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Bombe » Die ganze Welt des Wahnsinns

Beiträge mit tag "Bombe

Je dümmer, desto BUMM

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Der Süden lebt gefährlich. Nicht nur wegen der vielen Amokläufe…offenbar befinden sich dort auch die dümmsten Bombenbauer Deutschlands…in Merdingen hat kürzlich wieder der Darwinismus gesiegt

cd

Geballter Wahnsinn 6 – von traurigen Kritikern, gemäßigten Anglisten und von der leyenhaften Bundespräsidentin

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Wie immer in dieser Kategorie ein Sammelsurium:

1. Marcel Reich-Ranicki ist neunzig geworden, ist nicht glücklich und war es auch nie und die Redaktion der FAZ hat ihn nie gewollt…so sehr ich ihn auch schätze, ganz unschuldig ist er selbst daran nicht. Seinen neunzigsten Geburtstag findet er “scheußlich” und es gebe keine Zukunft mehr für ihn außer den Tod, er fühle sich “einsam”, schafft es aber nicht, das Interview mit der “Zeit” durchzuziehen, ohne zwischendrin mehrfach zu telefonieren…Marcel Reich-Ranicki eben…

2. Anatol Stefanowitsch von den Wissenslogs gibt Lena Meyer-Landrut linguistische Rückendeckung für ihr bizarres Englisch, vergisst aber dabei, dass obwohl Englisch natürlich vielerorts lingua franca ist, eine Kreole nur dann eine Kreole ist, wenn sie aus der Notwendigkeit heraus, aus dem Pidgin entsteht und nicht, wenn die Sprecher einer Fremdsprache diese phonetisch nicht gebacken bekommen…da hilft auch der Titel nix..

3. Zensursula ist im Gespräch für den Posten der Bundespräsidentin. Schön. Von der geringqualifizierten Familienministerin über die Notnagelposition an der Spitze des Reichsarbeitsdienstes der Bundesagentur gegen Arbeit hin zur deplazierten Möchtegern-Präsidentin…man darf gespannt sein..dass die Blogosphäre dem alten Präsidenten Guildo Horn das Genick gebrochen haben soll, halte ich aber für plakative Selbstbeweihräucherung…ich halte es eher wie die Süddeutsche – es war der letzte Schubs

4. 2011 soll eine Volkszählung stattfinden…das sollte doch kein großer Aufwand sein…Deutschland – Ein Volk, Holland – zwei Völker, Belgien – drei Völker, Frankreich – vier Völker…usw…oder gleich auf der Rückseite der Euromünze zählen…

Außerdem: Schönen Guß nach Göttingen:

Schönen Gruß nach Göttingen

Schönen Gruß nach Göttingen

cd

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Multimediale Kuriositäten – Meine erste Blogparade

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Erfahrene Blogger wissen es: In der Blogosphäre zählt eigentlich nur jeder Backlink Qualitätscontent…heute stoße ich auf eine Blogparade, die mich so spontan anspricht, dass ich doch in der Tat mitmache…

freeqnet hat eine Blogparade zum Thema “Multimediale Kuriositäten” ausgeschrieben. Und davon besitze ich so einiges. Eine meiner Lieblingskuriositäten ist aber der Film “Dark Star” von John Carpenter.

Die Wikipedia bezeichnet ihn als “Hommage an 2001: Odyssee im Weltraum”. Ich denke, “Hommage” ist zu viel gesagt…”Persiflage” würde es eher treffen. Kern des Films: Was wäre, wenn die Raumfahrt schon in den Sechzigern so weit entwickelt gewesen wäre, dass man einen Haufen Hippies auf die Mission schickt, instabile Planeten in diversen Sonnensystemen prophylaktisch zu sprengen. Entsprechend absurd sehen die ständig saufenden, qualmenden und kiffenden Astronauten aus:

Einen besonderen Touch verleihen auch die bewusst low-budget gehaltenen Requisiten, wie z.B. ein gefährliches Alien an Bord – ein Beachball mit Füßen:

Absolutes Hightlight ist jedoch der “Dialog mit der Bombe”. Sämtliche Bomben an Bord sind intelligent. Nur Bombe 20 hat eine Fehlfunktion (Grüße an HAL 9000)…sie denkt, sie wäre aktiviert worden und müsse nun explodieren….daraufhin versucht eines der Besatzungsmitglieder in einem langen philosophischen Dialog mit der Bombe, ihr den Sinn des Lebens zu erklären und sie so am Explodieren zu hindern…dummerweise jedoch endet der Dialog damit, dass die Bombe den Sinn ihres Lebens darin sieht, zu explodieren…die anschließende Atomexplosion zerstört das Schiff und der Film endet damit, wie einer der Astronauten zu klassischer Surfmusik auf einem Trümmerteil als Schutzschild zurück in die Erdatmosphäre surft:

Der abgedrehteste Science-Fiction Film, den ich je gesehen habe…eine absolute Kuriosität…Review im Flimmerblog, Hintergrundinformationen bei den Fünf Filmfreunden.

cd

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Wir sind enttarnt

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Verflucht, Alex Ring hat meinen Masterplan durchschaut!

Ja, ich gebe es zu! Ich habe die Maschine des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski höchstpersönlich mit meiner zur Höllenmaschine umgebauten Mikrowelle vom Himmel geholt! Die Bombe im Eyjafjallajökul hat viel zu spät gezündet. Das Foto von Vladimir Putin ist eine Fälschung…er liegt bereits tot in meiner Tiefkühltruhe. Gut versteckt neben Adolf Hitler, Pol Pot, Mao, Heinrich Himmler, dem Mörder von John F. Kennedy, zwei Aliens aus Roswell, dem Vertrag zwischen mir und Johannes Heesters, der mir seine Seele gegen 150 Lebesjahre getauscht hat, dem heiligen Gral und der Weltformel. Gut verschlossen im Bernsteinzimmer in einem geheimen Atombunker in Liechtenstein.

So…bin weg…Mitwisser liquidieren…noch 1336…

cd

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Von dunklen Geschichten 2 – Reaktion auf Marek Hoffmann

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EDIT: Sorry, ich meinte natürlich Marek Hoffmann, nicht Marek Fuchs…das war ein Automatismus..

Meine Reaktion auf den Artikel über Constantin Film und die Ausschnitte aus “Der Untergang” auf BasicThinking scheint den Autor Marek Hoffmann verärgert zu haben. Da ich ja kürzlich noch über das Verstecken hinter Pseudonymen und Weglaufen vor Verantwortung für die eigenen Äußerungen vom Leder gezogen habe, stelle ich mich in einem eigenen Beitrag der Konfrontation:

(weiterlesen …)

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Wolfgang Petersen verfilmt Kaczinskis Tod

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Der deutsche Starregisseur Wolfgang Petersen will den Tod von Lech Kaczinski verfilmen. Nachdem bereits das Remake des Katastrophenfilms “Poseidon Inferno” (deutsch: Die Höllenfahrt der Poseidon) erfolgreich war, will er nun einen neuen Teil der in den 70er und 80er Jahren so populären “Airport“-Reihe drehen. Nach “Aiport”, “Airport 75: Giganten am Himmel“, “Airport 77: Verschollen im Bermuda-Dreieck” und “Airport 79: Die Concorde” (In Deutschland “Airport 80: Die Concorde”) folgt nun “Airport 2010: Die Tupolew”. Die Handlung: Der ehemalige KZ-Aufseher John D. (Ernest Borgnine) lebt unter falschem Namen (“Georg Wilhelm Busch”) unerkannt in den USA. Er wird von seinem Nachbarn (Tom Cruise) durch übersinnliche Kräfte enttarnt (eine Anspielung auf den Kassenschlager “Kampf der Thetanen” mit Cruise und John Travolta in den Hauptrollen) und soll erst hingerichtet, und dann nach Deutschland ausgewiesen werden. In einem unbeobachteten Moment tötet er seine drogenabhängige Frau (Amy Winehouse) in der Familienzusammenführungszelle und flieht zusammen mit der Mitgefangenen “Papillona” (Natascha Kampusch) von der Gefängnisinsel Guantanacatraz. Sie besorgen sich Waffen von dem farbigen muslimischen Crackdealer Obama bin Barack (Eddie Murphy) und entführen zwei Flugzeuge vom New Yorker John F. Kennedy Airport. Papillona macht dabei einen schweren Fehler. Sie schiesst versehentlich auf den Piloten (Muhammed Scheuer-Millch). Ein Arzt (Hugh Laurie) ist zwar an Bord, dieser spritzt dem Captain aber versehentlich eine Überdosis Propofol, woraufhin die Maschine in das World Trace Center stürzt. John D. aber kapert erfolgreich die Maschine des polnischen Präsidenten (Jaroslaw Kaczynski) und zwingt die Piloten (Bud Spencer und Terence Hill), ihn nach Stalingrad zu fliegen, damit er beim Russischen Präsidenten (Bob Hoskins) Asyl beantragen kann. Die deutsche Bundeskanzlerin (Hella von Sinnen) schickt sofort, ein Geschwader an Eurofightern, um die Maschine abzufangen, muss aber feststellen, dass die Kampfflugzeuge noch gar nicht geliefert wurden. Ihre einzige Chance: der Staatsgefangene Matthias Rust (Ingolf Lück). Er soll auf dem Roten Platz landen und den russischen Präsidenten warnen. Währenddessen bricht eine Gruppe radikaler Palästinenser unter der Führung eines desertierten Generals (Uri Geller) in das Atommüllager Gorleben ein und stiehlt mehrere Tonnen waffenfähiges Plutonium. Zwei zu Scientology konvertierte Physikprofessoren (Joachim Bublath, Jean Pütz) bauen ihnen nach detaillierten Plänen eine Atombombe, mit der die griechische Regierung um mehrere Milliarden erpresst werden soll. Nachdem das Unterfangen wegen eines Umweltaktivisten in der Gruppe (Peter Lustig) scheitert, entsorgen sie die Bombe heimlich in einem Vulkan auf Island. Das stellt sich im Nachhinein als großer Fehler heraus: Der Vulkan bricht aus! Die Explosion ist  so gewaltig, dass sie im kilometerweit entfernten Deutschland die Tür eines fahrenden ICE heraussprengt und bis nach Russland schleudert. Die Tür trifft die Maschine von Matthias Rust, die daraufhin mit der Maschine des polnischen Präsidenten kollidiert. Beide Maschinen stürzen in einen Wald bei Smolensk. Rust wird bei dem Absturz getötet, lediglich der Präsident und John D. überleben. Sie sprechen sich inmitten der Wrackteile aus und der polnische Präsident verspricht, John D. bei seinem Asylantrag zu helfen. Während sie Hand in Hand von der Absturzstelle fortschlendern werden sie aber von einem sehbehinderten Jäger (Sean Connery) für Elche gehalten und erschossen.

Der Film soll noch 2010 in die Kinos kommen.

cd

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The Germans: What yodeling has to do with Pearl Harbor

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One of the most cliché-based questions I have been asked is: Do you Germans really yodel?

Short answer: No, we don’t.

Comprehensive Answer: Not anymore. Yodeling has been banned all over Germany ever since the inventor of the traditional “Jodeln”, Afred Jodl” was found guilty in the Nuremberg Trials and hanged as a war criminal.

Only people of non-German origin are nowadays allowed to perform the act of public yodeling. Arguably the best yodler of all times is the Japanese artist Takeo Ischi, grandmaster of the ancient art of Kamikaze-Yodeling, probably best known for his Japanese-language yodeling-version of “Remember Pearl Harbor”. In 1941 Ischi’s father was given the choice between either becoming one of Japan’s famous suicide-bombers and joining his comrades in the attack on Pearl Harbor or becoming a yodeling Ninja . He chose the latter and was sent to Germany as a ninja assassin. His orders were to infiltrate the Wolf’s Lair and to assassinate Adolf Hitler and his Generals through a sudden act of Kamikaze-yodeling. Unfortunately he decided to hide under the desk in which Claus Schenk Graf von Stauffenberg ,leader of the “20 July Plot” , codename “Operation Valkyrie” , had planted the bomb that was to kill Hitler. In a wicked twist of fate, both attempts to put an earlier end to World War II failed, as Ischi Senior’s body was torn apart by the bomb Stauffenberg had planted, leaving Hitler almost unharmed. Adolf Hitler and his wife Eva Braun both died in 2009 in a waterboarding accident in southeast Cuba.

cd

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Bild einer Atombombe zu Ostern

Meine Erziehung funktioniert – Geschenk eines Schülers zu Ostern

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Hach ja, manchmal wird es auch um ein Lehrerherz nochmal richtig warm. Es ist Ostern, die Fastenzeit endet bald, überall stehen Hasen und Eier herum und natürlich ist auch für die ganz Kleinen wieder die Zeit zum Basteln gekommen. Manchmal basteln die Kinder auch Geschenke für die Lehrerin oder den Lehrer…und wenn man ein Geschenk bekommt, das den Kern der Person in ihrem innersten trifft, möchte man auch als Lehrer manchmal eine Träne der Freude verdrücken..und heute war so ein Moment…denn worüber würde sich der liebe Herr Droßmann mehr freuen, als über eine Atombombe…

Bild einer Atombombe zu Ostern

Bild einer Atombombe zu Ostern

Gloria in excelsis deo! Frohe Ostern Euch allen!

cd

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Kernberg der Kinderschänder

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Ohje…vor dem Schlafengehen stolpere ich doch noch über eine Seite, die ich nicht unkommentiert lassen kann.

Es handelt sich um die Seite www.oedipus-online.de, die es sich offensichtlich zur Aufgabe gemacht hat, die „Psychoanalyüge“ zu „verstehen“…ich habe die Seite nur kurz überlesen, komme aber überein, dass deren Autor -mit Verlaub- seinen eigenen Lattenschuss nicht gehört, oder -professioneller ausgedrückt- seine Gegenübertragung nicht im Griff hat, bzw. den therapeutischen Abstand nicht auf die Reihe bekommt…
Siehe dazu z.B. die Ausführungen des Autors zu Otto F. Kernberg

Dort heißt es beispielsweise:

„Auf der Grundlage seiner theoretischen Sicht kommt Kernberg dann in der Praxis zu einer beispiellosen Gleichgültigkeit und Kälte gegenüber den Leidenserfahrungen seiner KlientInnen.“

Am Ende der Seite bezeichnet der Autor ihn als das „Contergan der Psychotherapie“….

Begründet ist dies u.a. auf folgender Aussage: „ Kernberg benennt freimütig, was seiner Vorstellung nach ein guter Therapeut können sollte: ‚Wir müssen uns also mit dem Kommandanten des Konzentrationslagers, mit dem Folterer in der Diktatur, mit dem inzestuösen Vater, mit der sadistischen Mutter identifizieren können. Wir müssen so auch die Lust verspüren am Zerstören, die Lust, eine Brandbombe zu werfen, die Lust sadistische Aggressionen zu verspüren, denn die Bereitschaft dafür haben wir alle in unserem Unbewußten.‘ Gleichzeitig sei Mitleid mit den PatientInnen tabu.“

Ich lasse das mal so stehen und sage, dass der Autor dieser Seite die Psychoanalyse nach Kernberg in Bezug auf die Borderline-Persönlichkeit und Borderline aus posttraumatische Störung nebst der Rolle des Therapeuten in ihren Grundlagen sowas von nicht verstanden hat, dass ich nicht weiss, ob ich lachen oder weinen soll…
Die „Behandlung, die zwingend zu einer Verschlechterung desjenigen führen muss, derjenigen führen muss, die ihr ausgesetzt ist“ -ich maße mir an, sagen zu dürfen, dass der Autor offensichtlich von ausschließlich weiblicher Klientel bei der Borderline-Störung ausgeht- führt nach meiner Erfahrung in vielen Fällen zu einer Verbesserung….und ich habe angesichts meines Fallmateriales keine Verlanlassung, von meinen therapeutischen Grundlagen abzuweichen…
Wer nicht in der Lage ist, einen Abstraktionsgrad von seiner eigenen Person zu erreichen, der es ihm ermöglicht, selbst gegenüber einem Kinderschänder oder Massenmörder Empathie zu empfinden -es handelt sich auch in diesen Fällen um menschliche(!) Wesen-, um im Rahmen von Therapie Erkenntnis zu erzeugen, die letztlich weg vom Hass auf das Objekt hin zur Integration des Traumas führt, der sollte sich von diesem Gebiet lieber fernhalten…gerade wenn die Sichtweise derart undifferenziert ist, wie in diesem Falle…

cd

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Pädagogisch-/Psychologischer Grabenkampf

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Oha, nun habe ich mich in die Nesseln gesetzt.
Ich habe vor langer Zeit in diesem Eintrag über das PädBlog von Silvio Ströver gelästert. Heute finde ich nun zwei Kommentare von ebendiesem:

1. „Na, was soll das denn heißen???“
2. „Zumindest würde es hilfreich sein, ein paar (konkrete) Anhaltspunkte zu haben… danke.“

Nach kurzem Mailverkehr sagte Silvio, er sei gespannt auf meine Ausführungen, egal wie sie ausfielen….nun denn…

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mit diesem Blog keinesfalls den Anspruch von Professionalität hege…es ist für mich mehr Ventil für einen Gedankenstrom bezüglich Bildungsthemen in sehr allgemeinem Rahmen, den ich so ungefiltert an anderer „professioneller“ Stelle nicht darstellen kann…ich trenne also auf meiner Homepage strikt Professionalität und Privates, daher findet man den Link zu diesem Blog auch im Alice-Bereich und nicht in meiner hauptberuflichen Homepage, um diese Differenzierung eben klarzumachen..
Die professionelle Spielwiese habe ich an anderer Stelle…im Hörsaal, in Forschungsprojekten und im Unterricht ganz allgemein…

Ich habe Silvio in meiner zweiten Mail direkt geschrieben, dass es vermutlich auf einen ideologischen Grabenkampf hinauslaufen wird, da er in Dortmund den Diplomstudiengang studiert hat, während ich in Essen zunächst den Lehramtsstudiengang als „Nebenfachpädagoge“ ertragen durchlaufen habe und erst spät im FB EW untergekommen und dort meinen wissenschaftlichen Frieden gefunden habe…ein Schulenstreit also…aber schauen wir, ob es fruchtbar wird..

1. Ich habe ein „besonderes“ Verhältnis zu Diplom-EWlern…
Dieses rührt aus meiner Zeit in der AG Jugendforschung her, in der ich unter anderem auch Diplomer unterrichtet habe…der Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft (zumindest der in Essener Tradition, in Dortmund wird dies aber ähnlich sein) dem Ruf der nach-68er nach einer Interdisziplinarität der Erziehungswissenschaft. Er entstand hier an der alten PH an der Henri-Dunant-Straße in der Tradition von Fritz Bohnsack, Wolfgang Klafki u.a., teilweise auch als Politikum…mit der entsprechend linkslastigen Grundideologie, der stalinistisch-kommunistischen Psychoanalysefeindlichkeit (obwohl es auch psychoanalytisch fundierte Erziehungswissenschaftler gab, die aber in den Grabenkämpfen untergingen…aber das ist eine andere Geschichte…), aber zumindest den Grundlagen eines Rundumblickes über den Tellerrand hinaus mit quantitativer und qualitativer Methotik etc…das Resultat in der Moderne ist für mich aber ein -entschuldige- „Gas-Wasser-Scheisse“ Studiengang, wie man im Ruhrpott sagt und meine Beobachtungenin der Zeit der Lehre ist, dass die Diplomer alles mal gesehen haben, aber effektiv nichts wirklich können…das zeigt auch die Realität der momentanen Jobchancen für Diplompädagogen, welche nicht zuletzt, auch im Rahmen der Einführung des neuen Hochschulrahmengesetzes in NRW zur vollständigen Abschaffung des Studienganges an den Standorten Duisburg und Essen geführt hat, zugunsten der Sozialpädagogik bzw. des Studenganges „Soziale Arbeit, Beratung und Management“.

Sozialpädagogen haben zwar weniger methodische Kenntnisse, aber dafür Kenntnisse in Recht, rudimentärer Betriebswirtschaft etc., die für die „pädagogische Frontarbeit“ mehr von Nutzen sind. Ich hätte fast gesagt, dass man die wissenschaftlich gesehen in die Tonne hauen kann, aber für die Wissenschaft ist dieser Studiengang auch gar nicht gedacht, sondern für eben genannte pädagogische Front. Darum werden fast nur noch SozPäds gesucht und eingestellt, da die Dipl-Päd aufgrund ihrer akademisch gesehen höheren Qualifikation einfach zu teuer sind…was bleibt aber nun für Diplomer?

In der Personalabteilung kann ich sie nicht gebrauchen, da sie von quantitativer Methodik zu wenig Ahnung haben und keine Korellationskoeffizienten berechnen können usw. da dies nicht Teil der Ausbildung ist, also nehm ich da doch lieber dipl. psych…
Als Sozialarbeiter kann ich die auch nicht gebrauchen, da sie zu theoretisch fundiert sind und ich sie nachbilden müsste…außerdem wollen sie zu viel Kohle…
In der Schulforschung kann ich sie nicht gebrauchen, da sie über keinerlei Kenntnis der inneren Strukturen von Schule oder von didaktischen Grundlagen verfügen und somit ihnen als teilnehmender Beobachter im Felde vieles verschlossen bleibt…
Im therapeutischen Bereich kann ich sie nicht einsetzen, ohne sie nachzuqualifizieren, da der Psycho-Bereich so um die 8 SWS nach letzter Studienordnung liegt und Diagnostik u.ä. nicht dazugehören…
Über die Korellation zwischen Persönlichkeitsstruktur und Studiengangswahl will ich micht jetzt nicht auslassen…

Letztendlich ist das aber nicht die Schuld der Diplomer, da diese ja genau das studiert haben, was ihre Studienordnung verlangte…können alles und nichts und können bei der aktuellen Arbeitsmarktlage nur noch suizidieren, promovieren (bei schwindender Stellenzahl an den Universitäten auch nicht wirklich eine Lösung) oder bei irgendeinem Bildungsträger für einen Hungerlohn Hartz-IVler in einer Maßnahme bespassen…einfach weil diese armen Schweine an gesellschaftlicher Marktrealität vorbeistudiert haben…

Letztendlich trifft das aber den Kern meiner generellen Kritik am Bildungssystem in Deutschland, da gerade das obere Ende immer noch einem humanistisch orientierten Bildungsideal nachhängt, in dem es nur um Wissen um des Wissens willen geht, bar jeder lebens- und berufspraktischen Handlungskompetenz, was letztendlich eine Ausrichtung ist, die in der gesellschaftlichen Realität des BWL-Basierten Arbeitsmarktes einfach weit an den Bedürfnissen des Marktes vorbei ist…oder etwas polemischer formuliert: Der Humanismus und die Breitenbildung sind lange tot, das haben alle verstanden, ausser den Erziehungswissenschaftlern und den Lehrern…und das ist ein Verbrechen an Schülern und Studenten, die für eine projektive Realität ausgebildet werden, die faktisch nicht mehr existiert…

Aber genug des Jammerns:

2. Deine Homepage und Deine Blogs zeigen sehr deutlich Deine Ausbildung…sie sind ein Rundumschlag in alle Richtungen (das allgemeine PaedBlog, das Naturpädagogikblog, Deine Homepage etc…), aber keinerlei Spezialisierung oder konkrete Ausrichtung…auf privater Ebene ist mir das gleich, ich haue hier in mein Blog auch alles rein, was mir gerade durch den Kopf geht, aber auf professioneller Eben verfolge ich doch eine klare Linie…diese ist bei Dir nicht zu erkennen…

3. Dies setzt sich in Deinen Artikeln fort…sie bleiben oberflächlich und wenig stringent theoretisch fundiert…In Deinem Essay über Schulzes Erlebnisgesellschaft beispielsweise wirfst Du Schulze vor, seine Grundannahme, die Knappheitsgesellschaft habe sich in eine Überflussgesellschaft gewandelt, nicht zu fundieren, belegst aber Deine Argumentationslinie an keiner Stelle, wie z.B. Deine Vermutung, die Schwächen in Schulzes Modell lägen in der Methodik der Erhebnung…Quellenangabe erhält genau 2 Print- und 2 Webquellen, dazu kein Kommentar ;-)
Ähnliches Zeigt sich -auch exemplarisch genannt- in Deinem Essay zur Fragestellung „Brauchen Kinder Märchen?“…scharf Formuliert: Mit Deinen Konjunktiven würdest Du bei mir exakt eine Seminarsitzung überleben, nach der ich Dich rausbombe und Dir ein Theologiestudium oder ähnlichen Unfug empfehlen würde… (z.B. „„Harry Potter“ wäre
beispielsweise angeblich genauso gut oder sogar noch besser als ein Märchen.“…das muss „Harry Potter SEI beispielsweise…“ heißen, verflucht! ;-) )…das darf in einem Text, der als wissenschaftlich deklariert ist, schlichtweg nicht passieren…
In der zitierten Literatur ist keinerlei theoretische Stringenz erkennbar…für eine Breite Darstellung ist es zu wenig, für einen knappen Abriss ist für mich nicht nachvollziehbar, was die Waldorfpädagogik neben dem Brockhaus als Quelle, einem dreißig Jahre alten Werk, dessen Status als „Standardwerk“ fragwürdig ist und Jean Piaget zu suchen hat -welcher auch hochgradig diskutabel ist-, wenn die Restliteratur neben einem Abriss der Rezeption des Märchenbegriffes im Wandel der Zeit sich auf sehr wenige Werke bezieht, die nicht als exemplarisch dargestellt, oder sonstwie in einen Kontext gesetzt werden…

4. Das erste, was ein Besucher im Moment auf Deinen Seiten sieht, ist eine akribische Darstellung Deiner Besucherzahlen….hmm…sicher, dass DAS die Form von Darstellung ist, die Du anstreben möchtest? Verkaufszahlen eines Werkes sagen nichts über seine Relevanz und Richtigkeit aus ;-) So viel zum Thema „Aussenwirkung“…

5. Letzendlich ist immer davon auszugehen, dass der Leser keine Form der formalen Bildung für das eigene Fachgebiet hat…in der uns umgebenden Gesellschaft ist „Pädagoge“ wie „Lehrer“ ja eher ein Schimpfwort, vor allem in der „Malocherkultur“ des Rurhgebietes…man kann diese Klischees spielerisch so erfüllen, wie ich es mit meinem „Lehrer sind eh alles Arschlöcher“-Blog mache, da ich davon ausgehe, das Klischees und Vorurteile im Sinne von z.B. Girard als „Das Opfer konstituiert die Gruppe“ völlig notwenig sind und man besser das Klischee annimmt und damit spielt, als sich darüber aufzuregen, oder das Klischee in einer Weise in objektiv seriöser Weise leben, wie ich es in Deinen Blogs meine wahrzunehmen…was letzlich die Vorurteile, die es gerade Diplomern so schwer machen, arbeitsmarkttechnisch wie gesellschaftlich, nur verhärtet….ein Satz, der mir einfiele, wenn ich nur als Essener Bergmannskind denke und nicht als EWler: „Etwas sehr viel Müsli drin, oder?“…das differenziere ich aber gerne weiter aus, sollte es wie ein Angriff klingen…oder knapper und weniger bissig: Weniger Idealismus, mehr Substanz…ich sehe uns in der Pflicht, nicht nur wahllos zusammenzutragen, sondern zu didaktisieren und kritisch zu hinterfragen…also nicht zu verlinken, sondern, soll der „echte“ pädagogische Anspruch eines Blogs -den ich nicht hege- gewahrt bleiben, der Masse „vorzukauen“ und auszuwählen…der allemeinen Meinung mit harten Fakten entgegenzuwirken…

Hier mach ich für heute Nacht erstmal Schluss..es ist weit nach 1 Uhr…
Ich bin auf die Gegendarstellung gespannt…

EDIT: Und natürlich sehe ich nach der Barrage der Polemik nach der Veröffentlichung des Eintrages einen Tippfehler direkt in der Überschrift….si tacuisses… ;)

cd

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