In der Blogsphäre geistert der Fall Winnenden ja nun schon eine ganz Weile umher….manche Beiträge mehr, manche weniger gehaltvoll (die Qualität der meinigen beurteile der geneigte Leser bitte selber…)
Manche bleiben unkommentiert, einige ziehen eine recht lange Kontroverse nach sich. Zum Beispiel der Beitrag „Unfassbar?“ von Björn Grau in seinem Graubrotblog.

Neben seiner Geschichte als Schüler, in der er Mobbing etc. als normale Erscheinung unter Jugendlichen beschreibt -das unterschreibe ich voll!- sagt er unter anderem folgendes:

solche momente gibt es jede menge inder pubertät. jugendliche werden ständig überfordert, gereizt, in ihren bedürfnissen ignoriert usw. weil keine zeit für sie ist, weil sie in ihrer adoleszenten explosivität nicht in normen passen, weil sie sich selbst und sich gegenseitig in die quere kommen, … und in der überforderung neigt man dann zur pauschalisierung. ich gegen die gesellschaft. und weil ich mich nicht traue, feier ich den vermeindlich mutigen, in den sich dank seiner selbsttötung auch alles hineinprojizieren kann. der wehrt sich ja nicht gegen die vereinnahmung durch andere gefühlte außenseiter.
ich habe allerdings ausreichend erziehung, vernunftbegabung, verantwortung gegenüber frau und kind, also irgendwie reife, dass ich meine phantasien und den sie begründenden ärger aushalte und nicht in handlung umwandle. ich bin aber auch keine 17 mehr. und mit 17 kam ich nicht an schusswaffen. wobei ich für mich glaube, dass ich auch damals schon zusätzlich zu harmoniesüchtig war, als das ich je hätte so durchticken könnn. unterm strich war und bin ich wohl “gefestigt” genug, um nicht amokzulaufen.“

Ich schließe mich da den positiven Kommentaren an…eine harte, aber ehrliche Sichtweise auf das Phänomen „Schüleramok“.

cd