Mrz 2009
Gewalt ist Gewöhnungssache
30/03/09 15:53 Abgelegt unter:
Psychologie
Die Amoksaison 2009 läuft schon etwas
länger und hat beim geneigten Leser bereits zu akuter Abstumpfung
geführt...
Auf CNN.com findet man überhaupt keine Berichterstattung zur Schießerei im Altenheim in North Carolina, lediglich die Top-10 der Schlagzeilen enthält einen Verweis...auf der Seite der Tagesschau muss man einige Seiten nach unten scrollen, bevor man den Einzeiler unter „weitere Meldungen -> Ausland“ findet...der SPIEGEL erwähnt es erst gar nicht auf seiner Seite...
Amok ist Mainstreambewegung geworden, darüber täuscht auch die innovative Location Altersheim nicht hinweg...wer wirklich cool sein will, muss sich nun eine neue Form der suizidalen Selbstverwirklichung suchen...
Ich denke, die BILD wird in einer der nächsten Ausgaben Amoklauf in ihrer In/Out-Liste unter „Out“ aufführen...
cd
Auf CNN.com findet man überhaupt keine Berichterstattung zur Schießerei im Altenheim in North Carolina, lediglich die Top-10 der Schlagzeilen enthält einen Verweis...auf der Seite der Tagesschau muss man einige Seiten nach unten scrollen, bevor man den Einzeiler unter „weitere Meldungen -> Ausland“ findet...der SPIEGEL erwähnt es erst gar nicht auf seiner Seite...
Amok ist Mainstreambewegung geworden, darüber täuscht auch die innovative Location Altersheim nicht hinweg...wer wirklich cool sein will, muss sich nun eine neue Form der suizidalen Selbstverwirklichung suchen...
Ich denke, die BILD wird in einer der nächsten Ausgaben Amoklauf in ihrer In/Out-Liste unter „Out“ aufführen...
cd
Amok im Altenheim
29/03/09 23:32 Abgelegt unter:
Psychologie
Winnenden ist noch in aller Munde, da
gibt es schon den nächsten Fall:
Diverse Medien, u.a. die Süddeutsche berichten über einen „Amoklauf“ im Altenheim in North Carolina:
Süddeutsche: Amoklauf im Altersheim
SPIEGEL: Mehrere Tote bei Amoklauf im Altenheim
CNN: Eight killed in North Carolina nursing home rampage
Viel ist noch nicht bekannt...mal sehen, welche Medikamente der Täter genommen und welche Egoshooter er gespielt hat...
cd
Diverse Medien, u.a. die Süddeutsche berichten über einen „Amoklauf“ im Altenheim in North Carolina:
Süddeutsche: Amoklauf im Altersheim
SPIEGEL: Mehrere Tote bei Amoklauf im Altenheim
CNN: Eight killed in North Carolina nursing home rampage
Viel ist noch nicht bekannt...mal sehen, welche Medikamente der Täter genommen und welche Egoshooter er gespielt hat...
cd
Kriminalpolizei verbreitet jugendgefährdendes Material im Internet
29/03/09 19:33 Abgelegt unter:
Pädagogik
Ich gebe zu, der Titel dieses
Eintrages ist ein wenig Effekthascherei, aber so oder so ähnlich
würde vermutlich eine Schlagzeile zum Thema lauten...
Warum schreibe ich das? Nun, es geht im Moment in den Medien ja lang und Breit über Jugendschutz, Killerspiele, Gewalt und dergleichen...man diskutiert, wie man auch im Internet den Kindern und Jugendlichen den Zugang zu jugendgefährdendem Material erschweren, wenn nicht gar unmöglich machen kann...die Diskussion um die Machbarkeit einer vollständigen providerseitigen Filterung von Seiten, die Kinderpornographie enthalten, liegt auf der gleichen Schiene...
An sich doch ein guter Ansatz..ich bereite aber gerade Material zur Unterscheidung von selbst- und fremdverursachten Verletzungen vor und stieß dabei auf einen Sachverhalt, der mich sehr nachdenklich macht...
Auf allen Seiten der Polizei und der Kriminalpolizei gibt es eine Rubrik „Fahndung“. Dort gibt es immer auch zwischendurch unbekannte Tote, die identifiziert werden sollen.
In einigen Fällen sind die Bilder retuschiert und die gröbsten Entstellungen und Verletzungen nicht mehr deutlich erkennbar...in anderen Fällen aber handelt es sich um Fotos direkt vom Tisch des Gerichtsmediziners...ungeschönt und beim Anklicken hochauflösend und bildschirmfüllend...
Ich habe aufgrund meines Interesses für das Thema Gewalt schon einiges sowohl in Bildern als auch realiter gesehen und doch bin ich nach einem Foto der Wasserleiche einer jungen Frau, die mich von meinem 30-Zöller überlebensgroß angrinste (und zwar aufgrund der fehlenden Lippen) erstmal eine rauchen gegangen...was diese Erfahrung wohl mit einem Kind gemacht hätte, das sich einfach nur für die Kripo interessiert und auf die Seite schaut, weil „Fahndung“ so aufregend klingt...
Ich muss mich teilweise rechtfertigen, wenn ich erwachsenen Leuten, die sich bewusst für den Themenkomplex angemeldet haben, Ausschnittvergrößerungen von Wunden in Schwarzweiß zeige...
Diese Bilder sind nicht nur von der Hauptseite mittels weniger Klicks für jeden (also auch für Zehnjährige!) auffindbar, sondern auch noch -aufgrund eines fehlenden nofollow-Tags- Google-Indiziert und somit geballt anzutreffen...
Wer sehen möchte, was ich meine, der gebe einmal in der Google-Bildersuche das Stichwort „unbekannte Tote“ ein...die Bilder von „Kripo Live“ des Mitteldeutschen Rundfunks sind besonders angenehm für den Betrachter...
Davor warnt kein Disclaimer, kein „Über-18“-Login usw...das ist ja alles im Dienste der Polizeiarbeit...
Ein Film, der das gleiche zeigt, bekommt keine Jugendfreigabe...
Sollte die Polizei beim Jugendschutz vielleicht mit gutem Beispiel voran gehen?
cd
Warum schreibe ich das? Nun, es geht im Moment in den Medien ja lang und Breit über Jugendschutz, Killerspiele, Gewalt und dergleichen...man diskutiert, wie man auch im Internet den Kindern und Jugendlichen den Zugang zu jugendgefährdendem Material erschweren, wenn nicht gar unmöglich machen kann...die Diskussion um die Machbarkeit einer vollständigen providerseitigen Filterung von Seiten, die Kinderpornographie enthalten, liegt auf der gleichen Schiene...
An sich doch ein guter Ansatz..ich bereite aber gerade Material zur Unterscheidung von selbst- und fremdverursachten Verletzungen vor und stieß dabei auf einen Sachverhalt, der mich sehr nachdenklich macht...
Auf allen Seiten der Polizei und der Kriminalpolizei gibt es eine Rubrik „Fahndung“. Dort gibt es immer auch zwischendurch unbekannte Tote, die identifiziert werden sollen.
In einigen Fällen sind die Bilder retuschiert und die gröbsten Entstellungen und Verletzungen nicht mehr deutlich erkennbar...in anderen Fällen aber handelt es sich um Fotos direkt vom Tisch des Gerichtsmediziners...ungeschönt und beim Anklicken hochauflösend und bildschirmfüllend...
Ich habe aufgrund meines Interesses für das Thema Gewalt schon einiges sowohl in Bildern als auch realiter gesehen und doch bin ich nach einem Foto der Wasserleiche einer jungen Frau, die mich von meinem 30-Zöller überlebensgroß angrinste (und zwar aufgrund der fehlenden Lippen) erstmal eine rauchen gegangen...was diese Erfahrung wohl mit einem Kind gemacht hätte, das sich einfach nur für die Kripo interessiert und auf die Seite schaut, weil „Fahndung“ so aufregend klingt...
Ich muss mich teilweise rechtfertigen, wenn ich erwachsenen Leuten, die sich bewusst für den Themenkomplex angemeldet haben, Ausschnittvergrößerungen von Wunden in Schwarzweiß zeige...
Diese Bilder sind nicht nur von der Hauptseite mittels weniger Klicks für jeden (also auch für Zehnjährige!) auffindbar, sondern auch noch -aufgrund eines fehlenden nofollow-Tags- Google-Indiziert und somit geballt anzutreffen...
Wer sehen möchte, was ich meine, der gebe einmal in der Google-Bildersuche das Stichwort „unbekannte Tote“ ein...die Bilder von „Kripo Live“ des Mitteldeutschen Rundfunks sind besonders angenehm für den Betrachter...
Davor warnt kein Disclaimer, kein „Über-18“-Login usw...das ist ja alles im Dienste der Polizeiarbeit...
Ein Film, der das gleiche zeigt, bekommt keine Jugendfreigabe...
Sollte die Polizei beim Jugendschutz vielleicht mit gutem Beispiel voran gehen?
cd
Kommentar eines Jägers zum Waffengesetz
29/03/09 18:18 Abgelegt unter:
Allgemeines
Vor kurzem kommentierte der „Hunsrückwilderer“ meine Ausführungen zum Fall
Winnenden.
Ich möchte hier nur kurz auf seinen Blogeintrag „Winnenden, das Waffengesetz, der Spiegel und ein Innensenator“ verweisen.
Lesenswert ist auch der dort verlinkte Artikel „Der Spiegel und seine Waffen: An den Fakten vorbei“ auf ef-online, der die Argumentation des „Spiegel“ gründlichst zerlegt.
cd
Ich möchte hier nur kurz auf seinen Blogeintrag „Winnenden, das Waffengesetz, der Spiegel und ein Innensenator“ verweisen.
Lesenswert ist auch der dort verlinkte Artikel „Der Spiegel und seine Waffen: An den Fakten vorbei“ auf ef-online, der die Argumentation des „Spiegel“ gründlichst zerlegt.
cd
Killerspieldebatte - Gegenreaktionen
29/03/09 15:44 Abgelegt unter:
Allgemeines | Pädagogik
Heute finde ich im Blog „Der fiese Admin“ eine interessante
Gegenreaktion zur Killerspieldebatte:
Der fiese Admin - „Killerspiele“ - Der Sündenbock der Nation
Auf seiner Seite verweist er auch auf die Aktion „Ich spiel Killerspiele“ - neben den Infos auf „Stigma Videospiele“ eine weitere Seite, die sich um die Spielerseite der Killerspieldebatte bemüht...Teil der Aktion ist ein „Ich spiel Killerspiele“-Button, der Solidarität zeigen soll...der Button nebst Link zu dieser grammatikalisch beinahe korrekten Aktion ist nun auch hier zu finden...
cd
Der fiese Admin - „Killerspiele“ - Der Sündenbock der Nation
Auf seiner Seite verweist er auch auf die Aktion „Ich spiel Killerspiele“ - neben den Infos auf „Stigma Videospiele“ eine weitere Seite, die sich um die Spielerseite der Killerspieldebatte bemüht...Teil der Aktion ist ein „Ich spiel Killerspiele“-Button, der Solidarität zeigen soll...der Button nebst Link zu dieser grammatikalisch beinahe korrekten Aktion ist nun auch hier zu finden...
cd
Didaktische Meisterleistung
27/03/09 14:57 Abgelegt unter:
Schule
Hmm...DAS muss ich mir für meinen
Philosophieunterricht merken:
Prog: "Existiert etwas auch dann, wenn es niemand sieht?"
Prog: Ich check den satz nicht und wir müssen unsere meinung als hausaufgabe für philo aufschreiben
Homunkulus: Ok ich formulier ihn mal für dich um
Homunkulus: "Ist ein Server online, wenn niemand drauf ist?"
Quelle: german-bash
wahrlich eine didaktische Meisterleistung...
cd
Prog: "Existiert etwas auch dann, wenn es niemand sieht?"
Prog: Ich check den satz nicht und wir müssen unsere meinung als hausaufgabe für philo aufschreiben
Homunkulus: Ok ich formulier ihn mal für dich um
Homunkulus: "Ist ein Server online, wenn niemand drauf ist?"
Quelle: german-bash
wahrlich eine didaktische Meisterleistung...
cd
Nachtrag zu: Drogen, Amok, Paranoia
26/03/09 23:54 Abgelegt unter:
Psychologie | Pädagogik
Folgende Sache ist mir gerade erst
aufgefallen...
Derselbe Blogger, der im genannten „Antidepressiva und Amokläufe“-Blog die Pharmaindustrie als gewissenlose, geldgierige Abzocker darstellt, verlinkt am Ende des gleichen Beitrages zum „Zentrum der Gesundheit“ und dem dortigen Eintrag „Amoklauf unter Psychopharmaka-Einfluss?“
Auf ebendieser Seite wird man sofort von einem Foto der Inhaberin und dem Verweis auf eine 0180-er Hotline begrüßt...im Webshop erhält man diverse naturheilkundliche Pillen und Pülverchen (z.B. 500g Sango Koralle zum Preis von € 94,00, ein Darmreinigungsset für € 134,00, die 6-Wochen-Haarausfall-Kur für € 137,00 usw...), alles mit dem Warnhinweis: „Diese Informationen sind keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.“
Dazu kann man dort eine Ausbildung zum „Fachberater für holistische Gesundheit“ zum Preis von € 3.350,00 machen, in vier Blöcken von netto 3 Tagen in einem Wellnesshotel...aus der Homepage wird so nicht direkt ersichtlich, dass es sich um keinerlei Therapieausbildung handelt und man danach keinesfalls die Heilkunde ausüben darf...(darum heißt das Kind „Fachberater&ldquo
...denn die HPG-Prüfung beim
Gesundheitsamt ist da sicher nicht mit drin 
Die Sache strotzt also summasumarum nur so vor Selbstlosigkeit und günstiger Hilfe für alle...
Irgendwie überzeugt auch dieses Argument des Bloggers gegen die bösen Psychopharmaka nicht wirklich
cd
Derselbe Blogger, der im genannten „Antidepressiva und Amokläufe“-Blog die Pharmaindustrie als gewissenlose, geldgierige Abzocker darstellt, verlinkt am Ende des gleichen Beitrages zum „Zentrum der Gesundheit“ und dem dortigen Eintrag „Amoklauf unter Psychopharmaka-Einfluss?“
Auf ebendieser Seite wird man sofort von einem Foto der Inhaberin und dem Verweis auf eine 0180-er Hotline begrüßt...im Webshop erhält man diverse naturheilkundliche Pillen und Pülverchen (z.B. 500g Sango Koralle zum Preis von € 94,00, ein Darmreinigungsset für € 134,00, die 6-Wochen-Haarausfall-Kur für € 137,00 usw...), alles mit dem Warnhinweis: „Diese Informationen sind keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.“
Dazu kann man dort eine Ausbildung zum „Fachberater für holistische Gesundheit“ zum Preis von € 3.350,00 machen, in vier Blöcken von netto 3 Tagen in einem Wellnesshotel...aus der Homepage wird so nicht direkt ersichtlich, dass es sich um keinerlei Therapieausbildung handelt und man danach keinesfalls die Heilkunde ausüben darf...(darum heißt das Kind „Fachberater&ldquo
Die Sache strotzt also summasumarum nur so vor Selbstlosigkeit und günstiger Hilfe für alle...
Irgendwie überzeugt auch dieses Argument des Bloggers gegen die bösen Psychopharmaka nicht wirklich
cd
Amoklauf in der Waldorfschule
26/03/09 23:13 Abgelegt unter:
Pädagogik
Drogen, Amok, Paranoia
24/03/09 21:53 Abgelegt unter:
Psychologie | Pädagogik
Sehr schön...die Opfer von Winnenden
sind noch nicht richtig kalt, schon beginnt neben der zu
erwartenden Hexenjagd auf „Killerspiele“ nach dem Bekanntwerden der
psychiatrischen Vorgeschichte von Tim K. auch das Schmieden von
Verschwörungstheorien Hand in Hand mit den üblichen Argumenten der
Psychoanalyse- und Psychiatriefeindlichen Lagern.
Über eine besondere Stilblüte dessen stolperte ich gerade im Seitenhiebe-Blog (welches übrigens umgezogen ist), unter dem Eintrag „Drogen und Amoklauf“.
Dort wird auf das eigens zum Amoklauf von Winnenden eingerichtete Blog „Antidepressiva und Amokläufe“ verwiesen. Dessen zweiter Eintrag ist dermaßen plakativ, reißerisch und vor allem seminparanoid verfasst, dass ich diesem doch ein wenig mehr Aufmerksamkeit widmen möchte.
Schauen wir uns die Argumentation des Autors einmal an:
„Es sind Hunderte von Fällen bekannt, bei denen Menschen, die die „neue“ Generation von Antidepressiva einnahmen, anschließend Selbstmord begingen, teilweise vor Kindern oder Angehörigen oder Mitmenschen töteten – ohne irgendeine Emotion dabei zu zeigen.“
Da würde ich doch gerne wissen, wo diese „hunderte von Fällen“ dokumentiert sind und inwieweit die Einnahme von Antidepressiva tatsächlich mit der angeblich resultierenden Tag zusammenhängt.
1. Zeitliches Aufeinanderfolgen zweier Ereignisse sind kein Beweis für Kausalität
2. Es ist richtig, dass in einigen Fällen die Gabe von Antidepressiva zum Suizid führen kann. Das liegt an dem Umstand, dass bei vielen Präparaten (Citalopram, etc.) die Antriebssteigernde Wirkung viel früher einsetzt, als die Stimmungsaufhellende. Dies führt leider zu dem manchmal auftretenden Phänomen, dass die betroffenen Patienten gerade soviel Energie aufwenden können, um zu suizidieren.
Dass Tim K. „gefühls- und anteilnahmslos Menschen umgebracht“ haben soll, kann ich so nicht unterstützen...Hass und Wut sind unpopuläre, aber sehr reale Gefühle...ein Patient, der an tatsächlicher klinischer Gefühlsleere leidet, würde bei entsprechender Struktur aus rationaler Überlegung töten, aber Rache käme in ihm nicht vor...
Es ist im vorliegenden Fall eher davon auszugehen, dass es sich nicht um die Wirkung „gefühllos machender“ Psychopharmaka sondern eher um eine sehr reale Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid des verhassten Objektes handelte, mit ein Kerncharakteristikum für eine pathologische Persönlichkeitsstruktur, wie wir sie auch bei Serientätern finden.
Die Quelle „olwazt.de - Amoklauf durch Psychopharmaka“, die zitiert wird, wirkt ähnlich plakativ und wenig wissenschaftlich fundiert...
Als weiteren Beleg liefert der Autor eine Dokumentation des ZDF-Magazins „Frontal 21“..Ich bin nicht dazu gekommen, das verlinkte 45 Minuten lange Video komplett zu sichten...aber ich habe es ausschnittweise gesehen und würde, im Kontext mir bekannter anderer Berichte des gleichen Magazins zu ähnlichen Themen, mal die gleiche „Qualität“ der Recherche ...also nahezu keine unterstellen...dass das Sendeformat „Frontal 21“, auch wenn es von einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt stammt, nicht „Mainstream“ sei, wage ich auch zu bezweifeln...
Der Autor verlinkt die Seite „ZDF.de - Das Pharma-Kartell“:
Erwartungsgemäß reißerisch gibt sich auch diese -eigentlich traurig zu wissen, dass es sich um das ZDF und nicht um RTL oder SAT1 handelt - ...u.a. heißt es dort:
„Pharmaunternehmen können in Deutschland nach Einschätzung verschiedener Experten fast ungestört ihre Profitinteressen verfolgen. Das geht zu Lasten der Patienten, wenn dabei Nebenwirkungen verschwiegen, Selbsthilfegruppen instrumentalisiert oder Politiker, Ärzte und Heilberufe mit Gefälligkeiten umworben werden. Christian Esser und Astrid Randerath decken in der Frontal21-Dokumentation "Das Pharma-Kartell" auf, wie dieses System funktioniert.“
Die Pharmaindustrie wende „sehr perfide“ Methoden an...“Wichtigstes Ziel ist dabei offenbar immer, Medikamente gewinnbringend zu verkaufen. Auch fragwürdige Mittel werden nach Ansicht von Kritikern in den Markt gedrückt, eine Gefährdung der Patienten in Kauf genommen.“
Ach...ich dachte, Medikamentenhersteller seinen direkte Tochtergesellschaften der Heilsarmee...NATÜRLICH ist es wichtigstes Ziel, Medikamente gewinnbringend zu verkaufen...darum ist es ja auch eine INDUSTRIE...aus betriebswirtschaftlich geführten Unternehmen....
Was „fragwürdige Mittel“ sind, wird auf der Seite nicht weiter erwähnt...was aber die „Gefährdung der Patienten“ angeht, muss man eine Sache klarstellen:
Wolf-Dieter Ludwig sagt in dem Bericht ganz richtig, dass der Glaube, zugelassene Medikamente seien sicher, ein „Irrglaube“ ist...es wird ausser acht gelassen, dass selbst der Inbegriff der Harmlosigkeit von Medikamenten, die allseits beliebte Kopfschmerztablette Aspirin mit Ihrem Wirkstoff Acetylsalicylsäure bereits in normaler therapeutischer Dosierung unter bestimmten Umständen bereits bei der ersten Einnahme zu einem doch recht spektakulären und qualvollen Tod führen kann...aber das ist niemandem wirklich gewahr...obwohl es lang und breit im Waschzettel steht...Tod durch Suizid ist also „Schuld der Pharmaindustrie“, die „gefährliche“ Medikamente produziert, die Todesfälle durch Alltagsselbstmedikation mit ASS, Paracetamol, Ibuprofen usw. sind dann wohl „Schicksal“...hmm...
Der Begriff „Wiederaufnahmehemmer“ ist schlichtweg falsch, SSRI sind SEROTONINwiederaufnahmehemmer...an sich ein vernachlässigbarer Fehler, aber er zeigt mir doch, wie viel journalistische Akribie und wie viel Fachwissen in diesem Beitrag steckt
Sicher können diese zu den beispielhaft am Falle Monika Kranz dargestellten Symptomen führen, wie ich es schon eingangs erwähnte...es wird aus dem Bericht aber nur eine Zeitliche Abfolge ersichtlich...wichtig zu wissen wäre aber, unter welchen Umständen es zum Suizid kam...die SSRI-Gruppe hat nämlich den unangenehmen Nachteil, dass schlagartiges Absetzen -entgegen der Warnungen in den Packungsbeilagen- ebenfalls neben anderen Symptomen zu akuten suizidalen Krisen führen kann, ein Effekt, der lange als „SSRI Discontinuation Syndrome“ (SSRI Absetzsyndrom) bekannt ist und weswegen SSRI „ausgeschlichen“, die Dosis also schrittweise runtergefahren wird...
Tierfergehende Informationen vgl. Schweizerische Ärztezeitung: Entzugssymptome der modernen Antidepressiva , Tagungsfolien der Schweizerischen Gesellschaft für innere Medizin ,
auch kann es zu einem sogenannten „Rebound“ kommen, dem vollständigen oder sogar verstärkten Auftreten aller Symptome, wegen derer die Medikation verordnet wurde...
Es muss also die Frage gestellt werden, ob Tim K. während der Tat tatsächlich „ruhiggestellt“ war, oder der „Amoklauf“ nach dem -eventuell schlagartigen- Absetzen der Medikation erfolgte...gerade bei non-compliance Patienten wird immer wieder ein spontaner Verzicht auf die Medikamente bei temporärer Besserung der Symptomatik beobachtet.
All dies trifft auch auf den Wirkstoff Sertralin des erwähnten Medikamentes „Zoloft“ zu...
Der -ebenfalls im genannten Blog verlinkte- Beitrag „Kretschmer Withdrawing from Drepression Treatment“ stützt meine These. Zwar ist die Argumentation auch hier fragwürdig, der Autor schließt aus der Tatsache, dass Kretschmer eine verordnete ambulante Therapie nie antrat, dass er auch die Medikamente abgesetzt haben muss, was nicht notwendig kausal folgt, aber für mich würde es das Verhalten bei der Tat erklären...
Ich bin gespannt auf den offiziellen Bericht, dieser wird in letzter Instanz klären, ob Tim K. zur Tatzeit „ruhiggestellt“ war....ich würde mindestens eine Kiste Bier wetten, dass der Bericht genau so sauber ist, wie bei der Tilidin-Ente bezüglich Robert Steinhäuser und tendiere eher wie schon gesagt zu der Meinung, dass die beschriebene Teilnahmslosigkeit symptomatisch war...
Dass man Selbsthilfegruppen kaufen kann, ist auch ein alter Hut...das gilt nicht nur für solche, die im Kontext von Medikation agieren, sondern für so ziemlich jede andere Gruppe auch...also kein Argument gegen die Pharmaindustrie im Speziellen...
In der Linkliste findet man außer Links auf ähnlich polemischem Niveau keinerlei neutrale oder psychiatriefreundliche Links...eigentlich schade...
Der Autor schließt mit den Sätzen:
„Es liegt nun am Internet, diese Infos zu verbreiten. Die neue Generation der Antidepressiva ist maßgeblich für Zehntausende Morde und Suizide verantwortlich und wenn man nicht dagegen vorgeht, ist ein nächster derart brutaler Amoklauf nur eine Frage der Zeit.“
Wie gesagt...diese „Maßgeblichkeit“ hätte ich gerne näher belegt...ein halbseidener ZDF-Bericht und fragwürdige Blogquellen sind mir da doch zu dünn...
EDIT: Ich stoße gerade noch auf einen weiteren interessanten Blogeintrag zum Thema:
Das Infowars-Blog schrieb schon 2008 nach dem Vorfall an der Northern Illinois University einen Beitrag unter dem Titel „Psychodrogen und Waffenverbot ermöglichen weiteren Amoklauf“ Dort heißt es u.a.: „Laut dem Chicago Tribune glauben Erittler dass Cho Seung Hui, der Amokschütze an der Virginia Tech, vor seiner Tat im April Antidepressiva konsumiert hatte. Die Columbine-Mörder Eric Harris und Dylan Klebold, sowie der 15-jährige Kip Kinkel der in Oregon seine Eltern und seine Klassenkameraden niedergeschossen hatte, waren alle auf Psychopharmaka. Jeff Weise, der Killer an der Red Lake High School, war auf Prozac. “Unabomber” Ted Kaczinski, Michael McDermott, John Hinckley, Jr., Byran Uyesugi, Mark David Chapman und Charles Carl Roberts IV, der Mörder an einer Schule der Amish, waren alle auf Psychopharmaka vom Typ “Selektiver Serotoninwiederaufnahmehemmer” (SSRI). Die Presse versucht die Tatsache zu verschleiern dass Kazmierczak sich unter dem Einfluss der gleichen Medikamente befunden hatte, indem darauf verwiesen wird dass er zum Tatzeitpunkt seine Medikamente abgesetzt hatte.“
Besonders der letzte Satz lässt mich auch in diesem Fall denken, dass es sich keineswegs um Verschleierung durch die Presse handelte, sondern wir es auch in diesem Fall mit einem Gewaltakt als Symptom eines akuten Absetzsyndroms zu tun haben könnten...
Meine These bleibt also: Nicht die Warnungen vor Psychopharmaka müssen lauter werden, sondern die Warnungen davor, dass diese keine Smarties sind und man diese tunlichst nicht eigenmächtig von heute auf morgen absetzen sollte, hat man sich einmal entschieden, sie zu nehmen...
cd
Über eine besondere Stilblüte dessen stolperte ich gerade im Seitenhiebe-Blog (welches übrigens umgezogen ist), unter dem Eintrag „Drogen und Amoklauf“.
Dort wird auf das eigens zum Amoklauf von Winnenden eingerichtete Blog „Antidepressiva und Amokläufe“ verwiesen. Dessen zweiter Eintrag ist dermaßen plakativ, reißerisch und vor allem seminparanoid verfasst, dass ich diesem doch ein wenig mehr Aufmerksamkeit widmen möchte.
Schauen wir uns die Argumentation des Autors einmal an:
„Es sind Hunderte von Fällen bekannt, bei denen Menschen, die die „neue“ Generation von Antidepressiva einnahmen, anschließend Selbstmord begingen, teilweise vor Kindern oder Angehörigen oder Mitmenschen töteten – ohne irgendeine Emotion dabei zu zeigen.“
Da würde ich doch gerne wissen, wo diese „hunderte von Fällen“ dokumentiert sind und inwieweit die Einnahme von Antidepressiva tatsächlich mit der angeblich resultierenden Tag zusammenhängt.
1. Zeitliches Aufeinanderfolgen zweier Ereignisse sind kein Beweis für Kausalität
2. Es ist richtig, dass in einigen Fällen die Gabe von Antidepressiva zum Suizid führen kann. Das liegt an dem Umstand, dass bei vielen Präparaten (Citalopram, etc.) die Antriebssteigernde Wirkung viel früher einsetzt, als die Stimmungsaufhellende. Dies führt leider zu dem manchmal auftretenden Phänomen, dass die betroffenen Patienten gerade soviel Energie aufwenden können, um zu suizidieren.
Dass Tim K. „gefühls- und anteilnahmslos Menschen umgebracht“ haben soll, kann ich so nicht unterstützen...Hass und Wut sind unpopuläre, aber sehr reale Gefühle...ein Patient, der an tatsächlicher klinischer Gefühlsleere leidet, würde bei entsprechender Struktur aus rationaler Überlegung töten, aber Rache käme in ihm nicht vor...
Es ist im vorliegenden Fall eher davon auszugehen, dass es sich nicht um die Wirkung „gefühllos machender“ Psychopharmaka sondern eher um eine sehr reale Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid des verhassten Objektes handelte, mit ein Kerncharakteristikum für eine pathologische Persönlichkeitsstruktur, wie wir sie auch bei Serientätern finden.
Die Quelle „olwazt.de - Amoklauf durch Psychopharmaka“, die zitiert wird, wirkt ähnlich plakativ und wenig wissenschaftlich fundiert...
Als weiteren Beleg liefert der Autor eine Dokumentation des ZDF-Magazins „Frontal 21“..Ich bin nicht dazu gekommen, das verlinkte 45 Minuten lange Video komplett zu sichten...aber ich habe es ausschnittweise gesehen und würde, im Kontext mir bekannter anderer Berichte des gleichen Magazins zu ähnlichen Themen, mal die gleiche „Qualität“ der Recherche ...also nahezu keine unterstellen...dass das Sendeformat „Frontal 21“, auch wenn es von einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt stammt, nicht „Mainstream“ sei, wage ich auch zu bezweifeln...
Der Autor verlinkt die Seite „ZDF.de - Das Pharma-Kartell“:
Erwartungsgemäß reißerisch gibt sich auch diese -eigentlich traurig zu wissen, dass es sich um das ZDF und nicht um RTL oder SAT1 handelt - ...u.a. heißt es dort:
„Pharmaunternehmen können in Deutschland nach Einschätzung verschiedener Experten fast ungestört ihre Profitinteressen verfolgen. Das geht zu Lasten der Patienten, wenn dabei Nebenwirkungen verschwiegen, Selbsthilfegruppen instrumentalisiert oder Politiker, Ärzte und Heilberufe mit Gefälligkeiten umworben werden. Christian Esser und Astrid Randerath decken in der Frontal21-Dokumentation "Das Pharma-Kartell" auf, wie dieses System funktioniert.“
Die Pharmaindustrie wende „sehr perfide“ Methoden an...“Wichtigstes Ziel ist dabei offenbar immer, Medikamente gewinnbringend zu verkaufen. Auch fragwürdige Mittel werden nach Ansicht von Kritikern in den Markt gedrückt, eine Gefährdung der Patienten in Kauf genommen.“
Ach...ich dachte, Medikamentenhersteller seinen direkte Tochtergesellschaften der Heilsarmee...NATÜRLICH ist es wichtigstes Ziel, Medikamente gewinnbringend zu verkaufen...darum ist es ja auch eine INDUSTRIE...aus betriebswirtschaftlich geführten Unternehmen....
Was „fragwürdige Mittel“ sind, wird auf der Seite nicht weiter erwähnt...was aber die „Gefährdung der Patienten“ angeht, muss man eine Sache klarstellen:
Wolf-Dieter Ludwig sagt in dem Bericht ganz richtig, dass der Glaube, zugelassene Medikamente seien sicher, ein „Irrglaube“ ist...es wird ausser acht gelassen, dass selbst der Inbegriff der Harmlosigkeit von Medikamenten, die allseits beliebte Kopfschmerztablette Aspirin mit Ihrem Wirkstoff Acetylsalicylsäure bereits in normaler therapeutischer Dosierung unter bestimmten Umständen bereits bei der ersten Einnahme zu einem doch recht spektakulären und qualvollen Tod führen kann...aber das ist niemandem wirklich gewahr...obwohl es lang und breit im Waschzettel steht...Tod durch Suizid ist also „Schuld der Pharmaindustrie“, die „gefährliche“ Medikamente produziert, die Todesfälle durch Alltagsselbstmedikation mit ASS, Paracetamol, Ibuprofen usw. sind dann wohl „Schicksal“...hmm...
Der Begriff „Wiederaufnahmehemmer“ ist schlichtweg falsch, SSRI sind SEROTONINwiederaufnahmehemmer...an sich ein vernachlässigbarer Fehler, aber er zeigt mir doch, wie viel journalistische Akribie und wie viel Fachwissen in diesem Beitrag steckt
Sicher können diese zu den beispielhaft am Falle Monika Kranz dargestellten Symptomen führen, wie ich es schon eingangs erwähnte...es wird aus dem Bericht aber nur eine Zeitliche Abfolge ersichtlich...wichtig zu wissen wäre aber, unter welchen Umständen es zum Suizid kam...die SSRI-Gruppe hat nämlich den unangenehmen Nachteil, dass schlagartiges Absetzen -entgegen der Warnungen in den Packungsbeilagen- ebenfalls neben anderen Symptomen zu akuten suizidalen Krisen führen kann, ein Effekt, der lange als „SSRI Discontinuation Syndrome“ (SSRI Absetzsyndrom) bekannt ist und weswegen SSRI „ausgeschlichen“, die Dosis also schrittweise runtergefahren wird...
Tierfergehende Informationen vgl. Schweizerische Ärztezeitung: Entzugssymptome der modernen Antidepressiva , Tagungsfolien der Schweizerischen Gesellschaft für innere Medizin ,
auch kann es zu einem sogenannten „Rebound“ kommen, dem vollständigen oder sogar verstärkten Auftreten aller Symptome, wegen derer die Medikation verordnet wurde...
Es muss also die Frage gestellt werden, ob Tim K. während der Tat tatsächlich „ruhiggestellt“ war, oder der „Amoklauf“ nach dem -eventuell schlagartigen- Absetzen der Medikation erfolgte...gerade bei non-compliance Patienten wird immer wieder ein spontaner Verzicht auf die Medikamente bei temporärer Besserung der Symptomatik beobachtet.
All dies trifft auch auf den Wirkstoff Sertralin des erwähnten Medikamentes „Zoloft“ zu...
Der -ebenfalls im genannten Blog verlinkte- Beitrag „Kretschmer Withdrawing from Drepression Treatment“ stützt meine These. Zwar ist die Argumentation auch hier fragwürdig, der Autor schließt aus der Tatsache, dass Kretschmer eine verordnete ambulante Therapie nie antrat, dass er auch die Medikamente abgesetzt haben muss, was nicht notwendig kausal folgt, aber für mich würde es das Verhalten bei der Tat erklären...
Ich bin gespannt auf den offiziellen Bericht, dieser wird in letzter Instanz klären, ob Tim K. zur Tatzeit „ruhiggestellt“ war....ich würde mindestens eine Kiste Bier wetten, dass der Bericht genau so sauber ist, wie bei der Tilidin-Ente bezüglich Robert Steinhäuser und tendiere eher wie schon gesagt zu der Meinung, dass die beschriebene Teilnahmslosigkeit symptomatisch war...
Dass man Selbsthilfegruppen kaufen kann, ist auch ein alter Hut...das gilt nicht nur für solche, die im Kontext von Medikation agieren, sondern für so ziemlich jede andere Gruppe auch...also kein Argument gegen die Pharmaindustrie im Speziellen...
In der Linkliste findet man außer Links auf ähnlich polemischem Niveau keinerlei neutrale oder psychiatriefreundliche Links...eigentlich schade...
Der Autor schließt mit den Sätzen:
„Es liegt nun am Internet, diese Infos zu verbreiten. Die neue Generation der Antidepressiva ist maßgeblich für Zehntausende Morde und Suizide verantwortlich und wenn man nicht dagegen vorgeht, ist ein nächster derart brutaler Amoklauf nur eine Frage der Zeit.“
Wie gesagt...diese „Maßgeblichkeit“ hätte ich gerne näher belegt...ein halbseidener ZDF-Bericht und fragwürdige Blogquellen sind mir da doch zu dünn...
EDIT: Ich stoße gerade noch auf einen weiteren interessanten Blogeintrag zum Thema:
Das Infowars-Blog schrieb schon 2008 nach dem Vorfall an der Northern Illinois University einen Beitrag unter dem Titel „Psychodrogen und Waffenverbot ermöglichen weiteren Amoklauf“ Dort heißt es u.a.: „Laut dem Chicago Tribune glauben Erittler dass Cho Seung Hui, der Amokschütze an der Virginia Tech, vor seiner Tat im April Antidepressiva konsumiert hatte. Die Columbine-Mörder Eric Harris und Dylan Klebold, sowie der 15-jährige Kip Kinkel der in Oregon seine Eltern und seine Klassenkameraden niedergeschossen hatte, waren alle auf Psychopharmaka. Jeff Weise, der Killer an der Red Lake High School, war auf Prozac. “Unabomber” Ted Kaczinski, Michael McDermott, John Hinckley, Jr., Byran Uyesugi, Mark David Chapman und Charles Carl Roberts IV, der Mörder an einer Schule der Amish, waren alle auf Psychopharmaka vom Typ “Selektiver Serotoninwiederaufnahmehemmer” (SSRI). Die Presse versucht die Tatsache zu verschleiern dass Kazmierczak sich unter dem Einfluss der gleichen Medikamente befunden hatte, indem darauf verwiesen wird dass er zum Tatzeitpunkt seine Medikamente abgesetzt hatte.“
Besonders der letzte Satz lässt mich auch in diesem Fall denken, dass es sich keineswegs um Verschleierung durch die Presse handelte, sondern wir es auch in diesem Fall mit einem Gewaltakt als Symptom eines akuten Absetzsyndroms zu tun haben könnten...
Meine These bleibt also: Nicht die Warnungen vor Psychopharmaka müssen lauter werden, sondern die Warnungen davor, dass diese keine Smarties sind und man diese tunlichst nicht eigenmächtig von heute auf morgen absetzen sollte, hat man sich einmal entschieden, sie zu nehmen...
cd
Kulturrat veröffentlicht kostenloses Buch über "Killerspiele"
17/03/09 20:49 Abgelegt unter:
Pädagogik | Psychologie
Gerade sehe ich bei golem.de, dass der
Deutsche Kulturrat eine bis jetzt als Buch erschienene Publikation
unter dem Titel „Streitfall Computerspiele: Computerspiele zwischen
kultureller Bildung, Kunstfreiheit und Jugendschutz“ nun kostenlos
als PDF zum Download an:
http://www.kulturrat.de/dokumente/streitfall-computerspiele.pdf
Olaf Zimmermann, Vorsitzender des Verbandes stellt fest: „Statt einer Verbotsdebatte steht nach den schrecklichen Ereignissen von Winnenden dringend eine Bildungsdebatte an".
Dem kann ich eigentlich nur beipflichten...
Das Buch kenne ich nicht, werde es mir aber mal zu Gemüte führen.
Der Artikel auf Golem:
golem.de: Kulturrat veröffentlicht Spielebuch kostenlos im Internet
cd
http://www.kulturrat.de/dokumente/streitfall-computerspiele.pdf
Olaf Zimmermann, Vorsitzender des Verbandes stellt fest: „Statt einer Verbotsdebatte steht nach den schrecklichen Ereignissen von Winnenden dringend eine Bildungsdebatte an".
Dem kann ich eigentlich nur beipflichten...
Das Buch kenne ich nicht, werde es mir aber mal zu Gemüte führen.
Der Artikel auf Golem:
golem.de: Kulturrat veröffentlicht Spielebuch kostenlos im Internet
cd
Sport ist Mord - Schulboykott gegen Waffen ?!
Aha, ich hatte es ja schon eingangs
sofort vorausgesehen...aber jetzt geht es los und treibt bereits
die seltsamsten Blüten:
Wie der SchulSpiegel in seinem Artikel „Liedermacher startet Schulboykott“ berichtet, ist der Liedermacher Gerhard Schöne Mitinitiator der Aktion „Aufruf zur Schulverweigerung - Keine Mordwaffen als Sportwaffen“
Dort wird aufgerufen, bis zu einer Änderung des Waffengesetzes, die „tötungsfähige Waffen als Sportgerät“ verbietet, seine Kinder nicht mehr zur Schule zu schicken...
Im genannten Artikel posiert er auch in Norwegerpulli und einem Hut, der irgendwo zwischen Joseph Beuys und Udo Lindenberg angesiedelt ist, hinter einem Plakat mit dem Motto der Aktion...
Grandiose Idee, oder?
Erweitern wir also die Fremdschädigende Wirkung der Tat von Winnenden, indem wir unsere Kinder aus halbseidenen, schlecht durchdachten politischen Motiven von Schulbildung abschneiden und sie damit instrumentalisieren, um Druck auf die Politik auszuüben, die sich -inklusive Schäuble!- gegen eine Verschärfung des Waffenrechts ausgesprochen hat, da diese keinen Erfolg verspräche..
Dieser pädagogische Amoklauf vergisst zwei entscheidende Faktoren:
1. Jagdwaffen sind also in Ordnung? Klar...sicher...damit kann man ja niemanden erschiessen...
2. Wir haben es hier mit Straftätern mit grenzwertiger bis hochgradig gestörter Persönlichkeit zu tun...ob diese sich durch ein Waffengesetz abschrecken lassen, sei dahingestellt...
Ich wohne seit langer Zeit in Essen und der Hauptbahnhof wie das Nordviertel, nebst legalem, geduldetem und illegalem geduldeten Rotlichtviertel liegen ganze zehn Autominuten entfernt...ungefähr genau so lange wird es dauern, sich in den entsprechenden Kreisen eine scharfe Waffe nebst Munition zu besorgen, sofern man über das notwendige Kleingeld verfügt...unnötig zu erwähnen, dass ein Teil der Schüler in diesen Vierteln mehr oder weniger eng mit diesen Kreisen verknüpft ist...in anderen Ballungsräumen Deutschland wird dies nicht anders sein....
Eine Verschärfung des Waffengesetzes trifft die, die einfach nur ihren Sport ausüben möchten und diejenigen, die eine Waffe zum Morden benötigen, lassen sich sicherlich nicht durch die vergleichsweise geringen Strafen für illegalen Waffenbesitz abschrecken...
Wir dürfen nicht vergessen, dass Tim K. letztendlich durch die Fahrlässigkeit seines Vaters der Waffe und der Munition habhaft werden konnte...die Waffe befand sich nicht im Waffenschrank, sondern -vermutlich für den Schutz vor Einbrechern- zugriffsbereit und vermutlich fertiggeladen im Schlafzimmer...
Ich darf eine Waffe in meinen eigenen vier Wänden zwar führen, auch ohne großen Waffenschein, aber herumliegen lassen darf ich sie nicht...das regelt das Waffengesetz auch in seiner heutigen Form bereits...
cd
Wie der SchulSpiegel in seinem Artikel „Liedermacher startet Schulboykott“ berichtet, ist der Liedermacher Gerhard Schöne Mitinitiator der Aktion „Aufruf zur Schulverweigerung - Keine Mordwaffen als Sportwaffen“
Dort wird aufgerufen, bis zu einer Änderung des Waffengesetzes, die „tötungsfähige Waffen als Sportgerät“ verbietet, seine Kinder nicht mehr zur Schule zu schicken...
Im genannten Artikel posiert er auch in Norwegerpulli und einem Hut, der irgendwo zwischen Joseph Beuys und Udo Lindenberg angesiedelt ist, hinter einem Plakat mit dem Motto der Aktion...
Grandiose Idee, oder?
Erweitern wir also die Fremdschädigende Wirkung der Tat von Winnenden, indem wir unsere Kinder aus halbseidenen, schlecht durchdachten politischen Motiven von Schulbildung abschneiden und sie damit instrumentalisieren, um Druck auf die Politik auszuüben, die sich -inklusive Schäuble!- gegen eine Verschärfung des Waffenrechts ausgesprochen hat, da diese keinen Erfolg verspräche..
Dieser pädagogische Amoklauf vergisst zwei entscheidende Faktoren:
1. Jagdwaffen sind also in Ordnung? Klar...sicher...damit kann man ja niemanden erschiessen...
2. Wir haben es hier mit Straftätern mit grenzwertiger bis hochgradig gestörter Persönlichkeit zu tun...ob diese sich durch ein Waffengesetz abschrecken lassen, sei dahingestellt...
Ich wohne seit langer Zeit in Essen und der Hauptbahnhof wie das Nordviertel, nebst legalem, geduldetem und illegalem geduldeten Rotlichtviertel liegen ganze zehn Autominuten entfernt...ungefähr genau so lange wird es dauern, sich in den entsprechenden Kreisen eine scharfe Waffe nebst Munition zu besorgen, sofern man über das notwendige Kleingeld verfügt...unnötig zu erwähnen, dass ein Teil der Schüler in diesen Vierteln mehr oder weniger eng mit diesen Kreisen verknüpft ist...in anderen Ballungsräumen Deutschland wird dies nicht anders sein....
Eine Verschärfung des Waffengesetzes trifft die, die einfach nur ihren Sport ausüben möchten und diejenigen, die eine Waffe zum Morden benötigen, lassen sich sicherlich nicht durch die vergleichsweise geringen Strafen für illegalen Waffenbesitz abschrecken...
Wir dürfen nicht vergessen, dass Tim K. letztendlich durch die Fahrlässigkeit seines Vaters der Waffe und der Munition habhaft werden konnte...die Waffe befand sich nicht im Waffenschrank, sondern -vermutlich für den Schutz vor Einbrechern- zugriffsbereit und vermutlich fertiggeladen im Schlafzimmer...
Ich darf eine Waffe in meinen eigenen vier Wänden zwar führen, auch ohne großen Waffenschein, aber herumliegen lassen darf ich sie nicht...das regelt das Waffengesetz auch in seiner heutigen Form bereits...
cd
Interessanter Beitrag zu Winnenden
Nur kurz:
Im Blog „Homo sociologicus“ gibt es einen interessanten Eintrag zum Thema „Die Institutionalisierung von Amokläufen“ von Robert Brumme.
cd
Im Blog „Homo sociologicus“ gibt es einen interessanten Eintrag zum Thema „Die Institutionalisierung von Amokläufen“ von Robert Brumme.
cd
Amok-Ankündigung gefälscht
Ich kommentier erstmal nicht weiter,
das ist ja immer noch Kraut und Rüben, was die Berichterstattung
angeht...
Interessant ist jedoch folgender Blogeintrag im CrapTeD-Blog, in dem dargestellt wird, dass es sich bei der angeblichen Ankündigung um eine Fälschung handelt...die Nachrichten-ID des angeblichen Eintrages liefert ein völlig anderes Posting...interessant...wieder ein Beispiel für grandiose Recherchemethoden der Medien
CrapTeD: Amoklauf von Winnenden wurde NICHT vorher im Internet angekündigt! Das angebliche Bild ist ein Fake.
cd
Interessant ist jedoch folgender Blogeintrag im CrapTeD-Blog, in dem dargestellt wird, dass es sich bei der angeblichen Ankündigung um eine Fälschung handelt...die Nachrichten-ID des angeblichen Eintrages liefert ein völlig anderes Posting...interessant...wieder ein Beispiel für grandiose Recherchemethoden der Medien
CrapTeD: Amoklauf von Winnenden wurde NICHT vorher im Internet angekündigt! Das angebliche Bild ist ein Fake.
cd
Jedem das seine...
11/03/09 22:36 Abgelegt unter:
Allgemeines
Ich weiß, dass ich mich mit dem
folgenden Blogeintrag tierisch in die Nesseln setzen werde, aber
ich schreibe ihn trotzdem...
Grund für mein saures Aufstoßen ist ein Artikel des Schulspiegels, den ich gerade gelesen habe:
Nazi-Slogan: CDU stoppt Kampagne „Jedem das seine“
Ja, verdammt, die Nazis haben die krumme Übersetzung des alten „suum cuique“ als Wahlspruch des Konzentrationslagers Buchenwald genutzt...
Der Spiegel bemerkt aber schon halbrichtigerweise: „Ursprünglich wurde er geprägt vom römischen Staatsmann und Philosophen Cato dem Älteren“...
Dieser benutzt „suum cuique“ aber auch schon in der Übersetzung, denn man findet den Begriff bereits in Platons „Politeia“, das Sprichwort ist also noch viel älter...
Die Schüler-Union NRW hatte in einer Kampagne gegen die Gemeinschaftsschule den Slogan „Nicht jedem das Gleiche, sondern jedem das Seine“ gewählt und wurde durch die CDU gestoppt...man mag von der Christlich-Debilen Union halten, was man will...und von den JuSos halte ich noch weniger...aber generell geht es mir auf den Zeiger, dass derartige Dinge immer wieder passieren....
Meine Meinung dazu ist:
Wenn wir in Deutschland echt jeden Begriff, der von den Nationalsozialisten missbraucht, pervertiert und umgedeutet wurde, für alle Zeiten zum Tabu erklären, DANN und GENAU DANN bekommt der alte Schicklgruber sein tausendjähriges Reich, das er sich so gewünscht hat...
Mein Traum wäre eher, dass wenn ich als alter Mann ein Lexikon in die Hand nehme, ich unter dem Begriff als Randnotiz lese, dass dieser in der Zeit des Nationalsozialismus umgedeutet wurde, aber nun wieder in seiner alten Bedeutung bekannt ist...die, das einfach „Jeder nach seiner Fasson selig“ werden soll und darf...die Grundlage eines jeden demokratischen Staates...
Ok...verreisst mich...
cd
Grund für mein saures Aufstoßen ist ein Artikel des Schulspiegels, den ich gerade gelesen habe:
Nazi-Slogan: CDU stoppt Kampagne „Jedem das seine“
Ja, verdammt, die Nazis haben die krumme Übersetzung des alten „suum cuique“ als Wahlspruch des Konzentrationslagers Buchenwald genutzt...
Der Spiegel bemerkt aber schon halbrichtigerweise: „Ursprünglich wurde er geprägt vom römischen Staatsmann und Philosophen Cato dem Älteren“...
Dieser benutzt „suum cuique“ aber auch schon in der Übersetzung, denn man findet den Begriff bereits in Platons „Politeia“, das Sprichwort ist also noch viel älter...
Die Schüler-Union NRW hatte in einer Kampagne gegen die Gemeinschaftsschule den Slogan „Nicht jedem das Gleiche, sondern jedem das Seine“ gewählt und wurde durch die CDU gestoppt...man mag von der Christlich-Debilen Union halten, was man will...und von den JuSos halte ich noch weniger...aber generell geht es mir auf den Zeiger, dass derartige Dinge immer wieder passieren....
Meine Meinung dazu ist:
Wenn wir in Deutschland echt jeden Begriff, der von den Nationalsozialisten missbraucht, pervertiert und umgedeutet wurde, für alle Zeiten zum Tabu erklären, DANN und GENAU DANN bekommt der alte Schicklgruber sein tausendjähriges Reich, das er sich so gewünscht hat...
Mein Traum wäre eher, dass wenn ich als alter Mann ein Lexikon in die Hand nehme, ich unter dem Begriff als Randnotiz lese, dass dieser in der Zeit des Nationalsozialismus umgedeutet wurde, aber nun wieder in seiner alten Bedeutung bekannt ist...die, das einfach „Jeder nach seiner Fasson selig“ werden soll und darf...die Grundlage eines jeden demokratischen Staates...
Ok...verreisst mich...
cd
Angleichung...
11/03/09 21:01 Abgelegt unter:
Pädagogik
nu ist es passiert...man hört und
liest es immer wieder falsch und es brennt sich ein....und beim
erneuten Lesen meines letzten Beitrages sehe ich fassungslos, wie
ich doch „Werbeslogan“ mit „e“ geschrieben habe...ich brauch
Urlaub...und morgen gibts keinen Ärger für jeden, der seine
Hausaufgaben nicht gemacht hat...
cd
cd
Die Saison ist wieder eröffnet - Winnenden, Amok und die Medien
11/03/09 20:09 Abgelegt unter:
Pädagogik | Psychologie
Da haben wir es also wieder...ein
frustrierter Jugendlicher, eine Waffe, eine Schule, diesmal eine
Realschule...die Albertville Schule in Winnenden...und jede Menge
Tote...wenn ich richtig schaue, ist das bislang der höchste
Bodycount eines Schüler“amok“laufes, den wir in Deutschland bislang
hatten...
Eigentlich schon fast unspektakulär...das hat man nun schon desöfteren gesehen...neu ist die Flucht, das Carjacking und das Töten von unbeteiligten 40km weiter...interessant finde ich, dass er in der Schule fast nur LehrerINNEN getötet hat...Objektwahl und anderes werden sich wohl in den nächsten Tagen rauskristallisieren..
Interessanter finde ich, dass man wieder schön sieht, wie „sauber“ die Medienberichterstattung im aktuellen Fall wieder läuft...ich habe die Sache nur zwischen den Unterrichten im Radio verfolgt und habe diverse Versionen gehört, mein Favorit war die „Schießerei im Real-Supermarkt“...dann hat die Polizei ihn ANgeschossen...dann ERschossen, dann hat er sich selbst getötet....die gleiche Berichterstattung also, die schon zu der Falschmeldung bezüglich des Konsums von Tilidin durch Robert Steinhäuser geführt hat (siehe auch hier)...vermutlich haben sie alle im Internet recherchiert...jeder Sender organisiert hastig halbgare Psychologen und Pädagogen, die ebenso fundierte, wie blödsinnige Dinge absondern...und natürlich sind an allem wieder die Killerspiele Schuld...ich habe mich an anderer Stelle dazu bereits genug ausgelassen, was ich von der Argumentation halte z.B. hier und hier...
Ich bin mal gespannt, wie viele Hits meine Vorlesungsfolien zum Thema nun wieder bekommen...das Thema ist eben Saisonarbeit..ich sehe mich schon wieder auf diversen Lehrerfortbildungen zum Thema „Verhalten bei Amokläufen“
Mal schauen, was die Abendnachrichten und der morgige Tag Bringen...mein alter Chef von der Uni rief mich heute schon bedröppelt an und bat mich um Hilfe bei der Recherche, da er direkt morgen Früh einen Vortrag in der Aula einer Schule halten soll, um „die Kleinen zu beruhigen“...ich freue mich schon auf diverse neue absurde Konzepte zur „Prävention“...
Ich stelle mal eine Liste auf, was mögliche Reaktionen der Politik sein könnten:
1. Verbot von „Luftdruckwaffen“ - nach Aussage eines seiner ehemaligen Freunde, der daraufhin den Kontakt abbrach, soll er „so Luftdruckpistolen an der Wand“ gehabt haben und „komisch“ geworden sein...
2. Mehr Druck auf die „Killerspiele“ (Totalverbot? Das Merkel wäre definitiv so wahnsinnig...)
3. Generelles Verbot privater Waffenarsenale, egal ob Sportschütze oder Jäger (es sollen so im Schnitt -je nach Nachrichtenagentur- 16 Waffen im Haus der Eltern sichergestellt worden sein)
Mal sehen, was davon eintrifft...
Ich bin mir sicher, dass Baden-Württemberg nach dem ersten Ärger nun seine Taktik zur Lehrergewinnung ändern wird...hieß es gestern noch „mehr Geld für Lehrer“, wird ab morgen der neue Werbeslogan „Kugelsichere Westen für alle“ lauten...
cd
Eigentlich schon fast unspektakulär...das hat man nun schon desöfteren gesehen...neu ist die Flucht, das Carjacking und das Töten von unbeteiligten 40km weiter...interessant finde ich, dass er in der Schule fast nur LehrerINNEN getötet hat...Objektwahl und anderes werden sich wohl in den nächsten Tagen rauskristallisieren..
Interessanter finde ich, dass man wieder schön sieht, wie „sauber“ die Medienberichterstattung im aktuellen Fall wieder läuft...ich habe die Sache nur zwischen den Unterrichten im Radio verfolgt und habe diverse Versionen gehört, mein Favorit war die „Schießerei im Real-Supermarkt“...dann hat die Polizei ihn ANgeschossen...dann ERschossen, dann hat er sich selbst getötet....die gleiche Berichterstattung also, die schon zu der Falschmeldung bezüglich des Konsums von Tilidin durch Robert Steinhäuser geführt hat (siehe auch hier)...vermutlich haben sie alle im Internet recherchiert...jeder Sender organisiert hastig halbgare Psychologen und Pädagogen, die ebenso fundierte, wie blödsinnige Dinge absondern...und natürlich sind an allem wieder die Killerspiele Schuld...ich habe mich an anderer Stelle dazu bereits genug ausgelassen, was ich von der Argumentation halte z.B. hier und hier...
Ich bin mal gespannt, wie viele Hits meine Vorlesungsfolien zum Thema nun wieder bekommen...das Thema ist eben Saisonarbeit..ich sehe mich schon wieder auf diversen Lehrerfortbildungen zum Thema „Verhalten bei Amokläufen“
Mal schauen, was die Abendnachrichten und der morgige Tag Bringen...mein alter Chef von der Uni rief mich heute schon bedröppelt an und bat mich um Hilfe bei der Recherche, da er direkt morgen Früh einen Vortrag in der Aula einer Schule halten soll, um „die Kleinen zu beruhigen“...ich freue mich schon auf diverse neue absurde Konzepte zur „Prävention“...
Ich stelle mal eine Liste auf, was mögliche Reaktionen der Politik sein könnten:
1. Verbot von „Luftdruckwaffen“ - nach Aussage eines seiner ehemaligen Freunde, der daraufhin den Kontakt abbrach, soll er „so Luftdruckpistolen an der Wand“ gehabt haben und „komisch“ geworden sein...
2. Mehr Druck auf die „Killerspiele“ (Totalverbot? Das Merkel wäre definitiv so wahnsinnig...)
3. Generelles Verbot privater Waffenarsenale, egal ob Sportschütze oder Jäger (es sollen so im Schnitt -je nach Nachrichtenagentur- 16 Waffen im Haus der Eltern sichergestellt worden sein)
Mal sehen, was davon eintrifft...
Ich bin mir sicher, dass Baden-Württemberg nach dem ersten Ärger nun seine Taktik zur Lehrergewinnung ändern wird...hieß es gestern noch „mehr Geld für Lehrer“, wird ab morgen der neue Werbeslogan „Kugelsichere Westen für alle“ lauten...
cd
Quod erat demonstrandum...
03/03/09 23:22 Abgelegt unter:
Pädagogik
Gerade im InfoBlog
des Deutschen Bildungsservers gefunden, ohne weiteren
Kommentar...:
„hallo ich hab in2002 meinennormalen hauptschulabschulabschluss und hab dann 1 berufgrundschuljahr gemacht (BGs). und danach habe ich schulicheausbildung als auswirtschaft und ambulante betreuung angefangen und in 2005 jul.
prüfung nicht bestanden.
jetzt bin ich seit 3und halb jahre zu hause und hab eine familie, und 2 kinder die bald ins kindergarten gehn.So jetzt möchte ichenweer einen ausbildung machen also in 2010 oder mit der schule weiter machn geht das wenn ja könnte jemand mir dabei helfen
ich werde mich sehr freuen
Ig“
Noch Fragen?
cd
„hallo ich hab in2002 meinennormalen hauptschulabschulabschluss und hab dann 1 berufgrundschuljahr gemacht (BGs). und danach habe ich schulicheausbildung als auswirtschaft und ambulante betreuung angefangen und in 2005 jul.
prüfung nicht bestanden.
jetzt bin ich seit 3und halb jahre zu hause und hab eine familie, und 2 kinder die bald ins kindergarten gehn.So jetzt möchte ichenweer einen ausbildung machen also in 2010 oder mit der schule weiter machn geht das wenn ja könnte jemand mir dabei helfen
ich werde mich sehr freuen
Ig“
Noch Fragen?
cd











