Beiträge mit tag "Chemie
Dr. Heinrich Blume – Ein letzter Gruß
2Lieber Heinrich,
entgegen meiner Natur hoffe ich für Dich, dass es doch einen Gott und einen Himmel gibt und dass Du dort unendlich Kaffee und unendlich Sprengstoff bekommst…bis in alle Ewigkeit…
Contra vim mortis non est medicamen in hortis.
cd
Musik für Naturwissenschaftler
1Der neueste Eintrag auf Astrodicticum Simplex stellt heute Lieder über das elektromagnetische Spektrum vor.
In dem Kontext erinnerte ich mich an eines der bizarrsten Wissenschaftslieder neben dem Periodensystem-Song “Elements” von Tom Lehrer: Den “Gamma Song” von Ravishankar Sundararaman und Shanthanu Bhardwaj. Alles kranke Leute, diese Wissenschaftler…
cd
Skandal in der Pharmaindustrie: “Hochwirksames” Antidepressivum mit Blei verseucht!
14Ich bin ja eigentlich jemand, der mehr Vertrauen in die Chemie als in alle anderen Formen der Heilung hat, aber bei der Meldung bekomme ich nen Hals…
Das in den USA wie in Deutschland weit verbreitete Antidepressivum “Projectil” steht laut etlicher amerikanischer Medien nun im Verdacht, für eine große Zahl an Todesfällen verantwortlich zu sein. Projectil galt in der Behandlung chronisch rezidivierender oder lavierender Depression seit seiner Einführung als die ultima ratio, eine einmalige transcraniale Gabe von Projectil führt in den allermeisten Fällen zum sofortigen Verschwinden aller Symptome der Depression. Projectil ist durch seine Zäpfchenform leicht dosierbar und zeigt volle Wirkung Sekunden nach der Verabreichung, ob nun transcranial, transthoracal oder transabdominal…am häufigsten aber wird die transcraniale Verabreichung gewählt, da sie die für den Patienten nebenwirkungsfreieste Therapie darstellt. Transcranial, meist entweder im Mund oder durch das Os Temporale/Os Sphenoidale injiziert wirkt Projectil direkt auf das Gehirn ein, indem es gezielt die für Depression verantwortlichen Störungen in Frontal- und Temporallappen ausschaltet. Bei der Anwendung durch den Mund wirkt es auch eliminierend auf Stammhirn und Kleinhirn. Auch in der Intensivmedizin findet es bis heute Anwendung, da es schnell und effektiv einen erhöhten Schädelinnendruck senkt. In den allerwenigsten Fällen ist eine zweite Dosis notwendig, um die gewünschte antivitale Wirkung zu Erzeugen. Deshalb ist es auch in der Palliativmedizin bei unterschiedlichen Krebsarten als terminale Sedierung erfolgreich.
Nun aber wurde im Laufe einer Studie der Universität Winchester festgestellt, dass überdurchschnittlich viele Patienten, bei denen die erste Gabe von Projectil nicht die erwünschte Wirkung zeigte, nach der ersten Anwendung über mehr oder weniger starke Schmerzen an der Verabreichungsstelle klagten und ein ebenfalls überdurchschnittlich hoher Anteil von Patienten, denen Projectil ambulant verabreicht wurde, kurz nach der Anwendung verstarben. Auch traten Blutungen überdurchschnittlich häufig auf. In der darauf folgenden genaueren Untersuchung wurde von den Ärzten in mehreren Proben des Medikaments Blei in Mengen weit jenseits der zulässigen Grenzwerte gefunden. Dazu gehören leider auch Proben, die aus Deutschland kamen, beispielsweise von der Firma RWS deren Proben einen besonders hohen Bleianteil aufwiesen. Gleichzeitig wurden Spuren von Messing und der Messinglegierung Tombak gefunden.
Die Forscher der Universität Winchester mutmassen, dass die Beschwerden wie Schmerzen und Blutungen auf eine Bleivergiftung zurückzuführen ist, die durch das verseuchte Medikament verursacht wurde.
Prof. Dr. Christoph Broelsch vom Universitätsklinikum Essen bestätigte bei Bekanntwerden der Verseuchung, dass Projectil unter diesen Umständen besonders bei transabdominaler Anwendung schon nach der ersten Gabe eine für den Patienten sehr kostspielige Lebertransplantation nach sich ziehen könne.
Auch die Bundeswehr bestätigte, dass interne Vermerke der Bundeswehrkrankenhäuser dokumentiert sind, in denen schwere bis schwerste Blutungen und Todesfälle im Zusammenhang mit Projectil und der Behandlung von durch Afghanistan traumatisierte Soldaten erwähnt, aber auf eine mit Tombak und Blei verseuchte Einzellieferung zurückgeführt wurden, nicht aber auf eine generelle Bleihaltigkeit des Medikamentes an sich. Man habe die Lieferung beim Hersteller “im Routineverfahren” reklamiert und die Angehörigen der Verstorbenen hätten eine Entschädigung erhalten. Von einer weit verbreiteten Verseuchung habe man “nichts geahnt”.
Gleichzeitig mutmaßen die Verschwörungstheoretiker bereits einen Zusammenang zwischen Projectil und den Amokläufen von Erfurt und Winnenden. Besonders im Fall Tim Kretschmer wurde bereits oft gemutmaßt, dass die Tat durch die Gabe von Antidepressiva ausgelöst wurde, aber auch über Robert Steinhäuser wurde kurzzeitig behauptet, das Medikament Tilidin habe ihn zu seiner Amoktat gebracht. Sowohl bei Kretschmer wie auch bei Robert Steinhäuser wurden große Mengen Projectil sichergestellt. Im Fall Ansbach aber wurden weder Psychopharmaka noch Drogen beim Täter sichergestellt…
Der genaue Untersuchungsbericht mit detaillierten Ergebnissen soll spätestens in zwei Tagen vorliegen.
cd
Formaldehyd im Bodensee
0Im Sommerloch gibt Spiegel Online ja so einiges an sinnloser, aber spassiger Information her.
Kürzlich berichtete er, dass die Stadt Konstanz ihr Image vom „Klein-Harvard am Bodensee“ durch eine Plakatkampagne mit dem Titel „Konstanz – Die Stadt am H2O“ aufpolieren wolle.
Dummerweise haben wohl die Wassermoleküle, die auf dem Plakat den Bodensee schmücken, durch „Simplifizierung“ eher die Form von Formaldehyd, was die Gemüter einiger Chemiker doch erhitzte…
Ich weiß nicht, was ich komischer Finde…die falschen Moleküle, oder die Randale, die nun um sie gemacht wird..der durchschnittlich gebildete Deutsche wird nicht mal das Wort „Molekül“ unfallfrei aussprechen können und das Problem übersehen…
SPIEGEL online: Wir können alles. Außer Chemie.
cd
















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