, 3. Februar 2010

Klarer Fall von “dumm gelaufen”. Das Darwinjahr ist zwar vorbei, der Darwinismus scheint aber von Zeit zu Zeit doch noch zuzuschlagen.

An Sylvester, also schon vor einer ganzen Weile, zieht ein Sechzehnjähriger bei einem Streit ein Butterflymesser. Der Gegner ergreift daraufhin die Flucht, doch der Junge rutscht aus und rammt sich das eigene Messer ins Auge…ups…

Ibrahim O. drohte Teenager – und stürzte in die eigene Klinge.

cd

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