Beiträge mit tag "Gehirn
Guantanamo für Christen
5Die US-amerikanische Firma Corrections Concepts Inc. hatte kürzlich die Idee, in Oklahoma ein Gefängnis zu bauen, in dem nur “born again Christians” (also evangelikale Fundamentalisten) beschäftigt werden und in das Häftlinge zur christlichen Gehirnwäsche geschickt werden sollten. Die Gruppe Americans United, die sich für eine strikte Trennung von Kirche und Staat ausspricht, hielt aber dagegen.
Lustig, auf was die Amerikaner im Kampf gegen religiösen Fundamentalismus so alles kommen…
cd
Wie man ein menschliches Gehirn in Scheiben schneidet
1Hat nichts mit Pädagogik zu tun, aber ich finde, jedes gut sortierte Lehrerblog braucht einen Eintrag, der erklärt, wie man ein Menschliches Gehirn fachgerecht dem Schädel entnimmt und dann in Scheiben schneidet:
The Art & Science of Slicing up a Human Brain
Bitte sehr.
cd
ADHS und Ritalin
9Pünklich zum Erscheinen des aktuellen Heftes von Focus Schule kommen auf einen die üblichen Fragen zu ADS und ADHS auf einen zu. Und damit natürlich auch die Frage, ob Ritalin dagegen hilft oder nicht. Zum Thema ADHS verweise ich auf das Blog “Verhaltensoriginell oder vielleicht doch ADHS?“, das sich dem Thema gewidmet hat und möchte hier nur mit dem Standardklischee aufräumen, das einem immer wieder in Seminaren bzw. im Elternkontakt begegnet.
1. Nicht jedes Kind, das mal mit dem Stuhlt kippelt oder nicht sofort auf eine Anweisung reagiert, ist verhaltensgestört oder “hyperaktiv”!
2. “Echtes” AD(H)S (das H in Klammern, weil es auch als Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ohne Hyperaktivität auftreten kann) ist eine Neurotransmitterstörung des Gehirns, die grob für Laien erklärt zu einer paradoxen Reaktion auf bestimmte Botenstoffe im Gehirn führt. Alle Ärzte und Neurologen bitte weghören: Ein Kind mit echtem AD(H)S braucht Kaffee zum Schlafen und Valium zum Wachwerden…so ungefähr muss man sich diese Störung vorstellen. Bestimmte Antriebsregulierende Bereiche funktionieren nicht so wie sie sollen.
3. Der Wirkstoff von Ritalin, Methylphenidat, wirkt nur bei echtem AD(H)S beruhigend. Der Stoff ist mit Amphetamin verwandt (für 68er: Das Zeug, mit dem Ihr damals in einem Rutsch an die Adria gefahren seid) und führt bei Kindern, die diese Anomalie nicht aufweisen zu folgender Problematik: Erst habe ich ein hyperaktives Kind, dann gebe ich ihm Ritalin und dann habe ich ein hyperaktives Kind auf Speed!
4. “Mein Kind ist krank” ist eine Aussage, die deutlich einfacher für die Eltern zu verarbeiten ist als “Unser Erziehungsstil ist scheiße.” Letztere ist aber meist der Grund für rein psychogene Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen und da helfen keine Pillen, sondern Erziehungsberatung…gegen die alle Eltern eine recht hohe Resistenz aufweisen…
5. Liebe Eltern “hyperaktiver” Kinder: Lasst das Kind von einem Neurologen oder Kinderpsychiater untersuchen, nicht von einem Allgemeinmediziner…ist sicherer…es gibt zwar einige Allgemeinmediziner, die in Bezug auf ADHS fortgebildet wurden, aber sehr oft hört man nur “Wirkt nicht? Dann erhöhen wir mal die Dosis…” Und das letzte was Lehrer und Eltern brauchen, ist ein hyperaktives Kind auf noch mehr Speed…
cd
Verdacht bestätigt: Auch Tim Kretschmer Opfer von Antidepressivum
2Während es gestern noch als Gerücht galt, so ist heute Abend nach Bestätigung durch das Landgericht Stuttgart klar, dass auch der Amokläufer Tim Kretschmer Projectil nahm. Nun wird der Verdacht laut, dass dies der wahre Grund sei, warum man nach dem Amoklauf von Winnenden Tim Kretschmers Leiche ohne Gehirn beigesetzt hatte. Während im Fall Robert Steinhäuser laut dem offiziellen Untersuchungsbericht des Landes Thüringen die toxikologische Untersuchung keinerlei Drogen oder Medikamente im Blut Steinhäusers fand, wurden in Kretschmers Gehirn zweifelsfrei Spuren von Projectil gefunden. Es wird vermutet, dass einer der Gerichtsmediziner des Landes Baden-Württemberg selbst von der Gefährlichkeit des Antidepressivums wusste und das Gehirn zur Verschleierung heimlich entsorgte.
cd
Skandal in der Pharmaindustrie: “Hochwirksames” Antidepressivum mit Blei verseucht!
14Ich bin ja eigentlich jemand, der mehr Vertrauen in die Chemie als in alle anderen Formen der Heilung hat, aber bei der Meldung bekomme ich nen Hals…
Das in den USA wie in Deutschland weit verbreitete Antidepressivum “Projectil” steht laut etlicher amerikanischer Medien nun im Verdacht, für eine große Zahl an Todesfällen verantwortlich zu sein. Projectil galt in der Behandlung chronisch rezidivierender oder lavierender Depression seit seiner Einführung als die ultima ratio, eine einmalige transcraniale Gabe von Projectil führt in den allermeisten Fällen zum sofortigen Verschwinden aller Symptome der Depression. Projectil ist durch seine Zäpfchenform leicht dosierbar und zeigt volle Wirkung Sekunden nach der Verabreichung, ob nun transcranial, transthoracal oder transabdominal…am häufigsten aber wird die transcraniale Verabreichung gewählt, da sie die für den Patienten nebenwirkungsfreieste Therapie darstellt. Transcranial, meist entweder im Mund oder durch das Os Temporale/Os Sphenoidale injiziert wirkt Projectil direkt auf das Gehirn ein, indem es gezielt die für Depression verantwortlichen Störungen in Frontal- und Temporallappen ausschaltet. Bei der Anwendung durch den Mund wirkt es auch eliminierend auf Stammhirn und Kleinhirn. Auch in der Intensivmedizin findet es bis heute Anwendung, da es schnell und effektiv einen erhöhten Schädelinnendruck senkt. In den allerwenigsten Fällen ist eine zweite Dosis notwendig, um die gewünschte antivitale Wirkung zu Erzeugen. Deshalb ist es auch in der Palliativmedizin bei unterschiedlichen Krebsarten als terminale Sedierung erfolgreich.
Nun aber wurde im Laufe einer Studie der Universität Winchester festgestellt, dass überdurchschnittlich viele Patienten, bei denen die erste Gabe von Projectil nicht die erwünschte Wirkung zeigte, nach der ersten Anwendung über mehr oder weniger starke Schmerzen an der Verabreichungsstelle klagten und ein ebenfalls überdurchschnittlich hoher Anteil von Patienten, denen Projectil ambulant verabreicht wurde, kurz nach der Anwendung verstarben. Auch traten Blutungen überdurchschnittlich häufig auf. In der darauf folgenden genaueren Untersuchung wurde von den Ärzten in mehreren Proben des Medikaments Blei in Mengen weit jenseits der zulässigen Grenzwerte gefunden. Dazu gehören leider auch Proben, die aus Deutschland kamen, beispielsweise von der Firma RWS deren Proben einen besonders hohen Bleianteil aufwiesen. Gleichzeitig wurden Spuren von Messing und der Messinglegierung Tombak gefunden.
Die Forscher der Universität Winchester mutmassen, dass die Beschwerden wie Schmerzen und Blutungen auf eine Bleivergiftung zurückzuführen ist, die durch das verseuchte Medikament verursacht wurde.
Prof. Dr. Christoph Broelsch vom Universitätsklinikum Essen bestätigte bei Bekanntwerden der Verseuchung, dass Projectil unter diesen Umständen besonders bei transabdominaler Anwendung schon nach der ersten Gabe eine für den Patienten sehr kostspielige Lebertransplantation nach sich ziehen könne.
Auch die Bundeswehr bestätigte, dass interne Vermerke der Bundeswehrkrankenhäuser dokumentiert sind, in denen schwere bis schwerste Blutungen und Todesfälle im Zusammenhang mit Projectil und der Behandlung von durch Afghanistan traumatisierte Soldaten erwähnt, aber auf eine mit Tombak und Blei verseuchte Einzellieferung zurückgeführt wurden, nicht aber auf eine generelle Bleihaltigkeit des Medikamentes an sich. Man habe die Lieferung beim Hersteller “im Routineverfahren” reklamiert und die Angehörigen der Verstorbenen hätten eine Entschädigung erhalten. Von einer weit verbreiteten Verseuchung habe man “nichts geahnt”.
Gleichzeitig mutmaßen die Verschwörungstheoretiker bereits einen Zusammenang zwischen Projectil und den Amokläufen von Erfurt und Winnenden. Besonders im Fall Tim Kretschmer wurde bereits oft gemutmaßt, dass die Tat durch die Gabe von Antidepressiva ausgelöst wurde, aber auch über Robert Steinhäuser wurde kurzzeitig behauptet, das Medikament Tilidin habe ihn zu seiner Amoktat gebracht. Sowohl bei Kretschmer wie auch bei Robert Steinhäuser wurden große Mengen Projectil sichergestellt. Im Fall Ansbach aber wurden weder Psychopharmaka noch Drogen beim Täter sichergestellt…
Der genaue Untersuchungsbericht mit detaillierten Ergebnissen soll spätestens in zwei Tagen vorliegen.
cd
50 Jahre Lobotomie
0Vor grob fünfzig Jahren begann der Neurologe Walter Freeman, psychische Erkrankungen zu behandeln, indem er den Patienten mittels scharfer Gegenstände im Gehirn herumrührte. Er nannte dies „Lobotomie“.
Spiegel Online hat gestern einen kleinen Abriss des Themas veröffentlicht.
cd














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