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Bildungsarmut » Die ganze Welt des Wahnsinns

Beiträge mit tag "Bildungsarmut

TagebuchBosse1

Tagung Arbeitsgemeinschaft Lerntherapeuten Georgsmarienhütte 25.09.09

1. Daten zur Freud-Biographie, Vortrag Prof. em Dr. Wilfried Breyvogel – Sigmund Freud und die Strukturtheorie der Psyche

2. Strukturtheorie des Selbst, Christian Droßmann – Einführung Fall “Sonja”, Narzissmus, Sigmund Freud, Heinz Kohut, Stavros Mentzos, die narzisstische Wut, Erklärung am Beispiel einer Unterrichtsszene

3. Fruehe Auffaelligkeiten, Christian Droßmann – Der Fall Sonja – Frühkindliche Auffälligkeiten am Beispiel der Grundschulzeugnisse. Suchtverhalten, Selbstverletzung, Einweisung, Klinikaufenthalt -Erste Erklärungen im Modell der Strukturtheorie des Selbst (DAS INTERVIEWMATERIAL WURDE ZUM SCHUTZ DER ANONYMITÄT DES FALLES ENTFERNT!)

4. Frau Koma kommt – Amok, Christian Droßmann – Männliche narzisstische Wut am Beispiel der neueren “Amok”-Fälle. Tim Ketschmer (Winnenden), Bastian Bosse (Emsdetten), Georg R. (Ansbach)

5. Diagnose – Borderline, Christian Droßmann – Diagnose: Borderline, Das DSM-IV, Das ICD-10GM, Die Borderline-Persönlichkeitsstörung(en) nach Otto F. Kernberg, Erläuterungen am Fallmaterial (FALLMATERIAL WURDE ZUM SCHUTZ DER ANONYMITÄT DES FALLES ENTFERNT)

6. Geschlechtsidentitaet – Sex und Gender, Christian Droßmann – Geschlechtsidentität und Geschlechtsdiffusion, Biologisches Geschlecht (Sex) vs. soziales Geschlecht (gender), John Money, Der Fall David Reimer

7. Fazit-Zusammenfassung, Prof. em. Dr. Wilfried Breyvogel, Christian Droßmann – Fazit und Zusammenfassung, Rückgriff auf Kretschmer und Bosse, Was bringt die Narzissmustheorie den Lerntherapeuten? Der pädagogische Bezug nach Herman Nohl

Weiterführendes Material:

Bericht der Kommission Gutenberg-Gymnasium: Der vollständige Bericht der Kommission Gutenberg-Gymnasium zum Fall Robert Steinhäuser in Erfurt

Das Abschiedsvideo des Täters von Emsdetten, Bastian Bosse (Flash-Format, flv), alternativ auch auf Google Video

Der Abschiedsbrief des Täters von Emsdetten, Bastian Bosse

Das gesicherte Blog des Täters von Emsdetten, Bastian Bosse (ResistantX) auf livejournal.com

Auszüge aus dem Tagebuch des Täters von Emsdetten, Bastian Bosse:
Seite 1, Seite 2, Seite 3, Seite 4, Seite 5, Seite 6, Seite 7

Bericht Expertenkreis Amok Baden Württemberg,  Abschlussbericht des Expertenkreises Amok des Landes Baden Württemberg vom 25.09.2009, Original unter http://www.baden-wuerttemberg.de/fm7/2028/BERICHT_Expertenkreis_Amok_25-09-09.pdf

Das Material zum Fall “Sonja” ist mittlerweile publiziert:

Droßmann, Christian: Genese einer Borderline-Persönlichkeit – Die Folgen früher Ablehnungserfahrungen am Beispiel Sonja, in: Breyvogel, Wilfried: Wie aus Kindern Risikoschüler werden. Fallstudien zu den Ursachen von Bildungsarmut, Frankfurt a.M. (Brandes & Apsel) 2010

Weg mit dem Bildungsföderalismus

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Ich habe gerade einen Artikel im Satiremagazin DER SPIEGEL gelesen, der  sich mit den Ergebnissen einer Umfrage zur Bildungspolitik in Deutschland befasst.

Die Ergebnisse freuen mich einerseits, andererseits sind die Forderungen der Eltern mal wieder jenseits des Machbaren, wobei das keinem Kollegen neu sein dürfte…da mein Job die ganze Bandbreite von Regelschule über Universität bis zur Erwachsenenbildung umspannt, will ich doch auch mal meinen Senf dazugeben.

61 Prozent der Befragten wollen, dass Bildungspolitik Sache des Bundes wird. Endlich! Die Länder würden zwar vom segensreichen Wettbewerb um das “beste Schulsystem” schwärmen, realiter ist das aber ganz großer Mist, denn der wird auf den Schultern der Schüler und der Lehrkräfte ausgetragen…
Was nützt mir hier ein Zentralabitur in NRW, wenn das nicht deckungsgleich mit  dem in Bayern ist und Abiturienten, die zum Studium das Bundesland wechseln wollen, vor hohen Barrieren stehen. In der Realität sieht das dann so aus, dass ich an der Uni sowieso wieder bei Adam und Eva anfange, um die unterschiedlich ausgebildeten Erstsemester aus diversen Bundesländern auf einen gemeinsamen Stand zu bringen…und dafür der ganze Aufwand mit Vergleichsarbeiten usw.? Ich denke nein…Umziehen wird auch zur Tortur…bekommt ein Elternteil einen Job in einem anderen Bundesland, können die Kinder fast sicher sein, ein Schuljahr wiederholen zu müssen…in der Oberstufe siehts noch düsterer aus, wenn die in Land A gewählten Leistungskurse in Land B so nicht stattfinden oder gar nicht Teil des Fächerkanons sind (z.B. Unterrichtsfach Psychologie oder Pädagogik). Das ist teilweise innerhalb eines Bundeslandes schon ein Problem oder manchmal sogar innerhalb der gleichen Stadt…zwischen den Ländern jedoch eine Katastrophe…

G8? Kein Kommentar…völlig unsinnig, wenn nicht auch gleich der Lehrplan zusammengestutzt wird..überfordert in der aktuellen Form Schüler, Lehrer und Eltern…taugt die Schule nix, taugt die Schule nix…egal ob auf 13 Jahre gestreckt oder auf 12 komprimiert..

Zusammenlegung von Real- und Hauptschule? Sicher…wenn man glaubt, das Problem zu lösen, indem man den Namen der Institution tilgt…Problem ist die Klientel, nicht die Schulform…und die wird weiter bestehen bleiben…ich verweise an dieser Stelle nochmal auf unsere Ergebnisse

Kleinere Klassen? Mehr Lehrer? Sicherlich…würde Sinn machen…es ist ja nicht so, als wäre Deutschland hoffnungslos überschuldet….

Lehrerberuf als “zweite oder dritte Wahl”? Um Gottes Willen…der Lehrerberuf ist für die meisten Studierenden natürlich die erste Wahl, um ein gescheitertes Diplom in ein Staatsexamen zu überführen…Nur ein Zyniker würde behaupten, die Studiengebühren hätten dazu geführt, dass jeder Idiot für Lehramt immatrikulieren kann und auch zur Erhaltung der Quote jeder Idiot ein Staatsexamen bekommt…Eignungstests? Fehlanzeige…das sind die Schweizer besser…

aber was rege ich mich auf.. .;-)=

cd

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Türkische Gymnasien, Bildungsarmut und Integration

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Ein leidiges Thema, das immer mal wieder auftaucht, sowohl in der Politik wie auch im Schulalltag ist das der Integration ausländischer Schüler und solcher “mit Migrationshintergrund”, um es politisch korrekt auszudrücken.

Die Tagesschau berichtet nun wieder über das Gezänk zwischen dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und der Bundesregierung, respektive Angela Merkel. Es geht immer noch um Erdogans Vorschlag, türkische Gymnasien in Deutschland zu errichten, in denen die Primärsprache Türkisch sein soll. Dafür wird er selbst von in Deutschland lebenden Türken kritisiert. Da komme ich nicht umhin, doch nochmal unsere Studie zu erwähnen, zu der nächste Woche das Buch erscheinen wird:

Breyvogel, Wilfried (Hrsg.): Wie aus Kindern Risikoschüler werden: Fallstudien zu den Ursachen von Bildungsarmut

Ich verstehe ja Herrn Erdogans Nationalstolz, aber eine noch weitere Parallelisierung der Gesellschaft halte ich im Kontext unserer Ergebnisse für stark kontraproduktiv. In fast allen Fällen, bei denen der Migrationshintergrund mit Faktor für Bildungsarmut war, stand die Sprachbarriere im Vordergrund. Ob es das thailändische Mädchen war, deren häufigster Satz “Ich weiß nicht” war, ob es das libanesische Mädchen war, das sich komplett gegen Schule sperrte, weil sie nur vom Heiraten sprach und als gute Ehefrau keiner Bildung bedurfte, oder die kleine Türkin, die ebenfalls nur schlecht Deutsch sprach und sich freiwillig auf eine Förderschule abschulte, um mehr Zeit zu haben, sich um ihre Geschwister zu kümmern….sie alle werden massive Probleme im späteren Leben bekommen, sollten sie weiterhin in Deutschland verbleiben wollen. Wobei zu erwähnen ist, dass diese Generation schon wesentlich besseres Deutsch spricht, als ihre Eltern.

Ich will dies nicht generalisieren, sondern spreche nur von der an zwei Hauptschulen beobachteten Stichprobe, ich denke aber, dass die Ergebnisse durchaus auf andere Ballungsräume zu übertragen sind.

Es findet an den Hauptschulen muttersprachlicher Unterricht statt, da die Eltern und Großeltern, die nach Deutschland migrieren, häufig aus der Unterschicht stammen (Bauern, einfache Arbeiterfamilien) und ihre Muttersprache oft in Wort und Schrift nicht korrekt beherrschen und somit diese nicht vernünftig an ihre Kinder weitergeben können.Das Ergebnis ist häufig eine Zerrissenheit…sie sind auch im Herkunftsland Ausländer…hier mit türkischem Akzent, in der Türkei mit deutschem Akzent…

Aus dieser Sicht halte ich die Einstellung der Bundesregierung -und ich wundere mich selbst, dass ich diesen Satz einmal schreibe- für völlig korrekt. Die Abspaltung in Viertel in Ballungsräumen ist ohnehin schon so stark, dass es Bezirke gibt, in denen Deutschkenntnisse und somit das Erlernen der Sprache nicht zwingend vonnöten ist. Ich würde die These unterstützen, dass die Errichtung türkischer Gymnasien, an denen Türkisch die Unterrichtssprache ist, zwar hilfreich für die Identität als Türke/Türkin und die korrekte Beherrschung der türkischen Sprache in Wort und Schrift ist, aber grob kontraproduktiv wenn es darum geht, sich in Deutschland angekommen zu fühlen…zwar würde dies dann nicht in die Bildungsarmut führen -das türkische Gymnasium wäre sicherlich von der Vermittlung des Faktenwissens her nicht schlechter als ein deutschsprachiges- aber wohl doch ziemlich sicher in die Parallelisierung und in die reale Armut durch Arbeitsplatzprobleme…die hier aufwachsenden Kinder hätten die Chance, akzentfreies Deutsch zu lernen…lernen sie erst Deutsch in der Sekundarstufe I als Fremdsprachenunterricht nach der Grundschule ist davon auszugehen, dass der Akzent und Sprachschwierigkeiten bleiben werden, analog zu anderen Fremdsprachen, die an Gymnasien gelehrt werden…und die Probleme der Sprachbarriere und die Attribuierung, dass jemand, der die Sprache nicht korrekt beherrscht, automatisch “dumm” ist, sind hinreichend bekannt…

cd

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Selbstbeweihräucherung 3

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Das Kind ist endlich geboren…

Endlich ist die Borderline-Fallstudie abgeschlossen und publiziert. Zeit also für eine weitere schamlose Eigenwerbung. Da aber das Wort Bildungsarmut in aller Munde ist, schauen wir mal, wie gut wir auf den Zug des Zeitgeistes aufspringen konnten…

Der Arbeitstitel ändert sich vielleicht noch bis zum endgültigen Druck, aber das Buch ist angekündigt.

Droßmann, Christian: Genese einer Borderline-Persönlichkeit – Die Folgen früher Ablehnungserfahrungen am Beispiel “Sonja”. (Arbeitstitel), in: Breyvogel, Wilfried (Hrsg.): Wie aus Kindern Risikoschüler werden. Fallstudien zu den Ursachen von Bildungsarmut, Frankfurt (Brandes & Apsel) 2010 (erscheint im März 2010)

cd

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