Beiträge mit tag "Gesellschaft
Amoklauf in Lörrach – Gruß an den STERN
2Aha…das Nez ist also zynisch? Die Ereignisse in Lörrach wurden mit “Häme” begrüßt? So schreibt es zumindest Felix Disselhoff vom STERN.
Zynisch? Nein…das Netz doch nicht…zynisch ist höchstens, dass ausgerechnet der STERN sich nun zum Moralwächter der Medienrealität aufspielt, indem er sagt:
“So funktioniert das Web nur allzu oft. Aus einer einzelnen Meldung wird eine Lawine, die den Wahrheitsgehalt und das menschliche Drama oft unter sich begräbt.”
Sicher…klar…so zynisch finde ich den Vorschlag eines Users, jetzt Baden-Württemberg zu verbieten und an die Franzosen zu verkaufen, übrigens nicht. Wir könnten es ja gegen Elsass-Lothringen tauschen,..das BildBlog hat seinen Artikel auch schon entsprechend kommentiert…
Mir als ethisch integerem Menschen wäre jede Form der Polemik und erst recht des Zynismus natürlich zuwider, darum verweise ich auf einige höchst moralisch erbauende Artikel, die ich bereits zum Thema verfasst habe und grüße meine solidarischen Twitteraner:
Ein Amoklauf in der Waldorfschule wäre viel umweltfreundlicher gewesen, Außerdem ändert Lörrach nichts an unserer schlechten Platzierung in der Weltmeisterschaft im 1000m Amoklauf der U25 Nur die Österreicher sind noch unfähiger. Vielleicht war auch wieder ein Antidepressivum an der Tat schuld. . nun gut…machen wir einfach noch eine Tagung zu dem Thema…
cd
Warum die Menschheit aussterben wird
2Kachelmann borderline?
5Eine der häufigsten Suchanfragen, die im Moment hereinkommen, ist die Phrase “Kachelmann Borderline”. Meine Expertise hierzu: Nein, Kachelmann ist einfach nur ein ganz normaler narzisstischer Idiot, wie man ihn im Fernsehen zuhauf findet…
cd
Blogparade – Der Sprache ihren Lauf lassen?
6Ich bin gerade auf eine Blogparade gestoßen, die doch irgendwie in mein Feld als Sprachlehrer passt…darum heute also meine zweite Blogparade zum Thema “Der Sprache ihren Lauf lassen?” Veranstaltet wird diese von “Sprachen lernen im Web“.
Die Fragen:
1. Stört es Dich, dass deine Sprache verloren geht, indem wir z.B. immer mehr englisch Wörter gebrauchen?
Nein. Dass Lehnwörter aus anderen lebendigen Sprachen in eine lebendige Sprache Einzug halten, ist für mich eine völlig normale Sache. Gerade bei einer derart verbreiteten Sprache wie Englisch passiert das nunmal recht häufig. Ich denke nicht, dass Deutsch dadurch verloren gehen wird. Nur ist das Englische als analytische Sprache im Gegensatz zu synthetischen Sprachen wie Deutsch nun einmal deutlich effizienter. Dazu kommt, dass viele Entwicklungen aus dem englischen Sprachraum stammen und somit an eine englische Terminologie gebunden sind. In dieser Debatte wird oft vergessen, wie viele deutsche Lehnwörter dafür in andere Sprachen übergehen.
Was mich stört ist der falsche Gebrauch englischer Wörter und Phrasen. Dinge wie “DER Blog” oder “DAS Laptop” machen mir Zahnweh, genau wie die Apostrophierung des Plurals. Dass es heutzutage “Moni’s Pommesbude” heisst, ist für mich völlig in Ordnung. Das würde ich nicht als “Deppenapostroph” titulieren und es ist im Sinne eines Lehngenitives (den wir vermutlich in 10 Jahren im Duden haben werden) völlig korrekt. Den Plural zu apostrophieren (wenn bei Satan oder Media Müll ein Schild “CD’s” zu sehen ist beispielsweise) halte ich allerdings für grottendämlich.
2. Denkst du es ist sinnvoll die Entwicklung der Sprache zu steuern zu versuchen?
Nein, das geht ja auch gar nicht. Entweder bringt man sprachnationalistischen Unsinn wie die Franzosen hervor, die sich damit nur selbst in den Fuss schießen, da sich z.B. der Begriff der CD in der Welt so etabliert hat, dass kein Schwein ad hoc weiss, was eine “disque laser” sein soll oder sie gar mit “Laserdisk” verwechselt, oder man kämpft einfach so auf verlorenem Posten.
Es regt sich ja heute auch niemand mehr auf, dass wir “frei” statt “frey” schreiben usw. Deutsch ist eine lebendige Sprache in aktiver Benutzung und man sollte nicht vergessen, dass letztendlich eine Sprache von ihren Sprechern geprägt wird..je enger der Kontakt zum Ausland, umso mehr Vermischung. Der Duden ist ja keine Richtlinie, sondern gibt nur wieder, was ohnehin bereits Standard ist…gegen aktiven Unsinn, der auch in der Herkunftssprache Unsinn ist, sollte man mit Bildung vorgehen…der Rest ist nunmal der Lauf der Dinge…
3. Benutzt du selbst Wörter in anderen Sprachen, die du eigentlich auch auf Deutsch benutzen könntest?
Ja, natürlich. Meistens, wenn es eingeschliffene Termini sind. Vor allem aber, wenn die deutsche Entsprechung den Kern des englischen Begriffes nicht trifft. Ein “engineer” ist eben kein “Ingenieur”. Da ich vor allem im Bereich der IT und der Telekommunikation unterrichte, passiert sowas ständig. Ich lege im Unterricht Wert darauf, dass den Leuten die Begriffsbedeutungen bewusst sind, und sie diese jederzeit korrekt umschreiben können. Dann kann im Wirtschaftsenglischunterricht auf auf Deutsch von “shareholdern” usw. gesprochen werden. Merke ich allerdings, dass Leute permanent irgendwo “committen” ohne Plan zu haben, was das eigentlich bedeutet, werde ich grob unflätig..
Das Englische ist flexibler und ersetzt für mich häufig die typisch Deutschen Komposita-Wortmonster. Über lateinische oder französische Lehnwörter regt sich übrigens niemand auf…damit wirkt man intellektuell…und diese Inkohärenz regt mich auch desöfteren auf..
Es gehört zum guten Ton, dass Hühnerfleisch für Besserverdienende “von der Poularde” ist und man auch gerne mal ein Entrecôte nimmt, aber habe ich “Cranberries” in meinen Muffins, werde ich schief angeschaut
4. Gibt es andere Wege die eigene Sprache zu bewahren, ohne der Entwicklung im Wege zu stehen?
Immer dann, wenn der deutsche Begriff treffender ist, als das Lehnwort. Und es hilft, mehr als eine Sprache zu sprechen. Je breiter die Kenntnisse der Ursprungssprache der Lehnwörter ist, umso weniger benutzt man sie ![]()
Das sieht man z.B. auch daran, dass Vollprofis “Rechner” statt “Computer” sagen…im Allgemeinen sehe ich auch in Schulungen auch, dass viele unerfahrene Manager gerne ihr Unwissen hinter englischer Terminologie verstecken. Je sicherer die werden, umso deutscher wird auch ihre Terminologie
5 Findest du man soll der Sprache einfach ihren Lauf lassen und sich einfach anpassen?
Ja, damit muss man leben, wenn man eine lebendige Sprache spricht. Man muss ja nicht jeden Unsinn mitmachen und kann für sich eine Grenze definieren. Letztendlich aber werden unsere Enkel ein völlig anderes Deutsch sprechen als wird. Gerade in Zeiten von Europa und internationalen Beziehungen wird die Durchmischung immer stärker werden. Sieht man sich die Geschichte an, ist es durchaus möglich, dass wir im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte auch wieder eine Zusammenführung von Sprachen haben werden…dass also derart ähnliche Sprachen wie das Holländische und das Deutsche in eine einzige gemeinsame Sprache einfliessen können…wir werden sehen…
Da ich diese Blogparade so interessant für Sprachlehrer finde, schmeisse ich sie als Stöckchen auch sofort mal zum Kollegen Rau!
cd
Winnenden reloaded – Vater von Tim Kretschmer im Visier. Quo vadis, Qualitätsjournalismus?
1So, nun geht sie wieder weiter, die Hexenjagd aus Spekulationen, medialer Ausschlachtung, Schuldzuschreibungen und Verschwörungstheorien, genau wie damals. Der Vater von Tim Kretschmer steht seit Donnerstag vor Gericht, um den Hinterbliebenen der Opfer des Amoklaufes zu erklären, warum er seine Beretta offen im Schlafzimmer herumliegen liess. Die Medien sind alle bereits ganz Ohr, bekommen jedoch keine echten Informationen, da Jörg Kretschmer sich ausschweigt und keine offiziellen Statements gibt und fangen so wieder wild an, Sommerlochfüller zu bauen. Cem Özdemir kann sich profilieren, indem er den anderen Parteien Tatenlosigkeit im Bezug auf Änderungen des Waffengesetzes vorwirft. Die aktuellen Änderungen sind ihm wohl zuwenig. Das halte ich wie schon öfter geschrieben für Blödsinn. Es ist keine Frage der Rechtslage, die gibt schon alle Kontrollmechanismen her – sie müssen nur vernünftig durchgesetzt werden. Bei jeder Pommesbude kann das Gesundheitsamt unangekündigt vorbeischneien und sich die Küche zeigen lassen und macht bei groben Verstößen den Laden dicht. Das muss doch hinzukriegen sein, dass das Ordnungsamt zwischendurch mal ihre Liste von Schützen mit WBK durchgeht und unangekündigte Besuche abstattet, um sich die ordnungsgemäße Verwahrung der gemeldeten Waffen zeigen zu lassen…und sind nicht genausoviele Waffen im Schrank, wie auf der WBK eingetragen, gibts mächtig Ärger…und wer sich nicht an die Richtlinen hält, darf die Dinger für immer abgeben…fertig. Das sieht z.B. auch die Neue Osnabrücker Zeitung so…
Der Spiegel charakterisiert Jörg Kretschmer direkt mal als “Waffennarr von Jugend”, der einem Sohn “das Zielen und Abdrücken lehrte”, den “er nicht gut genug kannte” und stellt ihn schon vor dem Prozess als Schuldigen dar. Die “Kleine Zeitung” gibt sich gemäßigter und erwähnt nur, dass die Verteidigung auf Straffreiheit plädiere, da Kretschmer “angesichts des Verlustes seines Sohnes und wegen der sozialen Ächtung gestraft genug sei.” Eine These, die ich so unterstützen würde…”der Freitag” beschreibt Kretschmers Hobby gar als “privaten Rüstungswahn“.
Die BILD gibt gewohnt boulevardjournalistisch ein Zeitprotokoll des ersten Prozesstages und stellt auch “kein Bedauern” fest…kann es sein, dass er, bevor er etwas Falsches sagt, lieber erstmal gar nichts sagt und deswegen nicht gleich kalt und gefühllos ist? Naja…die Presse eben…
Einen guten Gegenpol liefert das Presseportal Südwest, das den Prozess als einen “in eine Reihe spektakulärer Verfahren von Brunner bis Kachelmann, in denen die juristische Prozedur zum medialen Spektakel zu verkommen droht” und bemerkt sehr richtig: “Öffentlichkeit im Gericht dient der Kontrolle der Justiz, nicht der Bloßstellung des Angeklagten. Und Strafprozesse sind Verfahren zur Bestimmung von Strafe, nicht Strafe. Beides scheint immer öfter in Vergessenheit zu geraten.” Den Eindruck habe ich angesichts der Hetzkampagnen seitens selbsternannter “Aktionsbündnisse” allerdings auch…die Hinterbliebenen nehme ich aus…wer angesichts eines toten Kindes Blut sehen will, dem kann ich es nicht verdenken…aber für die Anwälte, die sich wie der bekannte Eric T. Langer damit profilieren können, steckt auch eine Menge Geld und Publicity in einem derart öffentlich beobachteten Prozess…
Die BZ erwähnt ebenfalls etwas neutraler wnigstens die Begründung, die die Verteidigung für Jörg Kretschmers Schweigen liefert: Er sei psychisch und physisch nicht in der Lage zu sprechen, trauere aber mit den Angehörigen.
Die WELT beginnt ihren Artikel, der sich um Gisela Mayer, eine der hinterbliebenen Mütter von Winnenden, die ihre Gefühle in dem Buch “Die Kälte darf nicht siegen” verarbeitete, zentriert, subtil mit einer eher positiven Charakterisierung Tim Kretschmers, lässt sich dann aber zu Sätzen wie “Es geht nicht darum ob der Vater, seinem Sohn fahrlässig Zugang zu einer Waffe verschafft hat, sondern darum, ob er mit ihm eine menschliche Waffe erzogen hat.” Kann man also im Hinblick auf Neutralität auch abhaken…Tränendrüsenmethode unter Nutzung eines der Sekundäropfer…
Einen qualifizierteren Kommentar liefert Prof. Dr. Henning Ernst Müller im Beck-Blog und stellt dort fest, dass die Verurteilung in erster Linie auf Verstoß gegen das Waffengesetz lauten wird, da die subjektive Fahrlässigkeit nicht prüfbar sei. Das ist eine Aussage, der ich ganz klar zustimmen muss. Für einen Laien ist absolut nicht zu erkennen, ob das Risiko einer solchen Tat besteht, selbst wenn, wie Prof Müller es erwähnt, die psychischen Probleme bekannt sind…daran beissen sich selbst Experten desöfteren die Zähne aus…selbst Schulpsychologen vor Ort dürften das aus Gründen, die ich bereits breit beschriebe habe, nicht hinbekommen…
Mein Fazit: In der Mühle des Buhlens um Verkaufszahlen geht ein Aspekt mal wieder völlig unter: Tim Kretschmer hat nicht seine Eltern erschossen, sondern einen Schulamok begangen. Im Prozess wird aber nicht danach gefragt, welche (Teil-)Schuld das System Schule, bzw. konkret das Kollegium der Albertville-Realschule in Winnenden trägt. Im Alter Kretschmers ist es so, dass die Kinder mehr Zeit mit uns Lehrern verbringen, als mit der eigenen Familie. Wer hat die Demütigungen begangen, die Tim Kretschmer dazu veranlasst haben, primär auf SchülerINNEN zu schiessen…wer hat, wie auch im Fall Robert Steinhäuser, die Signale aus pädagogisch-psychologischer Inkompetenz nicht gesehen oder nicht sehen wollen? Wer ist mitverantwortlich dafür, dass das aktuelle System den Lehrer so überfordert, dass subtilere Signale eines einzelnen Schülers in einer Masse von 32 und mehr Schülern absolut untergehen, bis sie sich auf eine derart extreme Weise einen Weg bahnen? All dies halte ich für ebenso gerechtfertigte Fragen, aber die sind nunmal nicht populär…und werden einfach nicht gestellt…
cd
Doch keine Bücherverbrennung zum 11. September
4Offensichtlich ist die große Koranverbrennung zum Jahrestag des 11. Septembers nun gecancelt. Schade eigentlich, ich hätte gerne die Straßenschlachten live auf CNN gesehen…
cd
Selbstmord 2.0
1Genug vom Leben online? Der gestandene Nerd lässt sich dann von der Online-Selbstmordmaschine helfen. Die Web 2.0 Suicide Machine löscht zuverlässig und viel schneller, als man es manuell könnte, die digitale Identität. Momentan werden Facebook, Twitter, Linkedin und Myspace unterstützt.
Das Ding ist offensichtlich so gut, dass Facebook bereits versucht, die Suicide Machine per einstweiliger Verfügung zu stoppen…
cd
Soziale Netzwerke sind für “soziale Verlierer”
9Gerade bei Banedon’s Cyber-Junk gefunden: Zukunftsforscher Matthias Horx sagt bei ORF-Futurezone:
Von Facebook wird in fünf bis sechs Jahren kein Mensch mehr reden”, so der deutsche Zukunftsforscher Matthias Horx. “Nur soziale Verlierer verbleiben im Sozialen Netzwerk – diejenigen, die nichts Wichtigeres zu tun haben, als sich ständig gegenseitig die Unterhosen zu zeigen.
Ahja…das mit dem Zeigen der Unterhosen ist nicht unrichtig, wenn man sich mal ansieht, worüber auf Fakebook, Twitter und Wasauchimmer-VZ so gepostet wird…aber ob die Entwicklung SO weit geht…naja, warten wir es ab…aber gerade in Kontaktbörsen schwirren einem da noch andere Begriffe als “sozialer Verlierer” durch den Kopf…weiter sagt er:
“Es ist ein großer Irrtum, dass das Internet wahnsinnig schnell ist. In Wirklichkeit ist das Internet wahnsinnig langsam”, kritisierte Horx den gängigen Ruf des Internets als reine “Selbst-Propaganda”. Laut Horx leben erst 20 Prozent im “Internet-Zeitalter”. Die meisten Menschen gingen immer noch von ihrem Desktop-PC online und verwendeten keine mobilen Geräte. Bis das Internet als Hintergrundtechnologie für alle realisiert wird, dauert es laut Horx mindestens bis Mitte dieses Jahrhunderts.
Ganz ehrlich…ich gehöre zu diesen, weil ich schon bei der Einführung des Handys nicht verstanden habe, warum man immer und überall unbedingt erreichbar sein musste…früher gings auch mit Telefonzellen und Co. Und genausowenig verstehe ich, warum ich beim Kacken über meine Absonderungen Twittern können oder meine Mitmenchen mit Belanglosigkeiten wie “Bin gerade bei McDoof und esse einen Käseburger” zumüllen soll? Ich bin kein Technikfeind, nur Sinn muss es haben…Powerpoint und Beamer finde ich z.B. auch völlig überbewertet..eine Tafel und ein Stück Kreide bzw. ein OH-Projektor und diverse Stifte reichen mir immer noch für eine vernünftige Unterrichtsstunde…
Dabei ist übrigens Deutschland ja noch garnicht vollständig digital alphabetisiert…es sind ungefähr 72 Prozent der Deutschen online…reicht doch…
cd
ADHS und Ritalin 2
8Im Verhaltensoriginell-Blog lese ich einen Eintrag, der mal wieder die ganze Bandbreite der Ritalin-Debatte zeigt. Offensichtlich hat sich der Wirkmechanismus von Methylphenidat immer noch nicht überall herumgesprochen, bzw. wird von RTL und Co. mit dem üblichen Sensationsjournalismus und seinen Horrorgeschichten überschrieben…
Stein des Anstoßes ist der Artikel “Studie: ADS/ADHS-Kinder sind mit Ritalin leistungsfähiger” beim Lehrerfreund. Der Lehrerfreund lässt sich leider in Bezug auf die aktuelle Studie zu der Wirksamkeit von Methylphenidat von Prof. Richard M. Scheffler von der University of California hinreißen. Er verfällt sofort in die Klischeeschiene, fordert unter Rückgriff auf Dr. Gumpert “alternative Heilmethoden” und unterstellt den eher Medikamente empfehlenden Scheffler natürlich sofort in die Ecke der Pharmalobby.
Das mit den alternativen Heilmethoden ist völliger Bullshit. Haben wir genuines AD(H)S, haben wir es mit einer hirnorganischen Störung zu tun, die zwar verhaltenstherapeutisch handhabbar gemacht werden kann, aber ohne Medikamente ziemlich fruchtlos bleibt. Der erste Kommentator des Beitrages schreibt direkt richtigerweise, dass Methylphenidat die Therapiefähigkeit erst einmal überhaupt herstellt. Natürlich bringt Ritalin nix, wenn die Diagnose nicht stimmt, aber das habe ich in einem anderen Artikel ja schon lang und breit erklärt…
Interessanter als die Artikel an sich sind aber die Kommentare. Eine Auswahl: (weiterlesen …)
Passiver Widerstand
1Sehr schöne Aktion: In Riesa hat der NPD-nahe Verlag “Deutsche Stimme” seinen Sitz in der Mannheimer Straße. Die Stadt will nun diese Straße in Geschwister-Scholl-Straße umbenennen…subtil und sehr stylish
cd















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