Ja, es gibt mich noch…nur bin ich in letzter Zeit sehr beschäftigt gewesen und habe das Sommerloch gewissermaßen vorziehen müssen.
Heute erstmal nur ein Quicke als Lebenszeichen.
Ich gehe heute Morgen zum Bäcker und höre beiläufig die Frage eines kleinen Mädchens an seine Mutter:
“Mama, warum bist Du nicht so schön wie die anderen Mamas?”
Zeit für einen Bilanzsuizid würde ich sagen…
cd
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]]>Ich sage immer wieder, dass die ELTERN mir den Schuldienst vermiest haben, nicht die Schüler. Ein besonderes Exemplar hier, Rechtschreibung ist komplett sic. !
Kann eine Klasse mit (2 Lehrerinnen) ins schullandheim oder muss min.1 Mann mit da er dann für jungs in der Klasse zusdendig ist, wenn z.b ein junge geducht hatt und es ist kontrollrundgang das dieser jung dann nackt da stände und nur 2 frauen da sind und eine kommt herein ist das dann nicht belestigung oder? Dewegen sollte doch ein mann mit? der dann bei jungs denn Kontrolgang macht?
Ich bin raus…mich betrinken…
cd
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]]>EDIT 05.08.2011: Die Links funktionieren nun wieder. Danke an Krautchan.
Das Schlimmste neben Zeugern Jehovas, Katholiken und anderen Sekten, die einem grundsätzlich ihr Gutmenschentum an die Backe texten wollen, sind Elterninitiativen. Jeder Lehrer kennt sie – so gut wie jeder Lehrer hasst sie…die Frauengruppe, die in den USA schlicht “Soccer Moms” genannt wird. Noch recht jung, durch gut verdienenden Ehemann Hausfrau und viel zu viel Zeit darüber nachzudenken, wie man die Welt retten könnte. Dann wird mal schnell im Internet auf diversen Ratgeberseiten die eigene Paranoia geschürt und dieses dann fein mit Schmierblättern wie “Focus Schule” usw. abgeschmeckt und schon ist die fixe Idee da, man müsse die Kinder auf jeden Fall vor der nächsten Alieninvasion, der totalen Verblödung durch Müsliriegel, dem qualvollen Verenden durch zuwenig rechts-links-wechseldrehende Milchsäurebakterien oder vor tödlichen Unfällen beim unüberlegten Kaugummikauen in Einbahnstraßen beschützen. Schlimmstenfalls avanciert dieser Typus Mutter dann zur Schulpflegschaftsvorsitzenden und führt so schöne Dinge wie den Origami-Nachmittag, Friedensmärsche gegen den Krieg bewaffneten Konflikt in Afghanistan oder ganzheitliches Gruppenkuscheln ein…oder auch die berüchtigten Sozialtrainings und andere Veranstaltungen, die alle Norwegerpulli-und-Birkenstock-Weltverbesserer magisch anziehen.
Und wenn das noch nicht reicht, gründet man eine Bürgerinitiative zur Rückfallprävention koksender Eichhörnchen auf Klassenfahrten oder so…
Wer angesichts dieser Exemplare auch nicht mehr weiss, ob er lachen oder weinen soll (ich habe beides aufgegeben, ich schiesse sofort scharf!), dem sei die folgende Seite empfohlen:
www.eltern-im-netz.net – Eltern gegen die mediale Verrohung der Jugend
Eigentlich ist die Seite als Satire geacht…aber irgendwie kann ich darüber nicht so recht lachen…die Artikel, wie beispielsweise das “Amok-Alphabet” oder “Überwachung im Kinderzimmer” sind einfach zu nah an der Realität…
cd
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]]>Als ich heute einen Tweet las, der auf ein Video von Eva Herman als Nachrichtensprecherin des Kopp-Verlages verwies, dachte ich zuerst, das sei ein Zusammenschnitt oder sonstwie ein Fake…offensichtlich aber nicht. Pillepalleundso und The European berichtetn, dass tatsächlich in der Schweiz ein Beschluss gefasst wurde, dass die Bezeichnungen “Vater” und “Mutter” diskriminierend seien und nun durch das neutrale Wort “Elter” für beide Elternteile ersetzt werden sollen…was mischen die Schweizer nur in ihre Schokolade…?!
cd
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]]>Durch einen call for bloggers auf der special-needs Webseite www.able2able.com habe ich vor kurzem einen englischen Artikel zum Thema “Autismus und Asperger” veröffentlicht. Für die, die des Englischen nicht mächtig sind, heute die deutsche Übersetzung:
Weil ich seit längerer Zeit keinen ernsthaften Artikel mehr verfasst habe, möchte ich die Gelegenheit nutzen und einen solchen aus der psychologischen Perspektive, statt aus der Sicht eines Elternteils oder eines Betroffenen verfassen. Meine Ratschläge an Eltern, die vor kurzem die Diagnose für ihr Kind bekommen haben:
1. Vor allem: Stellen Sie sicher, dass die Diagnose wasserdicht ist! Trauen Sie keinen Vermutungen oder dem Bauchgefühl eines Allgemeinmediziners (das ist keine Abneigung gegen Generalisten, sondern lediglich das Credo, dass jede Diagnose von einem Spezialisten verifiziert werden sollte). Wie für jede andere Störung definiert das “Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Revision IV (DSM-IV)” der American Psychiatric Association zusammen mit der “International Classification of Diseases, Revision 10 (ICD-10)” genaue Diagnosekriterien für Autismus und Asperger und es gibt eine Reihe standardisierter Tests, die von qualifizierten Psychiatern (am besten ein Kinderpsychiater), klinischen Psychologen und (psychologischen) Psychotherapeuten, zusammen mit neurologischen Diagnoseverfahren durchgeführt werden können, um die Diagnose zu bestätigen und das Ausmaß der Störung zu ermitteln. Die Dauer des Tests hängt vom individuellen Fall ab. Größere Kliniken bieten zur Diagnostik in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Mutter-Kind-Zimmer oder Eltern-Kind-Zimmer an, sodass ein oder beide Elternteile während der Dauer des Aufenthaltes ständig bei ihrem Kind sein können.
2. Die Diagnose ist nicht das Ende, sondern der Anfang. Wenn die Diagnose von einem Experten bestätigt ist, müssten Sie über die Art der Störung (Autismus, Asperger) und das Ausmaß der Störung (z.B. auf der Autismus-Skala) sowie Therapiemöglichkeiten, die dazu dienen, die Fähigkeiten Ihres Kindes zu verbessen, aufgeklärt worden sein. Suchen Sie nicht nach “Normalität”, die es ohnehin niemals gibt, sondern streben Sie nach individueller Verbesserung, nach den individuellen Fähigkeiten ihres Kindes. Und behalten Sie im Hinterkopf, dass die Entwicklung eines Kindes sehr schwer vorauszusagen ist. Während in den meisten Fällen von Asperger ein hoher Grad an Funktionalität bezogen auf soziale Interaktion, Lernen und Erziehung, Berufsausbildung, Arbeitsleben etc. erreicht werden kann, werden schwerere Fälle aus dem Autismus-Spektrum ihr Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen sein. So zynisch wie es auch klingt – Sie werden nicht ewig leben! Ziel sollte also nicht sein, so lange wie möglich für Ihr Kind da zu sein, sondern ihm von Anfang an zu helfen, ein innerhalb der Grenzen der Störung autonomes Leben zu führen.
3. Lernen Sie, auf der digitalen, statt der analogen Ebene zu kommunizieren. Der Unterschied zwischen analoger und digitaler Kommunikation ist eine Differenzierung des Psychologen Paul Watzlawick. Die digitale Kommunikation einer Aussage bezeichnet die Sachebene der Nachricht, während die analoge Kommunikation den Kontext, sowie Mimik, Tonfall und Körpersprache umfasst, also die Nachricht “zwischen den Zeilen”. Jede gesprochene Aussage kann man als sogenannten Sprechakt interpretieren, der sich in seiner Bedeutung vom semantisch Gesagten unterscheiden, oder ihm sogar entgegengesetzt sein kann. Sie können beispielsweise eine Person direkt bitten, das Fenster zu schließen oder die Heizung höher zu drehen, oder aber Sie sagen nur “Mir ist kalt!” Auf der digitalen Ebene ist diese Aussage eine reine Zustandsbeschreibung, während sie auf der analogen Ebene als Aufforderung, diesen Zustand zu ändern verstanden wird. Andere Sprechakte haben überhaupt keine digitale Bedeutung, sondern dienen rein als soziale Geste. Sie sagen beispielsweise als Gruß “Guten Morgen” oder “Guten Tag”, auch wenn es Sie überhaupt nicht interessiert, wie der Morgen oder der Tag des Anderen ist. Es ist ein reines soziales Ritual ohne echte Inhaltsebene.
Ein häufiges Symptom bei Autismus und Asperger ist der sogenannte “Literalismus”. Dieser beschreibt Schwierigkeiten oder totale Unfähigkeit, auf der analogen Ebene kommunizieren zu können und somit die Unfähigkeit, Sprechakte, die ihre Bedeutung durch soziokulturellen Kontext bekommen, zu verstehen. Ein Mensch mit Autismus oder Asperger wird eine Aussage fast immer wörtlich nehmen, somit zielt ein großer Teil der Therapie auf das Vermitteln der tieferen Bedeutung bestimmter Aussagen, um die sozialen Kompetenzen des Patienten zu verbessern. Das gleiche gilt für Körpersprache und Mimik. Autisten und Asperger-Patienten haben teils große Schwierigkeiten, Gesichtsausdrücke zu deuten und ihre Fähigkeiten auf diesem Gebiet werden immer begrenzt bleiben. Während Menschen ohne Autismus oder Asperger diese Dinge im Sozialisationsprozess durch mimetische Prozesse verinnerlicht haben, müssen Kinder mit Autismus oder Asperger Dinge, die für uns “normal” oder “sozial akzeptables Verhalten” sind, durch Erklärung erlernen. Dieses Symptom ist eines der schwierigeren, da Defizite auf der analogen Ebene oft als “Unerzogenheit”, Unhöflichkeit oder gar als Feindseligkeit interpretiert werden, vor allem von Kindern. Daher:
4. Behalten Sie die Beherrschung! Wenn Ihr Kind unerwünschte Reaktionen zeigt, liegt dies meist daran, dass es Ihre Nachricht nicht verstanden hat. Nicht auf ein “guten Morgen” zu reagieren ist keine Unhöflichkeit oder Feindseligkeit – das Kind mit Autismus oder Asperger versteht schlichtweg nicht, warum es auf eine bloße Zustandsbeschreibung, wie Sie Ihren Morgen finden, reagieren soll. Erwarten Sie nicht, dass Ihr Kind auf nonverbale Signale oder Gesichtsausdrücke entsprechend reagiert. Sagen Sie lieber “das macht mich ärgerlich”, anstatt nur ein verärgertes Gesicht aufzusetzen. Stellen Sie direkt formulierte Fragen (“Wie geht es Dir?” statt “guten Morgen”). Verwenden Sie keinen Sarkasmus, keine Ironie und keinen Zynismus. Diese Stilmittel stellen ein autistisches oder Asperger-Kind vor eine unlösbare Aufgabe. Verstehen Sie Kommunikationsverweigerung nicht als Ablehnung! Je nach Schweregrad der Störung möchte Ihr Kind vielleicht überhaupt nicht mit ihnen kommunizieren, möchte von Ihnen nicht berührt werden oder möchte nicht einmal, dass Sie in seiner Nähe sind. Akzeptieren Sie das ohne sich abgelehnt zu fühlen. Einem autistischen Kind ist die analoge Bedeutung einer solchen Geste schlichtweg nicht bewusst.
5. Nichts erzwingen! Eine verbreitete Therapiemethode für autistische Kinder war früher die Festhaltetherapie nach Dr. Jirina Prekop. Die Grundidee hinter der “haltenden Umarmung” war, dass man Kinder an physischen Kontakt gewöhnen konnte, hielt man sie so lange (gezwungen!) fest, bis sie aufhörten, sich zu wehren. Diese Methode wird heutzutage (außer von einigen Hardlinern der Prekop’schen Lehre) nicht mehr angewendet, da sich das Verständnis des Autismus grundlegend verändert hat. Die aktuellen Modelle gehen davon aus, dass diese Form der Therapie den Kindern mitnichten beibringt, physischen Kontakt zu “mögen”, sondern nur, ihn zu ertragen und wird deshalb als unethisch betrachtet. In Deutschland hat es bereits einige erfolgreiche Klagen gegen Erzieher und Therapeuten gegeben, die diese Methode noch anwenden. Es gibt Patienten, die physischen Kontakt nach einer Weile tolerieren, während andere dies niemals erlauben. Es gibt keine wirkliche Methode, dies zu ändern und die Toleranz variiert von Fall zu Fall.
Akzeptieren Sie, dass Autisten und Asperger-Patienten in einem hohen Maße in ihrer eigenen Welt leben. Es gibt keine Möglichkeit, sie dort heraus zu zerren. Die einzige Möglichkeit ist, ihr Vertauen soweit zu gewinnen, dass sie zulassen, Sie in ihre zu lassen. Und es ist ihre Entscheidung, welchen Stellenwert Sie in ihrer Welt haben. Wie ich bereits sagte: Nehmen Sie dies nicht als Affront oder Ablehnung- das ist die Art, wie ein Autist seine Welt interpretiert.
6. Es wird sich nicht “rauswachsen”. Bestimmte Persönlichkeitsstörungen haben, wie beispielsweise einige Formen der Borderline-Persönlichkeitsstörungen, die Tendenz, mit zunehmendem Alter “auszubrennen”. Dies trifft aber nicht auf Störungen aus dem Autismus-Spektrum und Asperger zu. Es gibt Raum für Verbesserungen, aber abhängig vom Schweregrad der Störung werden bestimmte Symptome mehr oder weniger so bleiben wie sie sind. “Hochfunktionale” Autisten und Asperger-Patienten können zu einem hohen Grad erlernen, sich in die Gesellschaft einzufügen, aber auch dies ist von Fall zu Fall verschieden. Es gibt keine regelrechte “Heilung”, da Autismus und Asperger Störungen sind, keine “Krankheiten”.
7. Halten Sie sich fern von klinischer Literatur und der Wikipedia! Einer der häuftigsten Effekte, die wir bei Laien beobachtet haben, wenn sie mit klinischer Literatur und anderen mehr oder weniger zuverlässigen Quellen konfrontiert werden, ist, dass Laien durchaus die statistische Information aus diesen Quellen zusammen mit den Prognosen verstehen können, aber haben (aus Mangel an klinischer Erfahrung) keine Referenz, wie wahrscheinlich die Dinge eintreten werden, über die sie gelesen haben. Normalerweise führt klinische Literatur ohne einschlägige Vorbildung eher zu mehr Unsicherheit als Sicherheit. Statistische Daten, die Sie nicht vollständig interpretieren können, werden Ihnen ehrer Angst machen, als Ihnen zu helfen. Wenn Sie Fragen zu Ihrem Kind haben, stellen Sie sie einem Fachmann, der diese dann anhand der individuellen Struktur Ihres Kindes beantworten wird. Ich werde Ihnen hier keine Zahlen oder Tabellen an die Hand geben, denn in der klinischen Realität hat alles eine Wahrscheinlichkeit von 50% – es trifft entweder zu, oder eben nicht. Prozentzahlen über die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind Symptom X oder Y entwickeln wird werden Ihnen nicht helfen, denn entweder hat Ihr Kind Symptom X oder Y, oder nicht…
Eine andere “Nebenwirkung” klinischer Literatur, die auch bei Studenten und oft bei ausgewachsenen Klinikern zu beobachten ist, ist das Problem der Projektion. Wenn Sie von Symptom X lesen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie dieses Symptom auch an Ihrem Kind entdecken werden – nicht weil es wirklich da ist, sondern weil das Lesen Ihre Aufmerksamkeit auf dieses Detail gelenkt hat…der alte Spruch lautet da: Wer nur einen Hammer als Werkzeug hat, für den sieht jedes Problem wie ein Nagel aus…
Die bessere Herangehensweise ist: Beobachten Sie und wenn Sie etwas “komisch” finden, DANN fragen Sie nach…lernen Sie keine Seiten aus dem ICD oder DSM auswendig…Sie werden doch nur Gespenster sehen…
Ok, so viel im Moment zu diesem Thema..ich hoffe, einige Dinge sind hilfreich.
cd
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]]>Der Monat ist rum, Frau Doktor Buchstäblich nimmt sich offensichtlich eine Auszeit, also hier mehr Kurioses aus den Referrern:
“lena meyer porn”
Sodomie ist nur in Washington legal
“lena meyer landrut illuminaten”
Die auch? Ich dachte, nur Madonna und Christina Aguilera
“sind 246 Punkte viel?”
Sie haben offensichtlich gereicht…
“gab es schon amokläufe auf einer waldorfschule”
Ja, sicher gab es schon einen Amoklauf an einer Waldorfschule
“walter mixa: skandal ein fake?”
Ja, Mixa heißt in Wahrheit Moulinex
“i like to bang my head übersetzung”
Gerne: “Ich stoße mir gerne den Kopf”
“kann Lena kein Englisch”
Nein, Lena kann kein Englisch.
“phillip frenzel”
“spongebob zeichen und bustaben”
Kann er im Moment nicht. Er ist zu zugedröhnt.
“lena meyer-landshut woher ihr englisch”
Nicht von mir! Ich hatte es ja angeboten…
“Lena’s english is better”
…than Guido Westerwelle’s…and Oettinger’s but then again…that’s not really that much of an agrument, is it?
“wie Eyiafjallajökul seinen Namen bekam”
Im Suff, wie immer in Skandinavien
“lena meyer is she pure german”
Yes, we tried just about any test known to mankind, but still…she seems to be genuinely German
“amoklauf kleiner penis”
Auch mit einem kleinen Penis kann man Amok laufen, nur muss die Waffe dann etwas größer sein. Wir nennen das den “BMW-Effekt”.
“drogen in island”
Aber sicher…einen Berg Eiakraulajökel zu nennen, ist der Beweis
“lena meyer-landrut nimmt ritalin”
Sicher nicht..leider nicht…
“landrut kretschmer”
Hmm…hat Lena ihn sitzen lassen und er ist deswegen Amok Gelaufen? Lena ist Schuld an Winnenden! Neue Verschwörungstheorie!
“kachelmann verschwörung”
Nein, auch da keine Verschwörung. Denkt doch mal nach: Vergewaltigung? Drohung mit Messer? Er ist bei RTL, er und Menowin Fröhlich trainieren für das Prominenten-Big Brother-Haus
“borderline falle”
Borderliner fängt man am besten mit Seroquel oder Haloperidol…und dick Lorazepam drauf…
“mieten 1 monat winnenden”
…als normaler Bürger tarnen, den Angriff planen und durchziehen…echter Profi…
“weichbodenmatte bondage”
Klar…wenn es Dich anmacht…die wehrt sich auch weniger als die Nachbarstochter…
“lena meyer landrut pronounciation”
Es heißt immer noch “proNUNciation”, OHNE O – PRO-NONNE-ZIATION!
“englische pseudonyme finden”
Geh mit ner Deutschlandflagge in eine Kneipe in Manchester und rufe “Fuck England!”. Sie werden Dir dann eine Reihe von Namen anbieten, von denen Du Dir dann einen aussuchen kannst…als letzten Wunsch…
“pädophile Eltern und Schule?”
Solange die nicht bei mir im Unterricht poppen, können die gerne kommen.
“ich bin 24 und kann kein englisch”
Guido Westerwelle kann auch keins und verdient trotzdem dick Kohle…wenn alles nicht mehr hilft, Schlecker hat immer güstig Rasierklingen…
“ölpest webcam”
Ja, zeigt aber nur ein schwarzes Bild…
“aliens und medikamente”
Haldol…hohe Dosierung…dann kommen auch die Aliens nicht wieder…versprochen
“ungereimtheiten amoklauf ansbach”
Wenn Du während Du zwei Molotovcocktails in einen Klassenraum schmeißt und die flüchtenden Schüler mit der Axt bearbeitest, auch noch reimen kannst, bist Du krasser als 50 Cent!
“sango koralle” “haarausfall”
Das passiert wohl häufig. Ich habe bis jetzt keine einzige Sango Koralle mit Haaren gesehen. Aber vielleicht leiht Dir Sido seine Aggro Koralle?
“gegensatz usa brd”
Die Franzosen könnten, wären die Kanadier nicht gewesen, jetzt alle Deutsch…die USA nicht…
“Verschwörungstheorie Lech Kaczinsky”
Der Lech ist ein Fluss in Bayern, Kaczynski ein toter Pole. Daran ist nichts Verschwörerisches.
“härtefallantrag hartz 4 adhs”
…sobald Sie das Formular ausgefüllt haben…
…plus diverse Anfragen nach Nacktfotos, Nacktvideos, Pornos, Pornovides usw. von Lena Meyer-Kandrut nackt.ZU VIELE, um sie aufzuzählen…
cd
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]]>Die Killerspieldebatte ist offensichtlich nun out. Neues Ziel der Moralapostel sind nun traditionelle Kinderlieder, sagt zumindest der Tagesanzeiger. Problematisch seien vor allem Lieder wie dieses:
«Schlaf schön, mein Kleines
hoch oben im Baum,
der Wind schaukelt die Wiege
wie im süssesten Traum.
Wenn die Äste dann brechen,
stürzt die Wiege hinab,
und das Baby samt Wiege
landet im Grab.»Zugegeben, die deutsche Übersetzung ist wie so oft drastischer als das Original (der Schluss lautet dort «and down will come baby, cradle and all»). Aber in der Fernsehfamilie der Simpsons genügt schon der englische Text, um Baby Maggie in eine Horrorvision zu versetzen – an Schlaf ist danach nicht mehr zu denken.
Auch das gute alte “Fuchs, Du hast die Gans gestohlen” kommt genau so schlecht weg wie die Zeile “Morgen früh, wenn Gott will, wirst Du wieder geweckt…” im Wiegenlied von Johannes Brahms…
Aha…das Sommerloch rückt in gefährliche Nähe..
cd
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]]>Ich habe ja gestern in einem Nebensatz erwähnt, dass ich erst eine Abmahnung auf der Uhr hätte. Zeit für eine weitere Anekdote:
Es begab sich vor etlichen Jahren, da fuhr ich als Frischling des Lehramtsstudiums mit meiner ehemaligen Schulband als Begleitperson auf Bandfahrt in das schöne Morsbach an der Sieg. Es war Winter, wir hatten alle Altersgruppen von den ganz Kleinen bis zur 13 dabei. Und was macht man, wenn man mit einer Band unterwegs ist? Man macht natürlich Musik…vorzugsweise am offenen Kamin. Irgenwann zu späterer Stunde dachte ich mir, man müsste doch traditionsbehaftetes Liedgut an die Kleinen weitergeben, schnappte mir eine der Gitarren und brachte ihnen das Hamsterlied bei. Am nächsten Morgen wollte dann eine weitere Begleitung mit den Kleinen zu einem Discounter im Dorf, um dort Plastiktüten als improvisierte Schlitten zu holen, damit die Kinder rodeln konnten. Mir wurde dann später zugetragen, dass wohl ein Rudel Kinder vor besagtem Discounter mitten im ehrenwerten Morsbach stand und aus leibeskräften “Onaniiiie…Onanoooo” sang…als die Kinder das Liedgut von der Fahrt nach Hause brachten, waren einige Eltern eher weniger begeistert…Moral: Eltern haben keinen Sinn für Tradition
cd
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]]>Viele standen vor dem Problem, anderen ist es noch erspart geblieben, aber ich bezweifele, dass Ansbach wirklich das letzte Ereignis in Bezug auf Schulamok war, somit werden sich auch künftig Kollegen der Herausforderung der Nachbereitung stellen müssen. In der Oberstufe kann ich soetwas sachlich machen, aber gerade in den Klassen 5 bis 7 löst ein solches Ereignis eine große Angst aus, es könnte demnächst auch an ihrer Schule geschossen werden. Da der schulpsychologische Dienst generell überlastet ist und außer einer kurzen Motivationsrede nicht viel tut, bleibt die Betreuung der Schüler also an uns Lehrern hängen. Eine Methode, die ich bereits erfolgreich angewendet habe, ist die Didaktisierung mittels theaterpädagogischer Methoden. Mit der amerikanischen Schauspielerin und Regisseurin Julie Stearns (Folkwang Universität der Künste, Universität Duisburg-Essen u.a.) habe ich schon die abstrusesten Projekte realisiert. Wenn sie mich nicht gerade im saukalten Duisburger Hauptbahnhof einen alternden 68er mimen lässt, oder einen Frauen verprügelnden Irren mit Hang zur Performancekunst, arbeitet sie gerne mit Schülern an theaterpädagogischen Projekten. Ein Projekt, das ich durch sie kennengelernt habe, ist das freie Theaterstück “Bang Bang You’re Dead” von William Mastrosimone. Im Rahmen der didaktischen Ausbildung in Literaturwissenschaft haben wir es damals als studentische Theatergruppe (“Only Connect”, die heute noch am Campus Essen existiert) aufgeführt. Es ist frei erhältlich und soll, so der Autor, “von Kindern für Kinder” gespielt werden. Heißt in der Praxis: Jeder darf es tantiemenfrei verwenden, wenn er es z.B. für den Zugang zur Thematik im Unterricht oder sogar in einer Theatergruppe an der Schule verwenden möchte. Aus diesem Grund können Interessierte es auch bei mir downloaden. Die einzige Einschränkung, die der Autor macht, ist die, dass das Stück nicht auf Film oder Video veröffentlicht werden darf, da er es wichtig findet, dass “Junge Leute dieses Stück von ihren Peers aufgeführt sehen”, also von ihnen bekannten Darstellern. Zentrale Person ist der Jugenliche Josh, der im Verlaufe des Stückes seine Eltern und fünf Mitschüler tötet. Die Geschichte ist eng an den Amoklauf von Kip Kinkel 1998 angelehnt. Das Stück aufzuarbeiten und mit Schülern aufzuführen ist eine angenehm andere Herangehensweise als beispielsweise das ebenfalls oft verwendete Buch “Ich knall euch ab!” von Morton Rhue (dem Autor von “Die Welle“), das als Lektüre konzipiert ist. Stearns hat das Stück im letzten Jahr nochmals erfolgreich mit einer Gruppe Hauptschüler aufgeführt. Als Einakter ohne zwingende Requisiten ist es relativ einfach auf von mit der Leitung von Theatergruppen unerfahrenen Kollegen relativ schnell realisierbar. Die Hauptrolle des Josh kann, wie es auch bei der Premiere des Stückes der Fall war, auch von zwei Schülern im Wechsel gespielt werden, da der zu lernende Text der Hauptrolle relativ umfangreich ist.
“Do it in the living room for your parents to see…”
cd
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]]>Pünklich zum Erscheinen des aktuellen Heftes von Focus Schule kommen auf einen die üblichen Fragen zu ADS und ADHS auf einen zu. Und damit natürlich auch die Frage, ob Ritalin dagegen hilft oder nicht. Zum Thema ADHS verweise ich auf das Blog “Verhaltensoriginell oder vielleicht doch ADHS?“, das sich dem Thema gewidmet hat und möchte hier nur mit dem Standardklischee aufräumen, das einem immer wieder in Seminaren bzw. im Elternkontakt begegnet.
1. Nicht jedes Kind, das mal mit dem Stuhlt kippelt oder nicht sofort auf eine Anweisung reagiert, ist verhaltensgestört oder “hyperaktiv”!
2. “Echtes” AD(H)S (das H in Klammern, weil es auch als Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ohne Hyperaktivität auftreten kann) ist eine Neurotransmitterstörung des Gehirns, die grob für Laien erklärt zu einer paradoxen Reaktion auf bestimmte Botenstoffe im Gehirn führt. Alle Ärzte und Neurologen bitte weghören: Ein Kind mit echtem AD(H)S braucht Kaffee zum Schlafen und Valium zum Wachwerden…so ungefähr muss man sich diese Störung vorstellen. Bestimmte Antriebsregulierende Bereiche funktionieren nicht so wie sie sollen.
3. Der Wirkstoff von Ritalin, Methylphenidat, wirkt nur bei echtem AD(H)S beruhigend. Der Stoff ist mit Amphetamin verwandt (für 68er: Das Zeug, mit dem Ihr damals in einem Rutsch an die Adria gefahren seid) und führt bei Kindern, die diese Anomalie nicht aufweisen zu folgender Problematik: Erst habe ich ein hyperaktives Kind, dann gebe ich ihm Ritalin und dann habe ich ein hyperaktives Kind auf Speed!
4. “Mein Kind ist krank” ist eine Aussage, die deutlich einfacher für die Eltern zu verarbeiten ist als “Unser Erziehungsstil ist scheiße.” Letztere ist aber meist der Grund für rein psychogene Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen und da helfen keine Pillen, sondern Erziehungsberatung…gegen die alle Eltern eine recht hohe Resistenz aufweisen…
5. Liebe Eltern “hyperaktiver” Kinder: Lasst das Kind von einem Neurologen oder Kinderpsychiater untersuchen, nicht von einem Allgemeinmediziner…ist sicherer…es gibt zwar einige Allgemeinmediziner, die in Bezug auf ADHS fortgebildet wurden, aber sehr oft hört man nur “Wirkt nicht? Dann erhöhen wir mal die Dosis…” Und das letzte was Lehrer und Eltern brauchen, ist ein hyperaktives Kind auf noch mehr Speed…
cd
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]]>Vor knapp zwei Jahren kam das Buch “Warum unsere Kinder Tyrannen werden” von Michael Winterhoff heraus. Kernthese war, dass Kinder durch die steigende Unsicherheit der aktuellen Elterngeneration immer mehr narzisstische Persönlichkeitsstrukturen entwickeln würden. Die Kinder, um die es damals ging, schlagen nun zurück: Der 17-jährige Lino Munaretto schrieb nun quasi das Gegenwerk: “Warum Kinder keinen Bock haben Tyrannen zu werden”. Das Buch gibt es entweder konventionell auf Papier oder direkt als Ebook bei beam ebooks.
cd
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]]>Die Kindheitsforscherin Alice Miller ist gestorben, wie ich gerade im Bestatterweblog lese. Laut der Tagesschau schon am 14. April. Bekannt wurde sie durch ihre vehemente Abgrenzung zur klassischen Psychoanalyse, die Bücher “Das Drama des begabten Kindes” und “Am Anfang war Erziehung”
Bis kurz vor ihrem Tod beantwortete sie Leserfragen auf ihrer eigenen Homepage. Ihr allerletzter Blogeintrag nur neun Tage vor ihrem Tod lautete:
AM: Es ist mir leider nicht mehr möglich, meine Tätigkeit auf dieser Seite fortzuzetzen. Durch einen starken Muskelverlust, der zur großen körperlichen Schwäche geführt hat, sehe ich mich gezwungen, diese Tätigkeit aufzugeben. Ich danke allen Autoren der Beitrge zu dieser Seite, die mit ihren Briefen bezeugt haben, wie Kinder noch in der heutigen Zeit von ihren Eltern behandelt werden. Diese Texte werden auch nach meinem Tode auf der Seite unter meinem copiright erhalten bleiben.
Danke
cd
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]]>Ich habe mich entschieden, die Idee von buchstäblich zu klauen und sporadisch die kuriosesten Suchanfragen zu veröffentlichen
Heute nun die erste Folge:
“abeer leher”
Wurde von Google auf “beer” gematcht. Vermutlich der Name von jemandem, dessen Eltern Legastheniker waren.
“adolf hitler facebook”
Gibts nur als Fake, der echte Hitler ist nur im FührerVZ
“angela merkel ist he-man”
Nein, das sind wirklich Brüste, keine Muskeln!
“ausgeleierte scheide nach geburt”
Hoffentlich sind Sie nicht verheiratet…ansonsten würde ich ab jetzt den Einzelverbindungsnachweis monatlich akribisch prüfen…
“bdsm internaat”
Siehe: Odenwaldschule, es werden aber nur Legastheniker gequält…
“engländer haben kleine pimmel”
Ja…aber der Bartwuchs der Engländerinnen ist dem unseren haushoch überlegen…
“eric harris psychopath”
Nur weil er in seiner Schule wild um sich geschossen hat? Das finde ich doch etwas vorschnell geurteilt…
“flugzeugabsturz live”
Hmm..nach Russland fahren und die Daumen drücken…
“gaddafi türkei”
fast..es ist das andere arabische Land…
“german government structure”
I wouldn’t go so far as to call it “structure”…
“google translter”
Zwei Punkte unter “Google Rehtschribprufung”
“hauptschule haaren”
Das Haaren von Hauptschülern ist ein fast rein westliches Phänomen…die Hauptschüler im Osten haben meist eine Glatze…
“kopfschuss tattoo”
Im Prinzip ja. Das Tattoo ist deutlich weniger schmerzhaft, wenn man den Kopfschuss zuerst macht.
“michael jackson kinderfotos”
Würde das Internet sprengen…er hat einfach zu viele gemacht
“piercing schläfe”
Siehe: klar, frag mal bei Carl Walther, dem Spezialisten für Schläfenlochstechen
“raucht stefan raab”
Nur im Islandurlaub
“richard dawking”
Nein, der heißt Steven Hawkins!
“rtl farma”
DU bist die Zielgruppe…
“sex mit lehrern”
Igitt! Ist das krank! Ich würde nie Sex mit einem Lehrer haben…
“sinnlos auf englisch”
= “Tony Blair”
“veganer witze”
Es gibt Sachen, die sind einfach nicht mehr lustig…
“westerwelle bbc”
Hmm…meint der jetzt den Fernsehsender…oder…hmmm…..ich bin sicher, er mag beides…
“westerwelle homosexuell”
Was? NEIN! Der Reichspropagandaminister ist auf keinen Fall homosexuell! Merkel ist wirklich eine Frau!
“world of warcraft crash”
Spielt man das jetzt auch in Polen?
“youporn ersties”
Nur wenn ich die Einführungsvorlesung halte…
“zurschaustellung”
Gibt beim ersten Mal eine Bewährungsstrafe…
“zäpfchen geben”
Einfach runterschlucken…schmecken recht übel…aber was soll man sonst machen? In den Hintern schieben?
So, neute Liste nächsten Monat…
cd
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]]>Die Debatte um kinderschändende Katholiken treibt ja schon seltsame Blüten…heute als Kontrastprogramm zwei Artikel, die auf eine etwas andere Debatte hinweisen.
Der Artikel im Blog “Strafprozesse und andere Ungereimtheiten” des Juristen Werner Siebers weist auf ein Urteil hin, das vielen Juristen in Zukunft Kopfzerbrechen bereiten wird. Ein Mann ohrfeigte seine vierjährige Tochter, weil sie auf dem Markt davongelaufen war.
Daraufhin wurde er von einem Zeugen angezeigt und verlor den resultierenden Prozess. Urteil: 800 Euro Geldstrafe! Zwar ist die Regelung, auf der das Urteil basiert, erst seit 2000 in Kraft (erst da wurde das “Züchtigungsrecht des Vaters” abgeschafft), doch haben der Tagesspiegel im Artikel “Kinder ohrfeigen – auch ein Ausrutscher ist strafbar” und Siebers recht…als vernünftiger Erziehender sollte man die Impulskontrolle haben, derart archaische Erziehungsmittel nicht mehr einzusetzen…kurios ist nur die Begründung für die Entfernung des Züchtigungsrechtes des Vaters aus dem BGB im Jahre 1957: „Das wurde geändert, aber nicht, um die Kinder zu schützen, sondern, weil es in vielen Familien keinen Vater gab und Frauen gleichberechtigt sein sollten. Auch danach galt körperliche Züchtigung in Maßen als Gewohnheitsrecht der Eltern.“ Auf das gleiche Gewohnheitsrecht berief sich übrigens der Freistaat Bayern, als es um die Abschaffung der Körperstrafe an Schulen ging. Erst 1980 (!) wurde die Prügelstrafe auch offiziell in Bayern abgeschafft…
Im Kontrast dazu heißt es im Artikel “streicheln” des niemehrschule-Blogs:
Standarderklärung eines ertappten Dreizehnjährigen:
“Bitte der haut mich!”
Zeigefinger zum Nachbarn.
Dessen Verteidigung:
“Stimmt gar nicht …”
Kurze Pause. Mildernde Fortsetzung:
“… ich habe ihn nur g e s t r e i c h e l t.”Da zwingt mich die gegenwärtige homo-pädophile Mediendiskussion zu einer Portion politisch unkorrekten Zynismus:
“Hauen könnte ich durchgehen lassen, aber s t r e i c h e l n ….”
Der Autor kommt zu der Frage “Ist hauen harmloser als streicheln?”
Joa, auf die Frage kann man anhand der aktuellen Debatte durchaus kommen…
Die Anstalt hingegen sehnt sich die Zeiten zurück, in denen man noch mit einem Lehrer allein in den Wald gehen konnte und es schön war, sofern man nicht dort vergessen wurde…
cd
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]]>Da ich ja tendenziell in letzter Zeit eher unpädagogische Themen blogge, trenne ich das nun wenigstens etwas besser ab…unter “Geballter Wahnsinn” also in Zukunft in schneller Folge alles, was sonst in keine Kategorie passt.
Heute also abseits von Mixa, Kinderschändern und Gewalt ein anderes Lieblingsthema von mir: Die Obsession um Hitler
Ich mache keinen Hehl daraus, britophil zu sein -als Anglist mehr Religion als Meinung- und bewundere besonders die Fähigkeit der englischen Medien, bei fast jedem Bericht über Deutschland einen mehr oder weniger ausgeleierten Bezug zu Hitler oder den Nazis herzustellen. Als Abschiedsgruß an Manchester United mit dem Segen von Johannes Heesters zum Ende dieser Woche also das Motto: Mehr Hitler!
1. Das Hitlerblog der TAZ
Die TAZ unterhält seit langer Zeit ein Blog, das sämtliche wie auch immer geartete mediale Kuriositäten rund um Adolf Hitler sammelt. Sie haben ein großes Ziel: “Die endgültige Zerstörung des Mythos Hitler – das ist die Aufgabe des Hitler-Blogs.” http://blogs.taz.de/hitlerblog/
2. Godwins Gesetz
Nach Mike Godwin benannt, beschreibt es analog zu Murphys Gesetz das viel beobachtete Phänomen, dass in längeren erhitzten Diskussionen im Internet immer irgendjemand irgendwann die Hitler-Keule auspackt. Es lautet:
„Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit Hitler oder den Nazis dem Wert Eins an.“
3. Hitlers Geburtsurkunde
Es handelt sich um die Geburtsurkunde des kleinen Adolf Hitler, der zum Geburtstag keinen Kuchen bekam. Noch bizarrer wird die Geschichte, wenn man bemerkt, dass der Vorname des Vaters “Isidore” ist…
4. Hitler war Fußballtrainer
Wer sonst in England, als die für seriösen Qualitätsjournalismus bekannte “SUN” könnte wohl eine Umfrage zu Adolf Hitler durchführen? Ende 2009 ermittelte sie, dass eines von zwanzig britischen Schulkindern denke, Hitler sei ein deutscher Fußballtrainer gewesen…immerhin wissen die Schotten wenigstens, dass der Schrumpfgermane Berti Vogts hieß…
5. Donald, der Hitlerjunge
Schon vielerorts gezeigt, aber immer wieder gerne gesehen ist Walt Disney’s Propagandafilm “Der Führer’s Face” mit Donald Duck als Hitlerjunge…wer hätte gedacht, dass selbst Zeichentrickfiguren eine braune Vergangenheit haben? Johannes B. Kerner hat direkt nachgehakt…
6. Christenpropaganda – Vom Hakenkreuz zum amerikanischen Traum
Wem Donald Duck mit Hakenkreuzbinde zu Marschmusik noch nicht abgedreht genug ist, der findet vielleicht seine Geschmacksgrenzen beim Propagandacomic “Hansi, the girl who loved the swastika” von SPIRE CHRISTIAN COMICS erreicht. Die -natürlich völlig glaubwürdige- Geschichte eines blonden, blauäugigen Mädchen aus Deutschland, das das strenggläubige Elternhaus verlässt, um dem Führer zu folgen. Über Umwege wird es natürlich von guten amerikanischen Soldaten gerettet, um in den USA den amerikanischen Traum zu leben und zurück zu Gott und der Bibel zu finden…ganz harter Stoff…
7. Saufen bis der Führer kommt – Die Hitler-Bar in Korea
Sie wurde nach Protesten umbenannt, aber es gab sie wirklich die “Adolf Hitler Techno Bar & Cocktail Show”. Damit aber nicht genug. Das Blog “Who sucks?” sammelte weitere Beispiele im Eintrag “Dining with Hitler in Asia”…beispielsweise das “Hitler’s Cross” in der Nähe von Mumbai…
8. Der Daily Star mag unsere FuSSballtrikots
Alt, aber der Vollständigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass die schwarzen Ausweichtrikots der Nationalmannschaft natürlich als Anspielung auf die Schwarzhemden der SS gemeint waren…
So, Führerscheinprüfung bestanden…
EDIT: Einer geht noch:
9. Reden wie der Führer
Den Vogel schießt eindeutig der Hitlerizer 1.0. ab…
cd
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]]>Im Moment macht gerade die Meldung über eine Zwölfjährige in den USA die Runde, die nachdem sie mit -abwaschbarem(!)- Filzstift auf ihren Tisch gekritzelt hatte, von der Polizei in Handschellen abgeführt worden und dann “mehr als zwei Stunden” an einen Pfosten im Polizeipräsidium geketten gewesen sein.
Ihre Eltern haben nun Klage gegen die Polizei eingereicht und verlangen eine Million Dollar Schadenersatz…die Rechte des Mädchens seien verletzt worden…
1. Das war in Queens, da fällt das unter “pädagogischer Handlungsrahmen”
2. Immerhin ist sie nicht hingerichtet worden…
cd
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]]>Ich habe gerade einen Artikel im Satiremagazin DER SPIEGEL gelesen, der sich mit den Ergebnissen einer Umfrage zur Bildungspolitik in Deutschland befasst.
Die Ergebnisse freuen mich einerseits, andererseits sind die Forderungen der Eltern mal wieder jenseits des Machbaren, wobei das keinem Kollegen neu sein dürfte…da mein Job die ganze Bandbreite von Regelschule über Universität bis zur Erwachsenenbildung umspannt, will ich doch auch mal meinen Senf dazugeben.
61 Prozent der Befragten wollen, dass Bildungspolitik Sache des Bundes wird. Endlich! Die Länder würden zwar vom segensreichen Wettbewerb um das “beste Schulsystem” schwärmen, realiter ist das aber ganz großer Mist, denn der wird auf den Schultern der Schüler und der Lehrkräfte ausgetragen…
Was nützt mir hier ein Zentralabitur in NRW, wenn das nicht deckungsgleich mit dem in Bayern ist und Abiturienten, die zum Studium das Bundesland wechseln wollen, vor hohen Barrieren stehen. In der Realität sieht das dann so aus, dass ich an der Uni sowieso wieder bei Adam und Eva anfange, um die unterschiedlich ausgebildeten Erstsemester aus diversen Bundesländern auf einen gemeinsamen Stand zu bringen…und dafür der ganze Aufwand mit Vergleichsarbeiten usw.? Ich denke nein…Umziehen wird auch zur Tortur…bekommt ein Elternteil einen Job in einem anderen Bundesland, können die Kinder fast sicher sein, ein Schuljahr wiederholen zu müssen…in der Oberstufe siehts noch düsterer aus, wenn die in Land A gewählten Leistungskurse in Land B so nicht stattfinden oder gar nicht Teil des Fächerkanons sind (z.B. Unterrichtsfach Psychologie oder Pädagogik). Das ist teilweise innerhalb eines Bundeslandes schon ein Problem oder manchmal sogar innerhalb der gleichen Stadt…zwischen den Ländern jedoch eine Katastrophe…
G8? Kein Kommentar…völlig unsinnig, wenn nicht auch gleich der Lehrplan zusammengestutzt wird..überfordert in der aktuellen Form Schüler, Lehrer und Eltern…taugt die Schule nix, taugt die Schule nix…egal ob auf 13 Jahre gestreckt oder auf 12 komprimiert..
Zusammenlegung von Real- und Hauptschule? Sicher…wenn man glaubt, das Problem zu lösen, indem man den Namen der Institution tilgt…Problem ist die Klientel, nicht die Schulform…und die wird weiter bestehen bleiben…ich verweise an dieser Stelle nochmal auf unsere Ergebnisse…
Kleinere Klassen? Mehr Lehrer? Sicherlich…würde Sinn machen…es ist ja nicht so, als wäre Deutschland hoffnungslos überschuldet….
Lehrerberuf als “zweite oder dritte Wahl”? Um Gottes Willen…der Lehrerberuf ist für die meisten Studierenden natürlich die erste Wahl, um ein gescheitertes Diplom in ein Staatsexamen zu überführen…Nur ein Zyniker würde behaupten, die Studiengebühren hätten dazu geführt, dass jeder Idiot für Lehramt immatrikulieren kann und auch zur Erhaltung der Quote jeder Idiot ein Staatsexamen bekommt…Eignungstests? Fehlanzeige…das sind die Schweizer besser…
aber was rege ich mich auf.. .;-)=
cd
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]]>Ein leidiges Thema, das immer mal wieder auftaucht, sowohl in der Politik wie auch im Schulalltag ist das der Integration ausländischer Schüler und solcher “mit Migrationshintergrund”, um es politisch korrekt auszudrücken.
Die Tagesschau berichtet nun wieder über das Gezänk zwischen dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und der Bundesregierung, respektive Angela Merkel. Es geht immer noch um Erdogans Vorschlag, türkische Gymnasien in Deutschland zu errichten, in denen die Primärsprache Türkisch sein soll. Dafür wird er selbst von in Deutschland lebenden Türken kritisiert. Da komme ich nicht umhin, doch nochmal unsere Studie zu erwähnen, zu der nächste Woche das Buch erscheinen wird:
Ich verstehe ja Herrn Erdogans Nationalstolz, aber eine noch weitere Parallelisierung der Gesellschaft halte ich im Kontext unserer Ergebnisse für stark kontraproduktiv. In fast allen Fällen, bei denen der Migrationshintergrund mit Faktor für Bildungsarmut war, stand die Sprachbarriere im Vordergrund. Ob es das thailändische Mädchen war, deren häufigster Satz “Ich weiß nicht” war, ob es das libanesische Mädchen war, das sich komplett gegen Schule sperrte, weil sie nur vom Heiraten sprach und als gute Ehefrau keiner Bildung bedurfte, oder die kleine Türkin, die ebenfalls nur schlecht Deutsch sprach und sich freiwillig auf eine Förderschule abschulte, um mehr Zeit zu haben, sich um ihre Geschwister zu kümmern….sie alle werden massive Probleme im späteren Leben bekommen, sollten sie weiterhin in Deutschland verbleiben wollen. Wobei zu erwähnen ist, dass diese Generation schon wesentlich besseres Deutsch spricht, als ihre Eltern.
Ich will dies nicht generalisieren, sondern spreche nur von der an zwei Hauptschulen beobachteten Stichprobe, ich denke aber, dass die Ergebnisse durchaus auf andere Ballungsräume zu übertragen sind.
Es findet an den Hauptschulen muttersprachlicher Unterricht statt, da die Eltern und Großeltern, die nach Deutschland migrieren, häufig aus der Unterschicht stammen (Bauern, einfache Arbeiterfamilien) und ihre Muttersprache oft in Wort und Schrift nicht korrekt beherrschen und somit diese nicht vernünftig an ihre Kinder weitergeben können.Das Ergebnis ist häufig eine Zerrissenheit…sie sind auch im Herkunftsland Ausländer…hier mit türkischem Akzent, in der Türkei mit deutschem Akzent…
Aus dieser Sicht halte ich die Einstellung der Bundesregierung -und ich wundere mich selbst, dass ich diesen Satz einmal schreibe- für völlig korrekt. Die Abspaltung in Viertel in Ballungsräumen ist ohnehin schon so stark, dass es Bezirke gibt, in denen Deutschkenntnisse und somit das Erlernen der Sprache nicht zwingend vonnöten ist. Ich würde die These unterstützen, dass die Errichtung türkischer Gymnasien, an denen Türkisch die Unterrichtssprache ist, zwar hilfreich für die Identität als Türke/Türkin und die korrekte Beherrschung der türkischen Sprache in Wort und Schrift ist, aber grob kontraproduktiv wenn es darum geht, sich in Deutschland angekommen zu fühlen…zwar würde dies dann nicht in die Bildungsarmut führen -das türkische Gymnasium wäre sicherlich von der Vermittlung des Faktenwissens her nicht schlechter als ein deutschsprachiges- aber wohl doch ziemlich sicher in die Parallelisierung und in die reale Armut durch Arbeitsplatzprobleme…die hier aufwachsenden Kinder hätten die Chance, akzentfreies Deutsch zu lernen…lernen sie erst Deutsch in der Sekundarstufe I als Fremdsprachenunterricht nach der Grundschule ist davon auszugehen, dass der Akzent und Sprachschwierigkeiten bleiben werden, analog zu anderen Fremdsprachen, die an Gymnasien gelehrt werden…und die Probleme der Sprachbarriere und die Attribuierung, dass jemand, der die Sprache nicht korrekt beherrscht, automatisch “dumm” ist, sind hinreichend bekannt…
cd
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]]>Völlig absurd, aber berührt zumindest mein Themenfeld.
Wie die Tagesschau berichtet, hat eine Hartz-IV-Familie ihren zwei Kindern komplett neue Winterkleidung kaufen müssen, weil sie so schnell gewachsen waren. Die Behörde verweigerte aber die Anerkennung als “Erstausstattung” und bewilligte somit keinen Zuschuss für die Kosten. Das ganze ging vor das Bundessozialgericht, das nun urteilte: “Wachstum bei Kindern ist der Normalfall.” Somit sei dies kein Härtefall und schon gar keine Erstausstattung. Es sei alles mit der Regelleistung gedeckt.
Tagesschau: Wachstum bei Kindern ist der Normalfall
cd
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]]>Liebe Eltern,
sind Sie besorgt darüber, dass Ihr Kind die vierte Klasse beendet und trotz attestierter Hauptschuleignung nicht das notwendige Vorwissen besitzt, um im harten Hauptschulalltag durchzukommen?
Sie hätten gerne mehr Einblick in das, was Ihr Kind auf der Hauptschule lernt?
Liebe Kinder,
Ihr habt schon immer mehr über die lustigen Sachen wissen wollen, die die großen Kinder abends beim Spielen in der dunklen und verwinkelten Fußgängerunterführung am Hauptbahnhof alle so machen?
Es gibt jetzt Abhilfe für diese Probleme. Spongebob Schwammkopf erklärt Ihnen/Euch kindgerecht die Wirkung der gängigsten Drogen auf der Straße und dem Schulhof:
EDIT 03.12.2010: Das Bild wurde nach Abmahnung durch die Firma MTV Networks entfernt.
Gefunden bei Hurkunde. Original von Matsky
cd
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]]>…wird pointiert skizziert von Maik Riecken in seinem Blogeintrag “Ich bin ein schlechter Lehrer…” Von renitenten Schülern, Eltern und dem üblichen Wahnsinn…
Geht direkt in die Blogroll…
cd
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]]>Vorab: Es handelt sich nicht um den Untersuchungsbericht der Tatumstände und des Tatherganges in Winnenden, sondern lediglich um die Empfehlungen zur Prävention weiterer Taten analog zum Bericht des Expertenkreis Amok.
Die Bereiche des Ausschusses deckten die folgenden Themen ab:
1. Gewaltprävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
2. Zugang zu Waffen
3. Gewaltdarstellung in Medien, u. a. in Computerspielen
4. Sicherheitsmaßnahmen an Schulen
5. Stärkung des Erziehungsauftrags der Eltern
Es seien “tief greifende Präventionsmaßnahmen” erforderlich, damit “Amokläufe weniger warscheinlich” werden.
Ausführlich in der Pressemitteilung des Landtages von Baden-Württemberg
cd
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]]>…als hätten wir an den Schulen im Moment keine anderen Probleme…
Gestern surfe ich kurz den Schulspiegel an, weil ich doch sauber recherchierten Qualitätsjournalismus so mag, da springt mich folgende Überschrift an:
Pornografie in der Schule. “Herr Müller, wie nennst du deine Frau beim Se-he-x?”
Offensichtlich ist wieder Flaute an der Bildungsnachrichtenfront, denn Kern des Artikels ist -wie desöfteren- der verzweifelte Pädagogenschrei nach Hilfestellung beim Umgang mit den Kindern und Jugendlichen, die ja nun dank Youporn und Co ach so viele Pornos konsumieren würden…man müsse da doch eine Handhabe schaffen…
Eine Dame namens Karla Etschenberg, ihreszeichens Professorin für Pädagogik und ehemalige Biologielehrerin, schlägt vor, Pornos einfach in den Unterricht einzubauen und dort zu besprechen…und fordert im gleichen Atemzug, dass Lehramtsanwärter schon an der Uni “eine Selbsterfahrungsgruppe zum Umgang mit der eigenen Sexualität mitmachen.”
Is klar…ich melde mich sofort freiwillig für die Leitung eines solchen Seminars…ich erinnere mich noch sehr gut an die doch noch recht kindlichen Strukturen der Erstsemester, als ich noch Tutor war…vor meinem geistigen Auge habe ich nun ungefähr dreißig wild kichernde bis vor Scham im Boden versinkende Erstis sitzen, nachdem ich den Oberstreber in der ersten Reihe gefragt habe: “Und? Woran denken Sie so wenn Sie sich abends alleine einen keulen? Als Theologiestudent haben Sie doch sicher keine Freundin…”
Ganz großes Kino…
Und überhaupt der Begriff “Selbsterfahrungsgruppe”…mir graut noch bei der Erinnerung an die Gutmenschenzwangsveranstaltung bei einer nicht unerheblich gestörten, wabergewandtragenden Professorin mit langen grauen Haaren, die unwiderruflich in den 68er hängengeblieben war…auf einem Trip vermutlich…sie zeigte fröhlich Baby- und Kinderfotos von sich selbst auf dem Beamer im Hörsaal und war sich dann für die Erklärung des Familienmodells nach Timothy Leary für keine Grenzverletzung zu schade…(“Schreiben Sie bitte nun die Namen ihrer Familienmitglieder und Verwandten auf ein Blatt Papier…dann nehmen Sie sich bitte einige Geldstücke aus Ihrer Börse, um damit einen kleinen Kreis um die Menschen zu ziehen, zu denen Sie ein schlechtes Verhältnis haben und einen großen Kreis um die, zu denen Sie ein gutes Verhältnis haben…”). Wären ihre Masturbationsphantasien noch Gegenstand der Selbsterfahrung gewesen…welch schrecklicher Gedanke…
Ganz ehrlich? Was für ein hanebüchener Blödsinn…der Umgang mit der eigenen Sexualität ist primär in der Erziehung begründet…wer damit locker umgeht, der meistert auch jeden Spruch, jede eindringliche Frage seiner Schüler und jede pubertäre Poserei…und wer mit 20 durch ein eher konservativ-vermeidendes Elternhaus Sexualität noch völlig verklemmt gegenübersteht, den rettet auch kein Seminar und keine Selbsterfahrung..höchstens die, die man auf Wohnheimfeten macht…
Und die pornosüchtigen Jugendlichen?
Sie werden es überleben…das ist das übliche Zeter-und-Mordio-Geschreie, das schon seit Einführung der Groschenromane im letzten Jahrhundert betrieben wird…die Groschenromane haben die Gesellschaft nicht zugrundegerichtet, das Kino nicht, die Comichefte nicht, das Fernsehen nicht, der Videorecorder nicht, der DVD-Player nicht, die Mobiltelefonflatrates nicht und die aktuelle Generation wird auch nicht an Youporn zugrundegehen…da bin ich mir völlig sicher…
Jede Generation hat ihre Medien und wer mit ihnen aufwächst, entwickelt seine eigene Form von Medienkompetenz im Zuge der Benutzung…
Ganz ehrlich…ich vermute in vielen Fällen bloßen Neid…die Jugendlichen haben es so viel leichter, an gute Pornographie zu kommen…
Wir hatten damals zuerst nur den Unterwäscheteil des Otto- oder Neckermann-Kataloges, den man sich abends heimlich ins Bett genommen hat, später dann kamen RTL und Sat.1 mit Hugo-Egon Balder, Tutti Frutti und den Liebesgrüßen aus der Lederhose…Schimanski wurde fast abgesetzt, weil er im öffentlich-rechtlichen Fernsehen “Scheiße!” schrie usw.
Und? Hat es uns zugrundegerichtet, wie z.B. Neil Postman es damals postulierte? Sind wir alle sexualgestörte Psychopathen geworden?
Schlimmer…die meisten meines Freundeskreises von damals sind genau wie ich nun Lehrer…
cd
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]]>Nunja, eigentlich wundert es mich nicht. Der Spiegel hat heute eine weitere Sensationsmeldung. Hintergrund ist eine psychotische religiöse Familie aus Baden-Württemberg. Die Eltern weigerten sich eine lange Zeit, ihre Kinder an einer öffentlichen Schule unterrichten zu lassen, da ihrer Meinung nach die dort vermittelten Inhalte gegen Christliche Grundsätze verstießen. Sie unterrichteten sie im Heimunterricht, bis die Polizei die Kinder zwangsweise zur Schule brachte und den Eltern rechtliche Konsequenzen bis zur Haft drohten. (vgl. z.B. die Süddeutsche am 06.04.2009: Flucht vor der Schulpflicht)
Daraufhin wanderte die Familie nach Tennessee aus und bat wegen “politischer Verfolgung” aufgrund ihres Glaubens um Asyl. Diesem Antrag wurde nun am Dienstag stattgegeben:
Besonders interessant: Die Kinder hätten nach Aussage der Romeikes mit “Gewalt und Mobbing” zu kämpfen gehabt…ja, da kann man nur in die US-Südstaaten auswandern, dort wird es sicher um Längen besser sein.. ![]()
Zumindest ist in den USA Heimunterricht legal..
Kann man daraus nicht ein Abkommen machen? Wir nehmen ganz Guantanamo auf und schicken noch 5.000 Mann nach Afghanistan, den Westerwelle noch dazu und dafür müssen die USA unterschreiben, dass sie ohne Rückfrage jeden unserer religiösen Irren aufnehmen und behalten müssen…das wäre doch angewandte Friedenspolitik…
cd
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]]>Wenn ich noch einen Schüler bekomme, der sich “Kewwin” oder “Maazel” schimpft oder eine Schülerin namens “Jackeline” bekomme, wird Essen den ersten Lehreramoklauf der Geschichte erleben…
Das Lehrerblog “Die Anstalt” hat dafür den passenden Cartoon:

cd
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]]>Ok, die Tat am Carolinum in Ansbach ist nun einen Tag her, schon kommen die Patentrezepte. Bereits im Kontext von Erfurt, Winnenden etc. wurde der Ruf nach mehr Schulpsychologen und Sozialarbeitern an Schulen immer lauter.
Der STERN titelt heute beispielsweise “Polizeigewerkschaft zum Amoklauf: Deutschlands Schulen sind nicht sicher!” und finanznachrichten.de berichtet unter Berufung auf die Rheinische Post gar, die NRW Schulministerin Barbara Sommer wolle “nach Amoklauf 1000 neue Schulpsychologen”.
In den Jahren in der Schulforschung habe ich dazu recht einschläigige Erfahrungen gemacht und halte bis heute die Annahme, Schulpsychologen und Sozialarbeiter an Schulen könnten Amokläufe verhindern, für nicht haltbar. Gleichzeitig denke ich auch, wird eine flächendeckende Ausstattung aus finanziellen Gründen nie passieren.
Warum funktioniert das ganze nicht? Ein paar Erfahrungen dazu:
1. Schulpsychologen und Sozialarbeiter, die direkt vor Ort ein Büro haben sind automatisch mit dem System Schule assoziiert. Generell schuloppositionelle Schüler werden diese nicht freiwillig, sondern nur unter Zwang aufsuchen. Psychologen und Sozialarbeiter können zwar schweigen, aber nicht zu jedem Sachverhalt. In strafrechtlich relevanten Dingen müssen sie die Schulleitung informieren, die dann entscheidet, ob die Sache an die Polizei geht. Das ist den Schülern bekannt, also werden sie die in diesem Kontext wirklich interessanten Dinge nicht erzählen, selbst die Fünftklässler haben den Bogen der Desinformation recht gut raus und wissen auch um ihre Strafunmündigkeit.
2. Dieser Umstand führt dazu, dass man letztendlich als Strafinstanz endet. Ich habe an einer Schule die Supervisionsgruppe eines Betreuungsteams geleitet und in dem Rahmen versucht, ein Counsellingkonzept zu etablieren, dessen Grundsatz die Freiwilligkeit seitens der Schüler ist.
Am ersten Tag des Versuchs, ich bin noch gar nicht in meinem Büro, höre ich bereits über die Schulsprechanlage (die in allen Klassenräumen zu hören war!) nur, wie die Schulleitung einen Schüler namentlich ausruft und ihm befiehlt, sofort in mein Büro zu gehen….so viel zum Thema Freiwilligkeit…
Der örtliche Sozialarbeiter war nur die halbe Woche vor Ort, eine volle Stelle wäre nicht finanziert worden…somit war ich sofort die Anlaufstelle für alle zu sanktionierenden Schüler…Privatgespräche? Vertrauensaufbau? Nix…ich war sofort der “zweite Sozialprediger”…nach zwei Monaten gab ich den Versuch auf…vor Ort ist ein echtes Vertrauensverhältnis nicht zu etablieren…das Kollegium war ohnehin skeptisch, statt eines Sozialarbeiters sollte lieber noch eine weitere Lehrkraft angestellt werden und ich als “Anwalt der Schüler” sei ohnehin überflüssig…nunja…
Unnötig zu erwähnen, dass Schulen oberhalb der Hauptschule größtenteils statt Prä- oder Intervention die deutlich einfachere Entsorgungspolitik fahren…”Sowas kann man über die Note regeln.”…
3. “Amokläufer” sind tendenziell sehr lange unauffällig…Steinhäuser, Kretschmer, Georg R. – sie alle werden als ruhig und mehr oder weniger isoliert beschrieben. Solche Schüler fallen im Regelbetrieb nicht auf…zu den Sozialarbeitern und ins Schulleiterbüro werden die geschickt, die durch Stören, Gewalt und andere “laute” Dinge auffällig werden…an Schulen mit einem höheren Anteil so auffälliger Schüler, gerade in den von uns beobachteten “sozialen Brennpunkten” sind Lehrer und Sozialarbeiter froh, wenn ein Schüler einfach nur ruhig ist. In einer Unterrichtsstunde von 45 Minuten, in der man über die Hälfte der Zeit mit dem Disziplinieren der Schüler beschäftigt ist, ist dies auch nicht zu leisten…ich kenne ja beide Seiten..
Isoliert sich ein Schüler, ist das halt so…hauptsache er macht keinen Ärger und kommt halbwegs regelmäßig zum Unterricht, schreibt seine Arbeiten und bekommt irgendwann seinen Abschluss…vertrauen sich diese Schüler nicht freiwillig einem Sozialarbeiter oder Schulpsychologen an, kennt man sie oft nicht einmal…es sitzen ja noch über 30 andere in der Klasse..
4. Eltern sind nahezu grundsätzlich für auffälliges Verhalten ihrer Kinder völlig blind…die Kinder waren ja schliesslich “schon immer so” und auch den Eltern ist ein Kind, das kaum redet und lieber still in seinem Zimmer ist, eigentlich ganz recht, vor allem, wenn beide berufstätig sind…spricht man die Eltern auf soetwas an, hört man nur, man habe “keine Ahnung” oder “wir kennen unseren Sohn besser als sie” oder “Reden Sie uns nicht in unsere Erziehung rein…”..faktisch ist es eigentlich so, dass man die Eltern, die man eigentlich nicht sehen will, permanent bei sich sitzen hat und man sich nur wünscht, sie würden das Mädchen oder den Jungen mit ihren Leistungsansprüchen mal fünf Minuten in Ruhe lassen…und die Eltern, die man dringend zu einem Gespräch bittet, kommen entweder nicht oder zeigen ebendieses Verhalten…der schönste Satz in dieser Zeit: “Hätte die Schule nur solche Schüler wie unsere Tochter, dann hätte die Schule keine Probleme.”
Solange die Eltern immer am besten wissen, was gut für ihr Kind ist, ist man da chancenlos…baut man Druck auf, ist man sowieso böse und die Eltern unterstützen das Kind noch in seiner schuloppositionellen Haltung…
Greift man dann an den Eltern vorbei ein, sollte man auf richtig festem Boden stehen…der vermutete Drogenkonsum eines Jungen, der ständig träge und lustlos war, stellte sich erst nach dem Gespräch über Drogentests als Symptom eines Herzfehlers heraus…ups…war ein Heidenspass…
Danach überlegt man sich zweimal, ob man sich nochmals derart in die Nesseln setzen möchte.
5. Je höher das Ansehen einer Schule, desto geringer die Bereitschaft, einen Sozialarbeiter oder Schulpsychologen anzustellen. Es ist schlichtweg falsch, dass das nicht ginge..man verliert halt nur eine Lehrerstelle dafür oder hat einen Kollegen mit Zusatzqualifikation, dem man für die schulpsychologische Arbeit Stunden anrechnen muss, die dieser nicht im Unterricht steht..
Je elitärer jedoch das Gymnasium, umso mehr heißt es “das brauchen wir hier nicht”…die Angst ist zu groß, dass man durch die Anwesenheit eines Sozialarbeiters nach aussen hin zeigt, man würde auch einen brauchen. Über das Ansehen von Sozialpädagogen in höheren Gesellschaftsschichten (sorry, das heisst ja jetzt “Milieu”..oder doch “Kaste” ?) muss ich mich denke ich nicht auslassen…und wirklich auffällige Schüler schmeisst man von der Schule…Problem gelöst..
6. Alles was ausserhalb des Unterrichts passiert, fällt auch nur in den wenigsten Fällen auf…wird ein Schüler auf dem Schulweg und/oder in der Freizeit gemobbt, verprügelt, abgezogen, ausgegrenzt etc. merkt man als Lehrer davon nichts in einer Masse von mehreren hundert Schülern…vertrauen diese Kinder aus Scham oder Angst sich weder Eltern noch Lehrern an, haben auch diese keine Chance…Sozialarbeiter helfen dagegen nicht, da die fraglichen Schüler wie oben erwähnt, deren Einflussbereich sehr genau kennen..erst wenn Verletzungen auftreten, wird reagiert, aber meist auch wieder abgewiegelt…
Das nur als kurzer Abriss…was also als Fazit bleibt ist:
1. Ist Schule negativ konnotiert, sind es auch ihre Angestellten…nicht reparieren, wenn es den Schülern schon schlecht geht, sondern an einer Aufwertung des Bildes von Schule arbeiten..mein Appell bleibt: Behandelt Eure Schüler so, dass sie Euch nicht erschiessen wollen…
Gerade an Gymnasien existiert in den Köpfen von Lehrern und Eltern ein nicht mehr zeitgemäßes Bild der absoluten Autorität, die aber an keiner Stelle durch Vorbildfunktion legitimiert wird..
An der Abgrenzung der Schichten untereinander wird aber keine Politik der Welt etwas ändern können…
2. Bessere Ausbildung für die Primarstufe…heutige GrundschullehrerInnen besitzen wenig bis gar keine diagnostische und andere psychologische Kompetenz, sind schon an der Uni bei Professoren und Studierenden als “Kindergärtnerinnen” unbeliebt, handlungspraktische Dinge werden nicht gelehrt, denn “dann können wir hier ja gleich eine PH draus machen” usw…aber nur in dieser Altersklasse ist noch pädagogisch und therapeutisch gegenzulenken…im Altersbereich der Sekundarstufen sind pathologische Muster bereits so eingefahren, dass von Prävention keine Rede mehr sein kann…
Die Bilanz unserer Studie war: Die Muster sind eingebrannt…mit viel Mühe und intensiver Betreuung kann kurzfristig Besserung erzielt werden, lässt man die Schüler dann jedoch wieder von der Leine, verfallen sie innerhalb kürzester Zeit wieder in die alten Strukturen…nichts ist so angenehm wie das Bekannte…die nötige Intensivbetreuung über lange Zeit ist nicht finanzier- und realisierbar..
Das ersmal mein Gedankenstrom dazu…mehr vielleicht später..
cd
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]]>Die Irrungen und Wirrungen um Tim Kretschmer und Winnenden reissen nicht ab.
Heute veröffentlicht Spiegel Online einen Artikel mit dem Titel “Tim K. kaufte mit Vater gemeinsam Munition.”
Dem Bericht zufolge hat Kretschmer erst selbst versucht, 9mm Munition in einem Waffengeschäft zu kaufen, wurde aber abgewiesen. Er soll dann gemeinsam mit dem Vater 1000 Schuss erworben und bezahlt haben, da die Munition ein Geburtstagsgeschenk für seinen Vater sei. Kretschmer habe “seit Jahren” niemandem in der Familie mehr ein Geschenk gemacht…
Schade, dass die Akten immer noch nicht öffentlich zugängig sind.
Weiter zitiert Spiegel Online einen Artikel seines Printmagazins, in dem der Gutachter Reinmar du Bois Parallelen zwischen dem Tathergang in Winnenden und dem Spiel Far Cry 2 sieht. Der erste Teil des Amoklaufes sei Counter Strike, die Verfolgungsjagd und Schiesserei mit der Polizei Far Cry 2. Für die Selbsttötung vermutet er, Kretschmer sei “wieder in der Realität angekommen”. Das Gutachten würde ich gerne mal en detail lesen…Natürlich wird wieder deutlich erwähnt, dass er das Spiel als Minderjähriger nicht hätte spielen dürfen, er habe es zu Weihnachten von seiner Mutter erhalten.
Auch sagt der Artikel, die Ärzte der behandelnden Jugendpsychiatrie hätten die Eltern gemahnt, dafür zu Sorgen, dass Kretschmer den Konsum von Filmen und Spielen, die “für seine emotionale Reife nicht geeignet” seien, reduziere.
Bis dahin also die übliche und voraussehbare Argumentation.
Wo der Spiegel wieder recherchiert hat, weiss ich nicht..aber einige Sachen sind auffallend:
1. Die Far Cry 2 Sache ist alt, auf Negative Gamer gab es bereits am 15. März einen Kommentar zu einem Artikel der Times, in dem genau dieser Bezug bereits hergestellt wurde. (Englisch) Der Artikel, auf den Bezug genommen wird, ist vermutlich dieser hier: Times Online: Mass killer ‘rejected’ by girl at party Von den Qullen steht im Artikel nichts.
2. Sowohl die Times in diesem Artikel, wie auch die BILD am 23. Juli berichten, auf seinem Computer seinen etliche BDSM-Bilder (sadomasochistische Darstellungen) gefunden worden. “davon mehr als 120 Bondage-Fotos, die nackte, gefesselte Frauen zeigen” (BILD); “including 120 photographs of female bondage.” (THE TIMES)
Der Spiegel schreibt aber: “Es handelte sich dabei wohl um sadomasochistische Fotos, auf denen nackte Männer von Frauen gefesselt und dominiert wurden. Tim K. habe stark unter diesen Phantasien gelitten.” und bezieht sich an der Stelle auf einen früheren Artikel: Psychiater bescheinigt Tim K. masochistische Störung
Kretschmer habe “stark unter diesen Phantasien gelitten”.
Hmm…also analytisch gesehen wäre es schon interessant zu wissen, wer denn nun wen auf den Bildern gefesselt hat
Also…die üblichen medialen Hexenjagden, ohne offiziellen Untersuchungsbericht wirds auch so bleiben, denke ich…
cd
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]]>Langsam weiß ich wieder, warum mein Computer von Apple ist…
Mein Geburtstagsgeschenk von Microsoft letztes Jahr war ja ein Totalschaden meiner XBOX 360. Kurz danach lobte ich den Support für die schnelle Reaktion auf das ja nunmehr schon weithin bekannte Problem..man schickte mir relativ zügig eine fabrikneue 360 als Austauschgerät…
Nun, nur 9 Monate später geht dieses Gerät mit dem gleichen roten Ring des Todes morgen früh wieder an den Kundendienst raus…ich bin auf das Austausch-Austauschgerät gespannt…
Leute, so wird das nix mit Marktführerschaft, wenn innerhalb der Garantiezeit zwei Totalschäden auftreten..
Erwähnte ich eigentlich, dass mein altes Nintendo NES, das ich zum achten Geburtstag von meinen Großeltern bekam, nach 22 Jahren immer noch tadellos funktioniert, wenn ich es aus Gründen der Nostalgie immer mal wieder anschliesse?
cd
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]]>Eine Dame, die sich „Lady Undertaker“ nennt und eines der grammatisch wie inhaltlich bizarrsten Blogs der Erde unterhält („Blog von Leichenbestatterin“ schreibt in einem Eintrag über einen zweijährigen Jungen aus China, dessen Vater ihm Zigaretten als Medizin gegen seine Leistenbruchschmerzen gab und der nun eine Schachtel am Tag raucht...
Eine Quellenangabe gibt es nicht…ob die Story stimmt, habe ich noch nicht überprüft…aber das gesamte Blog ist..interessant…
cd
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]]>Es hat sich sicher bereits herumgesprochen:
Ein Paar aus Olpe hat seine drei Kinder in Italien in einem Restaurant „vergessen“ und sich danach in einem Wald versteckt…nachzulesen z.B. bei der „Welt“
Das zeigt mir wieder, wie weit es mit der Bildung in Deutschland gekommen ist…
Liebe Eltern, denkt daran: ERST kommen die KINDER in den Wald, DANACH geht IHR beim Italiener feiern…das ist doch nicht so schwer..eine genaue Anleitung gibt es z.B. bei den Gebrüdern Grimm.
cd
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]]>Heute zum Wochenabschluss zwei sehr konträre und doch irgendwie ähnliche Fälle:
1. Für Eltern, die den Handheld-Konsum ihrer Nachkömmlichkeit eindämmen wollen, gibt es nun ein Gerät, das nicht nur den Gameboy DS nach einer voreingestellten Zeit automatisch abschaltet, es kann auf Wunsch auf ein Annäherungssensor zugeschaltet werden, der optischen und akustischen Alarm gibt, sobald das Kind sich dem Spielgerät nähert…natürlich eine Erfindung aus Japan….
gamgea.com: Haben Eltern künftig alles unter Kontrolle?
2. Zwei Schüler haben den Traum aller Lehrer und Eltern und gleichzeitig den Alb(p)traum aller Schüler entwickelt: Mittels eines RFID-Lesers, der in eine konventionelle Schultasche integriert und einem Controller, der mit den Stundenplänen von bis zu 100 Schultagen im Voraus programmiert wird, hat man nun eine Schultasche, die Alarm gibt, wenn diese für den kommenden Schultag falsch gepackt wurde…
SchulSpiegel: Intelligenter Rucksack – Täschchen, pack Dich!
Ich wünsche mir nun noch Stühle, die ab einem voreingestellten Kippelwinkel einen Stromschlag zur Warnung abgeben..
cd
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]]>Sehr schön…die Opfer von Winnenden sind noch nicht richtig kalt, schon beginnt neben der zu erwartenden Hexenjagd auf „Killerspiele“ nach dem Bekanntwerden der psychiatrischen Vorgeschichte von Tim K. auch das Schmieden von Verschwörungstheorien Hand in Hand mit den üblichen Argumenten der Psychoanalyse- und Psychiatriefeindlichen Lagern.
Über eine besondere Stilblüte dessen stolperte ich gerade im Seitenhiebe-Blog (welches übrigens umgezogen ist), unter dem Eintrag „Drogen und Amoklauf“.
Dort wird auf das eigens zum Amoklauf von Winnenden eingerichtete Blog „Antidepressiva und Amokläufe“ verwiesen. Dessen zweiter Eintrag ist dermaßen plakativ, reißerisch und vor allem seminparanoid verfasst, dass ich diesem doch ein wenig mehr Aufmerksamkeit widmen möchte.
Schauen wir uns die Argumentation des Autors einmal an:
„Es sind Hunderte von Fällen bekannt, bei denen Menschen, die die „neue“ Generation von Antidepressiva einnahmen, anschließend Selbstmord begingen, teilweise vor Kindern oder Angehörigen oder Mitmenschen töteten – ohne irgendeine Emotion dabei zu zeigen.“
Da würde ich doch gerne wissen, wo diese „hunderte von Fällen“ dokumentiert sind und inwieweit die Einnahme von Antidepressiva tatsächlich mit der angeblich resultierenden Tag zusammenhängt.
1. Zeitliches Aufeinanderfolgen zweier Ereignisse sind kein Beweis für Kausalität
2. Es ist richtig, dass in einigen Fällen die Gabe von Antidepressiva zum Suizid führen kann. Das liegt an dem Umstand, dass bei vielen Präparaten (Citalopram, etc.) die Antriebssteigernde Wirkung viel früher einsetzt, als die Stimmungsaufhellende. Dies führt leider zu dem manchmal auftretenden Phänomen, dass die betroffenen Patienten gerade soviel Energie aufwenden können, um zu suizidieren.
Dass Tim K. „gefühls- und anteilnahmslos Menschen umgebracht“ haben soll, kann ich so nicht unterstützen…Hass und Wut sind unpopuläre, aber sehr reale Gefühle…ein Patient, der an tatsächlicher klinischer Gefühlsleere leidet, würde bei entsprechender Struktur aus rationaler Überlegung töten, aber Rache käme in ihm nicht vor…
Es ist im vorliegenden Fall eher davon auszugehen, dass es sich nicht um die Wirkung „gefühllos machender“ Psychopharmaka sondern eher um eine sehr reale Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid des verhassten Objektes handelte, mit ein Kerncharakteristikum für eine pathologische Persönlichkeitsstruktur, wie wir sie auch bei Serientätern finden.
Die Quelle „olwazt.de – Amoklauf durch Psychopharmaka“, die zitiert wird, wirkt ähnlich plakativ und wenig wissenschaftlich fundiert…
Als weiteren Beleg liefert der Autor eine Dokumentation des ZDF-Magazins „Frontal 21“..Ich bin nicht dazu gekommen, das verlinkte 45 Minuten lange Video komplett zu sichten…aber ich habe es ausschnittweise gesehen und würde, im Kontext mir bekannter anderer Berichte des gleichen Magazins zu ähnlichen Themen, mal die gleiche „Qualität“ der Recherche …also nahezu keine unterstellen…dass das Sendeformat „Frontal 21“, auch wenn es von einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt stammt, nicht „Mainstream“ sei, wage ich auch zu bezweifeln…
Der Autor verlinkt die Seite „ZDF.de – Das Pharma-Kartell“:
Erwartungsgemäß reißerisch gibt sich auch diese -eigentlich traurig zu wissen, dass es sich um das ZDF und nicht um RTL oder SAT1 handelt – …u.a. heißt es dort:
„Pharmaunternehmen können in Deutschland nach Einschätzung verschiedener Experten fast ungestört ihre Profitinteressen verfolgen. Das geht zu Lasten der Patienten, wenn dabei Nebenwirkungen verschwiegen, Selbsthilfegruppen instrumentalisiert oder Politiker, Ärzte und Heilberufe mit Gefälligkeiten umworben werden. Christian Esser und Astrid Randerath decken in der Frontal21-Dokumentation “Das Pharma-Kartell” auf, wie dieses System funktioniert.“
Die Pharmaindustrie wende „sehr perfide“ Methoden an…“Wichtigstes Ziel ist dabei offenbar immer, Medikamente gewinnbringend zu verkaufen. Auch fragwürdige Mittel werden nach Ansicht von Kritikern in den Markt gedrückt, eine Gefährdung der Patienten in Kauf genommen.“
Ach…ich dachte, Medikamentenhersteller seinen direkte Tochtergesellschaften der Heilsarmee…NATÜRLICH ist es wichtigstes Ziel, Medikamente gewinnbringend zu verkaufen…darum ist es ja auch eine INDUSTRIE…aus betriebswirtschaftlich geführten Unternehmen….
Was „fragwürdige Mittel“ sind, wird auf der Seite nicht weiter erwähnt…was aber die „Gefährdung der Patienten“ angeht, muss man eine Sache klarstellen:
Wolf-Dieter Ludwig sagt in dem Bericht ganz richtig, dass der Glaube, zugelassene Medikamente seien sicher, ein „Irrglaube“ ist…es wird ausser acht gelassen, dass selbst der Inbegriff der Harmlosigkeit von Medikamenten, die allseits beliebte Kopfschmerztablette Aspirin mit Ihrem Wirkstoff Acetylsalicylsäure bereits in normaler therapeutischer Dosierung unter bestimmten Umständen bereits bei der ersten Einnahme zu einem doch recht spektakulären und qualvollen Tod führen kann…aber das ist niemandem wirklich gewahr…obwohl es lang und breit im Waschzettel steht…Tod durch Suizid ist also „Schuld der Pharmaindustrie“, die „gefährliche“ Medikamente produziert, die Todesfälle durch Alltagsselbstmedikation mit ASS, Paracetamol, Ibuprofen usw. sind dann wohl „Schicksal“…hmm…
Der Begriff „Wiederaufnahmehemmer“ ist schlichtweg falsch, SSRI sind SEROTONINwiederaufnahmehemmer…an sich ein vernachlässigbarer Fehler, aber er zeigt mir doch, wie viel journalistische Akribie und wie viel Fachwissen in diesem Beitrag steckt
Sicher können diese zu den beispielhaft am Falle Monika Kranz dargestellten Symptomen führen, wie ich es schon eingangs erwähnte…es wird aus dem Bericht aber nur eine Zeitliche Abfolge ersichtlich…wichtig zu wissen wäre aber, unter welchen Umständen es zum Suizid kam…die SSRI-Gruppe hat nämlich den unangenehmen Nachteil, dass schlagartiges Absetzen -entgegen der Warnungen in den Packungsbeilagen- ebenfalls neben anderen Symptomen zu akuten suizidalen Krisen führen kann, ein Effekt, der lange als „SSRI Discontinuation Syndrome“ (SSRI Absetzsyndrom) bekannt ist und weswegen SSRI „ausgeschlichen“, die Dosis also schrittweise runtergefahren wird…
Tierfergehende Informationen vgl. Schweizerische Ärztezeitung: Entzugssymptome der modernen Antidepressiva , Tagungsfolien der Schweizerischen Gesellschaft für innere Medizin ,
auch kann es zu einem sogenannten „Rebound“ kommen, dem vollständigen oder sogar verstärkten Auftreten aller Symptome, wegen derer die Medikation verordnet wurde…
Es muss also die Frage gestellt werden, ob Tim K. während der Tat tatsächlich „ruhiggestellt“ war, oder der „Amoklauf“ nach dem -eventuell schlagartigen- Absetzen der Medikation erfolgte…gerade bei non-compliance Patienten wird immer wieder ein spontaner Verzicht auf die Medikamente bei temporärer Besserung der Symptomatik beobachtet.
All dies trifft auch auf den Wirkstoff Sertralin des erwähnten Medikamentes „Zoloft“ zu…
Der -ebenfalls im genannten Blog verlinkte- Beitrag „Kretschmer Withdrawing from Drepression Treatment“ stützt meine These. Zwar ist die Argumentation auch hier fragwürdig, der Autor schließt aus der Tatsache, dass Kretschmer eine verordnete ambulante Therapie nie antrat, dass er auch die Medikamente abgesetzt haben muss, was nicht notwendig kausal folgt, aber für mich würde es das Verhalten bei der Tat erklären…
Ich bin gespannt auf den offiziellen Bericht, dieser wird in letzter Instanz klären, ob Tim K. zur Tatzeit „ruhiggestellt“ war….ich würde mindestens eine Kiste Bier wetten, dass der Bericht genau so sauber ist, wie bei der Tilidin-Ente bezüglich Robert Steinhäuser und tendiere eher wie schon gesagt zu der Meinung, dass die beschriebene Teilnahmslosigkeit symptomatisch war…
Dass man Selbsthilfegruppen kaufen kann, ist auch ein alter Hut…das gilt nicht nur für solche, die im Kontext von Medikation agieren, sondern für so ziemlich jede andere Gruppe auch…also kein Argument gegen die Pharmaindustrie im Speziellen…
In der Linkliste findet man außer Links auf ähnlich polemischem Niveau keinerlei neutrale oder psychiatriefreundliche Links…eigentlich schade…
Der Autor schließt mit den Sätzen:
„Es liegt nun am Internet, diese Infos zu verbreiten. Die neue Generation der Antidepressiva ist maßgeblich für Zehntausende Morde und Suizide verantwortlich und wenn man nicht dagegen vorgeht, ist ein nächster derart brutaler Amoklauf nur eine Frage der Zeit.“
Wie gesagt…diese „Maßgeblichkeit“ hätte ich gerne näher belegt…ein halbseidener ZDF-Bericht und fragwürdige Blogquellen sind mir da doch zu dünn…
EDIT: Ich stoße gerade noch auf einen weiteren interessanten Blogeintrag zum Thema:
Das Infowars-Blog schrieb schon 2008 nach dem Vorfall an der Northern Illinois University einen Beitrag unter dem Titel „Psychodrogen und Waffenverbot ermöglichen weiteren Amoklauf“ Dort heißt es u.a.: „Laut dem Chicago Tribune glauben Erittler dass Cho Seung Hui, der Amokschütze an der Virginia Tech, vor seiner Tat im April Antidepressiva konsumiert hatte. Die Columbine-Mörder Eric Harris und Dylan Klebold, sowie der 15-jährige Kip Kinkel der in Oregon seine Eltern und seine Klassenkameraden niedergeschossen hatte, waren alle auf Psychopharmaka. Jeff Weise, der Killer an der Red Lake High School, war auf Prozac. “Unabomber” Ted Kaczinski, Michael McDermott, John Hinckley, Jr., Byran Uyesugi, Mark David Chapman und Charles Carl Roberts IV, der Mörder an einer Schule der Amish, waren alle auf Psychopharmaka vom Typ “Selektiver Serotoninwiederaufnahmehemmer” (SSRI). Die Presse versucht die Tatsache zu verschleiern dass Kazmierczak sich unter dem Einfluss der gleichen Medikamente befunden hatte, indem darauf verwiesen wird dass er zum Tatzeitpunkt seine Medikamente abgesetzt hatte.“
Besonders der letzte Satz lässt mich auch in diesem Fall denken, dass es sich keineswegs um Verschleierung durch die Presse handelte, sondern wir es auch in diesem Fall mit einem Gewaltakt als Symptom eines akuten Absetzsyndroms zu tun haben könnten…
Meine These bleibt also: Nicht die Warnungen vor Psychopharmaka müssen lauter werden, sondern die Warnungen davor, dass diese keine Smarties sind und man diese tunlichst nicht eigenmächtig von heute auf morgen absetzen sollte, hat man sich einmal entschieden, sie zu nehmen…
cd
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]]>Da haben wir es also wieder…ein frustrierter Jugendlicher, eine Waffe, eine Schule, diesmal eine Realschule…die Albertville Schule in Winnenden…und jede Menge Tote…wenn ich richtig schaue, ist das bislang der höchste Bodycount eines Schüler“amok“laufes, den wir in Deutschland bislang hatten…
Eigentlich schon fast unspektakulär…das hat man nun schon desöfteren gesehen…neu ist die Flucht, das Carjacking und das Töten von unbeteiligten 40km weiter…interessant finde ich, dass er in der Schule fast nur LehrerINNEN getötet hat…Objektwahl und anderes werden sich wohl in den nächsten Tagen rauskristallisieren..
Interessanter finde ich, dass man wieder schön sieht, wie „sauber“ die Medienberichterstattung im aktuellen Fall wieder läuft…ich habe die Sache nur zwischen den Unterrichten im Radio verfolgt und habe diverse Versionen gehört, mein Favorit war die „Schießerei im Real-Supermarkt“…dann hat die Polizei ihn ANgeschossen…dann ERschossen, dann hat er sich selbst getötet….die gleiche Berichterstattung also, die schon zu der Falschmeldung bezüglich des Konsums von Tilidin durch Robert Steinhäuser geführt hat (siehe auch hier)…vermutlich haben sie alle im Internet recherchiert...jeder Sender organisiert hastig halbgare Psychologen und Pädagogen, die ebenso fundierte, wie blödsinnige Dinge absondern…und natürlich sind an allem wieder die Killerspiele Schuld…ich habe mich an anderer Stelle dazu bereits genug ausgelassen, was ich von der Argumentation halte z.B. hier und hier…
Ich bin mal gespannt, wie viele Hits meine Vorlesungsfolien zum Thema nun wieder bekommen…das Thema ist eben Saisonarbeit..ich sehe mich schon wieder auf diversen Lehrerfortbildungen zum Thema „Verhalten bei Amokläufen“
Mal schauen, was die Abendnachrichten und der morgige Tag Bringen…mein alter Chef von der Uni rief mich heute schon bedröppelt an und bat mich um Hilfe bei der Recherche, da er direkt morgen Früh einen Vortrag in der Aula einer Schule halten soll, um „die Kleinen zu beruhigen“…ich freue mich schon auf diverse neue absurde Konzepte zur „Prävention“…
Ich stelle mal eine Liste auf, was mögliche Reaktionen der Politik sein könnten:
1. Verbot von „Luftdruckwaffen“ – nach Aussage eines seiner ehemaligen Freunde, der daraufhin den Kontakt abbrach, soll er „so Luftdruckpistolen an der Wand“ gehabt haben und „komisch“ geworden sein…
2. Mehr Druck auf die „Killerspiele“ (Totalverbot? Das Merkel wäre definitiv so wahnsinnig…)
3. Generelles Verbot privater Waffenarsenale, egal ob Sportschütze oder Jäger (es sollen so im Schnitt -je nach Nachrichtenagentur- 16 Waffen im Haus der Eltern sichergestellt worden sein)
Mal sehen, was davon eintrifft…
Ich bin mir sicher, dass Baden-Württemberg nach dem ersten Ärger nun seine Taktik zur Lehrergewinnung ändern wird…hieß es gestern noch „mehr Geld für Lehrer“, wird ab morgen der neue Werbeslogan „Kugelsichere Westen für alle“ lauten…
cd
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]]>Ich verfolge schon seit längerer Zeit amüsiert den neuen Kreuzzug in Berlin.
Für alle, an denen das Thema vorbeigegangen ist:
Berlin hat im Zuge seiner Schulreform angesichts schwindender Schülerzahlen im Fach Religion, welches in Berlin immer ein freiwilliges, nicht versetzungsrelevantes Fach war, einen flächendeckend verpflichtenden Ethikunterricht zur moralischen Indoktrination Erziehung eingeführt.
Seitdem gehen religiöse Eltern und die Kirchen erfolglos auf die Barrikaden. Sei es, weil das Fach auf einem „atheistischen Weltbild“ aufbaue, das „dem christlichen Glauben widerspreche“ oder weil sie sich angegriffen fühlen, da das Wahlfach Religion in den Randstunden liegt.
Das Bundesverfassungsgericht hat dies immer abgeschmettert, siehe z.B.: Schulspiegel: Pflichtfach Ethik ist verfassungsgemäß (2007)
Desweiteren gründete man die Initiative „Pro Reli“ und startete ein Volksbegehren, welches nach Ablauf der Frist „mindestens 307.000 Unterschriften“ (Pressemeldung Pro Reli) brachte.
Es geht darin um die ordentliche Wahlfreiheit, also eine echte Wahl zwischen dem Fach Ethik und dem Fach Religion statt eines verpflichtenden Ethikunterrichtes.
An sich eine verständliche Sache, getrübt wird der Eindruck jedoch -wie so oft- mit der Tränendrüsenmethode und der Vergangenheitskeule.. „Wir bewundern zu Recht diejenigen Menschen, die aufgrund ihrer tiefsten Überzeugungen und Wertvorstellungen den beiden Diktaturen auf deutschem Boden entschiedenen Widerstand geleistet haben – zum Teil bis in den Tod. Andererseits haben wir auch in der jüngsten Vergangenheit immer wieder erschreckende Beispiele dafür erlebt, wozu fehlgeleitete Moralvorstellungen auch führen können.“ (Homepage Pro Reli)…also das übliche Gutmenschengequatsche bar jeder vernüftigen, wertfreien kausallogischen Argumentation…ein einfaches Berufen auf die Religionsfreiheit im Grundgesetz hätte es auch getan…
Was mir da sauer aufstößt ist der Satz „Daher muss ein auf die ethische und moralische Bildung junger Menschen ausgerichteter Unterricht nach deren Grundüberzeugungen differenzieren.“ (Homepage Pro Reli)
Nach meinem Verständnis von Pädagogik und Entwicklungspsychologie (mein Zweitfach ist übrigens das Fach Philosophie, dessen Schüler von der Theistenfraktion gerne mal als „die Heiden“ bezeichnet werden…) ist doch die Aufgabe dieser Fächer gerade die Herausbildung besagter ethischer und moralischer Bildung, die die Schüler in der fraglichen Altersstufe ja erstmal nur in Grundzügen besitzen und in ihrer Entwicklungsstufe diese gar nicht differenziert betrachten oder gar reflektieren können…oder habe ich da was falsch verstanden?
Für mich ist und bleibt der Religionsunterricht in dieser frühen Altersstufe oder gar im Grundschulalter keine Werteerziehung im humanistischen Sinne sondern schlichtweg eine Indoktrination eines Wertesystems, das eine neue Generation von Anhängern braucht…erst im späteren Alter kann man bei einem Religionsbekenntnis von einer freien Entscheidung des Individuums sprechen und erst dann wird eine vorher nur übernommene/aufgezwungene Handlungsanweisung zum „Wert“ im eigentlichen Sinne der Begriffsdefinition…aber nunja, das soll hier ja keine philosophische Abhandlung werden…
Ich will nur auf einen doch recht interessanten Artikel in der FAZ hinweisen, der den doch recht reißerischen Titel „Die Kirchen haben schon verloren“ trägt.
..haben sie ja leider noch nicht…
cd
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]]>Ich hatte ja ein einem anderen Blogeintrag geschrieben, dass der arme kleine Adolf Hitler keinen Geburtstagskuchen bekommen hat….
Nun trifft ihn das Schicksal noch härter…das Jugendamt des Staates New Jersey hat vergangenen Freitag seinen Eltern das Sorgerecht entzogen. Vermutlich besteht Sorge, der Junge könne wegen seines Namens gehänselt werden….
Der ganze Artikel auf RP Online:
Adolf Hitler von seinen Eltern getrennt
Naja, vielleicht hat er ja Glück, gewinnt einen Schmerzensgeldprozeß gegen die Eltern und geht dann „reich ins Heim“….
cd
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]]>Ach herrje…da bekomme ich heute von einem Kollegen einen Link zugeschickt, der mich auf eine sehr traurige Geschichte hinweist:
Im Staate New Jersey in Amerika gibt es das Ehepaar Deborah und Heath Campbell. Deren politische Gesinnung und Herkunft sind mir nicht bekannt, aber irgendetwas hat sie bewogen, ihr Kind nach einem in Deutschland sehr bekannten böhmischen Gefreiten mit dem Schnurrbart von Charlie Chaplin zu benennen.
Das traurige: Der Kleine wurde vor kurzem drei Jahre alt und ein Supermarkt, bei dem die Eltern die Geburstagstorte mit „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Adolf Hitler“ in Auftrag gaben, lehnte die Bestellung ab, völlig zum Unverständnis der Eltern…;-)
Die ganze Geschichte bei RP-Online:
US-Supermarkt lehnt Auftrag ab: Keine Geburstagstorte für dreijährigen Adolf Hitler
Manche wollen es nicht anders…
cd
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]]>Im „Alles hängt mit allem zusammen“ (AHMAZ) Blog erschien vor einer Weile ein Artikel mit dem Titel „Pseudowissenschaft in familiengerichtlichen Gutachten? oder: Die Probleme psychologischer Gutachten bei erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen“.
In diesem Artikel beschreibt Monika Armand das Problem, dass die bei Scheidung etc. notwendigen familiengerichtlichen Gutachten von Diplompsychologen erstellt werden, welche im Rahmen ihrer Ausbildung über keinerlei erziehungswissenschaftliche Kompetenzen verfügen.
Der an sich methodisch gut beginnende Artikel, der kurz die Ziele von Psychologie und Erziehungswissenschaft und ihre Verbindung beschreibt, rutscht aber dann leider im Niveau massiv ab durch Aussagen wie „Warum? Wie bereits oben beschrieben, erforschen die Erziehungswissenschaften die Voraussetzungen und Bedingungen von Erziehung. Die Psychologie konzentriert sich mehr auf den einzelnen Menschen als ‚Forschungsgegenstand’.“ und endet mit dem polemischen Begriff der „Pseudowissenschaft“…
Es stimmt, dass Psychologen im allgemeinen keine Ahnung von Erziehungswissenschaft haben, aber der Artikel zeigt, im Kontext des kleinen Grabenkampfes vorher, dass viele Erziehungswissenschaftler auch keine Ahnung von Psychologie haben
cd
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]]>Heute im Schulspiegel gefunden:
„Nur die Besten sollen aufs Gymnasium“
In Berlin soll das Schulsystem neu strukturiert werden und in diesem Zuge der Einfluss des Elternwillens heruntergefahren werden, weil dieser „nicht sozial gerecht“ sei….
Auch wenn ich die Begründung der Argumentation nicht teilen kann, halte ich es doch für sinnvoll, objektive Kriterien über die Sekundarschule entscheiden zu lassen…zu schade nur, dass Noten alles andere als objektiv sind
cd
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]]>Zu später Stunde noch ewas für die Aufgeregte-Eltern-Fraktion:
Es gibt ein neues Gewinnspiel! Die Seite http://www.whenwillamywinehousedie.com verlost einen iPod Touch. Gewinnkriterium: Den Todeszeitpunkt von Amy Winehouse möglichst exakt voraussagen…
Na dann viel Spaß..ich glaube, ich mache dasselbe für Britney Spears…
cd
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]]>Der Schulspiegel berichtete am 23.06.08, dass die Anzahl der Klagen gegen Schulen und Lehrer einen Höchststand erreicht habe:
Schulspiegel: Traumatische Erfahrungen
Dort hat u.a. ein Vater gegen eine Kollegin geklagt, die einen Schüler, der während einer Theateraufführung „Pups-Geräusche“ machte, ins Foyer geschickt hatte. Er begründete die Klage damit, dass „allein der Intendant das Hausrecht besitze“. Er bezeichnete das Verhalten der Kollegin als „Grenzüberschreitung“ und behalte sich „endgültige juristische Folgen“ im Wiederholungsfalle vor.
Herrliche Zeiten, oder? Zeugnistage sind naturgemäß ihmmer schon Hochsaison für juristische Auseinandersetzungen gewesen, aber wegen solcher Banalitäten zu klagen…ich halte das für grenzdebil…
Laut des Artikels suchten in NRW „im vergangenen Jahr etwa 2000 Elternpaare den Weg zum Gericht oder zur Behörde“…
Ein weiterer Grund, nicht mehr zurück in den öffentlichen Dienst zu gehen…
cd
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]]>Soso, die Grünen haben also den Stein der Weisen gegen die Fettleibigkeit unserer Kinder gefunden:
Sie beantragen, dass vor 20 Uhr im Fernsehen keine Werbung mehr für Süßigkeiten gemacht werden darf…
und das soll dagegen helfen, dass Eltern ihren Kindern als Schulfrühstück allerlei Schokoriegel mitgeben, um sie nach der Schule dann direkt zur amerikanischen Systemgastronomie zu fahren?
…skurril…
cd
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]]>Das Landgericht München hat heute ein Urteil gefällt, das recht weitreichende Folgen haben könnte, was die Internetnutzung Jugendlicher und ihre Konsequenzen angeht.
Es ging um eine Mädchen, das von einer Sängerin Bilder downloadete, daraus eine Slideshow erstellte und diese bei Youtube uploadete.
Daraufhin wurden die Eltern wegen Urheberrechtsverletzung verklagt.
Das Gericht argumentierte, dass die elterliche Aufsichtspflicht sich auch auf die Internetaktivitäten der Kinder ausweite.
Die Eltern argumentierten, sie hätten zu wenig Ahnung vom Internet, als dass sie dies leisten könnten…
Das ist ein Argument, das immer nachvollziehbarer wird, jedoch stimme ich mit den Richtern überein, dass sich die Eltern dann verdammt noch mal dafür interessieren müssen, was ihre Kinder so treiben und sich zur Not auch mal ein Buch kaufen oder einen Experten ansprechen sollten…
Den Richtern folge ich aber nicht mehr bei folgendem Satz:
„Jedenfalls stehe ein mit dem Internet verbundener Computer gewissermaßen einem “gefährlichen Gegenstand” im Sinne der BGH-Rechtsprechung gleich.“
Die BGH-Rechtsprechung stellte ihrerzeit fest, dass Minderjährige „grundsätzlich der Aufsicht bedürfen“.
Das stößt uns nun in ein Dilemma…damit können nun, sollte das Urteil voll rechtskräftig oder sogar in höherer Instanz noch bestätigt werden, alle Eltern, deren Kinder illegale Downloads betreiben, sich im Netz danebenbenehmen usw. voll dafür haftbar machen…obwohl sie definitiv von der Materie Internet massiv überfordert sind…
Was tun? Kurse anbieten? Aufklärungsarbeit?
Ich fürchte es wird darauf hinauslaufen, dass ängstliche Eltern ihnen Kindern nun das Internet ganz abdrehen…
Mal sehen, wohin dieses Urteil wirklich geht..
cd
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]]>Die beiden „Schulverweigerer von Herleshausen“, zwei religiöse Irre, die ihre Kinder in „Furcht vor Gott“ zuhause unterrichteten, sind nun zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt worden.
Die Argumentation des Richters ist doch etwas schief…
Erst heißt es: „Die Eltern seien wie Lastwagenfahrer, die vor Gericht beteuern, auch in Zukunft immer wieder mit Alkohol hinter dem Steuer zu sitzen, sagte der Staatsanwalt. Die Mutter sagte unmittelbar nach dem Urteil, sie wollte ihre Kinder auch weiter von öffentlichen Schulen fernhalten.“
und dann:
„Der Richter stellte den Eheleuten in Aussicht, dass sie die Strafe nacheinander absitzen zu können, damit die Kinder nicht ohne Pflege sind.“
Hmm…war der Sinn von Knast ohne Bewährung nicht, dass die Eltern KEINEN groben Unfug mehr mit der Erziehung ihrer Kinder treiben können?
Gut, ich würde meine Kinder auch lieber selbst unterrichten..aber aus wissenschaftlich deutlich differenzierteren Gründen
cd
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]]>In ihrer Festrede zu 60 Jahren sozialer Marktwirtschaft hat Angela Merkel angedroht, deutsche Bildungseinrichtungen heimzusuchen:
„Ich selbst werde mich auch ganz persönlich dieser Sache annehmen, unter anderem mit einer Bildungsreise durch die Bildungsrepublik Deutschland – vom Kindergarten bis zur Seniorenfakultät, von der Berufsschule bis zu privaten Elterninitiativen, in Gesprächen mit Experten und Bürgern. Dies wird münden in einen nationalen Bildungsgipfel, den wir zusammen mit den Bundesländern im Oktober dieses Jahres durchführen wollen.“
Ich lade Frau Merkel hiermit herzlichst in die Überreste der Universität Essen (das große Gebäude neben IKEA und dem Strassenstrich) ein, um mit ihr auf einem der bei Regen manchmal gefluteten Flure ohne Tageslicht die Bildungslandschaft im sozialen Brennpunkt Ruhrgebiet zu besprechen…
cd
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]]>ch glaub, ich mach mal eine Linksammlung zur aktuellen Debatte auf…
Hier für jeden, der sich nocht nicht damit befasst hat, das mittlerweile fast berüchtigte Interview mit Werner Hopf von der Universität Tübingen. Er hatte in einer längeren Studie die Auswirkungen von Killerspielen auf Jugendliche untersucht.
Bei der Argumentationslinie, die Hopf hier verwendet, kann ich mir nur meine GTA IV Limited Edition Metallschatulle vor den Kopf hämmern…
Er spricht (richtigerweise) von der immer stärker werdenden Vernachlässigung der Jugendlichen durch die Eltern (im Sinne von immer weniger werdender Kontrolle des jugendlichen Medienkonsums), fordert aber dann doch tatsächlich ein Verbot von Killerspielen ohne irgendeinen Kausalzusammenhang nachgewiesen zu haben…
Welche Methode hat die Studie benutzt ? FRAGEBÖGEN!!
Ich schau mir die an, sobald sie publiziert ist…
Das Interview ist hier zu finden:
Studie: Killerspiele machen aggressiv, brutal und dumm – Bayern – Augsburger Allgemeine
cd
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]]>Ok, dieser Sachverhalt ist ebenso logisch, wie irritierend.
Dass man bei der Präimplantationsdiagnostik Embryonen aussortiert, die genetisch fehlerhaft sind, ist nachvollziehbar. Auch die Tatsache, dass dies rechtlich untermauert ist. Interessant ist nur die Frage, was passiert, wenn Eltern bewusst auf ein Kind mit “Behinderung” bestehen? Ist es dann rechtens, den Embryo mit dem gewünschten Defekt zu implantieren?
Die britischen Behörden sehen sich nun mit exakt diesem Problem konfrontiert. Ein Ehepaar von zwei von Geburt an gehörlosen Briten besteht darauf, ein gehörloses Kind zu bekommen…für einen Philosophielehrer eine schöne Alternative zum klassischen Ethikunterricht…
Bioethik: Verbotene Gene – Wissenschaft – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten
cd
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